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promobil Highlights vom Caravan Salon 2017

Unsere Entdeckungen auf der Messe

Knaus Boxdrive First Edition (2018) Foto: Pfisterer 24 Bilder

Die promobil-Redaktion hat auf dem Caravan Salon 2017 einige ganz persönlichen Highlights erlebt. Welche das sind und was wir besonders spannend fanden, lesen Sie hier.

04.09.2017 Lisa Geiger

Lisa Geiger, Redakteurin: „Mir hat am besten der neue Knaus Boxdrive gefallen. Der Campingbus auf VW Crafter ist äußerst durchdacht und die Assistenzsysteme von VW sind ein echter Pluspunkt. Die Dusche mit den wechselnden bunten Lichter ist zwar wahrscheinlich eher witzig, als praktikabel, aber ich finde sie echt cool. Das graue Polster-Design gefällt mir ebenfalls sehr gut, es wirkt schick und modern. Ich schlage mich ja ganz gerne Mal an und da finde ich es gut, dass die Schubladen und Schränke ohne Griffe arbeiten, sondern mit einer “Push-to-open„-Funktion.

Ein weiteres Highlight für mich war der neue Vario Mobil Signature 1200. Zwar werde ich wohl niemals mit so einem Koloss campen gehen, doch anschauen geht immer. Der Signature 1200 sieht mit der Mercedes-Actros-Front sehr außergewöhnlich aus, aber auch gut. Damit hebt sich der Luxusliner nochmal von seinen Konkurrenten ab. Außergewöhnlich finde ich auch die Fahrersitze in zweiter Reihe. Direkt hinter Fahrer und Beifahrer zu sitzen, in diesen großen gemütlichen Stühlen, ist bestimmt interessant.

Mein drittes Highlight ist kein Fahrzeug, sondern das Slide-out-System der Marke Lippert. Anhand eines Konzept-Wohnwagens hat die amerikanische Firma ihr Slide-out-System präsentiert. Ich finde es super, dass man den Wohnraum im Freizeitfahrzeug mit einem Knopfdruck vergrößern kann und hoffe noch mehr Hersteller nutzen dieses System in Zukunft.“

Martin Ehrenfeuchter, Volontär:

Dethleffs E-Alkoven (2018) Dethleffs E-Home (2018) E-Alkovenmobil als Studie

„Das Messehighlight schlechthin war für mich der Dethleffs e.home. Der Grund: So könnte Reisemobil-Urlaub von morgen aussehen. Und dabei liegt die Betonung bewusst auf 'morgen'. Natürlich ist die Studie des Allgäuer Reisemobilherstellers noch nicht praxistauglich: Zu geringe Reichweite, zu lange Ladezeiten und vieles mehr. Dennoch zeigt das Alkovenmobil, welche Technologien zukünftig zum Einsatz kommen könnten – und wie diese digital miteinander zu vernetzen sind.

Toll fand ich auch den Campingbus auf Renault Trafic von Kompanja. Eigentlich ein typischer Campingbus-Ausbau. Doch die Jungs von Kompanja gehen ihren eigenen Weg – mit neuen Ideen: Ein Grundriss mit Küche im Bereich der Schiebetür, viel verbautes Holz und eine neu überdachte Bettkonstruktion. Vielleicht nicht jedermanns Sache, ich finde es super!

Niesmann+Bischoff bringt mit dem Flair den ersten Liner mit Airbags. Kaum zu glauben, aber in den edlen Reisemobilen sucht man Airbags bisweilen vergeblich. Niesmann+Bischoff zeigt, dass es auch anders geht – top!“

Dieter Heinz, Redakteur: „Mir hat das Magic Window am Knaus Travelino gefallen. Es ist zwar nur eine Studie, aber ein echt schöner Ansatz. Ich würde es gerne später an einem Serienfahrzeug sehen. Leider denke ich, wird es später am Preis scheitern und diese interessante Idee wird nicht verwirklicht.

Noch ein Konzept fand ich toll. Der sCarabane auf dem Freigelände ist Ferienwohnung und Caravan in einem. Er zeigt ein neues Energie-Konzept. Ob solarbetriebene Warmwasserheizung oder windbetriebener Strom, der Caravan zeigt neue Denkansätze. Die Wände lassen sich zu einer Terrasse ausklappen, so hat man ganz einfach mehr Patz. Ebenfalls klasse sind die stufenlos regulierbaren Oberlichter.“

Kai Feyerabend, Verlagsleiter: „Auf dem Freigelände konnte man mit dem VW Crafter Probefahren und den Anhänger Assistent testen. Und ich muss sagen, das klappt super, besser als gedacht. Ich bin auch probegefahren und finde es toll, dass VW das im Crafter umgesetzt hat.

Das Thema 'Connectivity' im Freizeitfahrzeug wird ja immer wichtiger. Ich finde es gut, dass schon so viele Hersteller Lösungen präsentieren. Es könnten aber tatsächlich auch noch ein paar mehr sein. Klasse finde ich es, dass man von unterwegs seinen Wohnwagen oder sein Wohnmobil überprüfen kann. Wenn man demnächst in den Urlaub fahren will, kann man die Heizung aufdrehen oder überprüfen wie die Füllstände im Fahrzeug sind.

Ein Fahrzeug-Highlight war der neue Vario Mobil Signature 1200 für mich. Ich finde die Bauart klasse und fahre gerne große Autos, deswegen kann ich mir auch vorstellen damit irgendwann Mal eine Runde zu drehen. Immerhin habe ich ja auch den Führerschein dafür!“

Ingo Wagner, CARAVANING Chefredakteur:

„Mir hat besonders gut der Dethleffs Coco auf dem Caravan Salon gefallen. Der Coco ist ein Prachtbeispiel dafür, dass sich extremer Leichtbau, das Gewicht soll unter 700 Kilogramm liegen, und Design nicht ausschließen. Vor allem innen macht mich der kleine Dethleffs, der in einem Jahr in Serie gehen soll, so richtig an – weil er modern ist und trotzdem gemütlich.

Ein weiteres Highlight aus dem Caravan-Bereich ist für mich der Fendt Bianco Emotion. Toll, dass Fendt auch mal überrascht. Mit dem Bianco Emotion 445 bringt das Unternehmen, das wie kein zweites für Verlässlichkeit steht, einen funktionalen Kompaktwagen mit erstaunlichem Grundriss. Ich hätte mir mehr Mut auch beim Design gewünscht. Aber wie gesagt: Fendt fährt mit Konstanz immer auf der sicheren Seite.

Buerstner Harmony Studie (2017) Bürstner Harmony-Studie 2017 Die Wohnwelt aus der Zukunft

Dann hat mich noch eine Wohnmobil-Studie überrascht. Eigentlich stehe ich Studien kritisch gegenüber. Zu viele schon habe ich gesehen, daraus geworden ist fast nie etwas. Doch was Bürstner in die Hülle des Reisemobils Ixeo I gezaubert hat, schürt Vorfreude. Auch wenn ich, so Bürstner, noch einige Jahre warten muss, bis Elemente der Studie in die Serie einfließen. Ich habe gestaunt über den geschwungenen Rahmen des Küchenblocks, über Sisal auf dem Boden, abnehmbare Lampen, die auf einem magnetischen Metallball stehen von ihm induktiv geladen werden und nicht zuletzt einem Lounge-Grundriss, der dank Hubbett auch den Schlafkomfort nicht vernachlässigt.“

Sophia Pfisterer, Redakteurin: „Der Spacecamper light ist zwar keine wirkliche Neuheit, aber zeigt, dass der Bulli-Kult auch heute noch funktioniert: außen mit einer stylishen Bicolor-Lackierung und innen mit modernen Möbel, die leicht und multifuktional sind. Das tolle an dem kleinen Camper: Er ist auch gut als Alltagsfahrzeug nutzbar, trotzdem bietet er eine volle Campingausstattung. Und die Jungs von Spacecamper haben auch immer einen guten Tipp fürs Vanlife, denn sie leben das Thema, wie Firmen-Chef Ben Wawra, der über ein Jahr seinen Hauptwohnsitz in einen Campingbus verlegt hat.

Leben im VW-BusIm SpaceCamper zu Hause

Endlich mal ein Hersteller, der sich dem Thema Dieselskandal und Nachhaltigkeit widmet! Kritiker bemängeln an der E-Alkoven-Studie Dethleffs E-Home die geringe Reichweite von 200 Kilometern. Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Und mich begeistern die vielen Ideen, die sich hier rund ums Thema Energiesparen Verwendung finden. Strom ist die einzige Energiequelle: Statt Gasheizung und Gasherd gibt’s einen Elektroherd und eine Infrarotheizung. Ergänzt wird das Ganze mit Möbel aus Werkstoffen, die Wärme speichern, und Solarpanels, die Sonnenenergie umwandeln. Außerdem ist Alexa mit an Bord – Ob sie eines Tages auch Autofahren kann und das Wohnmobil steuert?

Einmal mit dem Wohnmobil die Welt erobern: Das Kerkamm Expeditionsmobil mit 290 PS weckt die Abenteuerlust. Das Weltreisemobil auf MAN-Chassis mit Allradantrieb kommt durch jede Wüste bringt einen sicher über Stock und Stein! Drei dicke AGM-Batterien, der 90-Liter-Gastank, eine Zerhackertoilette und 200 Liter Frischwassertank versprechen Autarkie. Kann mir mal jemand bitte die nötigen 392.578 Euro für den nächsten Trip leihen?“

Benjamin Köbler-Linsner, Redakteur: „Für mich ist ganz klar die Alcan Smart Antenna ein Highlight. Sie bringt frischen Wind in den Bereich Satellitenfernsehen. Die flache Antenne aus Kristallen könnte die SAT-Anlagen revolutionieren. Ich bin gespannt, ob das Paneel die Marktreife erlangt und sich auf dem Markt auch durchsetzen kann.

Erfreut bin ich auch über den Trend, dass immer mehr Hersteller von Freizeitfahrzeugen eigenes Zubehör anbieten. Wie schon im Automobil-Bereich kann man sich jetzt mit passendem Zubehör zum Fahrzeug eindecken. Das ist schön für Marken-Fans, da diese sich jetzt voll ausstatten können und alles mit Logo gebrandet ist.

Ein Fahrzeug-Highlight ist für mich der Campingbus von Kompanja. Er zeigt auch, dass Campingbusse gerade total im Trend sind. Ich finde die von außen nutzbaren Küche und das modulare Möbelsystem super.“

Jürgen Bartosch, Redakteur:

VW California XXL (2018) Foto: Lisa Geiger
VW California XXL

„Eines meiner Highlights war der VW California XXL, weil die Studie nicht nur toll gestaltet und umgesetzt ist, sondern auch an viele praktische Details gedacht wurde. Besonders gefallen mir dabei das riesige Glasdach, das große Bett mit einstellbaren Klimazonen und spektakulärem Ausblick, der integrierte Beamer und die super integrierten Einfüllstutzen und Anschlüsse für die Bordtechnik. Ebenfalls super finde ich die neue Hymer B-Klasse, weil die komplett neue Integrierten-Baureihe ein fast schon revolutionäres Doppelbodenkonzept umsetzt. Das Alko-Chassis ist dabei integraler Bestandteil der ganzen Konstruktion – dient praktisch gleichzeitig als Fahrgestell und als Stützträger zwischen dem Fußboden und dem Aufbauunterboden. Da alle Installationen geschützt im Keller verlegt sind, entsteht so praktisch nebenbei ein völlig glatter Unterboden, der sich auch positiv auf die Aerodynamik und damit den Spritverbrauch auswirken dürfte.

Ein echt toller Campingbus ist der Kompanja, weil das Erstlingswerk des kleinen Start-up-Unternehmens in seiner konsequenten Umsetzung vom Fleck weg überzeugen kann. Der Kompanja soll – der Name ist Programm – ein Kompagnon, also ein Begleiter in allen Lebenslagen sein. Dafür ist seine Einrichtung nicht nur flexibel konfigurierbar – etwa vom Zwei- bis zum Sechssitzer – sondern auch mit wenigen Handgriffen komplett herausnehmbar. Einzigartig wird der Aufstelldachcamper auf Basis Renault Trafic aber durch die Materialien und Machart des Ausbaus. Zum Einsatz kommen etwa Multiplex- und Bambusholzplatten, Metallstreben und –beschläge sowie ein strapazierfähiger Bodenbelag aus Recyclingfasern – Kunststoffe werden konsequent vermieden.“

Ulrich Kohstall, Redakteur:

VW California XXL (2018) VW baut Crafter zum Camper aus VW California XXL (2018)

„Der Faszination der VW California XXL Studie kann man sich kaum entziehen. Sie ist bis ins Detail so perfekt gemacht, wie man es von einem Autohersteller erwartet. Außerdem steckt dieser Crafter voller guter Ideen. Davon darf sich gerne mancher Ausbaubetrieb inspirieren lassen. Dass wir den California XXL bald genauso als Serienmodell auf den Straßen sehen werden, glaube ich nicht. In dieser Form würde er vermutlich sehr teuer und hat in Sachen Stauraum nicht die Flexibilität, die Campingbuskäufer in dieser Klasse erwarten. Ist der Dieselmotor für Reisemobile wirklich alternativlos?

Dethleffs zeigt mit dem e.home jedenfalls ein Elektromobil, das wirklich fährt – wenn auch zugegebenermaßen nicht sehr weit. Statt sich hinter den großen Herausforderungen der E-Mobilität zu verstecken, startet man bei Dethleffs einfach einen Praxisversuch. Das verdient Respekt. Ich hoffe, dass das e.home nicht – wie so viele Studien – in der Versenkung verschwindet, sondern konsequent weiterentwickelt wird, so dass es in einigen Jahren wirklich eine Alternative sein kann.

Die Hymer-Duocar-Studie zählt ebenfalls zu meinen Highlights. Campingbusse sind ja eine feine Sache, aber ihre Sitzgruppen verdienen oft nicht einmal diesen Namen. Wer will schon immer im Fahrerhaus oder auf einer schmalen Bank sitzen, dessen dünne Lehne im 90-Grad-Winkel steht. Stört das eigentlich niemanden außer mir? Die Duocar-Studie setzt genau hier an und verwöhnt mit einem echten Sofa samt Ausblick durch die offene Schiebetür. Bei Bedarf wird aus der Couch ein zwei Meter langes Bett. Das wäre mir den (geringen) Umbauaufwand wert. Über die Stauraumsituation muss man sich sicher noch einmal Gedanken machen, aber der Duocar ist ja noch eine Studie …“

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