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Premiere Roadcar (2016)

Einsteigermarke mit Kampfpreisen

Roadcar 600 Foto: Frank Eppler 13 Bilder

Pössl stellt auf dem Caravan Salon mit Roadcar eine eigene Einsteigermarke vor. Der Grundpreis des günstigsten von drei Modellen beträgt 29 999 Euro. promobil zeigt erste Bilder vom Roadcar 600.

21.08.2015 Benjamin Büchner

Drei Modelle schickt die Einsteigermarke ins Rennen. Das mit 5,40 Metern kürzeste und günstigste ist der Roadcar 540, dessen Grundpreis die Marke von 30.000 Euro unterschreitet. Der große Roadcar 640 hat als einziges Modell Einzelbetten im Heck und kostet in der Grundausstattung schon 34 999 Euro. Das mittelgroße Modell Roadcar 600 (siehe Fotoshow) gibt es ab 32.999 Euro. Ausgeliefert werden sie jeweils auf dem Fiat Ducaton mit dem 3,3-Tonnen-Chassis.

Roadcar: Wo macht der günstige Campingbus Abstriche?

Die Preise aller drei Roadcar Campingbusse sind günstig für einen vollausgebauten Kastenwagen. Das heißt nicht, dass den Kunden Klapperkisten vor die Tür gesetellt werden. Die Verarbeitung der Möbel ist beim Roadcar 600 äußerst solide, was auch für die Griffe an den Schranktüren gilt.

Allerdings wirkt die Gestaltung des Ausbaus schlicht. Es gibt für alle Fahrzeuge nur ein Dekor und auch identische Sitzbezüge. Diese Einheitlichkeit macht den Kampfpreis erst möglich, weil so die Produktionskosten gesenkt werden. Hergestellt werden die Fahrzeuge im Übrigen im Capron-Werk in Sachsen, wo auch die Einsteigermobile von Sunlight und Carado entstehen.

Wieviel Platz und Komfort bietet der kompakte Camper?

Beim Roadcar 600 fällt der Stauraum recht üppig aus. Ebenfalls groß ist die Küche mit der weitläufigen Arbeitsplatte. Eng wird es dagegen an der Sitzgruppe, die kaum Beinfreiheit für große Menschen bietet und vor allem im Bad. Letzteres wird zudem nur mit einer durchsichtigen Falttür aus Plexiglas ausgeliefert.

Es scheint aber schwer vorstellbar, dass tatsächlich jemals ein Roadcar für den Grundpreis verkauft wird. Denn bei der Grundausstattung fehlen Verdunkelungsvorhänge an der Frontscheibe, Duschausrüstung im Bad, Trittstufe oder das Mini Heki über dem Bed. Die bekommt man nur im Ausstattungspaket Basic, das 999 Euro kostet. Nochmals 1599 Euro werden für das Chassis-Paket fällig, zu dem eine Fahrerhausklimananlage, Airbag und höhenverstellbarer Sitz für den Beifahrer und elektrische Außenspiegel gehören. Kurzum: Mit campingtauglicher Ausstattung kommt man nicht unter 30.000 davon.

Mehr über die neue Einsteigermarke von Pössl erfahren Sie in der aktuellen promobil Ausgabe 09/2015, in dem Sie einen Quickcheck des Roadcar 600 finden.

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