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Wohnmobil richtig mieten

Hin und weg im Mietmobil

Reisemobil an der Südspitze Korsikas Foto: Vierneisel, Mandel, McRent, Archiv 8 Bilder

Dem Traum vom eigenen Reisemobil kommt man mit einem Mietfahrzeug einen Schritt näher. promobil zeigt, worauf Sie achten müssen, damit der mobile Urlaub ein Erfolg wird.

Eine Beziehung auf Probe bringt viele Vorteile mit sich. Man lernt den anderen kennen, erfährt vieles über Stärken und Schwächen und kann in Ruhe entscheiden, ob man zueinanderpasst – oder in Zukunft doch lieber getrennte Wege geht.

Der Urlaub mit einem Mietmobil ist so eine Beziehung auf Probe, und nicht selten endet sie mit einem Happy End: Die einen verbringen ein paar abwechslungsreiche Wochen, die anderen entscheiden sich sogar für den Kauf eines eigenen Reisemobils. Es ist keine Seltenheit, dass Mietmobile nach der Saison in den Besitz vormaliger Mieter übergehen. Wer gezielt ein Mietfahrzeug zum Kauf sucht, sollte vorab erfragen, ob diese Möglichkeit beim jeweiligen Vermieter besteht.

Wo finde ich Mietmobile?

Mietfahrzeuge gibt’s beim örtlichen Reisemobilhändler genauso wie bei bundesweit agierenden Vermietern. Auch auf Messen wie dem Caravan Salon Düsseldorf oder der CMT in Stuttgart sind regional und überregional tätige Anbieter vertreten. Letztere sind beispielsweise der ADAC, McRent oder auch der Händlerverband Intercaravaning. Anbieter wie McRent haben nicht nur in Deutschland, sondern europaweit Vermietstationen. Wer also zum Beispiel in Spanien seinen Urlaub verbringen möchte, den langen Anfahrtsweg aber scheut, kann auch hinfliegen und direkt vor Ort ein Reisemobil mieten.

Das richtige Mietmobil

Die Wahl des richtigen Mietfahrzeugs ist mit das Wichtigste für einen gelungenen Urlaub. Doch nicht jeder kann sich unter Grundrisszeichnungen im Prospekt oder Internet etwas vorstellen. Einsteiger sollten daher unbedingt das Objekt der Wahl vor Vertragsabschluss in Ruhe besichtigen. Achten Sie auch darauf, dass Sie bei Fahrzeugen über 3,5 Tonnen den nötigen Führerschein haben.

Ein paar grundsätzliche Fragen sollte man sich vorab stellen: Wie viele Betten braucht man? Müssen diese fest eingebaut sein oder tut es auch eine umgebaute Sitzgruppe? Wohin soll die Fahrt gehen und wie ist das Klima dort? Muss das Reisemobil eventuell winterfest sein und wie viel Wert legt man generell auf Komfort? Wer Antworten auf diese Fragen weiß, ist schon ein gutes Stück weiter.

Eine Übersicht über alle Aufbauformen für Wohnmobile finden Sie auf Seite 3 dieses Artikels.

Auf den Zeitraum kommt's an

Wer beim Urlaub auf die Schulferien angewiesen ist, sollte mit dem Buchen nicht zu lange warten. Gerade in den Sommerferien haben die Vermietstationen Hochkonjunktur und sind oft schnell ausgebucht. Weiterer Vorteil einer frühzeitigen Buchung sind Frühbucherrabatte. In der Hauptsaison bieten viele Vermieter ihre Fahrzeuge nur ab einem Mietzeitraum von ein oder zwei Wochen an. Wer nur ein verlängertes Wochenende unterwegs sein will, sollte sich darauf einstellen und die Reisezeit entsprechend wählen.

Andererseits sind Buchungslücken eine gute Gelegenheit, um Geld zu sparen und auch kurzfristig noch zu verreisen. Auf der Homepage des ADAC kann man sich beispielsweise solche Angebote sortiert nach gewünschter Mietstation anzeigen lassen. Auch Last-Minute-Angebote laufen hier auf.

Wieviel kostet eine Wohnmobil-Miete?

Die Preise für ein Mietmobil hängen von der Art des Fahrzeugs, der Mietdauer und der Saison ab. Ein Campingbus kann beispielsweise zum günstigsten Zeitpunkt für etwa 60 Euro am Tag gemietet werden, in der Hauptsaison dann aber auch das Doppelte kosten. In der Hauptsaison bewegen sich die Preise in etwa zwischen 115 Euro pro Tag für einen Campingbus und 170 Euro pro Tag für einen Integrierten. Im Mietpreis enthalten ist meistens eine Vollkaskoversicherung, allerdings mit einem recht hohen Selbstbehalt von meist 500 bis 1000 Euro. Es ist empfehlenswert, eine Zusatzversicherung abzuschließen, die den Selbstbehalt reduziert.

Zusätzlich zum Mietpreis berechnen Vermieter in der Regel eine sogenannte Reinigungspauschale. Mancher lässt sich auch notwendiges Zubehör wie Campingmöbel oder Fahrradträger extra bezahlen. Freikilometer sind eigentlich die Regel, doch teilweise gilt auch eine Beschränkung. Also vorher nachrechnen, ob die für die Route reichen, denn jeder zusätzliche Kilometer kostet extra.

Jetzt geht's los...

Bei der Übernahme des Fahrzeugs ist es wichtig, sich alles genau erklären zu lassen. Wie geht die Heizung an? Wo ist das Ablassventil fürs Grauwasser? Im Fall einer Panne wendet man sich für gewöhnlich an die Hotline des Vermieters, klären Sie das aber unbedingt vor der Übernahme des Fahrzeugs ab. So steht einer erfolgreichen Beziehung auf Probe nichts mehr im Weg.

Übersicht: Wohnmobil richtig mieten
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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