VW T7 Teaser VW
Erlkönig VW T7
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VW-Bus T7 (2021): Die neue California-Basis?

Volkswagen T7 (2021) Das Gesicht des neuen Bulli

Vom Volkswagen T7 ist bislang bekannt: Die siebte Version des Transporters soll auf dem MQB gebaut werden. Der Transporter wird 2021 Premiere feiern, promobil hat erste Fotos und Infos.

Volkswagen veröffentlicht ein erstes, offizielles Teaserbild der Front des T7. Auf dem Fahrzeuggesicht sind schmale Scheinwerfer im ID-Stil mit LED-Lichtbändern zu erkennen. Diese verlaufen über die gesamte Fahrzeugbreite. Mittig prangt das neue VW-Logo. Ansonsten bleibt der T7 seinen Genen treu: Der Aufbau ist kastig, funktionell und verfügt wieder über Schiebetüren.

Wie genau die Front aussieht, konnten wir zuletzt an einem ungetarnten T7-Erlkönigen erahnen, den unser Erlkönig-Fotograf entdeckte. Damals testete VW bereits fleißig den neuen Transporter. Der VW-Konzern verzichtet beim T7 auf eine Version mit einem reinen Elektro-Motor. Der Grund für den Wegfall der Elektro-Version ist die Basis des Fahrzeugs, die MQB-Plattform (Modularer Querbaukasten).

Wie viele andere Fahrzeuge des VW-Konzerns, beispielsweise auch der neue Caddy, wird der neue T7 ebenso darauf aufbauen. Diese Plattform-Strategie ermöglicht es, einfach und günstig verschiedene Karosserieformen und Antriebsvariationen herzustellen. Künftig wird der VW-Transporter mit konventionellen Antrieben und Plugin-Hybrid-Antriebssträngen ausgerüstet.

Verzicht auf E-Version

Bemerkenswert: Die Belegschaft von VW protestierte gegen den Verzicht auf die T7-E-Version. Sie fürchten wohl um die Zukunftsfähigkeit ihres Standorts. Kein Wunder, VW will vom T7 mit 25.000 Fahrzeugen nur relativ wenige Einheiten in fünf Jahren produzieren.

T6.1 weiterhin verfügbar

MIt der MQB-Plattform hat der T7 also eher eine Pkw-Basis, die zwar bestimmt komfortabel, aber weniger robust sein wird. Beispielsweise wird der MQB nicht so eine hohe Nutzlast zur Verfügung stellen, wie sie gewerblich genutzte Fahrzeuge in der Regel benötigen. Als klassisches Nutzfahrzeug bleibt deshalb der T6.1 weiterhin verfügbar, auch nach dem Marktstart des T7.

Erlkönig-Sichtung 2020 zeigt Veränderungen

Bereits bei Prototypen-Sichtungen des VW T7 in den vergangenen Jahren waren deutliche Unterschiede sowohl in der Technik als auch in der Optik im Vergleich zum Vorgängermodell zu erkennen: Eine längere Motorhaube, größere Überhänge und die zurückversetzte Fahrgastkabine stechen bei der neuen Bulli-Version sofort ins Auge.

Zumindest für die längere Haube gibt es direkt eine Erklärung: Für die Batterien (48-Volt-Bordnetz) und die technischen Voraussetzungen der Assistenzsysteme sind zusätzliche Nebenaggregate notwendig. Diese müssen notgedrungen im Motorraum untergebracht werden.

Optisch sind jedoch auch viele Dinge beim VW gleich geblieben: Schiebetüren sorgen beim kastigen VW T7 für einen funktionalen Zugang. Die Front erhält neuartige, schmale Scheinwerfer mit LED-Lichtbändern. Wie üblich wird das VW-Logo am Grill befestigt, der in neuem Glanz erstrahlt.

Erlkönig VW Bus T7
Stefan Baldauf
Neue Heckleuchten, veränderte A-Säule - es gibt kleine aber feine Unterschiede zwischen T6 und T7.

ExpertInnen entdecken jedoch sofort, dass die A-Säule mit Dreiecksfenster breiter ist und das Dach leicht abfällt. Dieses endet in einem verhältnismäßig großen Heckspoiler. Auch dort sind einige Anpassungen ersichtlich, auch wenn es durch die Tarnung teilweise nur schwer zu sehen ist.

Senkrecht ausgeführt sind nun die Heckleuchten, die bis in die Seiten hineinragen. Eine zusätzliche Schiebetür steht auch bei dieser Version scheinbar wieder als Option zur Verfügung. Die umfassenden Veränderungen führen dazu, dass der VW T7 immer mehr einem Pkw ähnelt und so nicht nur für den Campingurlaub, sondern auch im Alltag ein treuer Begleiter werden könnte.

Technische Fortschritte in der T-Familie

VW T6.1 California Beach Camper (2020)
Stephan Lindloff
Hier zu sehen: Der VW T6.1 California Beach mit Aufstelldach.

Die T6-Generation hat sich gegenüber dem Vorgänger T5 nicht dramatisch geändert: Optisch wirkt der T6 wie ein Facelift des T5, technisch bekam der T6 einen verbesserten, sparsameren Motor mit Start-Stopp-Funktion und Assistenz-Systeme aus der Pkw-Entwicklung.

Die neueste Update-Version des T6.1 erhielt bereits zahlreiche neue Assistenten und eine Elektro-Variante mit 400 km Reichweite. Doch auch mit dem T7 steht keine komplette Neuentwicklung an. Die MQB-Plattform liefert ein 48-Volt-Bordnetz, die Möglichkeit zum Update der Elektronik und einen modularen Infotainmentbaukasten – alles Dinge, die für Vernetzung und Komfort sprechen, aber nicht für technische Revolutionen.

Das Zeitalter der Elektro-Bullis wird erst mit dem Volkswagen I.D. Buzz anbrechen. Die erste Studie unter diesem Namen wurde bereits Anfang 2017 vorgestellt.

VW I.D. Buzz Cargo (2018)
VWN
Volkswagen präsentierte Ende 2018 auf der Los Angeles Auto Show in den USA erstmals eine Cargo-Version des I.D. Buzz

Die I.D.-Buzz-Studie, die nicht nur elektrisch, sondern auch autonom fahren kann, soll erst im Jahr 2022 auf den Markt kommen. Die I.D.-Modellfamilie basiert auf dem Modularen Elektrobaukasten (MEB). Bei diesem E-Baukaten ist allerdings noch nicht klar, ob er von Anfang an auch für die Lasten von Transportern oder Campingmobilen entwickelt wurde.

VW-Plattformstrategie und Camping-Eignung

Bei konventionellen Fahrzeugen verfolgt VW schon lange die Strategie: eine Basis, viele Fahrzeuge. Im Hinblick auf effiziente Massenproduktion und Kostendruck, ist die Plattformstrategie von Volkswagen Pflicht. Der MQB ist also produktionstechnisch clever, aber bringt keine dramatischen Fortschritte. Für einen Campingbus, der weite Strecken am Stück bewältigen können sollte, wäre aber der Elektroantrieb (derzeit) wahrscheinlich ohnehin (noch) nicht erste Wahl.

Das alleine würde für den T7 als Verbrenner mit Plugin-Hybrid-Option als neue Basis für den VW California sprechen. Die Nutzlast wiederum dafür, dass die Version T6.1 Basis für den Campingbus bleibt. Wir bleiben gespannt, für welche Basis sich VW für den California entscheidet und halten Sie hier auf dem Laufenden.

Fazit

Trotz vieler Anpassungen wird sich der neue VW T7 sicherlich schwertun. Als Campingbus ist die Zuladung zu gering, weshalb WohnmobilistInnen wohl eher auf den 6.1 zurückgreifen werden, der durch größere Kapazitäten überzeugt. Ein anderes Problem bleibt die Elektromobilität. Der Wunsch nach einem mit Strom angetriebenen Campingbus mit ordentlich Reichweite bleibt unerfüllt.

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