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Rückruf von Sprinter-Bussen in Nordamerika

Unsichere Pilotensitze in Roadtrek-Bussen

Roadtrek CS Adventurous Foto: Roadtrek

Ein Ereignis jagt das nächste bei Roadtrek: Nach der Insolvenz-Ankündigung der Marke Roadtrek im Februar 2019 und der Übernahme von Rapido, gibt es nun einen Rückruf aller aktuellen Sprinter-Busse.

Bereits am 26. Juni 2019 startete die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) einen Rückruf für alle aktuellen Campingbusse von Roadtrek auf Sprinter-Basis, Verfahrensnummer 19V450000. Betroffen sind alle im Zeitraum 2013 -2019 hergestellten Busse der Baureihen E-Trek, RS Adventurous, CS Adventurous und TS Adventurous.

Sitze nicht fest im Chassis verankert

Bei all diesen Bussen geht von den Pilotensitze mit integrierten Sitzgurten in der zweiten oder dritten Reihe eine mögliche Bedrohung im Falle eines Unfalls aus. Beim Sockel des Sitzes ist die Verankerung in den Chassisrahmen nicht stabil genug, um den Sitz und den Gurt bei einem Aufprall an ihrer Stelle zu halten – somit besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko für die Insassen. Die Busse erfüllen dadurch nicht die Voraussetzung der Sicherheitsstandards nach FMVSS, Nummer 210 „Seat Belt Assembly Anchorages“ und Nummer 207 „Sitzsysteme“.

Alle Besitzer sind laut NHTSA dazu aufgerufen, sich an den Kundenservice der Erwin-Hymer-Group zu wenden. Der Hersteller selbst hat bis dato (Stand 15.7.2019) noch keine automatisierte Benachrichtigung an die Fahrzeugbesitzer herausgegeben. Betroffen sind rund 1.700 Fahrzeuge. Die ersten Benachrichtigungen über fehlgeschlagene Tests bei Prototypen lagen der Behörde bereits im November 2016 vor (siehe: Part 573 Safety Recall Report).

Roadtrek-Übernahme durch Rapido

Die im kanadischen Kitchener beheimatete Marke Roadtrek war seit 2016 Teil der Erwin Hymer Group North America. Als Anfang 2019 Thor Industries die Erwin-Hymer-Group übernahm, wurde die Marke aus dem Deal herausgenommen. Seit Februar befand sie sich in einem Insolvenzverfahren und war zeitgleich nur noch in Besitz der Familie Hymer, nicht mehr des Konzerns.

Dann kam die französische Rapido-Gruppe mit ins Spiel: Im April unterschrieb sie eine Absichtserklärung, um alle Vermögenswerte der Marke Roadtrek RV zu erwerben. Im Juni 2019 wurde der Deal besiegelt, so der Vermögensberater der Familie Hymer (siehe: hier).

Auf dem nordamerikanischen Markt gehört Roadtrek zu den führenden Herstellern von Campingbussen. Dabei werden ebenso typische US-Vans ausgebaut wie der Mercedes Sprinter und der Ram Promaster, ein enger Verwandter des Fiat Ducato. Mit dem Erwerb von Roadtrek ergeben sich für die Rapido-Gruppe neue Möglichkeiten, wie etwa ein Comeback ihrer Marke Westfalia in den USA. Trotz längerer Abwesenheit genießt Westfalia in Nordamerika durch die legendären VW-Bulli-Ausbauten einen sehr guten Ruf.

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