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Vorstellung Karmann Dexter

Karmanns Reisebus mit Plus

Premiere: Karmann Dexter Foto: Jacek Bilski, Archiv 10 Bilder

Die Campingbus-Offensive von Karmann gewinnt immer mehr an Fahrt und wächst auf nunmehr drei Modelle an. Hier kommt der neue Komfortbus Dexter 595, der bei Font Vendôme in Frankreich produziert wird.

Campingbusse sind eines der aktuellen Wachstumssegmente - nicht nur die günstigen, sondern auch die etwas höherpreisigen“, ist Holger Siebert, Chef von Eura  und Karmann Mobil, überzeugt. Und weil Karmann für kompakte und besonders fahraktive Reisemobile steht, soll die-se Marke ihr Angebot an Campingbussen ausbauen.

Karmann nutzt Synergien des Trigano Konzerns

Da es am Standort Sprendlingen an Erfahrung und Produktionskapazität für den Ausbau von Kastenwagen fehlt, nutzt Karmann geschickt die Fertigungsbruderschaft unter den Werken des Trigano-Konzerns, um ein immer breiteres Angebot an Campingbus-Modellen aufzubieten.

Die günstigere Davis-Baureihe mit drei Modellen bezieht man aus dem zentralen Campingbus-Werk der Gruppe in Italien. Die vor ein paar Monaten draufgesattelte Dexter-Serie entsteht dagegen bei dem spezialisierten Ausbauer Font Vendôme aus Brantôme in der französischen Dordogne.

Mit dem neuen Dexter 595 wächst auch diese Baureihe auf drei Modelle. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Länge, sondern auch in den Dachvarianten. Während der Dexter 600 das gängige Serienhochdach nutzt, gönnt sich der kompakte 550er ein GfK-Hochdach mit Hubbett.

Der neue Karmann Dexter setzt auf den Fiat Ducato als Basisfahrzeug

Der jüngste und dabei stattlichste Dexter setzt auf den Fiat Ducato mit langem Radstand und Superhochdach aus Blech. Darunter findet sich ebenfalls ein Längshubbett. Im Vergleich zum 550er dürfen sich Sitzgruppe, Küche und Sanitärraum noch deutlich üppiger ausbreiten. Ein zusätzlicher Seitensitz ergänzt die Sitzgruppe zur ungewöhnlich großen Runde am erweiterbaren Tisch.
Mit zwei Zusatzpolstern und einem langen Brettauszug lässt sich ein relativ großzügiges Gäste-Doppelbett bauen. Im Podest unter dem Tisch findet sich ein Bodenfach und im Schiebetürausschnitt eine geschickte, lange Schublade.
Das Hubbett über der Sitzgruppe senkt sich von der Decke herab und lässt sich über eine Einhängeleiter erklettern. Mehr Mühe macht die übliche Körperdrehung, um sodann Fuß voraus auf der 1,87 mal 1,25 Meter messenden Liegefläche zu landen.

Einmal platziert erfreut die üppige Ausstattung mit zwei Klarglasdachhauben, Absturznetz, Ablagebords und Stofftaschen, nebst Steckdosen und Lesespots. Die nutzen sparsame LED-Technik, wie fast überall im Fahrzeug. Zusammen mit den zwei serienmäßigen 100-Ah-Bordbatterien, die in der Sitztruhe unterkommen, bieten sich damit gute Voraussetzungen für lange Autarkie. 

Die Winkelküche folgt gleich dahinter. Abmessungen, Ausstattung und Stauraumangebot können es locker mit Kombüsen in so manchem aufgebauten Reisemobil aufnehmen. Der Kocher begnügt sich zwar mit zwei Flammen, trumpft dafür mit Piezozünder und Dunstabzug auf. Prunkstück der Pantry ist jedoch der stattliche 160-Liter-Kühlschrank mit automatischer Energiewahl.

Weiteres Highlight des Dexter 595 ist sein Sanitärraum, der das komplette Heck in Beschlag nehmen darf. Dusche, mittig platzierte Toilette und Waschtisch verbreiten sich in einer räumlichen Opulenz, die für Campingbusse außergewöhnlich ist. Parallel duschen und die Toilette benutzen - kein Problem. Kunststoff-Formteile dienen als Duschwanne und Wandverkleidung.
Hänge- und Unterschränke stehen für Handtücher und Bad--accessoires bereit. Insgesamt ist der Schrankraum üppig. Campingmöbel kommen in einem Fach unter dem Heckpodest unter. Eine Durchlade für Langgut wie Ski gibt es ebenfalls - ein Stauraum für größere Transportgüter ist dagegen nicht vorhanden.
Der Preis steht noch nicht fest. Karmann plant den Neuen knapp oberhalb des 550er zu platzieren, bei voraussichtlich rund 53.000 Euro. Einen ausführlichen Test des Dexter 595 lesen Sie im Campingbus-Extra von promobil.

Urahn auf VW T4

Karmann-Kenner erinnern sich an einen legendären Campingbus der Marke - mit demselben  Grundriss wie der neue Dexter 595. Als Basis des Karuso diente jedoch ein VW T4 mit langem Radstand, GfK-Hochdach und aufwendig verlängertem GfK-Heck. Darin war ein ansehnliches Bad eingebaut - eher ungewöhnlich für VW-Bus-Camper, damals wie heute.
Der Karuso fand - als geräumigere Alternative zum VW-eigenen California Exclusive - seine Liebhaber, aber nie große Verbreitung. Was nicht zuletzt auch an dem, dem Aufwand entsprechend hohen Preis von knapp 70.000 Mark lag.

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