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Offroad-Camping von Feuerland bis Mexico

Zwei Hamburger und ihr Land Rover Defender

Mobile Menschen Foto: Rolf G. Wackenberg 12 Bilder

Zwei junge Hamburger erfüllen sich einen Traum und bereisen die amerikanischen Kontinente von Feuerland bis Mexiko – ihr Campingmobil: Ein Land Rover Defender, den sie liebevoll Dulli getauft haben.

Eigentlich sollte das Abenteuer „Unterwegs mit Land Rover“ nur ein Sommermärchen werden, ein paar Wochen Urlaub im Norden Europas, um ein bisschen Campingluft zu schnuppern. Doch es kam anders – dank Dulli. So nennen Alexandra und Malte Ramthun (beide 34) liebevoll ihren ausgebauten Land Rover Defender, der ihr Leben auf den Kopf gestellt hat. Denn aus dem einmaligen Campingtrip im Jahr 2013 entwickelte sich ein nun schon 18 Monate währendes Offroad-Abenteuer.

Die Entwicklung des Land Rover Defenders: Dulli

Vom Vorführwagen mit Dachzelt zum expeditionstauglichen Geländegänger: Das ging nicht von jetzt auf gleich. Als Alexandra und Malte klar wurde, dass das mit Dulli keine kurze Affäre, sondern eine lange Liebesbeziehung werden würde, musste zuerst einmal die Schlafsituation verbessert werden.

Mobile Menschen Foto: Malte Ramthun
Europa war nicht genug: Alexandra und Malte Ramthun in Südamerika.

Auf Dauer wäre das Dachzelt keine praktikable Lösung gewesen. Daher rüsteten sie zunächst auf eine große Schublade zwischen den Radkästen um, auf der eine Matratze platziert wurde. Immerhin konnte man so schon viel unauffälliger nächtigen, vor allem in Städten.

Doch es sollte mehr sein als Städtetrips, die Idee einer längeren Reise zu fernen Zielen stand im Raum und wurde immer konkreter. Um auch für viele Monate ein echtes Zuhause zu sein, bekam Dulli ein Aufstelldach. Schränke, Bank, Arbeitsplatte, Kühlbox und ein Waschbecken folgten. In einer außen am Fahrzeug angebrachten Kiste kommen die Küche und alle Utensilien unter. Um für die strapaziösen südamerikanischen Schotterpisten gerüstet zu sein, wurde am Defender selbst einiges verstärkt, verbessert und erneuert.

Mobile Menschen Foto: Malte Ramthun
An der bolivianischen „Todesstraße“ von La Paz zu den Yungas lauern schwindelerregende Abgründe.

Unter anderem bekam er einen zusätzlichen Kraftstofftank, verstärkte Steckachsen, ein Doppelbatteriesystem sowie Solarpanels. Mit allen Aus- und Umbauten bringt der Land Rover inzwischen rund drei Tonnen auf die Waage. Mehr noch als das Gewicht spielen unterwegs allerdings die überschaubaren Außenmaße eine Rolle. Malte schwärmt: „Wir müssen uns keine Gedanken über enge Dschungelstraßen, abenteuerliche Holzbrücken oder -fähren machen – selbst die berühmt-berüchtigte “Todesstraße„ in Bolivien, neben der zum Teil 1000 Meter Abgrund lauern, ließ sich mit Dulli einigermaßen entspannt zurücklegen.

In puncto Gastfreundschaft ganz weit vorn

Seit Oktober 2016 ist das Trio nun in Südamerika unterwegs. Von Uruguay über Argentinien ging’s weiter bis nach Feuerland. Hier durfte Dulli eine Verschnaufpause einlegen, während Alexandra und Malte mit dem Schiff einen Abstecher in die Arktis machten und dort echt weiße Weihnachten feierten.

Mobile Menschen Foto: Malte Ramthun
Millionen-Sterne-Hotel: Die Nacht am aktiven Vulkan Villarrica in Chile bleibt ewig in Erinnerung.

Im neuen Jahr folgten Patagonien, Chile, Peru und Ecuador. Auch ein Trip zu den Galapagosinseln war dabei. Über Kolumbien ging es in die Karibik, inzwischen war schon wieder ein Jahr vergangen. Diese Weihnachten fanden bei teilweise über 40 Grad Celsius statt – was für ein Kontrast zur Arktis! Seit Januar bereisen die drei nun Mexiko, und so langsam rückt das Ende der großen Fahrt im Spätsommer in Sichtweite: Dann soll’s von Kanada zurück nach Hamburg gehen. Die Reise ist ein voller Erfolg, das steht für Malte und Alexandra jetzt schon fest.

Ein Highlight sind sicherlich die freundlichen Menschen, denen sie unterwegs begegnet sind. “Die Gastfreundschaft auf der ganzen Reise haut uns geradezu um!„, sagt Alexandra begeistert und Malte ergänzt eine Anekdote: “In Uruguay sind wir in ein starkes Gewitter geraten. Wir wollten bei einer Estancia (Rinderfarm) fragen, ob wir dort campen könnten. Die Besitzerin guckte mich an und sagte: ‚Du siehst aber hungrig aus.’ Ich nickte, und keine fünf Minuten später saßen wir in der Küche und wurden verpflegt – sogar das Gästezimmer wurde uns angeboten.„

Zu den freundlichen Menschen und atemberaubenden Landschaften kommt aber noch ein weiterer Faktor, von dem die Hamburger schwärmen: die Freiheit und Flexibilität dieser Art zu reisen. “Wenn uns jemand von einem tollen Ort erzählt, dann fahren wir dorthin. Es gibt keine vorgefertigte Route – und mit Dulli gibt es sowieso kaum einen Weg, den wir nicht packen würden.„

Mehr zu den Details der Umbauten und der Reise findet man übrigens unter www.dulliexploring.com

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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