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Peugeot Rifter 4x4 Concept

Hochdachkombi inklusive E-Bike und Dachzelt

Foto: Peugeot 12 Bilder

Ein Reisemobil lohnt sich erst dann so richtig, wenn man es regelmäßig nutzt. Doch was, wenn nur gelegentlich Zeit und Lust für ein Trip in die Natur bleibt? Peugeot zeigt mit seiner neuen Studie Rifter 4x4 Concept, wie ein Kompromiss zwischen Alltagsauto und Camper aussehen könnte.

21.02.2018 Natalie Diedrichs

Der Name „Rifter“ steht für die neue Generation des französischen Hochdachkombis. Er ersetzt das vorherige Modell namens „Partner Tepee“ und basiert auf der gleichen PSA-Plattform wie auch der Citroën Berlingo und der Opel Combo. Um sich von seinen baugleichen Geschwistern im PSA-Konzern zu differenzieren, will Peugeot dem rustikalen Rifter nun ein Outdoor-Image verpassen. Die Studie 4x4 Concept skizziert, wie der Rifter Outdoor-Fans künftig auf ihren Abenteuern begleiten soll und hat so einige interessante Extras parat.

Overland-Dachzelt für zwei Personen

Foto: Peugeot
Zur Ausstattung des Rifter 4x4 Concept zählt ein Dachzelt von Overland.

So ist zum Beispiel ein Dachzelt der Firma Overland im Ausstattungsumfang enthalten, in dem zwei Personen genügend Platz zum Schlafen haben sollen. Das Zelt lässt sich nach Angaben von Overland im Handumdrehen aufbauen: einfach die Hülle entfernen, die Leiter, die am Zelt montiert ist, greifen und mit deren Hilfe das Zelt aufklappen. Die Prozedur erinnert ein bisschen an das Ausklappen eines Scherenschnitts.

Das Zelt bietet Platz für zwei Personen und hat die Maße 130 x 220 x 125 Zentimeter (Länge x Breite x Höhe), wenn es aufgeklappt ist. Der winddichte und wasserfeste Zeltstoff ist eine Sonderanfertigung für Peugeot, die farblich zur Studie passen soll.

Zusätzlich zum Zelt umfasst die Ausstattung der Studie auch eine Matratze, die mit dem gleichen graumelierten Stoff bezogen ist wie die Sitze des 4x4. Für wohl gebettete Köpfe gibt’s außerdem Kissen im Alcantara-Look, die mit gelben Ziernähten versehen sind. Damit passen sie zu den Dekorelementen, die sich sowohl am Exterieur als auch im Interieur des Rifter wiederfinden. Optional mit dabei ist auch eine Dachreling, die nach Angaben von Peugeot jeder Art von Zuladung standhalten soll. Sie erfülle die Norm „City Crash Test“.

LED-Lichtleiste und E-Bike inklusive

Foto: Peugeot
Auch eine 1,35 Meter lange LED-Lichtleiste zählt zum Serienumfang der Studie.

Damit die künftigen Abenteurer nachts nicht im Dunkeln tappen, haben die Franzosen der 4x4-Studie außerdem eine 1,35 Meter breite Lichtleiste aufgesetzt, die über der Windschutzscheibe montiert ist. Die 100 LEDs, die in zwei Reihen angeordnet sind, sollen es so auf eine Leistung von 300 Watt bringen.

Doch damit nicht genug: Neben Zelt und Lichtleiste legt Peugeot auch noch ein eigens gefertigtes E-Mountainbike auf den Rifter oben drauf – oder besser gesagt: klemmt es dank Fahrradhalter hinten dran. Zum Peugeot-Bike namens eM02 FS Powertube machen die Franzosen leider noch keine konkreteren Angaben, bis auf die Tatsache, dass es eine sehr kompakte Batterie haben soll. Aber immerhin die Farbe steht schon mal fest: gelb, passend zu den Ziernähten der Matratze.

Foto: Peugeot
Im Innenraum finden sich Deko-Elemente aus Neopren.

Im Innenraum des Rifter 4x4 geht es ähnlich gelb-grau weiter, sogar Neopren ist in den Sitzen verarbeitet. Für Camper dürfte das gekühlte Handschuhfach interessant sein, das eine erlesene Auswahl von Lebensmitteln zumindest für eine gewisse Zeit frisch hält. Der Kofferraum hat im aktuellen Rifter ein Volumen von 775 Litern. Durch zusätzliche Ablagen, unter anderem eine Konsole am Dachhimmel, sollen 186 weitere Liter Stauraum zur Verfügung stehen.


Dangel-Allradantrieb für schwierige Straßenverhältnisse

Die Karosserie des 4x4 Concept liegt 80 Millimeter höher als die Serie und ist mit einem Dangel-Allradantrieb ausgestattet, der sich durch jedes noch so schwierige Gelände kämpfen soll. Der Antrieb ist in drei verschiedenen Modi nutzbar: Bei normalen Straßenverhältnissen empfiehlt Peugeot den Frontantriebs-Modus, bei rutschigem Untergrund wird die Antriebskraft zusätzlich an die Hinterräder verteilt und bei besonders schwierigen Fahrbedingungen fährt der Rifter mit starrer Kraftverteilung (Lock-Modus). Als Motor wählt Peugeot für das 4x4 Concept einen BlueHDi-130-Diesel mit 130 PS und 300 Newtonmetern Drehmoment und kombiniert es mit einem Sechsgangschaltgetriebe.

Foto: Peugeot
Das Rifter 4x4 Concept könnte die Abenteuerlust im Alltag wecken.

Ab September wird’s den Rifter erstmal ohne Zelt, Lichtleiste und elektrisches Mountainbike geben. Der Hochdachkombi ist in einer Version mit fünf Sitzen sowie als Siebensitzer erhältlich. Ob Peugeot eine derartig detailverliebte Outdoor-Variante irgendwann nachschiebt, ist noch ungewiss. Der Gedanke daran dürfte dem künftigen Rifter-Fahrer aber gewiss ein Quäntchen mehr Abenteuerlust in seinen Alltag bringen.

Neuester Kommentar

Der Artikel ist gut gemacht finde ich.

Die Idee, so ein Fahrzeug hier zu zeigen, finde ich ebenfalls sehr gut.

Der Mut, für solch ein Maß an 'Spielerei' an einem PKW dennoch Absatzpotenzial zu sehen, fehlt vielen anderen schon allein innerhalb des Reisemobilbaus.

Und es gibt als Echo der Kundschaft oft eine merkwürdige Kritik: Viele zeigen sich angesichts von Campster Rip Curl und Co. auf Messen eher deutlich entrückt vom Design, welches in Art und Form des Dekors der Welt der Mountainbikes entliehen zu sein scheint.

Erstaunlich, wie viele vor so einem tollen Konstrukt der anderen Art stehen und es nicht als Bereicherung empfinden. Ich meine damit nicht persönlichen Geschmack.
Sondern ich meine damit eine form der wachsamen Wahrnehmung darüber, dass allein statistisch gesehen schon über 98% aller Lösungen am Markt dem Standard folgen.

Es ist also im Kreise der Kunde immer ein besonderes und verräterisches Merkmal zur Wesensgüte, wenn es dem Betrachter dann dazu gereicht, selbst dem seltensten Exoten ob seines mutigen oder modernen Designs sogleich die Existenzberechtigung entziehen zu wollen.

Das hier gezeigte Konzept ist einfach nur anders als das, was sich in den Köpfen an California und Co. festgesetzt hat und es ist detailreich und liebevoll umgesetzt.

Inkl. Dangel ein Gerät, das mal richtig fett Laune bereiten wird und eine individuelle Aussage darstellt.

Danke für die Vorstellung.

Diana van Heide 22. Februar 2018, 08:57 Uhr
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