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Camping im Hochdachkombi

Vom Ausbau übers Heckzelt bis zum Dachzelt

Reimo VW Caddy Maxi Camp (2017) Foto: Sophia Pfisterer 25 Bilder

Für einen spontanen Campingtrip oder eine unauffällige Übernachtung in der Stadt sind sie perfekt: zu Campern umfunktionierte Hochdachkombis. promobil zeigt, welche Firmen solche Mini-Camper im Angebot haben.

In einem Campervan auf Volkwagen-T6-Basis oder Mercedes-Vito-Basis wird es ja schon recht kuschelig. Viel Platz hat es nicht und stehen kann man auch nicht in allen Bussen. Allerdings sind Campervans noch nicht die kleinsten Fahrzeuge, in denen man schlafen und wohnen kann. Noch eine Nummer kleiner wird es in Hochdachkombis als Campingfahrzeug. Modelle wie der VW Caddy, Ford Tourneo, Renault Kangoo, Citroën Berlingo oder Fiat Doblo können auch mit Betten und Möbeln zum Camper ausgebaut werden.

Wir zeigen die verschiedenen Möglichkeiten, wie der alltagserprobte Kombi sich in ein Urlaubsfahrzeug verwandelt: Mit Campingoption direkt ab Werk oder mittels nachrüstbarer Möbel und Zelte.

Der Kombi als reisefertiger Camper

Reimo VW Caddy Maxi Camp (2017) Foto: Sophia Pfisterer
Reimo VW Caddy Maxi Camp mit Aufstelldach und Möbelzeile.

Bestes Beispiel ist der VW Caddy Maxi Camp von Reimo. Der Spezialist in Sachen Campingbusse verpasst dem Caddy sogar ein Aufstelldach und sorgt so für noch mehr Platz in dem Hochdachkombi. Im Dach ensteht so eine Liegefläche von 195 x 93 Zentimetern, etwas größer ist das zweite Bett über den Möbeln mit den Maßen 200 x 113 Zentimetern – so können bis zu drei Personen hier übernachten. Tagsüber können bis zu fünf Personen im Caddy mitfahren, der Camperausbau kann dabei einfach an Bord bleiben. Im Heck kommt auf der Beifahrerseite die Möbelzeile inklusive Spülbecken, Gaskocher und Kühlbox unter. Sitzflächen und ein Tisch, können bei Bedarf ausgeklappt und aufgebaut werden. Das einzige, was also zu einem vollwertigen Wohnmobil fehlt, ist das Bad.

Des weiteren bietet die Firma Reimo auch Möbelmodule für weitere Hochdachkomis an. Auf der Hersteller-Website findet man eine Übersicht mit den möglichen Basisfahrzeugen. Aufgebaut auf einer Bodenplatte, kommt im Kofferraum des Fahrzeugs ein Küchen-Modul mit Auszug unter, Stauboxen mit Sitzpolstern und ein Bett mit Lattenrost. Die Küche nutzt man draußen bei geöffneter Heckklappe oder ausgebaut im Freien.

Die Firma Flexcamper baut ebenfalls Hochdachkombis zu Mini-Campern aus. Aus einem Fiat Fiorino hat die Firma mit Möbelmodulen einen Single-Camper gebaut.

Flexcamper Mini-Wohnmobil
Hochdachkombi als Camper

Bei den Möbelmodulen handelt es sich um einen Ein-Flamm-Edelstahlkocher, Wasser- und Abwasserkanister, Spülbecken, eine 7-Liter-Kühlbox und Sitzbank, die sich zum Bett umbauen lässt sowie einen Tisch und eine Camping-Toilette Porta Potti Qube 335. Die Liegefläche des Bettes beträgt 180 x 70 Zentimeter. Als Basisfahrzeug muss nicht der Fiat Fiorino genutzt werden, auch ein VW Caddy, Renault Kangoo oder ähnliches sind möglich. Der Komplettausbau eines Gebrauchtfahrzeugs kostet 5.620 Euro. Die Möbelmodule kann man bei Flexcamper auch einzeln erwerben.

Möbelmodule für Hochdachkombis

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Anbieter von Möbelmodulen für Hochdachkombis und Kleintransporter. Eine Übersicht über bekannte Hersteller finden Sie hier. Einige Firmen bauen Möbelmodule ausschließlich für Hochdachkombis.

Smart Camper Möbelmodul Foto: Smart Camper
Möbelmodul für Hochdachkombis von Smart Camper.

Smart Camper ist so ein Fall. Das Grundmodul kostet 1700 Euro und enthält einen Gaskocher, eine Bambusarbeitsfläche, eine Wasserpumpe sowie Frisch- und Abwasserkanister, einen Duschschlauch und zwei große Stauschubladen. Es ist zwischen 42 bis 52 Zentimeter hoch. Optional dazu bestellen kann man das Bettenmodul für 480 Euro, eine Matratze für 190 bis 260 Euro, eine weitere Schublade für 150 Euro und einen Trolley für 235 Euro. smart-camper.de

Bei Highcamper gibt es Möbelmodule, die Hochdachkombis in Camper für Singles und für Paare verwandeln. Das Grundmodul ist die Sitzliege für eine Person. Tagsüber kann man hier an seinem Klapptisch sitzen. Desweiteren gibt es einen Universalschrank für den Heckbereich des Fahrzeugs. Bei zwei Personen, wird nachts einfach ein weiteres Polster ausgeklappt. highcamper.de

Wohnraum vergrößern mit Heckzelt

Heckzelte Foto: Ingo Wagner
Das Vaude Heckzelt ist selbststehend und windsicher.

Da viele Küchenmodule nur von draußen zu benutzen sind, erweitern Heckzelte für Hochdachkombis den Wohnraum und schützen beim Kochen vor Regen. Bei Reimo gibt es ein Heckklappenzelt, das mit angenähten Gurten unter der Heckklappe montiert wird und mit Klettverbindungen und Abdichtung an der Karosserie befestigt wird. Die Rückwand fungiert als Tür oder Sonnensegel.

Von Vaude gibt es ein großes Heckzelt für Hochdachkombis inklusive Fenster. Es ist selbststehend, so kann man bei Bedarf mit dem Fahrzeug tagsüber einen Ausflug machen und das Zelt bleibt auf dem Platz stehen. Eine zusätzliche Sturmabspannung soll dafür sorgen, dass das Heckzelt auch bei Wind stabil steht.

Dachzelte für Hochdachkombis

Toyota Pro Ace Ququq ARB Foto: Andreas Becker
Über eine Leiter geht's ins Dachzelt.

Eine weitere Möglichkeit aus einem Hochdachkombi einen Camper zu machen, sind Dachzelte. Diese Zelte werden einfach auf dem Dach befestigt, am Zielort ausgeklappt und schon hat man einen Schlafplatz. Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen und verschiedenen Größen.

Da sind einmal die Hartschalen-Parallelhubdachzelte, die mittels einer Kurbel aufgeklappt werden. Es entsteht ein Quaderförmiger Innenraum für zwei Personen. Beispiel für ein solches Dachzelt ist das Maggiolina Airlander, das dank gewichtssparender Konstruktion auch auf kleinere PKW passt.

Eine weitere Form sind die Hartschalen-Klappdachzelte. Ähnlich wie bei einem Aufstelldach, wird das Klappdachzelt keilförmig geöffnet und mithilfe von Gasdruckfedern in Position gehalten. Vorteil bei dieser Form ist, dass nur eine Seite anfällig für Wind ist, da die andere Seite von der Hartschale geschützt wird. Ein Beispiel für diese Art von Dachzelt sind die Columbus Variant oder Carbon Fiber Modelle.

Am meisten Platz bieten Klappdachzelte, die über die Breite des Fahrzeugs aufgeklappt werden. Wie die Zelte von Overland. Mithilfe der integrierten Leiter werden Klappzelte in einem Bogen ausgeklappt und sehen dann aus wie ein klassisches Zelt, das auf dem Dach eines Autos steht. Mit der Leiter kommt man durch den Boden ins Innere des Zelts. Dieser Zelt-Typ kommt ganz ohne Hartschale aus. In der Größe Medium passen sogar bis zu vier Personen in das Dachzelt.

Peugeot Rifter

Peugeot Rifter 4x4 Concept
Hochdachkombi zum Campen

Diese Verbindung von Hochdachkombi und Dachzelt hat auch ein Fahrzeug-Hersteller als ultimative Camping-Lösung erkannt. Anfang 2018 stellten Peugeot den neuen Rifter vor und mit ihm das Rifter 4x4 Concept. Im Ausstattungsumfang ist unter anderem ein Dachzelt von Overland enthalten. Außerdem ist das Fahrzeug mit einer Lichtleiste am Dach ausgestattet. Am Heck hängt ein E-Mountainbiker für Abenteuerlustige. Das Handschuhfach ist gekühlt und kann einige frische Lebensmittel lagern. Dank Dangel-Allradantrieb ist auch unwegsames Gelände für den Rifter kein Problem.

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