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Klarheit im Feinstaub

Diskussionen um geplante Fahrverbote aufgrund hoher Feinstaubbelastung verunsichern weiterhin viele Reisemobilfahrer und -käufer. promobil klärt auf und beantwortet die am häufigsten gestellten Fragen.

Ab wann darf ich ohne Plakette nicht mehr in Umweltzonen fahren? Die ersten Fahrverbote sollten ursprünglich vom 1. Juli 2007 an in Stuttgart greifen. Dieser Zeitpunkt wurde nun zunächst auf den 1. Januar 2008 verschoben.

Welche Plakette erhält mein Fahrzeug? Das hängt von der Schlüsselnummer im Fahrzeugschein ab (siehe dazu auch promobil 3/2007).
Rot: 20, 21, 22, 33, 43, 53, 60, 61
Gelb: 34, 44, 54, 70, 71
Grün: 35, 45, 55, 80, 81, 83, 84, 90, 91
(Für Reisemobile mit mehr als 2,8 Tonnen zGG). Wichtig für Neufahrzeugkäufer: Alle aktuell angebotenen Modelle bekommen die grüne Plakette.

Was geschieht mit Fahrzeugen, die eine rote Plakette erhalten? Je nach Stadt dürfen diese befristet in die ausgewiesenen Umweltzonen fahren. Stuttgart macht für diese Fahrzeuge voraussichtlich am 1. 1. 2010 die Stadttore dicht. In anderen Städten können diese Fahrzeuge auch schon früher ein Fahrverbot erhalten.

Woran sehe ich, welche Fahrzeuge fahren dürfen? Unter dem Verkehrsschild Umweltzone zeigen Abbildungen der entsprechenden Plaketten an, wer draußen bleiben muss. Sind nur Gelb und Grün abgebildet, dürfen Fahrzeuge mit roter Plakette dort nicht mehr fahren.

Was passiert, wenn ich ohne oder mit falscher Plakette in der Umweltzone fahre? Sie müssen ein Bußgeld von 40 Euro zahlen und bekommen zusätzlich einen Punkt im Register in Flensburg.

Wie müssen sich ausländische Reisemobilisten verhalten? Auch für ausländische Fahrzeuge gelten die Fahrverbote. Die Besitzer haben jedoch die Möglichkeit, bei der Einreise nach Deutschland eine TÜV-, DEKRA- oder GTÜ-Station aufzusuchen und sich dort die ihrem Fahrzeug entsprechende Plakette zu kaufen.

Was ist mit deutschen Touristen, die in ausländische Städte fahren wollen? Derzeit gelten jeweils landesspezifische Regelungen. So dürfen beispielsweise in Italien Euro-0-Fahrzeuge in einigen Innenstädten zeitweise nicht mehr fahren.

Wie sieht es mit Nachrüstlösungen aus? Die Abgasspezialisten zögerten bislang, da es noch keine Rahmenbedingungen seitens des Gesetzgebers gab. Im Rahmen der „Dreißigsten Verordnung zur Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung" legte die Länderkammer im Mai nun die technischen Anforderungen an Partikelminderungssysteme für Nutzfahrzeuge fest und holte auch die technische Definition von so genannten „Partikelminderungsklassen" nach. Ob und wann die Hersteller Partikelfilter für Reisemobile anbieten, ist noch unklar. Die derzeit einzige Möglichkeit ist die Nachrüstung eines so genannten Oxidations-Katalysators für bestimmte Fahrzeuge (siehe promobil 5/2007).

Sind Ausnahmeregelungen in Sicht? Seit Bekanntwerden der Fahrverbotspläne fordert promobil eine Ausnahmeregelung für alle Reisemobile. Durch das vergleichsweise hohe Alter des Reisemobilbestands wäre diese Fahrzeuggruppe über Gebühr von den Fahrverboten betroffen, obwohl gerade mit älteren Mobilen nur geringe Jahres­kilometerleistungen erreicht werden. Bislang ist darüber ebenso wenig entschieden wie über Ausnahmen für Oldtimer. In der Diskussion sind außerdem spezielle Regelungen für Anwohner, die sonst weit entfernt parken müssten.

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