Report: Reisemobil-Schnäppchen
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Wohnmobil-Schnäppchen Orangecamp 1 Ein Alkovenmobil vom Discounter zum Niedrigpreis

Wie bitte, Orangecamp? Klingt merkwürdig, und Orange ist hier nichts außer dem grellen Auftritt. Man nennt sich „Nummer-1-Reisemobil-Discounter in Süddeutschland" und tritt entsprechend auf: aggressiv, geschäftstüchtig und billig.

Orangecamp firmiert als „Niederlassung Deutschland" in Weilheim/Teck der „European Mo­­torhome & Rental S.L." – aha. Aber wer guckt schon genauer hin, wenn auf der orangefarbenen Speisekarte Alkovenmobile und Teilintegrierte um 30.000 Euro stehen?

Flink geht’s hier zu, wenn jemand auf der Messe ein heftig angejahrtes Wohnmobil ohne Chance auf Plaketten aller Art in Zahlung geben will. So jemanden bittet man gleich an den Besprechungstisch. Mancher Händler edlerer Marken dreht da immer noch ab.

Die Wohnmobile der Handelsmarke kommen aus unterschiedlichen Quellen, da wären Therry-Reisemobile von Giottiline aus Italien oder ab 29.999 Euro die Serie Orangecamp-D. Dahinter verbergen sich Fahr-zeuge der Tochter Capron von Hymer und Dethleffs.

„Preishit" ist derzeit der Orangecamp 1 für 27.990 Euro. Kenner identifizieren das Alkovenmobil als Sharky aus der italienischen SEA-Gruppe. 5,9 Me­ter misst das Fahrzeug in der Länge. Sein Grundriss mit Seitensitzgruppe und gegenüberliegender Couch war einst sehr beliebt, gehört heute aber fast zu den Raritäten. Konsequenz der üppigen Sitzlandschaft ist eine kleine Küche, die sich das Heck mit Sanitärraum und Kleiderschrank teilt.

Es geht einfach zu an Bord, das betrifft die hellen Möbel, schlichte Beschläge und die simple Beleuchtung – nicht nur der Grundriss wirkt etwas in die Jahre gekommen. Doch angesichts des Preises verlieren derlei Eindrücke an Raum. Zumal für nur 1.000 Euro Zuschlag auch der ausladende, 6,4 Meter lange Orangecamp 2 mit Stockbett im Angebot steht.

Technische Daten werden bei Orangecamp klein geschrieben, doch das Aufsetzen der Lesebrille lohnt: So trägt in Serienausführung ein Ducato mit nur 3,0 Tonnen Gesamtgewicht sowohl Orangecamp 1 als auch Orangecamp 2. Zwar wird die „Zuladung" ohne genauere Definition jeweils mit mehr als 300 Kilogramm angegeben, doch wer auf Nummer sicher geht, wählt auf jeden Fall eine Ausführung mit 3,3 oder 3,5 Tonnen Gesamtgewicht. Und gönnt sich den kräftigeren Motor mit 130 statt 100 PS.

Alternativen zum Orangecamp gibt’s im eigenen Haus unter der Marke Therry oder bei anderen Reisemobildiscountern wie Orangecamp-Partner Brinkmann (Braunschweig), Gante (Wolfhagen bei Kassel), Glücksmobil (un­-ter anderem Freistaat/Sulzemoos), Gulde (Engen unweit von Singen) und Palmowski (Bielefeld).

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