Erlkönig VW T7 Multivan Stefan Baldauf
Erlkönig VW T7 Multivan
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Erlkönig VW T7 Multivan 35 Bilder

VW-Bus T7 (2020) - Infos zum neuen Bulli

T7-Erlkönig in Tarn-Outfit gesichtet!

Zum Volkswagen T7 war bislang nur eines sicher: Die siebte Version des Transporters soll 2020 vorgestellt werden, und zum Modelljahr 2021 auf den Markt gehen. promobil hat die ersten Infos zur Plattform des neuen T-Modells.

Wir haben einen weiteren T7-Erlkönig auf der Straße gesichtet: Offenbar testet VW bereits fleißig den neuen Transporter. Dabei sind deutliche Unterschiede sowohl in der Technik als auch in der Optik zu erkennen: Eine längere Motorhaube, größere Überhänge und die zurückversetzte Fahrgastkabine stechen bei der neuen Bulli-Version sofort ins Auge. Zumindest für die längere Haube gibt es direkt eine Erklärung: Für die Batterien (48-Volt-Bordnetz) und die technischen Voraussetzungen der Assistenzsysteme sind zusätzliche Nebenaggregate notwendig. Diese müssen notgedrungen im Motorraum untergebracht werden.

Optisch sind jedoch auch viele Dinge beim VW gleich geblieben: Schiebetüren sorgen beim kastigen VW T7 für einen funktionalen Zugang. Die Front erhält neuartige, schmale Scheinwerfer mit LED-Lichtbändern. Wie üblich wird das VW-Logo am Grill befestigt, der in neuem Glanz erstrahlt.

Erlkönig VW Bus T7
Stefan Baldauf
Neue Heckleuchten, veränderte A-Säule - es gibt kleine aber feine Unterschiede zwischen T6 und T7.

Experten entdecken jedoch sofort, dass die A-Säule mit Dreiecksfenster breiter ist und das Dach leicht abfällt. Dieses endet in einem verhältnismäßig großen Heckspoiler. Auch dort sind einige Anpassungen ersichtlich, auch wenn es durch die Tarnung teilweise nur schwer zu sehen ist. Senkrecht ausgeführt sind nun die Heckleuchten, die bis in die Seiten hineinragen. Eine zusätzliche Schiebetür steht auch bei dieser Version scheinbar wieder als Option zur Verfügung. Die umfassenden Veränderungen führen dazu, dass der VW T7 immer mehr einem Pkw ähnelt und so nicht nur für den Campingurlaub, sondern auch im Alltag ein treuer Begleiter werden könnte.

Wie viele andere Fahrzeuge vom VW-Konzern wird auch der neue T7 auf der MQB-Plattform (Modularer Querbaukasten) gebaut. Dadurch wird nicht nur eine elektrisch betriebene Hinterachse, sondern auch eine Allrad-Option ermöglicht. Nähere Infos dazu gibt's in unseren Ausführungen weiter unter zur VW-Plattformstrategie.

Erlkönig-Sichtung im März 2019

Erlkönig VW T7
Stefan Baldauf
An der Front zu erkennen: Der T7 kommt mit Arteon-Grill.

Geschickt getarnt fährt dieser VW-T7-Bus seine Testrunden: Normalerweise erkennt man Erlkönige am Tarnfolienmuster. Der neue VW-Transporter versucht ganz unauffällig unter dem Radar zu fliegen – und zwar unter dem Deckmäntelchen eines unscheinbaren Transporters, der fast wie ein T6 wirkt. Aber nur fast. Wenn die weiße Transporterkarosserie der Schafspelz ist, zeigt der Wolf(sburger) beim Kühlergrill seine neuen Zähne. Diese Front kennt man bereits aus dem Mittelklasse-Pkw VW Arteon.

Apropos Wolf: Wie böse ist der neue T7? Im Hinblick auf Abgas-Diskussion und Diesel-Fahrverbote sollte man meinen, dass Volkswagen nichts anders übrig zu bleiben scheint, als sich bei der Weiterentwicklung des Transporter neue Antriebs-Lösungen einfallen zu lassen. Dafür spricht auch das Haupteinsatz-Terrain des Vans: Die Erben des Bullis werden nicht nur als Camper und Familienbus genutzt, sondern vor allem als Lieferfahrzeuge und Handwerkerwagen in Städten. Und genau dort drohen vor allem Dieselfahrzeugen eingeschränkte Fahrzonen. All das spricht für den Elektroantrieb.

Verzicht auf E-Version

Allerdings hat VW Nutzfahrzeuge verkündet, dass es den T7 nur mit Verbrenner-Motoren geben – und zusätzlich mit Plugin-Hybrid-Antriebssträngen ausgerüstet wird. Eine reine E-Version soll die siebte Version des Bullis nicht auf den Markt gehen. Bemerkenswert: Die Belegschaft von VW protestierte gegen diesen Entscheidung auf einer Betriebsversamlung. Sie fürchtet wohl um die Zukunftsfähigkeit ihres Standorts. Kein Wunder, VW will vom T7 mit 25.000 Fahrzeugen nur relativ weinge Einheiten produzieren. Dafür könnte aber zur Kompensation die Hybrid-Produktion ausgeweitet werden.

Die kleine Stückzahl und die Entscheidung gegen die E-Version von T7 rührt übrigens daher, dass die neue Generation auf der Plattform MQB produziert wird (Modularer Querbaukasten). Darauf lassen sich einfach und günstig verschiedene Karosserieformen und Antriebsvariationen herstellen. Beispielsweise werden darauf auch die neuen Generationen des VW Caddy und VW Sharan aufgebaut.

Der T7 hat also eher eine Pkw-Basis, die zwar bestimmt recht komfortabel, aber weniger robust sein wird. Beispielsweise wird der MQB nicht so eine hohe Nutzlast zur Verfügung stellen, wie sie gewerblich genutzte Fahrzeuge in der Regel benötigen. Als klassisches Nutzfahrzeug bleibt deshalb der T6.1 weiterhin verfügbar, auch nach dem Marktstart des T7.

Technische Fortschritte in der T-Familie

VW T 6.1 Facelift
Neuheiten

Die aktuelle Generation T6 hat sich gegenüber dem Vorgänger T5 nicht dramatisch geändert: Optisch wirkt der T6 wie ein Facelift des T5, technisch bekam der T6 einen verbesserten, sparsameren Motor mit Start-Stopp-Funktion und Assistenz-Systeme aus der Pkw-Entwicklung. Die neueste Update-Version des T6.1 erhielt bereits zahlreiche neue Assistenten und eine Elektro-Variante mit 400 km Reichweite. Doch auch mit dem T7 steht keine komplette Neuentwicklung an. Die MQB-Plattform liefert ein 48-Volt-Bordnetz, die Möglichkeit zum Update der Elektronik und einen modularen Infotainmentbaukasten – alles Dinge, die für Vernetzung und Komfort sprechen, aber nicht für technische Revolutionen.

Das Zeitalter der Elektro-Bullis wird erst mit dem Volkswagen I.D. Buzz anbrechen. Die erste Studie unter diesem Namen wurde bereits Anfang 2017 vorgestellt.

VW I.D. Buzz Cargo (2018)
Neuheiten

Die I.D.-Buzz-Studie, die nicht nur elektrisch, sondern auch autonom fahren kann, soll erst im Jahr 2022 auf den Markt kommen. Die I.D.-Modellfamilie basiert auf dem Modularen Elektrobaukasten (MEB). Bei diesem E-Baukaten ist allerdings noch nicht klar, ob er von Anfang an auch für die Lasten von Transportern oder Campingmobilen entwickelt wurde. Das erste Modell der Elektro-Familie, der kompakte I.D., kommt bereits 2019 auf den Markt, aber von der Weiterentwicklung des MEB für Nutzfahrzeuge ist bislang nichts bekannt.

Die VW-Plattformstrategie und Camping-Eignung

Bei konventionellen Fahrzeugen verfolgt VW schon lange die Strategie: Eine Basis, viele Fahrzeuge. Im Hinblick auf effiziente Massenproduktion und Kostendruck, ist die Plattformstrategie von Volkswagen Pflicht. Der MQB ist also produktionstechnisch clever, aber bringt keine dramatischen Fortschritte. Für einen Campingbus, der weite Strecken am Stück bewältigen können sollte, wäre aber der Elektroantrieb (derzeit) wahrscheinlich ohnehin (noch) nicht erste Wahl.

Das alleine würde für den T7 als Verbrenner mit Plugin-Hybrid-Option als neue Basis für den VW California sprechen. Die Nutzlast wiederum dafür, dass die Version T6.1 Basis für den Campingbus bleibt. Wir können gespannt bleiben, für welche Basis sich VW für den California entscheidet. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden.

Fazit

Trotz vieler Anpassungen wird sich der neue VW T7 sicherlich schwertun. Als Campingbus ist die Zuladung zu gering, weshalb Wohnmobilisten wohl eher auf den 6.1 zurückgreifen werden, der durch größere Kapazitäten überzeugt. Ein anderes Problem bleibt die Elektromobilität. Der Wunsch nach einem mit Strom angetriebenen Campingbus bleibt unerfüllt. VW hat es schlichtweg verpasst, den neuen T7 als Elektro-Variante anzubieten. Diese ist erst für 2022 angekündigt.

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