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Neue Studie von Knaus (2018)

Wohnmobil-Innovation mit Fibre-Frame-Technology

Knaus Studie Foto: Knaus 3 Bilder

Vom Wohnmobil-Hersteller Knaus sind Skizzen einer Campingbus-Neuheit aufgetaucht. Das Besondere daran: Der Kastenwagen hat Slide-outs und könnte aus der neuen Fibre-Frame-Technology gefertigt sein. Sieht so das Mobil der Zukunft aus?

Dieser Kasten(-wagen) kommt uns irgendwie bekannt vor. Die Form des auf der Skizze abgebildeten Fahrzeugs erinnert stark an den Knaus Deseo, der 2017 vorgestellt wurde. Der innovative Transport- und Wohncaravan Deseo wird wie der Kompaktcaravan Knaus Travelino mit der Fibre-Frame-Technologie gebaut. Einer laut Hersteller besonders leichten Bauweise, bei der geschäumte, mit Gelcoat versiegelte Formteile mittels Ultraschall miteinander verschweißt werden.

Was ist Fibre-Frame?

Knaus Travelino Magic Window Leichtbau-Caravan Knaus Travelino Fibre-Frame und Magic Window

Durch diese neue Technologie entsteht ein stabiler Rahmen, der anders geformt werden kann als übliche Wohnwagen und Wohnmobile. Beim Caravan-Bau werden so ganze 500 Kilogramm an Gewicht gespart. Die Seitenwände beim Knaus Travelino werden noch nach herkömmlicher Art aus Aluminium, Styropor und Sperrholz zusammengebaut und dann bündig im Fibre-Frame-Rahmen verklebt. Knaus kündigt jedoch an, dass künftig auch Wände eingesetzt werden können, in deren Schaumdämmungen Heizungs-, Wasser- und Stromleitung oder sogar fertige Möbelmodule integriert sind.

Schon bei der Präsentation des Travelino war klar, dass dieses Verfahren auch im Reisemobil-Bau eingesetzt werden soll. Die Bauweise von Deseo und Travelino kann wahrscheinlich am ehesten auf den Bau von Teilintegrierten und Integrierten übertragen werden.

Premiere Knaus Deseo 400 TR (2018)
Revolutionärer Wohn- und Transport-Caravan

Anders sieht das bei Campingbussen aus. Hier läuft die Prozedur normalerweise so ab: Fiat, VW, Mercedes oder andere stellen den leeren Kastenwagen mit Blechkarosserie. Der Wohnmobil-Hersteller baut darin die Fenster, Wasser- und Stromversorgung, Möbel und die gesamte Inneneinrichtung ein.

Einen ganz eigenen Rahmen für einen Campingbus zu bauen, wie auf der Skizze des Knaus-Mobils zu sehen, wäre eine echte Revolution. Doch scheint dies noch ferne Zukunftsmusik zu sein, da es eine völlig neue und komplizierte Art der Campingbus-Herstellung wäre.

Mögliche Vorteile des Fibre-Frame bei Wohnmobilen

Knaus Studie Foto: Knaus
Slide-Outs an Seiten- und Heckwand.

Konzentriert man sich auf die Details der Zeichnungen, werden andere interessante Dinge sichtbar, wie etwa die zwei Slide-Outs an Seiten- und Heckwand. Auch das soll der Fibre-Frame möglich machen, da er extrem stabil ist und so Durchbrüche an Stellen ermöglicht, die zuvor nur sehr schwer zu bewerkstelligen waren. Außerdem könnten Slide-Outs dann auch bei Fahrzeugen unter 3,5 Tonnen möglich sein, da bereits durch den leichteren Aufbau Gewicht gespart wird.

Durch die Gewichtseinsparung entsteht außerdem Platz für alternative Antriebe. Da Elektromotoren sehr schwer sind und die Reichweite nicht groß genug für Urlaubsfahrten ist (siehe Elektro-Transporter), würde sich eine Art Hybrid-Wohnmobil anbieten. Der Elektromotor würde dann mutmaßlich die Hinterachse antreiben, da die meisten Basisfahrzeuge Frontantrieb haben. So hätte man in bestimmten Situationen die Wahl zwischen Heckantrieb oder sogar Allradantrieb. Und wenn einem der Sprit einmal knapp wird, kann das Fahrzeug über kurze Strecken rein elektrisch betrieben werden.

promobil bleibt an dem Thema dran. Wir können gespannt sein, was Knaus auf der Jahrespressekonferenz im Juni an Neuheiten präsentieren wird.

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