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Petition gegen Überholverbot für Wohnmobile

Quorum von 50.000 Unterstützern verfehlt

Lkw-Überholverbotsschilder Foto: Michael Urban

Die Mitzeichnungsfrist für die Petition von Karl-Heinz Storm gegen das Überholverbot für Wohnmobile über 3,5 t ist abgelaufen. Das Anliegen fand nur 1472 Unterstützer. Storm macht trotzdem weiter.

15.05.2014

"Es war mir klar, dass es nicht reichen würde. 50.000 Leute zusammenzubekommen ist illusorisch bei so einer Angelegenheit", resümierte Karl-Heinz Storm im Gespräch mit promobil.de. "Die ganz große Masse kümmert sich nicht um das Thema. Selbst viele, die ein Wohnmobil über 3,5 Tonnen fahren, wissen ja nicht einmal, dass für sie ein Überholverbot gilt."

Mit der Regelung steht Deutschland im europäischen Vergleich relativ alleine da. Hierzulande fallen Wohnmobile über 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht unter das Überholverbot für Lkw, während Busse - bei gleicher Tonnage - davon ausgenommen sind. Ähnliche Regelungen zum Überholverbot finden sich nur in der Schweiz und Portugal, wie Sie hier nachlesen können.

Regelung zum Überholverbot: Vorbild Frankreich

Im Gegensatz zu Deutschland, kommt es in Ländern wie Frankreich, Spanien oder Belgien auf die Fahrzeug-Art an statt des Gesamtgewichts. Unterschieden wird zwischen Fahrzeugen zum Waren- oder Gütertransport auf der einen und Fahrzeugen zum Personentransport auf der anderen Seite. In letztgenannte Kategorie fallen Wohnmobile, die somit das Lkw-Überholverbot nicht betrifft.

Eine solche Regelung schwebt Karl-Heinz Storm auf für Deutschland vor. Er ist selbst Fahrer eines 5-Tonnen-Wohnmobils und will nichts unversucht lassen. Bis zum damaligen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer war er bereits persönlich vorgedrungen. Dessen Wohlwollen in der Angelegenheit scheiterte bislang am Widerstand der Länder.

Engagement gegen Lkw-Überholverbot geht weiter

"Die Landesverkehrsminister tun sich noch schwer damit", so Karl-Heinz Storm. Aus dem Bundesverkehrsministerium weiß er aber, dass das Thema noch auf der Agenda steht. "Ich hoffe sehr, dass die sich das noch einmal anschauen", sagt Storm, "und solange werde ich die Politik weiter damit konfrontieren."

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