Fiat Scudo (2004)

Basisfahrzeuge: Frühling bei Fiat

Wenn Fiat, der Basisfahrzeugfabrikant Nummer eins, an seinen Transportern feilt, ist Aufmerksamkeit geboten – jetzt kommt der neue Scudo.

Mit viereinhalb Meter Länge spielt der Fiat Scudo die Rolle des Trendsetters in der Nische zwischen Stadtlieferwagen und Transporter. Mit Ford Connect und VW Caddy wachsen neue Wettbewerber nach, was den Scudo mit seinen Derivaten bis hin zum Fahrgestell wieder ins Blickfeld rückt. Hinschauen lohnt: Der Scudo trägt ein neues Gesicht mit markantem Grill im Stil der aktuellen Transporter-Generation des Hauses.

Über die Motorhaube ziehen sich zwei schräge Stirnfalten, die Klarglas-Scheinwerfer blicken aufgeweckt. Unter der Motorhaube des 2,5-Tonners mit rund 800 bis 900 Kilogramm Nutzlast arbeitet als Spitzenmotor jetzt ein 16-Ventiler mit zwei Liter Hubraum, unverändert 80 kW (109 PS) Leistung, aber jetzt 270 Nm Drehmoment und einer recht sympathischen Leistungsentfaltung. Die Maschine zieht bullig schon aus niedrigen Drehzahlen. Für die entsprechende Verzögerung hat Fiat gesorgt: Große innenbelüftete Scheibenbremsen aus dem aktuellen Van Ulysse kommen jetzt zum Einsatz. Auch sonst hat sich viel getan: Die Sitze sind größer und angenehm straff gepolstert, die Geräusche wirkungsvoller gedämmt – der Scudo ist auf seine alten Tage – der Nachfolger startet in zwei Jahren – richtig kultiviert geworden. Zum gleichen Zeitpunkt steht auch der Nachfolger des Fiat Ducato ins Haus. Ihm spendiert Fiat auf seine alten Tage eine neue Top-Motorisierung, mit der Reisemobilkäufer zur kommenden Saison rechnen können: 107 kW (146 PS) aus unverändert 2,8 Liter Hubraum sind dann für einen Mehrpreis von 1400 Euro das Maß der Dinge.

Die neue Leistungsstufe ist bereits aus dem Iveco Daily bestens bekannt. Fiat erreicht die Steigerung der Leistung per Turbolader mit variabler Turbinengeometrie. Parallel zur Leistung steigt das maximale Drehmoment auf 310 Nm bei niedrigen 1500 Touren. Der dezente Drehmomentzuwachs soll vermutlich das Getriebe schonen, verbessert jedoch gleichzeitig die Fahrbarkeit des fünften Gangs in langer Übersetzung. Doch was heißt hier eigentlich Fiat? Alle Änderungen fahren wie immer auch unter den Schriftzügen der Kooperationspartner Peugeot und Citroën vor. Auch dort setzt bereits der Transporter-Frühling ein.

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