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Premiere Rapido M 96 (2020)

Queensbett-Integrierter auf Sprinter

Rapido M 96 (2020) Foto: Bernd Thissen 10 Bilder

Nach einigen Jahren Abstinenz kehrt der Mercedes Sprinter ins Modellprogramm der französischen Marke Rapido zurück. Fortsetzung der Integrierten-Serie M.

Schon traditionell krönten die Rapido-Integrierten, die oft als Antwort Frankreichs auf die Hymer B-Klasse gehandelt wurden, ein paar edle Modelle auf Basis des Mercedes Sprinter – gekennzeichnet durch ein „M“ im Modellnamen. Nun kommen, nach Jahren der M-Losigkeit, erneut Integrierte auf Grundlage des Transporters mit dem Stern am Bug ins Rapido-Programm – und machen nun auch in diesem Segment dem deutschen Klassenprimus wieder Konkurrenz.

Rapido M 96 (2020) Foto: Bernd Thissen
Im Kellergeschoss kommt die Bordtechnik unter, aber auch ein Durchladefach.

Basis ist – wie bei den Hymer-Integrierten – der Sprinter als Triebkopf mit Vorderradantrieb und angeflanschtem Alko-Tiefrahmen. Bei Letzterem handelt es sich aber nicht um die spezielle Hymer-SLC-Variante, sondern um die Chassis-Version mit flacheren Holmen. Dennoch lässt sich darauf eine Kabine mit Doppelboden aufbauen, der zwar etwas flacher ausfällt, aber trotzdem einen Teil der Bordtechnik aufnimmt und auch für Stauräume inklusive Durchladefach gut ist.

Mit markanten Scheinwerfer-Augen und sternengekröntem Kühlergrill tritt die neue Serie M klar erkennbar als eigenständige Baureihe auf, ohne die Markenverwandtschaft zu leugnen. Der Aufbau ist auf gewohntem technischem Niveau mit holzfreien Sandwichplatten, Dämmung aus XPS-Schaumund GfK-Außenhaut.

Erholsamer Schlaf im Queensbett

Rapido M 96 (2020) Foto: Bernd Thissen
Die Längsbanksitzgruppe und die im offenen Winkel sich anschließende L-Küche weiten den Raumeindruck.

Zwei Längsbänke verleihen der Sitzgruppe beider neuen M-Modelle eine einladende Offenheit. Dazu trägt außerdem auch die Winkelküche bei, die sich mit dem Längsschenkel direkt anschließt. Mit ein paar Handgriffen lassen sich beide Sofas zu gurtbewehrten Einzelsitzen in Fahrtrichtung umbauen. Der rechte Passagier muss allerdings mit etwas wenig Fußraum auskommen.

Die kompakte Pantry ist geschickt aufgeteilt, lässt noch etwas Arbeitsfläche frei und kann mit Backofen und Dunstabzugshaube ausgestattet werden. Der Kühlschrank gegenüber bunkert immerhin 149 Liter Kühlgut. Im Anschluss folgen Bad und Dusche, die mittels zweier Türen zum Raumbad vereint werden können. Angenehm großzügig ist die Duschkabine zugeschnitten, in die der Radkasten nur wenig hineinragt. Im Bad mit auftisch montiertem Schüsselwaschbecken wäre ein Fenster eine angenehme Ergänzung.

Rapido M 96 (2020) Foto: Bernd Thissen
Das Queensbett kommt auf 1,60 Meter Breite und lässt sich elektrisch höhenverstellen.

Besonders bequem gelingt der Einstieg ins Queensbett, wenn es in tiefster Stellung logiert. Mit hochwertiger Bultex-Matratze und relativ großzügigen Liegemaßen von 1,98 mal 1,60 Meter verspricht es erholsamen Schlaf. Zugunsten der Bettbreite sind die Kleiderschränke links und rechts an der Basis verjüngt geformt.

Sollen Fahrräder im Heck mitreisen, kann das Queensbett elektromotorisch angehoben und der Stauraum auf Garagenhöhe gebracht werden. Zwei große Türen schaffen Zugang. Besonders gewichtig sollte das Gepäck dabei nicht sein, denn der Boden hält maximal 150 Kilo aus. Mit viel Zuladung darf man als 3,5-Tonner ohnehin nicht rechnen, weshalb die beiden, jeweils 7,54 Meter langen Integrierten hierzulande eigentlich nur als 4,5-Tonner zu Preisen ab 93.400 Euro angeboten werden.

Basisinformationen Rapido M 96

Rapido M 96 (2020) Foto: Bernd Thissen
M 96: Alternativ zu dem Queensbett-Grundriss gibt es auch noch ein Einzelbetten-Modell.

Preis: ab 93.400 Euro
Basis: Mercedes Sprinter, Alko-Tief-rahmen, Frontantrieb, 105 kW/143 PS
Gesamtgewicht: 3500/4500 kg
Länge/Breite/Höhe: 7540/2350/2890 mm
Empfohlene Personenzahl: 2–4
Baureihe: Die M-Serie auf Basis des frontgetriebenen Sprinter startet mit zwei Modellen, als M 96 mit Queensbett und als M 66 mit Einzelbetten. Die neue Mercedes-Baureihe sortiert sich knapp oberhalb der bisherigen Topserie Distinction auf Fiat Ducato ein.

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