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Rekordverkäufe bei Reisemobilen halten an

So viel Neuzulassungen wie noch nie

CMT Impressionen (2018) Foto: Messe Stuttgart 11 Bilder

Die Caravaning-Branche hört nicht auf zu wachsen: 2017 wurden in Deutschland erstmals mehr als 60.000 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen. Mit 17.580 neu zugelassenen Fahrzeugen von Januar bis März startet auch 2018 mit einem Rekordergebnis.

10.04.2018 Sophia Pfisterer, Lisa Geiger

Rekordzahl für 2017: Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der neu zugelassenen Freizeitfahrzeuge auf 63.264, darin inbegriffen sind Caravans und Reisemobile. Dass 2017 zum bislang erfolgreichsten der Caravaning-Branche werden sollte, zeichnete sich schon im September ab. Mit 56.093 Freizeitfahrzeugen wurden zu diesem Zeitpunkt bereits mehr Fahrzeuge neu zugelassen als im gesamten Jahr 2016. Eine stolze Leistung, wenn man bedenkt, dass 2016 bis dato das erfolgreichste Jahr der Branche war.

Neuer Zulassungs-Rekord im 1. Quartal 2018

Auch das Jahr 2018 fängt gut an für die Caravaning-Branche. Von Januar bis März wurden so viele Fahrzeuge neu zugelassen wie noch nie. Insgesamt sind das 17.580 Freizeitfahrzeuge und damit das beste erste Quartal aller Zeiten in der Branche. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Neuzulassungen um 22,4 Prozent. Besonders das Reisemobilsegment erlebt einen echten Boom.

Mit 12.081 neu zugelassenen Wohnmobilen ist es auch in diesem Teilbereich das beste erste Quartal aller Zeiten. Das ist ein Wachstum von 30,3 Prozent im Vergleich zu 2017. Aber auch bei den Caravans wurden allein im März 3.200 Fahrzeugen neu zugelassen, das sind so viele wie schon seit 20 Jahren nicht mehr.

„Die Caravaningbranche setzt ihr beeindruckendes Wachstum auch im neuen Jahr fort. Der Allzeit-Bestwert bei den Neuzulassungen im ersten Quartal untermauert unsere positive Prognose für 2018“, sagt Daniel Onggowinarso, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbandes e.V. (CIVD). „Wir rechnen in diesem Jahr mit einem zweistelligen Wachstum in beiden Fahrzeugsegmenten und folglich einem neuen Rekordergebnis“, sagt Onggowinarso weiter.

Ein Rekord jagt den nächsten in der Caravaning-Branche

Seit 2010 steigt die Zahl der neuzugelassenen Reisemobile in Deutschland kontinuierlich. 2017 wurden 40.568 Reisemobile neu zugelassen und überschreitet die 40.000er-Marke. Es ist in dieser Fahrzeuggattung das siebte Rekordjahr in Folge.

Auch bei den Caravans, den Wohnanhängern, zeichnet sich dieser Trend ab: Der Markt für Caravans wächst das vierte Jahr in Folge und verzeichnet mit 22.696 das beste Ergebnis seit 16 Jahren. Die Neuzulassungen bei den Wohnwagen stieg damit um 14,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr – Das Revival des Caravans ist also noch nicht vorbei!

Camping Wagenburg in Hausen an der Donau Anfängerfehler im Wohnmobil 10 typische Einsteiger-Irrtümer

„Die Rekord-Zulassungszahlen belegen eindrucksvoll, dass das Reisen mit Caravan oder Reisemobil für immer mehr Deutsche eine hochattraktive Form des Urlaubs darstellt“, sagt Daniel Onggowinarso, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verband e.V. (CIVD). Erstmal hat die Caravaning-Branche dadurch 10,3 Milliarden Euro umgesetzt, 17,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Laut Oggowinarso strebt die Branche auch für 2018 ein zweistelliges Wachstum an.

Die ersten Vorzeichen dafür stehen sehr gut. Im Januar 2018 wurden laut KBA (Kraftfahrbundesamt) 1894 Wohnmobile neu zugelassenen. Das entspricht 51,3 Prozent mehr als im Januar 2017.

Wohnmobil-Bestand 2017

Die Bestandszahlen der Wohnmobile gibt das KBA nur einmal im Jahr im Sommer heraus. Insgesamt gab es zum 1. Januar 2016 bundesweit einen Bestand von insgesamt 417.297 zugelassenen Wohnmobilen. Zum 1. Januar 2017 waren 450.167 Wohnmobile zugelassen. Die Bestandszahlen vom 1.1.2018 werden erst im Juni verkündet.

Fiat Ducato Die beliebtesten Basisfahrzeuge Fiat Ducato ungeschlagen

In den Zahlen des KBA finden sich die einzelnen Marken der Basisfahrzeuge. Besonders auffällig: Der Fiat Ducato bleibt bei den Wohnmobilen ungeschlagen auf Platz 1 und verzeichnete ein Wachstum von 10 Prozent vom 1.1.2016 auf 1.1.2017. Bei den Bestandsfahrzeugen folgen auf Platz 2 und 3 der VW Transporter und Ford Transit und. Die Beliebtheit des Ducatos zeichnete sich auch bei der promobil Leserwahl zum Basisfahrzeug 2018 ab, allerdings gefolgt von zwei anderen Modellen – vielleicht lässt sich an den Ergebnissen der Leserwahl ein Trend fürs kommende Jahr erkennen.

Welche Basisfahrzeuge sind am beliebtesten?

Obwohl der Fiat Ducato beliebt bleibt, wachsen laut KBA andere Fahrzeughersteller als Wohnmobil-Basis stärker in ihrer Beliebtheit. Dazu gehört der Citroën Jumper (Platz 5 in der Bestandsstatistik), der um 31 Prozent zulegte, und die Mercedes V-Klasse, die mit nur 1.602 Einheiten zwar nicht in der Bestands-Top-10 auftaucht, aber um beeindruckende 118 Prozent wuchs und damit den Trend zum Kompaktmobil verdeutlicht.

Basisfahrzeuge des Wohnmobil-Bestands Januar 2017

(+ Vergleich 2016)

  1. Fiat Ducato: 211.208 Einheiten (+10,1%)
  2. VW Transporter: 57.369 Einheiten (+7,5%)
  3. Ford Transit/Tourneo: 33.481 Einheiten (+4,9%)
  4. Mercedes Sprinter: 20.411 Einheiten (+6,6%)
  5. Citroën Jumper: 12.775 Einheiten (+31,0%)
  6. Iveco Daily: 9.020 Einheiten (+7,4%)
  7. Peugot Boxer: 4.857 Einheiten (+5,6%)
  8. VW LT: 4.991 Einheiten (+0,8%)
  9. VW Typ 2: 4.372 Einheiten (-0,2%)
  10. Mercedes Viano: 4.202 Einheiten (-4,0%)

Auch bei den Neuzulassungen 2017 zeichnet sich ab: Der Fiat Ducato bleibt an der Spitze, der Citroën Jumper auf Platz 2 wird immer beliebter und überholt den Ford Transit. Platz 4 und 5 geht an kompakte Basisfahrzeuge mit dem VW Transporter und der Mercedes V-Klasse. Die gleiche Reihenfolge setzt sich im Janaur 2018 so fort.

Basisfahrzeuge der Neuzulassungen im Januar-Dezember 2017

(+ Vergleich 2016)

  1. Fiat Ducato: 26.456 Einheiten (+12,9%)
  2. Citroën Jumper: 3.645 Einheiten (+12,1%)
  3. Ford Transit/Tourneo: 2.141 Einheiten (+17,7%)
  4. VW Transporter: 1.980 Einheiten (-2,6%)
  5. Mercedes V-Klasse: 1.788 Einheiten (+12,1%)
  6. Mercedes Sprinter: 1.216 Einheiten (+19,8%)
  7. Iveco Daily: 722 Einheiten (+29,4%)
  8. Renault Master: 52 Einheiten (+ 85,7%)

Basisfahrzeuge der Neuzulassungen im Januar 2018

  1. Fiat Ducato: 1.078 Einheiten
  2. Citroën Jumper: 254 Einheiten
  3. Ford Transit: 107 Einheiten
  4. VW Transporter: 100 Einheiten
  5. Mercedes V-Klasse: 94 Einheiten
Neuester Kommentar

Sehr geehrte Frau van Heide,

es ist selten, dass ich mich in der Öffentlichkeit mit Kommentaren zu Wort melde.

Ganz offen halte ich Ihren Kommentar in mehrfacher Hinsicht für weit überzogen, teilweise sogar für völlig danebengegriffen.

Den Grund, nicht dem Trend aller Hersteller nachzulaufen damit zu begründen, dass man als Familienbetrieb altmodisch und somit nicht innovativ genug ist, halte ich für sowas von unsinnig. Ist das jetzt das Plädoyer für die super Multikonzerne mit enormen Investitionen im Marketing, neben denen Familienbetriebe keinen Platz mehr haben dürfen? Als Schlusssatz dann auch dem Gründer den Rücktritt nahezulegen ist, selbst wenn es sich "nur" um einen Kommentar handelt, sehr anmaßend. Dabei dann leider auch noch schlecht recherchiert, denn das Unternehmen wurde 2017 noch mit dem Innovationspreis der Branche ausgezeichnet. Und es herrscht auch kein Patriarch, sondern die Geschäftsführung besteht bekanntermaßen aus 3 Personen.....

Vielleicht sollte Sie sich in Erinnerung rufen, dass es gerade das Unternehmen Hobby war, welches als Hersteller in der Vergangenheit und auch heute vielen Wettbewerbern im Design voraus, oder aber zumindest anders war und ist. Hier die aktuelle weichgespülte Einheitsmasse als den notwendigen Standard für Erfolg am Markt vorauszusetzen zeigt doch, dass Sie anscheinend wenig von wirtschaftlichen Aspekte verstehen, noch den Mut haben die Eigenständigkeit eines erfolgreichen Familienbetriebes zu honorieren. Leider vergessen Sie dabei auch, dass es gerade der Einheitsbrei war, der viele früher selbstständigen Unternehmen in den Ruin getrieben, bzw. zu billigen Produktionsstätten der Großkonzerne machte.

Modelle aus dem Portfolio zu nehmen oder erst gar nicht anzubieten liegt fast immer ausschließlich daran, dass die verkaufte oder erwartete Stückzahl nicht ausreicht um kostendeckend zu produzieren. Das ist ein Grundbaustein für eine solide Unternehmensführung. Und da muss ein Unternehmen wie Hobby eher sogar vorsichtiger sein, als die ganz großen mit ihren Mischkalkulationen. Prozentual mag die Marge eventuell noch gleich der großen Wohnmobile sein, aber rein in Ertrag gerechnet ist der tatsächliche Nettogewinn an einem solchen Fahrzeug durch den ruinösen Wettbewerb doch eher sehr gering. Als eigenständiges Unternehmen also schon sehr genau aufpassen, in welche Entwicklungen man sein Geld steckt. Logischerweise werden das bei Hobby die Modelle sein, die einfach mehr Ertrag erwirtschaften.

Aber glauben Sie wirklich, dass das in den Konzernen mit unzähligen Finanz-Controllern auf der Suche nach maximalem Shareholder Value tatsächlich anders gehandhabt werden würde?

Hier von fehlerhaftem Marketing zu sprechen ist sehr fragwürdig, denn es ist ja hauptsächlich das Händlernetz, welches die Fahrzeuge an den Käufer bringt - nicht das Geschäft auf der Messe ist hier ausschlaggebend. Und bei dem hohen Marktanteil von Hobby kann das Marketing an sich, aber auch der Vertrieb mit den Partnern auch gar nicht so falsch sein.

Ich persönlich mag die aktuelle Palette bei Hobby auch nicht unbedingt in jeder Form und Größe, sehe es generell aber doch eher positiv nicht grundsätzlich mit dem Strom zu schwimmen. Hobby hat definitiv nicht mehr und nicht weniger Absatzprobleme als andere und ich sehe auch nicht, dass man hier etwas verschläft. Innovativ ist man doch auf jeden Fall. War man nicht gerade der erste Anbieter mit dem Slimline Kühlschrank, wurde deshalb mit dem Preis ausgestattet und hat sich mit dem Risiko als Vorreiter dann auch den Ärger eingeholt? Von Wegen, ein "alter Mann" an der Spitze würde hier Innovation und risikobehaftete Schritte verhindern. Das, Frau van Heide, ist unterstes Niveau...

Das Innenraumdesign der aktuellen Hobby Modelle mit dem Charme der Räumlichkeiten eines Bestattungsunternehmen zu beschreiben, ist schon sehr happig und weit unter der Gürtellinie. Ich halte solche Aussagen übrigens für nichts anderes als Effekthascherei, um einen ansonsten schlecht vorbereiteten und dadurch inhaltlich eher faden Kommentar ein wenig aufzupeppen.

Die aktuelle Bürstner Linie, das Carthago Design, oder die Dethleffs Ausstattungen, etc gefallen mir persönlich übrigens noch weniger. Deswegen "verreiße" ich aber die Hersteller nicht mit beleidigenden Kommentaren.

Konkret zu Ihrem Beitrag der Kompaktklasse: Bei den Kastenwagen erkenne ich seit Jahren so gut wie keine großen innovative Schritte - alles irgendwie immer das gleiche... Unterscheidet sich im Wesentlichen auch nicht von meinem IVECO Turbo Daily von vor 20 Jahren. Da hatte ich bereits schon ein Schiffsbodendesign auf dem Fußboden und ein klappbares oberes Stockbett im Heck. Darunter eine super große Rundsitzgruppe zum "Rumlümmeln", welche man neuerdings als Loungebereich bezeichnen würde. Zusammen mit Ausbauten aus ganz hellem und mattem Birkenholzfunier. So ein Zufall aber auch......

Einen Kastenwagen nun einfach nur in leuchtend Orangemetallic zu lackieren, macht daraus nicht gleich ein trendiges Fahrzeug in tollem Design. Hilft aber vielleicht bei der Rettung aus der Luft, wenn man sich im sauerländischen Hochland mal verfahren hat....

Design ist und bleibt GsD immer eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wenn, wie Sie vorschlagen es tun zu müssen, alle Hersteller mit gleichen Farben, bei Auf- und Innenausbauten annähernd identisch sind, sich dann nur noch in Kleinigkeiten unterscheiden ........ was macht dann den einen in der großen Suppe zum Schluss zu dem Anbieter, den ich als Käufer unbedingt auswählen sollte?

Lounge-Design (oder wie man das auch immer nennen möchte) mit dazu überall hellen Farbtönen klingt ja super modisch, ist aber meistens auf lange Sicht auch eher ungemütlich. Viel schlimmer noch, es ist nicht zeitlos und nur dann interessant, wenn der Kunde genügend Finanzkraft hat um sich alle paar Jahre ein neues Fahrzeug mit neuem Design zu kaufen. Aber, wenn es dann so eintrifft, sind auch das Unternehmensziele, welche ich durchaus akzeptiere.

Das wird aber aus meiner Sicht aufgrund der Entwicklung der Brutto-/Nettoeinkommen wohl eher nicht der Fall sein. Besonders nicht bei jungen Familien(?) in den 30 bis 40er. Mag sein, dass diese Menschen aktuell eine Käuferschicht darstellen - generell aber unter demografischer Entwicklung eine eher rückgängige Zielgruppe sind.

Ein neues Design wird es auch bestimmt bei Hobby wieder geben, aber wahrscheinlich keines was dem generellen Mainstream entspricht, sondern eines, dass dann wie immer auch zuvor, einen Hobby wieder zu einem Hobby macht.

Vielleicht, liebe Frau van Heide, ist das ja genau dieses Alleinstellungsmerkmal, im Neudeutsch "USP", welches dem Unternehmen den Stellenwert am Markt gibt, den es aktuell einnimmt.


Olaf Süßmann

Olaf Süßmann 12. Oktober 2017, 16:06 Uhr
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