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Reise-Tipp Zell am See/Kaprun

So soll der Winter sein

Zell am See/Kaprlin, Ratgeber Foto: Salzburger Land Tourismus 21 Bilder

Gletscher, Traumpisten, gute Musik und Berge in schönstem Winterweiß, dazu Routen für Genießer und viel Geselligkeit – die besten Tipps für einen gelungenen Wohnmobil- Winterurlaub im Salzburger Land.

Es ist einer dieser Skitage, die man für den Rest seines Lebens im Gedächtnis behält: Der Himmel ist blau, die Sonne scheint, der Schnee ist perfekt. Oben auf der Schmittenhöhe (2.000 Meter) herrscht Hochbetrieb, noch zweimal die schöne Sisi-Piste runter, zur Pinzgauer Hütte und mit der Kapellenbahn wieder nach oben – dann ist dringend eine Pause fällig.

Easy Living im Restaurant des Berghotels Schmitten: Die Terrasse hat drei Ebenen. Es läuft La Traviata – laut, sehr laut sogar, und irgendwie passt es gut: Drüben sieht man das Kitzsteinhorn in der Sonne glänzen. Der Schnee auf den sanften Hängen des Gletschers ist perfekt, die Skifahrer sehen von hier aus wie kleine Punkte. Sie scheinen im Takt mitzuschwingen. Oben schwebt ein Paraglider am bunten Schirm, und auf der Speisekarte stehen so wunderbare Dinge wie Kaspressknödel-Suppe, Pinzgauer Kasnocken, Kaiserschmarrn, aber auch Linguine mit Meeresfrüchten oder Apfelstrudel mit Vanillesoße – dazu gibts an Getränken alles, vom Almdudler über Bier, Grünen Veltliner bis zur bewährten Flirt-Starthilfe Wodka-Feige.

Reise - Zell am See Foto: Joachim Negwer
Zell am See bei Nacht.

Das Skigebiet von Zell am See und Kaprun ist damit eines der weitläufigsten im Salzburger Land und schon seit vielen Jahren sehr beliebt beim internationalen Publikum. Kein Wunder, langweilig wird der Winterurlaub hier nicht: Neben den 21 blauen, 23 roten und 13 schwarzen Pisten gibt es für Snowboarder mehrere Snowparks, einen kostenlosen Skibus, 30 gemütliche Skihütten und Jausenstationen und für Langläufer mehr als 30 Kilometer präparierter Loipen.

Eine der schönsten Loipen ist der zehn Kilometer lange Rundkurs um den zugefrorenen Zeller See. Eine harmonische Landschaft: Hier gehen die Pinzgauer Grasberge sanft in die Kitzbüheler Alpen über. Die Berge zeigen sich von ihrer freundichen Seite: verschneite Almwiesen statt schroffer Felsen, offene Täler statt finsterer Schluchten.

In der Schnaps-Hans-Alm auf der Schmittenhöhe blubbert der Discjockey vor sich hin, er begrüßt vielsprachig die Skifahrer aus Dänemark, aus Katar, aus Schweden „und ganz besonders die Freunde aus den Niederlanden und aus good old Russia“. Musikalisch wechselt er lässig zwischen Mozart, Supertramp, Verdi, Wolfgang Ambros und Eminem. Am Nachbartisch rechts lümmelt ein junger Ski-König aus der Steiermark in der Sonne, er legt den Kopf zurück und sagt, was alle denken: „a Wahnsinn!“ Schnaps-Hans, der Discjockey, ist schon längst Kult. www.schnaps-hans.at steht über seiner Discjockey-Kabine; „and, my friends, I can tell you - more than 200.000 visitors have been on my Website“, sagt er gern. Es ist wahrlich ein großer Spaß, in der Sonne auf der Terrasse zu sitzen und zuzuschauen: dem Spektakel auf der Piste und ebenso dem Spektakel an der Bar.

Unten in Zell eine Runde durch die Fußgängerzone bummeln und bei Feinkost Lumpi ein paar Spezialitäten aus der Region fürs Abendessen im Reisemobil einkaufen? Ein Stück vom würzigen Bergkäse? Luftgetrockneter Schinken vom Pinzgauer Rind? Dazu vielleicht einen Grünen Veltliner aus der Wachau? Klingt schon mal verführerisch. Oder doch lieber ins Tauern Spa, in die neue Thermen- und Sauna-Landschaft? Wir entscheiden uns heute für die kulinarische Variante und werden morgen den neuen Wellnesstempel testen.

Das Kitzsteinhorn gegenüber, über dem Bergsteigerdorf Kaprun gelegen, ist 3029 Meter hoch, ein Gletscherskigebiet, in dem man auch im März und April noch Ski fahren kann, wenn im Tal schon lange der Frühling Einzug gehalten hat.

Es gibt aber noch ein paar Gründe mehr, in drei oder vier Seilbahnsteps auf den Gipfel zu fahren: die weiten Gletscherhänge, die wunderbaren blauen und roten Pisten. Und die Gipfelwelt 3.000, die vor einem Jahr eröffnet hat. Mit Kino, Panoramaplattform und einem neuen Restaurant. Im „Cinema 3.000“ genießen Zuschauer auf einer acht Meter breiten Leinwand riesige Panoramabilder und Naturstimmungen. Im Juni 2011 wurde der zweite Teil der Gipfelwelt 3.000 eröffnet.

Zell am See/Kaprlin, Ratgeber Foto: Salzburger Land Tourismus
Grossglockner

Mit dem Verlassen der Seilbahn und Gipfelstation tauchen die Besucher ein in die Mystik und Stille des Berges. Der 360 Meter lange Stollen ist sowohl der Weg zur Aussichtsplattform als auch ein Erlebnis für sich. Im Verlauf der Strecke sind Infobereiche zu diesen Themen eingerichtet: Technik in der 3.000er Region, Tauerngold, Kristallschätze und Entstehung der Hohen Tauern. Der großartigste Ausblick am Kitzsteinhorn bietet sich von der Nationalpark Gallery am Endpunkt des Stollens. Auf der Aussichtsplattform steht man inmitten der Gipfelwelt des Nationalparks Hohe Tauern und blickt auf 30 Dreitausender, unter anderem auf Österreichs höchsten Berg, den Großglockner.

Was die Anreise angeht, hat dieses Skigebiet gerade für Reisemobilisten noch einen ganz speziellen Vorteil: Es ist ohne Maut und lästige Go-Box zu erreichen, man biegt nur bei Bad Reichenhall von der Autobahn ab und fährt etwas mehr als eine Stunde über Lofer und Saalfelden nach Zell am See.

Und wenn man doch einmal genug hat vom Skifahren und vom Wintersport, dann ist Salzburg nicht weit. Einen Ausflug ist die Mozartstadt allemal wert – bummeln, shoppen, ein Konzert genießen oder ein Besuch in einem der vielen Museen. Wer im Spätwinter reist, erwischt in Salzburg vielleicht schon den Frühling: Die Sonne wärmt fleißig, und der Tag beginnt genüsslich mit einem zweiten Frühstück zum Beispiel auf der Terrasse des traditionsreichen Cafés Tomasselli am Alten Markt.

An Schneetagen aber, wenn der Himmel blau ist und der Schnee „gführig“, dann ist es Zeit, wieder mit diesen schönen neuen Gondeln, die übrigens von Porsche-Design gestaltet worden sind, schon früh hinaufzufahren auf die Schmittenhöhe und am besten alle 29 Pisten mindestens einmal abzufahren. Zum Mittagessen muss es dann in jedem Fall wieder die Schnaps-Hans-Alm sein. Schon allein wegen des Spektakels und wegen der Musik. Man weiß nie, ob gerade Mozart läuft oder Bushido oder Metallica – aber irgendwie passt es immer.

Reise - Zell am See Foto: Joachim Negwer
Wintersport der gemütlichen Art in Zell: Wie wär’s mit einer Schneeschuhwanderung?

Schneeschuhwanderungen mit den Nationalparkrangern: Abseits der Pisten geht es auf Schneeschuhen mit den Rangern durch den verschneiten Nationalpark Hohe Tauern. Unterwegs lassen sich viele Tiere beobachten wie Gämsen oder Steinböcke. Im Habachtal kann man an der neuen Beobachtungsstation etwa 100 Rothirschen bei der Winterfütterung zusehen – näher dran geht es kaum.
Adresse: Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern, Gerlos Straße 18, 5730 Mittersill, Telefon 00 43/6 56 24 09 39, www.nationalpark.at

Schloss Mittersill: Ganz märchenhaft liegt das Schloss aus dem 12. Jahrhundert in die Region der Hohen Tauern gebettet. Neben einem Hotel befindet sich hier auch ein Restaurant mit einer Sonnen- und einer Turmterrasse samt großartigem Panoramablick.
Adresse: Schloss Mittersill, Thalbach 1, 5730 Mittersill, Telefon 00 43/656 22 02 00.

Eislaufen in Zell am See: Spiegelglatte Eisflächen vor großer Bergkulisse - statt der Wassersportler vergnügen sich auf dem winterlichen Zeller See die Eisläufer, Eissurfer oder Eisstockschützen. Und sollte das Wetter zu warm sein, gibt es auch eine Eislaufhalle. Die Halle ist so gut, dass sie sogar das nationale Eishockeyteam als Leistungszentrum nutzt. Willkommen sind hier natürlich alle Kufenfreunde.
Adresse: Eishalle Zell am See, Steinergasse 3-5, 5700 Zell am See, Telefon 00 43/6 54 27 85 25.

Reise - Zell am See Foto: Joachim Negwer
Versuchung für Feinschmecker: regionale Rezepte ganz neu interpretiert.

Via Culinaria: Auf sieben Wegen zum Genuss. Als kulinarischer Wegweiser führt die Via Culinaria mit sieben Genussrouten durchs Salzburger Land. Das Einzigartige an ihr ist die Bandbreite: Haubenrestaurants liegen an den Wegen, einfache Gasthöfe, Almen, Bauernhöfe und zahlreiche weitere Genusspunkte. Wer es luftig und rustikal mag, kehrt zum Beispiel auf einer der 16 Ski- und Almhütten ein, die das ganze Jahr über geöffnet haben. Dort kommt die bodenständige Kost nicht zu kurz: Regionale Zutaten wie vollmundiger Bergkäse und Schinken vom Pinzgauer Rind werden ganz traditionell kredenzt. In den Haubenrestaurants verwandeln Spitzenköche regionale Spezialitäten in überraschende Geschmackserlebnisse. Informationen dazu gibt es im Internet unter www.via-culinaria.com

Echte Naturschönheit: Die hohen Tauern. Der größte Nationalpark Österreichs beeindruckt mit über 1.800 Quadratkilometer Fläche, verteilt auf drei Bundesländer, und 266 Dreitausendern. Der Winter präsentiert prächtige Tiefschneehänge, schneebedeckte Gipfel und friedliche Täler. Für Wanderer stehen unzählige gut markierte Wege zur Verfügung, Nationalparkranger bieten täglich Halb- und Ganztagestouren an. Tipp: Im schicken Nationalparkmuseum Millstatt gibts noch mehr spannende Infos zum Park. www.hohetauern.at

Auf dem Wellnes-Gipfel: Puristisches, edles Design und Panoramablick auf den Nationalpark Hohe Tauern - das neue Tauern Spa Kaprun bietet auf 20.000 Quadratmetern eine beeindruckende Wasserwelt. 13 Saunen, Dampfbäder und sieben In- und Outdoor-Pools sind die Zutaten für die perfekte Entspannung nach einem Tag auf den Pisten des Kitzsteinhorns oder der Schmittenhöhe. Wer mag, lässt sich mit einem der vielen Wellnessangebote rundum verwöhnen. Ein Hochgenuss sind die Außenpools: Die Kombination aus reiner alpiner Bergluft und der Anblick der prächtigen Gebirgszüge regt alle Sinne an. Für Spätheimkehrer hat das Spa meist bis 23, freitags sogar bis 24 Uhr geöffnet.

Winter-Tour durchs Salzburger Land
Ski- und Kulturerlebnis für Wohnmobilisten

1. Salzburg: Wie schön, dass nur einen Sprung vom Winterzauber entfernt die Musik- und Mozart-Stadt Salzburg mit anregender Kultur wartet. Hier spielt nicht nur Klassik wie im Mozarteum, sondern die Stadt gehört auch zu Österreichs Jazz-Hochburgen. Toll ist die Museumsauswahl mit der Festung Hohensalzburg oder dem Museum der Moderne.

2. Saalbach-Hinterglemm: Was für ein Skizirkus! 200 Kilometer präparierte Pisten, zehn Kilometer gespurte Loipen, 55 Lifte und Seilbahnen, Flutlichtpisten und Snowparks – die Region um Saalbach-Hinterglemm lässt keine Winterwünsche unerfüllt. Dazu gibt es tolle Hütten, die für Stärkung und gute Unterhaltung sorgen.

3. Zell am See: Die Stadt ist einer der bedeutendsten Wintersportorte des Salzburger Landes. Die Altstadt schmiegt sich an die Ufer des rund vier Kilometer langen und 68 Meter tiefen Zeller Sees. Ihr Wahrzeichen ist Schloss Rosenberg, das heutige Rathaus. Die Gletscherpisten des Kitzsteinhorns bescheren Schneevergnügen fast übers ganze Jahr.

4. Mittersill: Der Hauptort des Oberpinzgaus mit rund 5.400 Einwohnern beherbergt das Museum des Nationalparks Hohe Tauern, acht Naturräume geben lebendige Einblicke in die alpine Bergwelt. Auch ein Shopping-Bummel lohnt sich in den gemütlichen Gassen des Städtchens. Von Mittersill aus erreicht man prima die Skigebiete des Oberpinzgaus.

5. Kaprun: Das Eintrittstor zum Skigebiet des Kitzsteinhorns wartet mit dem Tauern Spa auf – und mit der Gipfelwelt 3.000. Besonders eindrucksvoll sind die Aussichtsplattformen, immerhin liegt die Station auf 3.029 Meter Seehöhe. Spannend sind auch die sechs Info-Stationen der Nationalpark Gallery und das Panorama-Kino Cinema 3.000.

6. Großglockner: Ein Blick genügt, und man weiß: Er ist der Größte. Der „Glockner“ ist mit 3.798 Meter Österreichs höchster Berg, und er hat Charme. Hinauf führt die gleichnamige Hochalpenstraße, die alle Vegetationszonen von Wäldern, Almwiesen bis zu ewigem Eis durchquert. Schnell fährt hier niemand – dafür ist die Aussicht zu fesselnd.

Information: Tipps und Infos gibt es beim Tourismusamt Zell am See-Kaprun. Wer sparen möchte, besorgt sich die „Zell am See-Kaprun Karte“, mit der es bei vielen Attraktionen Ermäßigung gibt. Mit dabei: das Tauern Spa Kaprun und die Großglocknerstraße.
Adresse: 5700 Zell am See, Brucker Bundesstraße 1a, -Tel. 00 43/6 54 27 70, www.zellamsee-kaprun.com

5751 Maishofen: Camping Bad Neunbrunnen
Einfacher Platz an einem Waldsee, rund 5 km von Zell am See entfernt. Guter Einstieg in den Skizirkus von Saalbach-Hinterglemm, eine Loipe am Platzrand, zum Skilift 7 km.
Standort: Neunbrunnen 60, GPS 47°22’40”N, 12°47’43”O, Telefon 00 43/6 54 26 85 48

5671 Bruck: Sportcamp Woferlgut
Ausgezeichneter Komfort-Campingplatz mit einem 1,5 ha großen See und Pinzgauer Bauernstube mit Kaminbar. Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad und Kneippbecken. Supermarkt, Kinderspielareale, ganzjährige Sportprogramme, Fitnessraum. Skibusnutzung und Skiservice.
Standort: Krössenbachstraße 40, GPS 47°17’01”N, 12°49’01”O, Telefon 00 43/6 54 57 30 30

5700 Zell am See: Seecamp Zell am See
Schöner Platz direkt am Nordufer des Zeller Sees. In die Altstadt von Zell am See sind es 1,8 km. Spiel- und Aufenthaltsräume für Kinder. Minimarkt, Restaurant mit großer Panoramaterrasse. Mehrere Loipen in der Umgebung, eine direkt am Platz. Zum Skilift 2 km, Skibusservice.
Standort: Thumersbacher Str. 34, GPS 47°20’23”N, 12°48’33”O, Telefon 00 43/6 54 27 21 15

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