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Fähren fürs Wohnmobil in Europa: Neue Routen 2022

Fähren für Wohnmobil-Trips in Europa Alle Routen-Infos für Fähren 2022

Auf zu neuen Ufern: Wer zur Fahrt in den Urlaub eine Fähre nutzt, kommt mit dem Campingfahrzeug entspannt am Ziel an und tut der Umwelt einen Gefallen. 2022 werden fast alle Routen nach Fahrplan bedient. Die Gesundheitskonzepte haben sich bewährt.

In Zeiten von Corona haben sich Campingferien als zuverlässig sichere Urlaubsform bewährt. Sollen mit Campingbus oder Reisemobil Ziele angesteuert werden, die jenseits des Wassers liegen, gilt die erste Wahl den zahlreichen Fähren, die über die Meere kreuzen. Ob auf dem Weg zur Lieblingsinsel oder um Hunderte von Kilometern Anfahrt auf der Straße abzukürzen – die zumeist wieder planmäßig verkehrenden Schiffe sind ein guter Start ins Ferienerlebnis.

Die Qualität der Kabinen wird durch die stete Belüftung mit frischer Seeluft noch aufgewertet; Büfetts und Restaurants genießen einen guten Ruf. Die durch Corona bedingten Einschränkungen der Unterhaltungsprogramme für Kinder und Erwachsene sowie der Wellnesseinrichtungen an Bord werden nicht ewig andauern. Klar ist aber, dass sich die Sicherheitskonzepte der Reedereien bewährt haben – auf Fähren besteht offensichtlich kein erhöhtes Infektionsrisiko. Erweiterte Möglichkeiten, mit Abstand auf den Sonnendecks das Meer zu genießen, kommen den Wünschen der Passagiere entgegen.

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Nordlandblog
Ein sonniger Platz an Deck ist überaus entspannend.

Einer aktuellen Studie des Fährverbandes VFF zufolge zeigt sich vor allem die Altersklasse zwischen 18 und 39 Jahren interessiert daran, eine Fährpassage in die Streckenplanung zu integrieren. Unsichtbar für die Fahrgäste werden die Schiffe nach und nach auf umweltfreundliche Antriebe und Kraftstoffe umgestellt – die Einführung vollkommen emissionsfreier Fähren ist absehbar.

Bis man die Transfers völlig rauch- und rußfrei genießen kann, dominiert die Freude an der Seefahrt an sich: Springende Delfine auf dem Weg über das Mittelmeer, farbenprächtige Sonnenuntergänge zu später Stunde auf den Routen gen Norden. Es wundert nicht, dass bereits jetzt ein Viertel aller Skandinavienurlauber mindestens eine Reiseetappe mit dem Schiff zurücklegt. Der vierbeinige Reisebegleiter ist natürlich dabei und findet seinen Platz in speziellen Haustierkabinen oder auf ausgewiesenen Arealen an Deck.

Neue Routen über das Wasser

Existiert die Lieblingspassage von damals noch? Gibt es interessante Alternativen? 2022 ändert sich manches.

Mittelmeer

Auf der Griechenland-Route fährt Superfast die Insel Korfu nun auch ab Venedig an. Minoan Lines indes verzichtet auf den Startpunkt Venedig für seine Strecken von Italien nach Patras, Igoumenitsa und Korfu. Während Jadrolinija die Strecke von Ancona ins kroatische Zadar ruhen lässt, bietet Montenegro Lines Passagen von Ancona nach Bar in Montenegro an – für Reisende nach Süddalmatien durchaus eine Alternative. Das Reiseziel Zypern liegt weiter in weiter Ferne: Die geplante Autofähre wurde noch nicht realisiert.

Griechenland
Touren & Tipps

Die Reedereien Moby Lines und Tirrenia kündigen veränderte Routen nach Sardinien an: Die Strecken von Genua beziehungsweise Civitavecchia nach Arbatax sind eingestellt, stattdessen wird nun Olbia von Livorno und von Piombino aus angefahren. Ebenfalls nach Olbia führt die neue Strecke ab Civitavecchia von Grandi Navi Veloci.

700 Landkilometer lassen sich durch die neue Verbindung von Neapel nach Termini Imerese auf Sizilien einsparen. Ausgebaut werden die Routen vom spanischen Festland auf die Balearen, die nun von Barcelona und von Valencia aus angesteuert werden. Mit den neu aufgelegten Strecken von Nizza und Toulon nach Porto Vecchio intensiviert Corsica Lines den Verkehr nach Korsika. Zudem werden neue Routen von Piombino und Bastia nach Elba angeboten.

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Zink
Ein Schiff der Adria Ferries liegt im Hafen von Ancona.

Fähren nach Marokko bleiben vorerst dem Frachtverkehr vorbehalten – Corona-Maßnahmen verwehren Urlaubern die Einreise. Eine Hoffnung für Afrika-Fans: Tunesien lässt Urlauber rein, Fähren können gebucht werden.

Nordsee und Kattegat

Nur ein kurzes Intermezzo war die längste Fährverbindung entlang der deutschen Küste: Die erst im März eingeführte Verbindung über die Elbe von Brunsbüttel nach Cuxhaven wurde zum Jahresende wieder eingestellt. Eine Alternative für Norwegen-Reisende ist die neue Fährstrecke vom niederländischen Eemshaven nach Kristiansand. Die Tarife sind günstig, bis zu 800 Kilometer Anfahrt können eingespart werden.

P&O gibt die Strecke von Zeebrügge nach Hull (GB) auf, das jetzt nur noch ab Rotterdam erreichbar ist. Von Calais nach Dover wird die Anzahl der eingesetzten Schiffe eingeschränkt. Zum Ausgleich bietet Irish Ferries auf dieser Strecke täglich vier Abfahrten an.

Von Deutschland aus mit längeren Anfahrten verbunden sind die Fähren, die ab Frankreich starten. Für Irland-Urlauber, die die Anreise über Großbritannien scheuen, stellen sie dennoch eine Alternative dar.

Irland, Reise
Touren & Tipps

Von Cherbourg und Roscoff aus werden zudem neue Routen ins Vereinigte Königreich offeriert. So bedient Brittany Ferries von Cherbourg aus nun auch Poole und Portsmouth; von Roscoff aus wird Plymouth angefahren. Brittany Ferries hat jedoch seine deutschsprachige Homepage geschlossen; die französische Homepage ist erreichbar.

Ostsee

Die im vergangenen Jahr temporär eingestellten Routen über die Ostsee werden wieder befahren. Fjordline bedient die Strecken von Dänemark und Schweden nach Norwegen regelmäßig. Gleiches gilt für die Verbindungen der Viking Line zwischen Schweden und Finnland. Auch die Color-Line-Fähre von Kiel nach Oslo verkehrt nach Fahrplan. Stena Line hat die an sich gestrichenen Linien von Frederikshavn (DK) nach Oslo und Göteborg reaktiviert. Neu ist die Stena-Route von Nynashamn (S) nach Hanko (FIN).

Zwischen Baltikum und Skandinavien sind weniger Passagen zu erwarten. DFDS hat die erst 2020 eingerichtete Route von Paldiski in Estland nach Hanko wieder eingestellt. Tallink Silja lässt seine beiden Linien ab Lettland ruhen: Im kommenden Jahr soll von Riga aus weder Helsinki noch Stockholm angesteuert werden.

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Fjordline
Gegenüber realistisch gerechneten Fahrtkosten inklusive Brücken- und anderer Maut kommt eine Fährpassage oft günstiger.

Preise und Konditionen

Gegenüber dem Vorjahr sind die Preise leicht gestiegen. Aktionsangebote, Rabatte und weitere Spar-Tipps.

Das Dilemma kennen wir schon aus dem letzten Jahr: Frühes Buchen sichert den Platz in die Sonne, doch niemand weiß, welche Gesundheitsmaßnahmen künftig in den einzelnen Zielländern ergriffen werden. Im dritten Jahr der Pandemie werden erfahrungsgemäß jedoch zumindest zwischen Frühjahr und Herbst 2022 wieder Reisen ins Ausland möglich sein – auch und gerade in der Kombination Mobil und Fähre. Für eine zeitige Buchung sprechen die günstigen Frühbuchertarife, die nicht nur zu Anfang des Jahres offeriert werden. Die Preise in der Nebensaison fallen billiger aus als in den Sommerferien. An Werktagen fährt man günstiger als am Wochenende, Abfahrtszeiten in der Nacht sind meist im Preis reduziert. Die gleichzeitige Buchung von Hin- und Rückfahrt schont die Reisekasse. Bei Gabelverbindungen wirkt sich Firmentreue kostensenkend aus.

Sowohl junge Menschen bis Mitte 20 als auch Senioren ab 60 Jahren profitieren auf vielen Strecken von Ermäßigungen. Reisende mit Kindern sollten auf Familienangebote achten, bei denen die Anzahl der Insassen pro Fahrzeug nicht limitiert ist. Wer öfter das gleiche Reiseziel ansteuert, spart mit der Teilnahme an Bonusprogrammen Geld. Möglich sind sowohl vergünstigte Tickets als auch Rabatte auf den Kabinenpreis und die Mahlzeiten.

Wegen des nicht ganz auszuschließenden Risikos eines Lockdowns sollte von Economy-Tickets Abstand genommen werden. Flex-Tickets sind nur unwesentlich teurer, aber meist bis zu 48 Stunden vor dem Ablegen umbuchbar. Die flexiblen Tickets behalten über längere Zeit ihre Gültigkeit und können auch später eingesetzt werden.

Wie funktioniert Camping an Bord?

Im eigenen Bett schlafen, während die Fähre dem Zielhafen entgegenstrebt.

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Jochen Hörnle
Immer seltener verfügbar: Angebote, im eigenen Campingfahrzeug in der Fähre zu übernachten.

Camping an Bord ist und bleibt für viele ein Traum. Angeboten wird die Möglichkeit, während der Überfahrt im Camper zu übernachten, nur noch von Anek und Superfast auf einigen Adriastrecken.

Wer es schafft, einen der wenigen Plätze zu ergattern, bekommt für den Preis von Fahrzeug- und Deckspassage einen Stromanschluss; alle Services können genutzt werden. Zu den gleichen Konditionen bepreist Minoan Lines sein Angebot "All inclusive Camping", nachts muss jedoch eine Innenkabine genutzt werden. Auf Speisen und Getränke wird ein Nachlass von 30 Prozent gewährt. Beide Angebote können nur mit eingetragenen Campingfahrzeugen in Anspruch genommen werden.

Angebote für Reisemobile: Mittelmeer

Viele Ferienziele rund ums Mittelmeer lassen sich in diesem Jahr zum Spartarif erreichen.

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Verband der Fährschifffahrt und Fährtouristik e. V.
Beliebte Routen im Süden.

Auf den zwischen Italien und Griechenland von Anek und Superfast angebotenen Routen profitieren Passagiere bis zu einem Alter von 25 Jahren sowie ab 60 Jahren von einer 20-prozentigen Ermäßigung. Die Höhe des mitgeführten Fahrzeugs ist nicht limitiert, die Länge aber auf sechs Meter (!) begrenzt.

Mitglieder des ADAC, ACE, ARCD und einiger anderer Auto- oder Campingclubs können auf den von Anek betriebenen Routen von Italien nach Korfu 25 Prozent Discount beanspruchen. Bei gleichzeitiger Buchung von Adria-Strecke und innergriechischer Verbindung verringert sich deren Preis um 30 Prozent.

Wird bei Adria Ferries die Strecke von Ancona nach Durrës in Albanien gebucht, können 20 Prozent Camper-Rabatt in Anspruch genommen werden. Bei Minoan Lines erhalten ADAC-Mitglieder auf der Reise von Italien nach Griechenland oder zurück einen Bonus von 25 Prozent. Die Ermäßigung kann auch auf gleichzeitig gebuchte innergriechische Verbindungen angewendet werden. Anspruch auf günstigere Tarife haben auch Angehörige verschiedener Altersklassen.

Die gesamte Umrundung des Mittelmeers ist derzeit zwar nicht möglich – doch wer mit Abkürzungen arbeitet, wird mit Preisnachlässen belohnt. Zumindest bei Grimaldi Lines, die im Programm "Super Wohnwagen" 20 Prozent Rabatt auf die Wohnwagentarife gibt. Das Angebot gilt für Caravans und Reisemobile bis zu einer Länge von neun Metern. Die Offerte richtet sich an Passagiere, die die Strecke von Barcelona nach Porto Torres und Civitavecchia oder retour wählen. Corsica Ferries und Sardinia Ferries bringen das Reisemobil mitsamt zwei Personen ab 96 Euro von Livorno nach Bastia.

Wer mehrere Fährpassagen bei derselben Firmengruppe bucht, reist günstiger: Werden die Routen von Grimaldi Lines und Minoan Lines miteinander kombiniert, gibt es 30 Prozent Rabatt. Auf mehreren Strecken bietet Moby Line den Spezialtarif Pex Camper an. Ohne Längenbegrenzung kann der Tarif bei Reisen auf die Insel Korsika angewendet werden. Ansonsten gelten je nach Ziel unterschiedliche Längenbegrenzungen: So dürfen Reisemobile und Caravans auf den Strecken nach Sardinien und Sizilien bis zu sieben Meter lang sein, nach Elba nur sechs Meter. Ebenfalls für Fahrzeuge, die nicht mehr als sieben Meter Länge messen, sind die Camper-Angebote von Tirrenia auf den Strecken Civitavecchia–Olbia, Genua–Porto Torres und Neapel–Palermo ausgerichtet. Die Sondertarife werden bei der Buchung automatisch berechnet.

Ein Tipp für Fahrer von Hochdachkombis und Bullis: Ist der Wagen nicht länger als fünf Meter und überschreitet die 2,20 Meter Höhe nicht, können günstige Pkw-Tarife genutzt werden.

Angebote für Reisemobile: Nord- und Ostsee

Die Offerten sind teils recht günstig, die Plätze jedoch begrenzt, die Fahrzeuglängen für die Bepreisung wichtig. Sonderangebote nach Skandinavien und ins Baltikum gibt es überwiegend nur in der Nebensaison.

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Beliebte Routen im Norden.

Nordsee Der Weg nach Norwegen führt zwangsläufig übers Meer. Auf den Routen ab dem dänischen Hirtshals bietet Fjordline jeweils besondere Camping- und Wohnwagenpakete an. Der Preis bis nach Stavanger oder Bergen beläuft sich 2022 auf 310 Euro für zwei Personen und inklusive Kabine. Ohne Unterbringung geht es zu zweit mit Camper für 184 Euro nach Langesund, der Zielhafen Kristiansand wird mit 197 Euro veranschlagt. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Sonderangebote um etwa 30 Prozent verteuert. Die Offerten beziehen sich auf Campingfahrzeuge bis zu einer Länge von sechs Metern, für längere Fahrzeuge werden Zuschläge erhoben.

Die Strecken von Hirtshals nach Larvik und Kristiansand können mit Color Line für 128 Euro statt des regulären Preises von 159 Euro bereist werden. Im Preis enthalten ist die Überfahrt für zwei Personen plus Reisemobil oder Caravan bis fünf Meter Länge und 2,60 Meter Höhe. Color Line kooperiert darüber hinaus mit 55 Campingplätzen in Norwegen – wer das Ticket vorlegt, zahlt dort zehn Prozent weniger.

Reisen in den hohen Norden Europas müssen nicht zwangsläufig nach Island führen. Die Färöer-Inseln haben neben einem illuminierten Unterseetunnel mit Kreisverkehr auch 22 Campingplätze zu bieten. Smyril Line bringt im Sommer zwei Personen mit Reisemobil bis sieben Meter Länge ab 1438 Euro von Hirtshals nach Tórshavn und zurück, eine Innenkabine ist inklusive.

Ostsee Die Strecke von Travemünde nach Trelleborg gehört zu den beliebtesten Routen nach Schweden. TT-Line bringt Wohnmobile und Caravans bis neun Meter Länge mit bis zu fünf Personen ab 99 Euro übers Meer und zurück. Bis zu einer Länge von 14 Metern ist der Längenzuschlag um 50 Prozent reduziert. Wird bei TT-Line die Strecke Rostock–Trelleborg und zurück gebucht, gilt für eine Person und einen Camper bis sechs Meter Länge und vier Meter Höhe ein Preis ab 78 Euro. Der Längenzuschlag ist auf die Hälfte reduziert. Bei Überfahrten bei Tag wird ein Rabatt von 15 Prozent auf Kabinen gewährt.

Finnlines bietet auf den Strecken von Travemünde nach Malmö oder Helsinki sowie auf der Route Kapellskär–Långnäs–Naantali eine begrenzte Anzahl von Stromanschlüssen, um die Kühlschränke betreiben zu können. Dieser gebührenpflichtige Service (zwischen 5 und 10 Euro) muss indes bei der Buchung angemeldet werden, und ein Verlängerungskabel mit CEE-Stecker muss man selbst mitbringen.

Verbindungen nach Klaipeda in Litauen bietet TT-Line sowohl ab Travemünde als auch ab Rostock an. In beiden Fällen führt der Weg zunächst ins schwedische Trelleborg, wo das Schiff gewechselt wird. Der Kombipreis für eine Person plus sechs Meter langem Camper beträgt 72 Euro ab Rostock oder 92 Euro ab Travemünde. Bei gleichzeitiger Buchung einer Rückfahrt gibt es 50 Prozent auf den eventuell fälligen Längenzuschlag.

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Das Mobil parkt währenddessen sicher in der Garage.

Mit dem Mietmobil aufs Schiff

Mit dem eigenen Reisemobil lassen sich Ziele jenseits der Meere problemlos anvisieren. Wer mit einem angemieteten Mobil unterwegs ist, muss eventuell Klippen umschiffen.

Bei der Buchung einer Fährpassage müssen neben den Namen der Mitreisenden auch die Fahrzeugdaten angegeben werden. Dazu gehören die exakten Größenangaben, die auch außen angebrachte Fahrräder umfassen. Allerdings müssen oft auch Marke und Modell sowie das Kennzeichen vorab übermittelt werden. Für Mieter, die noch nicht wissen, mit welchem Fahrzeug es tatsächlich auf die Reise geht, bedeutet dies nicht das Ende der Welt. Wichtig ist die Angabe der Länge, damit Kapazitäten berechnet werden können. Kennzeichen und Modell können in der Regel offen gelassen und beim Einchecken nachgereicht werden. Zur Sicherheit sollte vor der Buchung die Reederei kontaktiert werden, welche Angaben zwingend erforderlich sind. Vom Vermieter sollte man sich eine Bescheinigung ausstellen lassen, dass man berechtigt ist, eine Fähre zu nutzen. Zum Teil muss dafür eine Fährversicherung abgeschlossen werden, die etwaige Transportschäden auf der Passage übernimmt.

Keine Angst vorm Brexit

Die Britischen Inseln bleiben auch nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU ein interessantes Reiseziel.

England mag nicht mehr Teil der Europäischen Gemeinschaft sein, doch das Bereisen des Inselstaates ist weiterhin ohne Probleme möglich. Allerdings muss bei der Einreise ein Reisepass vorgelegt werden – der Personalausweis wird nicht mehr akzeptiert.

Die deutsche Fahrerlaubnis wird anerkannt, ein internationaler Führerschein ist nicht erforderlich. Für das Fahrzeug muss eine Grüne Versicherungskarte vorgelegt werden. Nach Informationen des Bundesgesundheitsministeriums kann sowohl die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) als auch eine Provisorische Ersatzbescheinigung (PEB) genutzt werden. Es wird dringend zum Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung geraten.

Gesundheit geht vor

Der Schutz von Passagieren und Crew steht an erster Stelle. Das Reisen mit der Fähre ist gesundheitlich unbedenklich.

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Zwischen den Pullman-Sesseln bleiben Freiräume.

Die Rahmenbedingungen, welche Schutzmaßnahmen an Bord gelten, werden durch die Bestimmungen der Zielländer vorgegeben. Darüber hinaus sorgen alle Reedereien mit eigenen Maßnahmen dafür, dass die Infektionsgefahr auf Fähren gering ist: Kontaktloses Boarding und Einlassbeschränkungen in den Restaurants sorgen für Abstand, ebenso die Aufforderung zur Kabinennutzung auf längeren Strecken und die Begrenzung der Sitzgelegenheiten – zwischen den Pullman-Sesseln bleiben Freiräume. Limitiert wurden auch die Kinderspielbereiche und die Show-Elemente. Speisen und Duty-free-Artikel werden per Karte bezahlt. Nachgerüstete Lüftungsanlagen wedeln frische Seeluft in alle Kabinen; alle öffentlichen Bereiche werden in kurzen Abständen gereinigt und desinfiziert. Ohne einen Impfnachweis oder ein Genesenenattest muss oftmals ein aktueller PCR-Test vorgelegt werden.

Die Zukunft ist grün

Mit zahlreichen Maßnahmen bemühen sich die Reedereien um saubere Luft auf hoher See.

Eine Fähre stößt weniger Abgase aus als die Hunderte von Fahrzeugen, die mit ihr übers Meer schippern. Darüber hinaus wird mit Hochdruck an sauberen Lösungen gearbeitet, um die Schiffsemissionen weiter zu reduzieren. Vermehrt werden Schiffe in den Häfen an umweltfreundlichen Landstrom angeschlossen, um während der Liegezeit Emissionen zu vermeiden. Neue Antriebskonzepte und der Einsatz von Hybridtechnologien verringern den Verbrauch ebenso wie nachgerüstete Rotorsegel und Propeller. Zwischen Göteborg und Frederikshavn setzt Stena bereits die erste Batteriehybrid-Fähre ein; bis 2030 soll hier eine vollelektrisch betriebene Ausführung verkehren. Schon 2024 will Scandlines die erste emissionsfreie Frachtfähre in See stechen lassen.

Fazit

Kommt Land in Sicht, rückt das Urlaubsziel in greifbare Nähe. Noch einmal hoch an die Reling, um die Einfahrt in den Hafen nicht zu verpassen – und dann über die geöffnete Ladeklappe wieder festen Boden unter die Räder nehmen. Ein guter Start in den Urlaub? Die Fahrt mit der Fähre gehört dazu.

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