9/2020, Citroen e-Jumper Citroen

Citroën ë-Jumper (2020)

Elektrischer Kastenwagen in vier Varianten

Der Markt der elektrischen Nutzfahrzeuge wächst um ein weiteres Modell: Citroën stellt seinen Jumper als elektrische Variante mit dem Namenszusatz ë vor: Alle Infos über den Citroën ë-Jumper.

Immer mehr Hersteller von Nutzfahrzeugen entdecken den Markt der elektrischen Fahrzeuge für sich: Nach Fiat stellt nun auch der Kooperationspartner PSA den Citroën ë-Jumper vor. Im Vergleich zum bereits vorgestellten ë-Jumpy ist die elektrische Version des Jumpers eine größere Kastenwagen-Variante, die für Kurz- und Mittelstrecke genutzt werden kann.

Gemeinschaftsprodukt mit eigener Antriebstechnik

Zwar handelt es sich beim Citroën ë-Jumper wieder um ein Gemeinschaftsprodukt von PSA und Fiat Ducato, jedoch unterschieden sich der Citroën ë-Jumper und der elektrische Fiat Ducato, der bereits vor einiger Zeit vorgestellt wurde, in ihrer Antriebstechnik. Doch das ist insoweit keine Überraschung, da auch bei den Verbrennermodellen mit Dieselmotor auf unterschiedliche Techniken gesetzt werden.

Zur Kooperation gehören jedoch nicht nur Citroën und Fiat, sondern auch der Hersteller Peugeot. Der dritte im Bunde nutzt für seinen Boxer die gleiche Basis wie Fiat und Citroën, hat bislang jedoch noch keine elektrische Version seines Kastenwagens vorgestellt. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass darauf nicht mehr allzu lange gewartet werden muss.

Maximal 340 Kilometer Reichweite

Beim Citroën ë-Jumper hat der stärkste Elektromotor 96 kW / 120 PS Power – das maximale Drehmoment liegt bei 260 Nm. Dabei sollen zwei unterschiedliche Akkugrößen zur Wahl stehen: Zum einen die 37 kWh große Lithium-Ionen-Batterie mit einer Reichweite von bis zu 200 Kilometern, zum anderen eine Variante mit 70 kWh Speicherkapazität, die eine Reichweite von maximal 340 Kilometern ermöglichen soll. Das sind 20 Kilometer Reichweite weniger als Fiat bei seiner E-Ducato-Version verspricht.

Insgesamt vier Modelle des ë-Jumper bietet Citroën an: Einmal die kurze Version mit dem Namen L1, die nur mit dem 37 kWh großen Akku erhältlich ist. Das etwas längere Modell L2 ist das einzige, bei dem der Kunde die Wahl zwischen beiden Akku-Varianten hat. Die Modelle L3 und L4 haben längere Radstände und Aufbauten, weshalb sie nur mit der größeren Batterie mit 70 kWh verfügbar sind.

80 Prozent in einer Stunde

Ein spannendes Thema bei elektrifizierten Fahrzeugen ist auch die Ladung: Der Citroën ë-Jumper soll nach Herstellerangaben mit bis zu 22 kW an einer Ladesäule oder Wallbox Strom speichern. Dafür ist serienmäßig ein acht Meter langes Kabel mit an Bord. Am Schnelllader wird der Ladeprozess um einiges beschleunigt: Über CCS soll der ë-Jumper eine Ladeleistung von maximal 50 kW schaffen: Innerhalb einer Stunde lädt sich der Akku um 80 Prozent auf.

Wer sich nun am liebsten direkt einen Citroën ë-Jumper kaufen möchte, muss noch etwas Geduld haben: Ein Termin für den Verkaufsstart und die Preise der einzelnen Modelle wurden vom Hersteller noch nicht bekannt gegeben.

Fazit

In der Campingbranche sind Fiat oder auch Citroën mit dem Jumper eine feste Größe bei den Basisfahrzeugen. Die Produkterweiterung um eine E-Version ist der nächste logische Schritt für den Nutzfahrzeughersteller. Bei einer maximalen Reichweite von 340 Kilometern ist es allerdings schwer vorzustellbar, dass die Basis als reine E-Version für Reisemobilisten eine echte Wahl ist.

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