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Meinung: Bescheiden sein

Walter Dopfer vom EMHC kommentiert aktuelle Themen aus der Reisemobil-Szene für promobil.

30.03.2005

Viele Stellplätze haben wir in den vergangenen Jahren in Deutschland besucht. Häufig waren solche Plätze besonders beliebt, die keineswegs den diversen Empfehlungen bis hin zu einer luxuriösen „Minicampingplatz-Ausstattung" entsprachen. Was da von verschiedener Seite gefordert wird, geht häufig weit über das hinaus, was Reisemobilisten wirklich brauchen. Unnötige Investitionen und hohe Gebühren sind das Ergebnis.
Natürlich steuern wir gerne gut ausgestattete Reisemobilhäfen und für längere Aufenthalte auch entsprechende Campingplätze an. Auf der Reise benötigen wir mit unseren autarken Fahrzeugen jedoch nur wenig Service. Zunächst einmal reicht ein stadtnaher Parkplatz. Müllcontainer sollten vorhanden sein, Ver- und Entsorgung ist von Vorteil, aber nicht notwendig. Stromanschlüsse sind eine gute Sache, aber nicht nur am Beispiel Cuxhaven zeigt sich, dass ein Platz auch ohne Strom ganz ausgezeichnet besucht sein kann. In Maasholm und Büsum stehen wir auf Wiesen, stadt- und erlebnisnah, in Tölz und Haffkrug übernachten wir am Rande der Parkplätze.
Wir Reisemobilisten sollten unsere Ansprüche nicht zu hoch schrauben. Auch eine einfache Ausstattung genügt, wie ein Blick über die Grenze nach Italien lehrt: Alles ist recht einfach, aber eben doch ausreichend. Und abends promenierte dann die lokale Bevölkerung um uns herum, herzliche Kontakte entstanden, und wir konnten bei den Menschen Verständnis für unsere Philosophie des Reisens erwecken. Um neue Freunde zu gewinnen, braucht es keine Luxus-Stellplätze.

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