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Vorstellung Flair 100

Goldene Mitte

Premiere, Niesmann + Bischoff Flair 100 Foto: Uli Regenscheit 10 Bilder

Niesmann + Bischoff hat clever kombiniert: Der Aufbau des Flair und die Möbel des günstigeren Arto ergeben die mittlere Baureihe Flair 100.

10.06.2011 Ulrich Kohstall

Die Lücke war offensichtlich. Während die Preisliste von Niesmann + Bischoff für den Arto bei etwa 100 000 Euro endet, beginnt sie für den Flair bei rund 150 000 Euro. Dort hinein stößt jetzt der Flair 100. Er ist schon ab 129 990 Euro zu haben und spart gegenüber der prinzipiell unveränderten 1000er-Serie den Gegenwert eines Pkw.

Hubert Brandl, Geschäftsführer von Niesmann + Bischoff, macht noch eine andere Rechnung auf: „Flair-Käufer wählen meist eine Vollausstattung. Bei den 100er-Modellen gehen wir davon aus, dass Kunden die Extras gezielter wählen. Da ergibt sich schnell ein Unterschied von 50 000 Euro." Das ist ein Wort. Denn der neue Flair 100 spart auf hohem Niveau. Äußerlich ist er vom teureren Bruder nicht zu unterscheiden. Das goldfarbene Dekor des vorgestellten Modells gibt es gegen Mehrpreis für beide Serien. Auch an der Technik ändert sich beim Flair 100 nichts. Hubert Brandl: „Eine Differenzierung durch kleinere Wassertanks ergibt keinen Sinn.“

Bleibt vor allem die in weiten Teilen vom Arto übernommene Einrichtung, um die 100er-Reihe zweifelsfrei zu erkennen. Wo im bekannten Flair fließende Linien sowie vielfältige Farben und Materialien die Verbindung zu einem Gesamtkunstwerk anstreben, erscheint der Flair 100 fast puristisch. Das passt durchaus. Schließlich pflegte ein Flair schon vor vielen Jahren einen reduzierten Stil, als andere Reisemobile noch in Gelsenkirchener Barock schwelgten. Einen Blick zurück erlaubt sich der Flair 100 auch an anderer Stelle.  Warum muss die Steuerung der Bordtechnik bei modernen Reisemobilen kompliziert sein, wenn es auch einfach geht? Hubert Brandl ließ beim Bedienkonzept eigene Erfahrungen einfließen: „Beim Flair 100 braucht man keine lange Einweisung. Das Motto lautet: einsteigen und losfahren.“

Von Verbesserungen grundsätzlicher Natur profitieren beide Flair-Baureihen. Die Außenklappen erhalten nun beispielsweise eine Isolierung in Wandqualität und solidere Rahmen. Auch die Abtrennung der Duschkabine wird stabiler. Ein geglättetes Armaturenbrett verbessert hier wie dort die ohnehin gute Sicht nach vorne. 
Lieber designverliebt oder etwas bodenständiger? In der Substanz liegen beide Serien praktisch auf Augenhöhe. Auch mit Arto-Möbeln ist der Neue nicht nur eine Art Flair. Die 100er-Serie nähert sich vielmehr dem Preisniveau und den Ideen früherer Flair-Generationen an. Und die waren damals weit mehr als Lückenfüller.

Auf einen Blick: Flair 800 i CEBW

Preis: ab 134.990 Euro
Basis: Iveco Daily, Leiterrahmen, Heckantrieb, 125 kW/170 PS
Gesamtgewicht: 6700 kg
Länge/Breite/Höhe: 8778/2390/3270 mm
Empfohlene Personenzahl: 2-4   
Baureihe: Sechs Grundrisse verzeichnet das Angebot der neuen 100er-Serie. Alle Varianten sind über acht Meter lang und haben in jeder Beziehung Liner-Format.
Info: Telefon 0 26 54/93 30, www.niesmann-bischoff.de

Arto als Alternative?

Ein Flair mit Arto-Möbeln?
Da stellt sich mancher Käufer die Frage, warum man nicht gleich zum Arto greifen soll. Schließlich gibt es das Top-Modell der kleineren Baureihe bereits ab 96.990 Euro. Dafür bekommt man ein acht Meter langes Einzelbettmodell, das dem vorgestellten Flair 800 i außen und innen sehr ähnlich sieht. Wichtigster Unterschied: die Fiat-Basis des Arto. Damit fährt sich das günstigere Modell - trotz großem Wendekreis - im Vergleich geradezu spielerisch. Verzichten müssen Arto-Fahrer vor allem auf die souveräne Liner-Sitzposition und das opulentere Wohnzimmer des Flair.

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