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Maut in Österreich

Protest gegen Österreich-Maut

Protestieren Sie mit promobil gegen die maßlose Anhebung der Autobahngebühren für große Reisemobile über 3,5 Tonnen.

Entsetzen überall: Die nun veröffentlichten Autobahntarife, die ab 2004 für große Reisemobile in Österreich gelten sollen, haben nicht nur viele der mehr als 50.000 Besitzer von Reisemobilen über 3,5 Tonnen in Deutschland schockiert. "Das ist eine grobe Ungerechtigkeit“, wettert Alexander Hrdliczka, der Geschäftsführer des Österreichischen Camping Clubs (ÖCC), "ein Reisemobil, mit dem Menschen in den Urlaub fahren, darf nicht genauso bemautet werden wie ein Lkw, der gewerblich Waren transportiert.“
Der Hintergrund: Unabhängig vom Zweck des Fahrzeugs soll vom kommenden Jahr an für alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen das "Road pricing" gelten. Die bisher für Reisemobile geltende Vignette hat dann ausgedient. 2004 wird Österreich damit für viele Mobil-Urlauber zum extrem teuren Pflaster.

Einige Beispiele für Mautkosten

Beispiele gefällig? Die (einfache) Straßenbenutzungsgebühr beträgt für die Strecke von Salzburg nach Wien für zweiachsige Fahrzeuge künftig 44,60 Euro. Dieser Preis ist im Vergleich zu den Alpenrouten sogar noch moderat: Wer etwa mit dem Mobil von Lindau über die Arlberg- und die Brenner-Strecke nach Südtirol will, wird künftig sogar mit mindestens 64,60 Euro pro einfacher Strecke zur Kasse gebeten. Einzig und allein auf dem Teilstück der A 13 von Innsbruck zum Brenner sinken die Mautkosten leicht. Freilich gilt es zu berücksichtigen, dass die Preise für die Brenner-Autobahn für Reisemobile über 3,5 Tonnen bereits zum 1. September 2002 glatt vervierfacht wurden.

Das Ziel der happigen Tarife ist klar: Die Alpenrepublik verspricht sich von der Lkw-Maut jährliche Mehreinnahmen von 600 Millionen Euro, die zweckgebunden für den Bau und die Erhaltung von Autobahnen verwendet werden sollen. Als Kriterien für die Maut dienen die Achszahl der Fahrzeuge und die tatsächlich gefahrene Strecke. Das Gewicht und der Zweck des Fahrzeugs spielen keine Rolle. Für zweiachsige Mobile werden in Kategorie zwei 15,6 Cent pro Kilometer fällig. Für dreiachsige Fahrzeuge oder Kombinationen werden in der Klasse zwei 21,8 Cent pro Kilometer berechnet. Und für Fahrzeuge und Gespanne mit vier oder noch mehr Achsen müssen in Kategorie vier sogar 32,7 Cent pro Kilometer berappt werden. Auf den Alpentransversalen bleibt es hingegen nicht bei den ohnehin stattlichen Grundpreisen. Auf den so genannten Sondermautstrecken werden die Besitzer von großen Reisemobilen 2004 - wie bisher schon - zusätzlich zur Kasse gebeten. Besonders kräftig bleibt der Aufschlag auf der Brenner-Strecke. Zwischen Innsbruck und dem Brenner-Pass werden künftig für 32 Kilometer Autobahn für Zweiachser 25,70 Euro verlangt, in Kategorie drei 36 Euro und in Klasse vier 54 Euro. Exorbitant teuer wird es in Kategorie vier auf der Brenner-Autobahn bei Nachtfahrten zwischen 22 und 5 Uhr: Dann werden sogar 108 Euro erhoben.

Extra-Preise gelten auch auf der Pyhrn-Autobahn A 9, auf der Tauernautobahn A 10 zwischen Salzburg und Villach, auf der A 11 im Karawanken-Tunnel und auf der S 16 im Bereich des Arlberg-Tunnels.

Übersicht: Maut in Österreich
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