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Reise-Tipp Frankreich 2010

5 gute Gründe für das Loire-Tal

Reise-Tipp: Frankreich 2010 13 Bilder

Liebliche Landschaften mit alten Städten, urgemütlichen Weindörfern und prächtigen Schlössern kennzeichen das Tal der Loire in Frankreich – man kann es entweder mit dem Reisemobil erkunden oder auch mit dem Fahrrad auf bequemen, sehr gut markierten Strecken. Am besten: mit Reisemobil und Fahrrad.

1. Die historischen Innenstädte

Breit angelegte Plätze und Boulevards prägen Orléans’ Erscheinungsbild. Das Herz der Stadt schlägt am Place du Martroi­ mit seinen zahlreichen Straßencafés und der berühmten Reiterstatue der Jeanne­ d’Arc. Die Stadtgeschichte ist untrennbar mit dem Namen der Johanna von Orléans verbunden, auch wenn sich diese hier nur ein paar Tage aufhielt. Gerade mal 17-jährig, gelang der lothringischen Bauerntochter an der Spitze eines Heeres die Befreiung von den Engländern.

Auf halbem Weg zwischen Orléans und Tours liegt Blois. Die mittelalterliche Stadt ist in erster Linie für ihr großartiges Schloss bekannt. Sie empfiehlt sich aber gleichwohl für einen ausgiebigen Einkaufsbummel. Als erste Adresse gilt – wie der Name es schon sagt – die Rue du Commerce mit ihren vielen Modegeschäften.

Der besondere Tipp: Kaffee oder Tee?
Eine oft gestellte, nicht leicht zu beantwortende Frage im „La Caf’thé“, einem gut sortierten Spezialitätengeschäft in Blois’ Altstadt, in der Rue du Commerce 14. Die Betreiber, Jacques und Denis Chesneau, bieten darüber hinaus eine vorzügli­che Auswahl an Marmeladen, Honig und Kakaoprodukten. www.lacafthe.fr

2. Die großartige Weinbaulandschaft

Man schätzt den weißen „Sancerre“ besonders zu Lachs in Blätterteig oder zu anderen, mit Saucen gereichten Fischgerichten. Dieser spritzige, fruchtige Wein begann seinen Siegeszug in den 1970er Jahren in den Pariser Bistros. Der alte, sehr beschaulich wirkende Ort Sancerre erhebt sich weithin sichtbar auf einem Hügel über dem linken Loire-Ufer. Fast alle Einwohner leben direkt oder indirekt vom Wein. Die Produktion liegt ausschließlich in den Händen von Kleinbauern, die mit viel Herzblut zu Werke gehen.

Zur Region mit der kontrollierten Herkunftsbezeichnung AOC (Appellation d’Origine Contrôlée) gehören auch eine Reihe von Nachbardörfern – wie etwa Chavignol, Montigny oder Vinon. Im „Maison de Sancerre“ erfahren interessierte Gäste alles Wissenswerte über die lokalen Gegebenheiten – was etwa die Böden auszeichnet und vieles mehr. In Videos erzählen Winzer, wie sie einst in Eigenregie einige Flaschen in Pferdewagen und klapprigen Autos nach Paris brachten und somit den Erfolg begründeten. Dazu finden Weinproben und Führungen (auch in Deutsch) statt.

Zu den begehrten Rotweinen im Anbaugebiet Loire zählt der Chinon. Seine Reben gedeihen prächtig in sanft hügeli­ger Landschaft am Zufluss der Vienne. Das Städtchen Chinon mutet südlich-heiter an, woran die vielen Gastbetriebe und die hellen Kalksteinhäuser großen Anteil haben.

3. Die prachtvollen Schlösser

Schloss Cheverny ist eines der wenigen Schlösser der Loire, die einen einheitlichen Baustil aufweisen, und ist seit seiner Vollendung im Jahr 1634 im Besitz ein und derselben Familie. Eine weitere Besonderheit sind die prächtigen Originalmöbel und Wandteppiche aus der Entstehungszeit. Hervorzuheben wären beispielsweise eine seltene Kommode im Stil Ludwig XIV. und das Prunkbett im Königsgemach. Im eleganten „gelben Zimmer“ – auch „Geburtszimmer“ genannt – konnten Verwandte erstmals Neugeborene in Augenschein nehmen.

Das größte und bekannteste der Loire-Schlösser ist Chambord. Seine über 400 Zimmer dienten nicht zum Wohnen, sondern einzig Repräsentationszwecken. Tief beeindruckt urteilte Kaiser Karl V. auf Staatsbesuch: „Ein Inbegriff dessen, was menschliche Kunst hervorzubringen vermag.“ Absolut außergewöhnlich ist die doppelläufige Wendeltreppe, die womöglich Leonardo da Vinci ersann. Auf ihr können sich zwei entgegenkommende Personen zwar sehen, aber niemals treffen.

Der besondere Tipp:
Riesige Lichtprojektionen – mitreißend vertont – finden Abend für Abend im Schloss Blois ein begeistertes Publikum. Neben historischen Ereignissen schildern sie Szenen aus dem Leben am Hof. www.chateaudeblois.fr

4. Die regionalen Spezialitäten

Sie passen perfekt zusammen: Die Weißweine aus dem Loire-Tal und die hier auf traditionelle Art hergestellten Ziegenkäsesorten, darunter der prominente Crottin de Chavignol. Er ist zylindrisch in der Form, leicht nussig im Geschmack, und mit zunehmender Reife verfärbt sich seine weiße Rinde bläulich – ein Indiz für besondere Güte.

Hervorragend schmeckt dieser Käse in gebackener Form auf grünem Salat. Stets ein Genuss: „Pâtés“ genannte Fleischpasteten, die oft mit Wildbret gefertigt werden. Während eine Pâté gebacken wird, gart eine in Speck eingewickelte „Terrine“ im Tontopf, der auch auf den Tisch kommt. Typisch für die lokale Küche sind auch vielerlei Fischgerichte: etwa gebratener Hecht oder Aal auf Matrosenart mit scharfer Weinsauce. Eine süße Spezialität, die man nur im Loire-Tal findet, sind „La Poire Tapée“, flach geklopfte Birne. Die Früchte werden tagelang im Ofen getrocknet, dann geklopft – und zum Verzehr schließlich in Loire-Wein aufgekocht.

Der besondere Tipp:
Riesige Lichtprojektionen – mitreißend vertont – finden Abend für Abend im Schloss Blois ein begeistertes Publikum. Neben historischen Ereignissen schildern sie Szenen aus dem Leben am Hof. www.chateaudeblois.fr

5. Der Radweg an der Loire

Freizeitradlern und Familien mit Kindern dürfte der Loire-Radweg besonders gut gefallen: Sehenswürdigkeiten folgen dicht auf dicht, es gibt kaum Steigungen, und die Ausschilderung ist vorbildlich.

Ein Groß­teil der empfohlenen Etappen ist nicht länger als 40 Kilometer. Zu Schlössern, die etwas entfernt vom Fluss liegen, führen speziell angelegte Rundwege. Die nunmehr zehnjährige Ausbauphase nähert sich jetzt ihrem erfolgreichen Ende. Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr die Verbindung zwischen Chaumont und Che­nonceaux. Mit Verzweigungen und Nebenwegen bietet der Radwanderweg bald über 800 Kilometer markierte Strecken.

Das Loire-Tal auf einen Blick

Restaurant-Tipps

  • La Tour: Mit Fantasie zubereitete Speisen. Dabei verwendet der junge Küchenchef vorzugsweise einfache Produkte. Menü ab 30 Euro. 31, Nouvelle Place, 18300 San­cerre, Telefon 0033/248540081, www.la-tour-sancerre.fr
  • La Dariole: „Gute Küche zu moderaten Preisen“ ist das Motto dieses Altstadtlokals, nur wenige Schritte von der Kathedrale entfernt. 25, Rue Etienne Dolet, 45000 Orléans, Telefon 0033/238772667.
  • Les Banquettes Rouges: Auf den ersten Blick ein eher schlichtes Lokal. Die junge, experimentierfreudige Küchenmannschaft versteht es jedoch, zu überzeugen. 16, Rue des Trois Marchands, 41000 Blois, Telefon 0033/254787492, www.lesbanquettesrouges.com

Auskunft: Atout France, Zeppelinallee 37, 60325 Frankfurt, Telefon 0900/1570025, Fax 0900/1599061 (0,49 Euro/Min aus dem deutschen Festnetz), E-Mail info.de@franceguide.com, Internet www.franceguide.com. Ebenso unter www.visaloire.com

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