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Der neue Carthago Chic C-Line I 4.9 im Test

In neuem Gewand

Premiere: Carthago Chic C-Line Foto: Hersteller 8 Bilder

Zehn Jahre nach der Erstvorstellung war ein neues Gesicht fällig. Mit einem eindrucksvollen Kühlergrill blickt der Carthago Chic C-Line optimistisch in die Zukunft. promobil hat ihn getestet.

Markante Kühlergrills liegen im Trend – nicht nur bei hochwertigen Limousinen und Sportwagen, sondern auch bei integrierten Reisemobilen. Den neuen Bug des Carthago Chic C-Line prägt ein stattlicher Lufteinlass mit dicken, senkrechten Streben. Anders als beim Vorgänger wird hier die Vertikale betont.

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Dabei bleibt die rundliche Grundform der Front erhalten mit den stilbildenden, grau abgesetzten A-Säulen. Die Ur-Gene der in den letzten zehn Jahren seit der ersten Vorstellung stark gewachsenen Chic-I-Familie prägen sich auch in der Folgegeneration sichtbar aus.

Der Chic bleibt als Chic erkennbar, auch wenn die nahezu identischen Scheinwerferelemente nun zu neuen, klarer nach vorn blickenden Augen arrangiert wurden. Weniger graue Flächen als zuletzt, die dabei umso markanter akzentuiert sind und den selbstbewussten Auftritt prägen. Bei der Neugestaltung der Frontmaske wurden aber nicht nur optische Gesichtspunkte berücksichtigt. Die bekannt gute Übersichtlichkeit, die sich insbesondere durch einen großzügigen Blickwinkel vor den Fahrzeugbug auszeichnet, blieb unangetastet. Ebenso wurden die gute Rücksicht vermittelnden Außenspiegel übernommen. Gearbeitet hat man dagegen am größten Manko des Vorgängers in puncto Rundumsicht: Eine um neun Zentimeter höhere Frontscheibe soll den Blickwinkel nach schräg oben spürbar erweitern, wichtig etwa, wenn man vor einer Ampel wartet.

Dennoch verspricht das nun höher eingebaute Hubbett, nichts von seinem Komfort und seinen Abmessungen von immerhin 1,95 mal 1,60 Meter eingebüßt zu haben.

Gleiches gilt auch für die Aufbaukonstruktion aus Sandwich-Platten mit Alu außen wie innen und RTM-Schaum-Isolierung. Dach und Boden hüllen sich in hagel- und verrottungsresistentes GfK. Auf den Alko-Tiefrahmen am Fiat-Chassis wird als erstes ein rund 15 Zentimeter hoher Doppelboden aufgebaut, der sich um die Unterbringung der Tanks und Installationen kümmert.

Im Gegensatz zum neuen Gesicht ändert sich am Ausbaustil, der bereits in den letzten Jahren Schritt für Schritt aufgefrischt wurde, nichts Grundsätzliches. Dennoch wird der Wohnraum am Abend in neuem Licht erscheinen. Grund sind neue LED-Bänder, die unten am Hubbett und hinten an der Heckwand, in Sitzgruppe und Schlafzimmer dezente, aber dennoch markante Akzente setzen. Schick und praktisch ist zudem das neue, beleuchtete Flaschenfach in der Seitenwange der Querbank.

Drei der kürzeren Grundrisse entfallen aus dem C-Line-Programm. Mit acht Modellen bleibt die Auswahl aber weiterhin breit. Ab rund 85.000 Euro ist man beim günstigsten Modell, dem I 4.2, dabei.

Die Baureihe des Carthago Chic C-Line I 4.9 im Überblick

Preis: ab 87.990 Euro
Basis: Fiat Ducato, Alko-Tiefrahmen, Frontantrieb, 96 kW/130 PS
Gesamtgewicht: 3500 kg
Länge/Breite/Höhe: 7400/2370/2890 mm
Empfohlene Personenzahl: 2–4
Baureihe: Die Modellauswahl beim neuen Chic C-Line wird etwas kleiner. 3.7, 3.8 und 4.3 entfallen. Der I 4.2 für rund 85.000 Euro markiert nun den Einstieg.

Info: Telefon 07525/9 2000, www.carthago.com

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