Kaufcheck: VW T4 California
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Kaufcheck: VW T4 California 7 Bilder

VW T4 California im Gebraucht-Check 548.000 Kilometer mit der ersten Maschine

Das erste Fahrzeug unter der promobil-Lupe hat, so erfahren die Tester am Telefon, noch die Originalmaschine im Bug - nach über einer halben Million Kilometer. Eigentlich sei der Wagen okay, nur wegen der vielen Kilometer will der Händler keine Garantie mehr geben. So erfolgt der Verkauf „an Händler oder Export“. Die Tester sind neugierig geworden auf den Marathon-Wagen und fahren hin. Wie sieht ein California nach über einer hal­ben Mil­lion Kilometer aus?

Im nördlichen Ruhrgebiet wartet der grüne Wagen mit festem Hochdach. Wie sich bei der ersten Besichtigung zeigt, hat der California nicht nur den Original-Motor, sondern auch noch den ersten Lack. Der Verkäufer, der auf seiner Anlage, einer ehemaligen Tankstelle insgesamt drei California auf T4 anbietet, ist einer der ehrlichen Sorte: „Der Zahnriemen des Motors“, so erklärt er ohne Um­schweife, „muss erneuert werden." Er drückt dem Test-Team die Schlüssel in die Hand. „Schauen Sie ihn sich in Ruhe an." Das tun die Tester und gehen auf Tauchstation.

Denn bekanntermaßen ist Rost im unteren Karosseriebereich der natürliche Feind des VW-T4-Gehäuses. Vordere Radläufe sind die Schwachstellen, gefolgt von den hinteren Radläufen, Schiebetür, Hecktür, selten am vorderen Scheibenrahmen. Es sind Alterungsmängel der Abdichtungen, die Feuchtigkeit zwischen die Bleche gelangen lassen. Doch die erste Bestandsaufnahme verläuft gar nicht so negativ. Der Rost an den vorderen Radläufen ist bestenfalls ansatzweise vorhanden und mit Hausmitteln zu stoppen. Lediglich hinten links muss ein neues Blech eingesetzt werden.


Die Schiebetür dagegen ist noch in Ordnung, jedoch zeigt die Hecktür am unteren Falz stärkeren Befall.

Noch erstaunlicher ist der Erhaltungszustand des Innenraums: die Polster in vergleichsweise gutem Zustand, von kleineren Verschmutzungen mal abgesehen. Die Westfalia-Möbel sind immer noch passabel – wohlgemerkt nach über einer halben Million Kilometer, dreizehn Mal um die Erde.

Und der Motor? Ein Dreh nach einfacher Vorglühphase, und die 77-PS-Maschine läuft sauber rund – selbst ohne Betätigung des manuellen Choke. Die Verblüffung ist perfekt. Auch weitere Prüfungen ergeben keinerlei Anzeichen für fortgeschrittenen Verschleiß. Der Verkäufer stellt auf Anhieb einen Kaufpreis von 5200 Euro in Aussicht. Durch Feilschen ließe sich da sicher noch etwas machen.

Übersicht: VW T4 California: Campingbus im Gebraucht-Check