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Mit dem Wohnmobil durchs Tal der Ilm

Genuss, Weltkulturerbe & Wellness

Ölmühle Eberstedt Foto: Anne Schüßler, Joachim Negwer, Jessica Mintelowski 22 Bilder

Die Ilm mag hier und da unscheinbar wirken, aber rechts und links des Flüsschens gibt es allerlei Schönes zu entdecken: Wir stellen interessante Genusspunkte, Stopps am Wasser und kleine Wellness-Pausen vor.

  1. Genussorte im Ilmtal
  2. Weimar
  3. Thermen
  4. Stellplätze

Munter springt die Ilm über ihr Kieselsandbett. An ihren Ufern liegen gemütliche Dörfer, Wälder, berühmte Kulturstädte – und der Ilmtal-Radweg, der auf 123 Kilometern von Allzunah im Thüringer Wald bis zur Mündung des Flusses in die Saale bei Bad Sulza führt. Auf ihm kann man das Ilmtal fernab großer Straßen entspannt erkunden. Und dazu natürlich Weimar, die Stadt der Dichter, Denker und des Bauhauses. Dort liegen die Unesco-Weltkulturerbestätten dicht beieinander. Schon Johann Wolfgang von Goethe, der einen Großteil seines Lebens in Weimar lebte, dichtete übrigens spöttisch-liebevoll über die Ilm: Will ein Reisender mich sehen / Wie die Donau, wie den Rhein, / Ich versteck’ mich, lass ihn gehen, / Denn ich bin doch gar zu klein.

1. Genuss-Orte im Ilmtal

Ilmtal Genusspunkte am Weg Foto: Anne Schüßler, Joachim Negwer, Jessica Mintelowski
Ein Volltreffer im Tal der Ilm: Genusspunkte am Weg.

Einmal quer durch Thüringen, von Südwesten nach Nordosten, das ist der Weg der Ilm, die im Thüringer Wald entspringt. Sie ist kein besonders langer oder besonders imposanter Fluss – aber entlang ihres Ufers kann man die Vielfalt des Landes gut erleben. Besonders einfach geht das bei einer Tour auf dem Ilmtal-Radweg, aber natürlich lässt sich eine Fahrt durchs Ilmtal auch gut mit dem Reisemobil machen. Da ist man, was die Sehenswürdigkeiten anbetrifft, sogar noch flexibler, weil man nicht darauf angewiesen ist, dass alles nah am Radweg liegt.

Aber auch entlang der Strecke findet man eine ganze Menge reizvoller Genusspunkte: In der Senfmühle Kleinhettstedt etwa, einem stattlichen Fachwerkensemble, kann man den dort in einem schonenden Verfahren hergestellten Senf in allen möglichen Geschmacksrichtungen probieren und kaufen. Außerdem gibt es ein kleines Museum und ein Restaurant.

Verschiedene Honigsorten und andere Produkte rund um die Imkerei findet man im Hofladen des Deutschen Bienenmuseums im Weimarer Stadtteil Oberweimar. Das Museum lohnt für große und kleine Radler, aber auch sonst einen Besuch – man erfährt dort viel über das geheimnisvolle und bedrohte Leben der Bienen. Ein weiteres Ausflugsziel in Weimar liegt ebenfalls direkt an der Ilm: Schloss Tiefurt mit seinem weitläufigen Park und einem kleinen, netten Campingplatz in Wassernähe („Im Kleinen Gütchen“).

Weingut Zahn Foto: Anne Schüßler, Joachim Negwer, Jessica Mintelowski
Das Weingut Zahn bringt seinen Gästen den eigenen Wein bei stimmungsvollen Events näher.

Bevor man schaut, wo die Ilm in die Saale mündet, sollte man unbedingt auch einmal auf sie anstoßen – am besten mit Wein aus der Region, zum Beispiel im Erlebnis-Weingut Zahn in Bad Sulza. Im Weinbaugebiet Saale-Unstrut gedeihen qualitätsvolle Weiß- und Rotweine. Und das Weingut Zahn bietet neben einem Restaurant und Verköstigungen auch zahlreiche Events rund um den Wein an. Und wer zur Abwechslung einmal einen Gang zurückschalten möchte, der macht einen ausgedehnten Spaziergang: In und um die Kur- und Weinstadt Bad Sulza verläuft nämlich ein acht Kilometer langer Weinwanderweg.

Der besondere Tipp

Stellplatz und hausgemachte Produkte: In der Ölmühle in Eberstedt bei Bad Sulza lässt es sich prima einkaufen und schlemmen: Der dortige Mühlenladen hat neben Senföl aus ökologischer Senfsaat und eigener Herstellung auch viele andere regionale Produkte. Neben einem schwimmenden Hüttendorf, mehreren Restaurants und einem Landhotel gibt es dort auch einen Stellplatz für Reisemobile.
www.oelmuehle-eberstedt.de

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2) Unesco-Weltkulturerbe Weimar

Der weitläufige Park an der Ilm verbindet den Fluss mit der Stadt, die zu den wichtigsten Kulturorten Deutschlands gehört. Denn in den Altstadtgassen von Weimar wohnten und arbeiteten nicht nur Goethe, Schiller, Herder, Liszt und Nietzsche. In Weimar gründete der Berliner Architekt Walter Gropius 1919 auch das Staatliche Bauhaus Weimar – eine der wichtigsten Kunstschulen des 20. Jahrhunderts, die im kommenden Jahr Jubiläum feiert: ihren 100. Geburtstag. Wer durch das Bauhaus-Museum am Theaterplatz spaziert, merkt bald: Bis heute ist unser Verständnis von moderner Architektur und von Design stark von den damaligen Ideen beeinflusst.

Ilmtal Genusspunkte am Weg Foto: Anne Schüßler, Joachim Negwer, Jessica Mintelowski
Ein Volltreffer im Tal der Ilm: Genusspunkte am Weg.

Auch Erfurt, Ilmenau und Apolda haben spannende Kulturschätze, aber Weimar wimmelt nur so vor Unesco-Weltkulturerbestätten: Viele, wie etwa die Wohnhäuser von Goethe und Schiller, gehören zum Ensemble Klassisches Weimar. Dazu kommen noch Orte des Staatlichen Bauhauses in Weimar und Dessau, unter anderem die Bauhaus-Universität Weimar und das Haus Am Horn. Man hat also in Weimar die Wahl: diszipliniertes Kulturprogramm – oder sich einfach treiben und hier und da von den kulturellen Ideen der Vergangenheit inspirieren lassen.

Denn die Größen von damals begegnen einem garantiert auch beim gemütlichen Stadtbummel. Der führt zum Beispiel vom Park an der Ilm, den Goethe selbst mitgestaltete, vorbei an der Herzogin Anna Amalia Bibliothek mit ihrem berühmten Rokoko-Lesesaal (Tickets vorab ordern!) bis zum Goethe-Nationalmuseum mit Goethes Wohnhaus – und dann weiter zum Schiller-Museum. Wer Lust auf eine Thüringer Rostbratwurst hat, der findet meist mobile Stände. Kuchenliebhabern sei ein Abstecher zur Koriat Kuchenmanufaktur empfohlen, wo es den wohl besten Kuchen der Stadt gibt. Am Ende aber führen alle Wege wieder zum Park an der Ilm. Denn das grüne Herz Weimars schlägt am Fluss.

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Der besondere Tipp

Weimarer Sommer Foto: Anne Schüßler, Joachim Negwer, Jessica Mintelowski

Weimarer Sommer: Unter diesem Motto fasst die Stadt ihre Festivals, Ausstellungen, Sommertheater und wiederkehrende Events zwischen Juni und September zusammen. Die Kultur spielt dann in den Parks und Gassen, auf den Plätzen und manchmal auch drinnen. Jedes Jahr mit dabei: das Kunstfest Weimar und Goethes Geburtstag, der am 28. August unterhaltsam und ohne Eintrittstickets im Park an der Ilm (Bild) gefeiert wird. www.weimarer-sommer.de

3) Wasser & Wellness

Auch das ist ja das Schöne am Sommer, dass er uns so viele, feine Gerüche zurückbringt: Die Wiesen duften endlich wieder nach Gras und Blumen, der Wald verströmt das Aroma von Nadeln, Moos und Sträuchern – und am Fluss riecht man die Frische des Wassers. Einfach wunderbar: In Ilmenau genießt man in einem Café direkt am Ufer Kaffee und Kuchen oder durchstreift den in Richtung Langewiesen gelegenen Ilm-Auwald: Im Kurpark von Bad Berka können auch durchreisende Gäste eine Runde kneippen oder sich am Goethebrunnen mit seinem sulfathaltigen Heilwasser erfrischen.

Spritztour Ilm Foto: Anne Schüßler, Joachim Negwer, Jessica Mintelowski
Spontane Spritztour durch die Ilm – Wasserfurt in der Nähe der Senfmühle Kleinhettstedt. Über die Brücke kann ja jeder fahren.

Die Kurstadt hat sogar einen neun Kilometer langen Kneipp-Rundweg. Und wer beim Radeln oder Spazierengehen an einer gemähten Uferwiese oder einem Wehr vorbeikommt, macht mit dem Proviant ein spontanes Picknick. Das Wasser ist im Ilmtal ein treuer, ja manchmal sogar ein romantischer Begleiter. Und auch wenn die Ilm sich zum Baden nicht wirklich eignet – die Füße sollte man zwischendurch schon mal ins Wasser hängen. In der Nähe der Senfmühle gibt es sogar eine alte, gepflasterte Furt, wo halbwüchsige Radler durch die flache Ilm brettern können – eine feucht-fröhliche Abwechslung.

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Die Flussufer sind bewaldet, dann wieder radelt man quer durch Weizenfelder, rollt später durch weite Auen auf Weimar zu. An Breite und Tiefe gewinnt die Ilm nur in Maßen. Von zwei Metern in ihrem Oberlauf schafft sie es auf acht bis zehn und letztendlich auf 15 Meter bei einer Tiefe von 10 bis 80 Zentimetern. Forellen, Barsche und Rotfedern fühlen sich dennoch wohl. Auch Radler, Wanderer und Flussgucker genießen die Idylle. Alles klein, alles fließt, alles im Fluss.

Der besondere Tipp

Wellness-Auszeit: Im legendären Liquid-Sound-Tempel der Toskana Therme in Bad Sulza schwebt man in 32 Grad Celsius warmer Sole und hört leise Klänge aus der Tiefe. Die Ohren bleiben also besser unter Wasser, die Augen hingegen verfolgen die farbigen Lichtspiele im Raum. Die innovative Therme hat auch eine Sauna der Zukunft samt Fulldome-Kuppel. Dort erlebt man 360-Grad-Bildwelten. www.toskanaworld.net

Weitere Infos: Ausführliche Informationen zur Region, zu Events, Aktivitäten, Kultur und Natur gibt’s unter www.thueringen-entdecken.de, www.ilmtal-radweg.de, www.weimar.de

Stellplatz-Tipps fürs Ilmtal

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