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Zulassungszahlen September 2017

Jahresrekord mit 53.093 Neuzulassungen geknackt

Caravan Salon Foto: Fotos: promobil 9 Bilder

Mit 56.093 Freizeitfahrzeugen stellt die Branche einen neuen Rekord auf: Bis September 2017 wurden bereits mehr Fahrzeuge neu zugelassen als im gesamten Jahr 2016.

09.10.2017 Sophia Pfisterer, Lisa Geiger 2 Kommentare

Bereits jetzt ist 2017 das erfolgreichste Jahr für die Caravaning-Branche, das es jemals gab. Die Neuzulassungen sind im September auf ein neues Rekordhoch gestiegen. m September 2017 wurden 3.304 mehr Freizeitfahrzeuge zugelassen als noch im Vorjahresmonat. Alleine die Wohnmobile schafften es mit 2.042 Fahrzeugen und plus 13,6 Prozent den Monatsrekord vom Vorjahr noch einmal zu schlagen.

Auch die Wohnwagen-Branche verzeichnet einen starken Zuwachs von 17,5 Prozent im Vergleich zu September 2016. Das sind 1.262 neuzugelassene Wohnwagen mehr.

Seit Jahresbeginn wurden 56.093 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen. Nie zuvor wurden mehr Wohnmobile und Caravans in einem Kalenderjahr zugelassen. „Es liegen erst drei Viertel des Jahres hinter uns und bereits jetzt haben wir einen neuen Rekord erzielt. Das zeigt, dass die Urlaubsform immer neue Käuferschichten und Zielgruppen erschließt“, sagt Daniel Onggowinarso, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbandes e.V. (CIVD). Er ist zuversichtlich, dass noch 2017 ein weiterer Rekord geknackt wird und erstmals über 60.000 Freizeitfahrzeuge verkauft werden.

Wohnmobil-Bestand 2016 und 2017

Die Bestandszahlen der Wohnmobile gibt das KBA nur einmal im Jahr heraus. Insgesamt gab es zum 1. Januar 2016 bundesweit einen Bestand von insgesamt 417.297 zugelassenen Wohnmobilen. Zum 1. Januar 2017 waren 450.167 Wohnmobile zugelassen.

Zulassungszahlen 2016: Rekordsteigerung mit 52,2 Prozent

Bereits Vorjahr jagte ein Rekord den anderen: Im September 2016 wurden in Deutschland 1.796 Wohnmobile neu zugelassen. Das waren 52,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. promobil verrät, welche Basisfahrzeuge die beliebtesten sind.

Basisfahrzeuge der Wohnmobil-Neuzulassungen im September 2016

  • Fiat Ducato: 1067 Fahrzeuge
  • Citroën Jumper: 195 Fahrzeuge
  • Ford Transit/Tourneo: 125 Fahrzeuge
  • VW Transporter: 122 Fahrzeuge
  • Mercedes V-Klasse: 102 Fahrzeuge
  • Mercedes Sprinter: 63 Fahrzeuge
  • Iveco Daily: 22 Fahrzeuge
  • Peugeot Boxer: 9 Fahrzeuge
  • Citroën Jumpy: 5 Fahrzeuge
  • Mercedes Vito: 2 Fahrzeuge
  • Renault Master: 1 Fahrzeug
  • Sonstige: 84
Neuester Kommentar

Sehr geehrte Frau van Heide,

es ist selten, dass ich mich in der Öffentlichkeit mit Kommentaren zu Wort melde.

Ganz offen halte ich Ihren Kommentar in mehrfacher Hinsicht für weit überzogen, teilweise sogar für völlig danebengegriffen.

Den Grund, nicht dem Trend aller Hersteller nachzulaufen damit zu begründen, dass man als Familienbetrieb altmodisch und somit nicht innovativ genug ist, halte ich für sowas von unsinnig. Ist das jetzt das Plädoyer für die super Multikonzerne mit enormen Investitionen im Marketing, neben denen Familienbetriebe keinen Platz mehr haben dürfen? Als Schlusssatz dann auch dem Gründer den Rücktritt nahezulegen ist, selbst wenn es sich "nur" um einen Kommentar handelt, sehr anmaßend. Dabei dann leider auch noch schlecht recherchiert, denn das Unternehmen wurde 2017 noch mit dem Innovationspreis der Branche ausgezeichnet. Und es herrscht auch kein Patriarch, sondern die Geschäftsführung besteht bekanntermaßen aus 3 Personen.....

Vielleicht sollte Sie sich in Erinnerung rufen, dass es gerade das Unternehmen Hobby war, welches als Hersteller in der Vergangenheit und auch heute vielen Wettbewerbern im Design voraus, oder aber zumindest anders war und ist. Hier die aktuelle weichgespülte Einheitsmasse als den notwendigen Standard für Erfolg am Markt vorauszusetzen zeigt doch, dass Sie anscheinend wenig von wirtschaftlichen Aspekte verstehen, noch den Mut haben die Eigenständigkeit eines erfolgreichen Familienbetriebes zu honorieren. Leider vergessen Sie dabei auch, dass es gerade der Einheitsbrei war, der viele früher selbstständigen Unternehmen in den Ruin getrieben, bzw. zu billigen Produktionsstätten der Großkonzerne machte.

Modelle aus dem Portfolio zu nehmen oder erst gar nicht anzubieten liegt fast immer ausschließlich daran, dass die verkaufte oder erwartete Stückzahl nicht ausreicht um kostendeckend zu produzieren. Das ist ein Grundbaustein für eine solide Unternehmensführung. Und da muss ein Unternehmen wie Hobby eher sogar vorsichtiger sein, als die ganz großen mit ihren Mischkalkulationen. Prozentual mag die Marge eventuell noch gleich der großen Wohnmobile sein, aber rein in Ertrag gerechnet ist der tatsächliche Nettogewinn an einem solchen Fahrzeug durch den ruinösen Wettbewerb doch eher sehr gering. Als eigenständiges Unternehmen also schon sehr genau aufpassen, in welche Entwicklungen man sein Geld steckt. Logischerweise werden das bei Hobby die Modelle sein, die einfach mehr Ertrag erwirtschaften.

Aber glauben Sie wirklich, dass das in den Konzernen mit unzähligen Finanz-Controllern auf der Suche nach maximalem Shareholder Value tatsächlich anders gehandhabt werden würde?

Hier von fehlerhaftem Marketing zu sprechen ist sehr fragwürdig, denn es ist ja hauptsächlich das Händlernetz, welches die Fahrzeuge an den Käufer bringt - nicht das Geschäft auf der Messe ist hier ausschlaggebend. Und bei dem hohen Marktanteil von Hobby kann das Marketing an sich, aber auch der Vertrieb mit den Partnern auch gar nicht so falsch sein.

Ich persönlich mag die aktuelle Palette bei Hobby auch nicht unbedingt in jeder Form und Größe, sehe es generell aber doch eher positiv nicht grundsätzlich mit dem Strom zu schwimmen. Hobby hat definitiv nicht mehr und nicht weniger Absatzprobleme als andere und ich sehe auch nicht, dass man hier etwas verschläft. Innovativ ist man doch auf jeden Fall. War man nicht gerade der erste Anbieter mit dem Slimline Kühlschrank, wurde deshalb mit dem Preis ausgestattet und hat sich mit dem Risiko als Vorreiter dann auch den Ärger eingeholt? Von Wegen, ein "alter Mann" an der Spitze würde hier Innovation und risikobehaftete Schritte verhindern. Das, Frau van Heide, ist unterstes Niveau...

Das Innenraumdesign der aktuellen Hobby Modelle mit dem Charme der Räumlichkeiten eines Bestattungsunternehmen zu beschreiben, ist schon sehr happig und weit unter der Gürtellinie. Ich halte solche Aussagen übrigens für nichts anderes als Effekthascherei, um einen ansonsten schlecht vorbereiteten und dadurch inhaltlich eher faden Kommentar ein wenig aufzupeppen.

Die aktuelle Bürstner Linie, das Carthago Design, oder die Dethleffs Ausstattungen, etc gefallen mir persönlich übrigens noch weniger. Deswegen "verreiße" ich aber die Hersteller nicht mit beleidigenden Kommentaren.

Konkret zu Ihrem Beitrag der Kompaktklasse: Bei den Kastenwagen erkenne ich seit Jahren so gut wie keine großen innovative Schritte - alles irgendwie immer das gleiche... Unterscheidet sich im Wesentlichen auch nicht von meinem IVECO Turbo Daily von vor 20 Jahren. Da hatte ich bereits schon ein Schiffsbodendesign auf dem Fußboden und ein klappbares oberes Stockbett im Heck. Darunter eine super große Rundsitzgruppe zum "Rumlümmeln", welche man neuerdings als Loungebereich bezeichnen würde. Zusammen mit Ausbauten aus ganz hellem und mattem Birkenholzfunier. So ein Zufall aber auch......

Einen Kastenwagen nun einfach nur in leuchtend Orangemetallic zu lackieren, macht daraus nicht gleich ein trendiges Fahrzeug in tollem Design. Hilft aber vielleicht bei der Rettung aus der Luft, wenn man sich im sauerländischen Hochland mal verfahren hat....

Design ist und bleibt GsD immer eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wenn, wie Sie vorschlagen es tun zu müssen, alle Hersteller mit gleichen Farben, bei Auf- und Innenausbauten annähernd identisch sind, sich dann nur noch in Kleinigkeiten unterscheiden ........ was macht dann den einen in der großen Suppe zum Schluss zu dem Anbieter, den ich als Käufer unbedingt auswählen sollte?

Lounge-Design (oder wie man das auch immer nennen möchte) mit dazu überall hellen Farbtönen klingt ja super modisch, ist aber meistens auf lange Sicht auch eher ungemütlich. Viel schlimmer noch, es ist nicht zeitlos und nur dann interessant, wenn der Kunde genügend Finanzkraft hat um sich alle paar Jahre ein neues Fahrzeug mit neuem Design zu kaufen. Aber, wenn es dann so eintrifft, sind auch das Unternehmensziele, welche ich durchaus akzeptiere.

Das wird aber aus meiner Sicht aufgrund der Entwicklung der Brutto-/Nettoeinkommen wohl eher nicht der Fall sein. Besonders nicht bei jungen Familien(?) in den 30 bis 40er. Mag sein, dass diese Menschen aktuell eine Käuferschicht darstellen - generell aber unter demografischer Entwicklung eine eher rückgängige Zielgruppe sind.

Ein neues Design wird es auch bestimmt bei Hobby wieder geben, aber wahrscheinlich keines was dem generellen Mainstream entspricht, sondern eines, dass dann wie immer auch zuvor, einen Hobby wieder zu einem Hobby macht.

Vielleicht, liebe Frau van Heide, ist das ja genau dieses Alleinstellungsmerkmal, im Neudeutsch "USP", welches dem Unternehmen den Stellenwert am Markt gibt, den es aktuell einnimmt.


Olaf Süßmann

Olaf Süßmann 12. Oktober 2017, 16:06 Uhr
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