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Premiere des Malibu T 450

Malibu erobert Neuland mit Teilintegriertem

Die Erwartungen an die neue Marke Malibu sind hoch. Foto: Uli Regenscheit 12 Bilder

Wer als Newcomer die Platzhirsche herausfordert, muss schon einiges zu bieten haben. Die Erwartungen an die neue Marke Malibu sind hoch. Die Muttermarke Carthago bürgt mit ihrem Namen.

22.07.2015 Dominic Vierneisel

Carthago, bestens in der Oberklasse etabliert, hat sich mit echten Mittelklasse-Modellen bislang schwergetan. Die Teilintegrierten sind eher teuer, und wer jenseits der 70.000 Euro investiert, wählt oft gleich ein prestigeträchtiges integriertes Modell. Doch das Wachstum in der Premiumklasse ist begrenzt. Mit der Tochtermarke Malibu will Carthago nun in volumenstärkere Segmente drängen.

Ab etwa 60.000 Euro für das kleinste Modell, den T 410 mit Querbett, bekommen Käufer ein Wohnmobil mit solidem Stammbau. Doch im Gegensatz zum Malibu-Kastenwagen, dessen Möbelbau stark an Carthago-Modelle erinnert, sind die aufgebauten Malibu technisch völlig eigenständig.

Aufbau des Malibu Wohnmobils

Nicht ganz so premiumlike wie bei der Muttermarke fällt die Aufbautechnik – eben klassenüblich – aus. Die Sandwich-Wände werden ohne Schrauben verzapft und verklebt, und nicht durch Ringankerprofile miteinander verbunden. Eine breite Kantenleiste sorgt dennoch für einen gefälligen Übergang zum Dach, das wie der Boden mit GfK beplankt ist.

Anders als manche Wettbewerber spendiert Carthago auch den Malibu-Modellen serienmäßig hochwertige Rahmenfenster. Auf einen Doppelboden – 2,89 Meter Höhe kommen nicht von ungefähr – müssen sie ebensowenig verzichten. Direkt über den Holmen des Original-Fiat-Flachrahmens aufgebaut, unterkellert er den zentralen Bereich des Wohnraums, sorgt dort für einen gewissen Fußbodenheizungseffekt und birgt frostsicher die Wassertanks. Und einen weiteren Vorteil hat diese Technik: Der Wohnraumboden ist komplett frei von Stolperstufen.

Dreifache Auswahl

Drei gängige Grundrisse gibt es von den Malibu-Teil- und -Vollintegrierten. Querbett, Mittelbett und Einzelbetten decken die wesentlichen Bedürfnisse ab. Gleichartige Einrichtungsmodule wie die kurze L-Sitzgruppe mit Seitenbank und die Winkelküche vereinfachen die Fertigung.

Allerdings soll der Schwerpunkt klar auf den günstigeren T-Modellen liegen. Ein schmaler Kühlschrank und eine Eckbank mit kürzerem Längsschenkel verhelfen zu mehr Freiheiten bei der Grundrissgestaltung. Ein Seitensitz erweitert grundsätzlich das Sitzplatzangebot rund um den frei stehenden Einsäulentisch.

Neben dem kurzen Querbett-Wagen 410 und dem 7,20 Meter langen Einzelbetten-Mobil 450 verdient vor allem der 440 Aufmerksamkeit. Trotz begrenzter Außenlänge von 6,99 Meter findet im Heck ein zentrales Doppelbett Platz. Damit auch am Fußende die Liegebreite nicht zu knapp wird, sind die Ecken nur leicht abgerundet. In ausgezogenem Zustand ist das Bett knapp zwei Meter lang. Damit der Zustieg auch dann ringsum möglich ist, gibt eine Rollotür am Waschraum den Durchgang frei.

Das Design

Das Möbeldesign kennzeichnen helle Farben sowohl beim Holzdekor als auch bei den cremefarben abgesetzten Fronten und Hängeschrank-Unterseiten. In einer Linie läuft die Möbelzeile bis in die Haube über dem Fahrerhaus durch. Statt in offenen Ablagen kann man Gepäck hier in geschlossenen Staufächern unterbringen.

Optional gibt es natürlich auch das beliebte große Dachfenster über dem Cockpit – schließlich soll nichts den Eroberungszug hindern.

Der Malibu T im Überblick

Preis: ab 59.990 Euro
Basis: Fiat Ducato, Flachrahmen, Frontantrieb, ab 115 PS
Gesamtgewicht: 3500 kg
Länge/Breite/Höhe: 7200/2270/2890 mm
Empfohlene Personenzahl: 2
Baureihe: Mit der Zweitmarke Malibu besetzt Premiumhersteller Carthago erstmals die mobile Mittelklasse. Drei gängige Grundrisse mit Quer- und Queensbett sowie Einzelbetten gibt es jeweils in teilintegrierter und integrierter Aufbauart.
Info: Telefon 07525/92000

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Heft 07 / 2015 10. Juni 2015 Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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