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Panamericana-Tour von Andreas und Michaela Eller

Mit dem Wohnmobil durch Amerika

Mobile Menschen Andreas und Michaela Eller, News 6 Bilder

Panamericana – kaum ein Straßenname weckt so viel Fernweh. Für das Ehepaar Eller bedeutet er einen Einstieg in den Ausstieg. Heute hat Andreas Eller sein Fernweh zum Beruf gemacht.

Die Idee entstand bereits vor zehn Jahren. Damals setzt Andreas Eller erstmals einen Fuß auf die Panamericana. Der studierte Architekt befindet sich gerade auf einer Reise durch Peru und ist fasziniert vom scheinbar endlosen Straßenband, das Alaska mit Feuerland verbindet. Ein Plan reift heran.

Gut zwei Jahre später sitzt Andreas Eller gemeinsam mit seiner Frau Michaela in einem Elnagh Columbia. Sie haben das Alkovenmobil soeben aus dem Hafen in Baltimore abgeholt. Nicht weit von dort verbringen beide ihre erste Nacht im Reisemobil überhaupt. Hinter ihnen liegen Monate der Vorbereitung. Andreas und Michaela Eller haben sichere Jobs ebenso gekündigt wie die Mietwohnung. Für 13.000 Euro erstanden sie den gebrauchten Elnagh, der für die kommende Zeit ihr einziges Zuhause sein soll. Bis hin zur passenden Tischdecke ist alles an Bord.

Die Panamerica-Route – ein Lebenstraum wird wahr

Vor ihnen liegt eine Tour, von der andere zeitlebens nur träumen. Über Kanada geht es zunächst nach Alaska, an den Ausgangspunkt des Pan-American-Highway, dann nach Süden. Während die Strecke vorbei an Nationalparks, Las Vegas und San Francisco noch als erholsame Urlaubsreise durchgehen kann, beginnt an der mexikanischen Grenze das Abenteuer. „Ein Kulturschock“, wie Michaela und Andreas Eller berichten. Durch chaotischen Verkehr, über löchrige Pisten und wenig gastliche Grenzübergänge macht der Elnagh seinen Weg. Mit Bravour: Abgesehen von zwei Reifenpannen lässt sich der damals schon neun Jahre alte Italiener nichts von den Strapazen anmerken.

Die Ellers folgen der Panamericana nicht akribisch. Sie gönnen sich Extratouren für Landschaften und Leute. Wenn nötig, mieten sie sogar einen Pkw, um etwa entlegenene Bergdörfer zu erreichen. Dennoch bekennt Andreas Eller: „Wir waren viel zu schnell unterwegs.“ Über 60.000 Kilometer spult der Elnagh in fast zwei Jahren ab, bevor er den Seeweg nach Hause antritt.

Das Fernweh wird zum Beruf

Und heute? Das Alkovenmobil ist inzwischen einem Campingbus gewichen, der vor einem festen Wohnsitz parkt. Den Ausstieg aus dem geregelten Arbeitsleben hat Andreas Eller nie bereut: „Man zehrt ja ein Leben lang von den Erfahrungen einer solchen Reise.“
Er hat sein Fernweh zum Beruf gemacht. Als Student sammelte Eller erste Erfahrungen mit Diavorträgen. Heute präsentiert er die Panamericana-Reise als zweistündige Multivisionsschau (aktuelle Termine unter www.panamobil.de).

Gepackt vom Reisefieber

Neue Touren bringen Nachschub für weitere Vorträge. In Zeiten multimedialer Überflutung stellt sich für den 43-Jährigen die Frage: „Wie kann ich reisen, um damit anschließend möglichst viele Menschen zu begeistern?“ Seine Planungen werden immer ein wenig extremer. Eller reist vom Ganges zum Himalaya und geht zu Fuß durch das arktische Kanada zum Polarmeer.

Die Liebe zum Reisemobil bleibt. Wenn der VW-Bus zu eng wird, mieten sich die Ellers ein geräumiges Mobil, zuletzt für eine Norwegen-Tour. Für Michaela Eller die Voraussetzung einer echten Traumreise: „Ein Wohnmobil bedeutet für uns einfach Freiheit.“

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