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Kauf-Tipp günstige Campingbusse

16 Camper unter 40.000 Euro

Clever Campen Campingbus-Bestseller Foto: Ingolf Pompe, Archiv 31 Bilder

Von Adria Twist bist Weinsberg Carabus – für weniger als 40.000 Euro bekommt man schon ein vollwertiges Campingfahrzeug. promobil zeigt die günstigsten Modelle auf Fiat und Co. Plus: Tipps, worauf Sie achten müssen.

28.02.2018 Ulrich Kohstall

Ein Campingbus für unter 40.000 Euro – das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Wir zeigen 16 Camper, die tatsächlich nur so wenig kosten. Allerdings sollten Sie eines beachten: Bei den genannten Summen handelt es sich um Grundpreise.

Zu dem günstigen Preis der Fahrzeuge kommen (sehr häufig) einige unvermeidliche Posten: Ausstattungspakete, die wichtige Extras wie etwa die Klimaanlage fürs Fahrerhaus enthalten, ab sechs Meter Länge ein Basisfahrzeug mit rund 130 PS und 3,5 Tonnen Gesamtgewicht sowie die Frachtkosten bis zum Händler.

Unser Tipp: Ein detaillierter Vergleich lohnt sich! Die Preise für diese Posten fallen zum Teil sehr unterschiedlich aus. Rabattschlachten wie im Pkw-Handel darf man bei den gefragten Campingbussen übrigens nicht erwarten.

Günstige Campervans auf der CMTVW T6-Ausbau unter 40.000 Euro

16 günstige Campingbus-Modelle

Eine Auswahl der günstigsten ausgebauten Kastenwagen, die es derzeit auf dem Markt gibt.

Adria Twin

Clever Campen Campingbus-Bestseller Foto: Ingolf Pompe, Archiv
Adria Twin

Varianten: Adria darf sich zu den Pionieren dieser Kategorie zählen. Der Twin ist ein Klassiker, dessen Ausstattung und Preise im Lauf der Jahre allerdings immer weiter gestiegen sind. Einen Grundpreis ab 36.999 Euro haben aktuell noch zwei Querbettmodelle der günstigeren Twin-C-Serie auf Citroën und der kurze 540 auf Fiat in der regulären Twin-Reihe. In der Praxis wird es teurer, weil Adria serienmäßig schwache Motoren vorsieht, wichtige Extras in einem 2.000-Euro-Paket verpackt und rund 1.000 Euro Frachtkosten berechnet.

Besonderheiten: Wer eine richtige Dusche wünscht, wählt den Twin C 600 SPT. Hier ergeben Gliederschiebetüren und eine Wanne in der Wagenmitte eine geschlossene Kabine. Das Querbett ist bis zu 1,45 Meter breit.

Ahorn Camp Van

Clever Campen Campingbus-Bestseller Foto: Ingolf Pompe, Archiv
Ahorn Camp Van

Varianten: Ab 36.310 Euro bietet die Handelsmarke den Van auf Renault-Basis mit 130 PS an. Hinzu kommen allerdings Nebenkosten in Höhe von 1.850 Euro. Der einzige Grundriss hat das typische Querbett in der 6,20 Meter langen Karosserie. Zum Modelljahr 2018 ist darüber für 990 Euro eine elektrisch absenkbare Liegefläche lieferbar, was den Ahorn familientauglich macht. Sitzbank und Tisch können außerdem zu einem Einzelbett umgebaut werden.

Besonderheiten: Der Van stammt aus der Produktion des italienischen Herstellers Rimor und wird ausschließlich mit der Hochdach-Karosserie des Renault Master geliefert. Zwar gilt die französische Basis in Wohnmobilkreisen als exotisch, dennoch kann der Renault in allen wichtigen Punkten mit dem gängigen Fiat Ducato mithalten. Allerdings ist seine Karosserie nicht ganz so gut für den Einbau von Querbetten geeignet. Die Liegefläche im Ahorn misst 1,87 Meter in der Länge und setzt Großgewachsenen daher gewisse Grenzen. Serienmäßig sind Kompressorkühlschrank und Dieselheizung.

Bravia Swan

Bravia Swan 599 (2017) auf Peageot Boxer Bravia Swan 599 und 636 (2017) Campingbus auf Peugot Boxer

Varianten: Auf Experimente verzichtet der slowenische Hersteller. Man bekommt von Bravia ausschließlich die beiden gefragtesten Grundrisse: Zum Grundpreis von günstigen 32.000 Euro zuzüglich Nebenkosten steht der Swan 599 mit 110-PS-Motor und Querbett bereit. Der 636 nutzt die lange Karosserie, hat einen 130-PS-Motor serienmäßig und bringt die typischen Längsbetten mit. Wie üblich ist die Dusche im Sanitärraum integriert. Geschmacklich eckt der Swan ebenfalls nicht an und kombiniert dunkles Holzdekor mit hellen Klappen für die Hängeschränke, auch die Bordtechnik birgt keine Überraschungen.

Besonderheiten: Der Peugeot Boxer ist als Basisfahrzeug eine Rarität. Im Großen und Ganzen entspricht er dem Fiat und Citroën, mit denen er parallel gebaut wird. Mit dem Citroën Jumper hat er den 2,0-Liter-Motor gemeinsam. Großgewachsene sollten darauf achten, dass die Längsbetten kürzer ausfallen als das Querbett. Der Vertrieb läuft allein über den Handelsbetrieb Gante, der sich als Wohnmobil-Discounter positioniert hat.

Carado Vlow

Der erste Campingbus von Carado zeigt in der 5,40 Meter kurzen Variante, wie die Einsteigermarke in diesem Segment künftig mitmischen will. Der erste Campingbus von Carado Carado Vlow 540 im Test

Varianten: Mit günstigen Alkoven und Teilintegrierten hat sich die Hymer-Tochtermarke einen Namen gemacht. Jetzt startet sie im boomenden Campingbusmarkt durch – und geht dabei kein Risiko ein. Alle drei Klassiker vom kurzen Querbettmodell 540 bis zum langen Längsbettwagen 640 sind vertreten, dieser überschreitet jedoch die 40.000-Euro-Grenze. Der Vlow 540 kostet ab 38.799 Euro und benötigt zumindest das Chassis-Paket für gut 2.000 Euro und möglichst auch den 130-PS-Motor für die Fiat-Basis.

Besonderheiten: Das besondere am Carado Vlow ist wohl, dass er nahezu ohne Besonderheiten auskommt und sich so äußerst mehrheitsfähig gibt. Praktisch sind die relativ großen Kleiderschränke, weniger geglückt ist die geringe Stehhöhe im Bad. Als Designalternative kommt der baugleiche Sunlight in Frage.

Challenger Vany

Clever Campen Campingbus-Bestseller Foto: Ingolf Pompe, Archiv
Challenger Vany

Varianten: Alle Vany-Varianten stehen mit einem Grundpreis unter 40.000 Euro in der Liste, worin – mit Ausnahme der längsten Ausführung – aber nur der 115-PS-Motor für den Fiat Ducato enthalten ist. Die untere Grenze markiert der kurze Vany 114 für 35.290 Euro. Neben den gängigen Einteilungen mit bis zu vier Schlafgelegenheiten durch Etagendoppelbetten findet man hier ebenso ein Modell im Sechs-Meter-Format, das Längsbetten im Heck bietet. Eines davon ist aber nur 1,74 Meter lang, das andere 1,90 Meter. Nobler als die serienmäßige Start-Ausführung wirkt die Exclusive-Ausstattung für 6.200 Euro.

Besonderheiten: Durch seine vielfältigen Varianten kann der Vany unterschiedliche Ansprüche erfüllen. In jeder Karosserielänge kann man eine große Dusche bekommen, die den Platz im Mittelgang bedarfsweise für das Bad nutzbar macht. Eine Spezialität der französischen Marke sind überdies große Kühlschränke: bis zu 140 Liter sind möglich. Je nach Modell wird hier die Absorber- oder Kompressortechnik verwendet. Alle Vany sind mit einer Dieselheizung ausgerüstet und benötigen deshalb keinen Platz für zwei große Gasflaschen.

Chausson Twist

Clever Campen Campingbus-Bestseller Foto: Ingolf Pompe, Archiv
Chausson Twist

Varianten: Technisch ist der Twist baugleich mit dem Challenger Vany. Auch bei Chausson bekommt man eine große Auswahl an Grundrissen, die zu identischen Preisen mit den gleichen Sonderausstattungen angeboten werden. Der Chausson unterscheidet sich jedoch durch eigenständige Außendekore sowie andere Möbeloberflächen und Stoffe vom Schwestermodell.

Besonderheiten: Chausson und Challenger gehören zum Trigano-Konzern und damit zu einer der größten Unternehmensgruppen der Freizeitfahrzeugbranche. Nahe des Fiat-Ducato-Werks in Süditalien hat Trigano eine eigene Campingbusproduktion aufgebaut, wo ebenso die Modelle für Roller Team und eine Baureihe für Karmann Mobil hergestellt werden. Hierzulande nimmt die Marke Chausson vor allem durch ihren Vertrieb eine Sonderrolle ein. Während andere Konzernmarken über das Trigano-Haus in Sprendlingen zu uns kommen, hat Chausson mit Koch Freizeitfahrzeuge seit vielen Jahren einen Importeur mit eigenem Händlernetz in Deutschland.

Clever Van

Clever Van Family (2018) Clever Van Neuheiten 2018 Familienbus für 6 Personen

Varianten: Die Bilder zeigen die gesamte Bandbreite des Clever-Angebots: Es beginnt mit dem ultrakurzen Citi 500 für 32.990 Euro, der eine umbaubare Sitzgruppe im Heck hat, und geht bis zum Family mit Dachbett, der aber knapp die 40.000-Euro-Grenze überschreitet. Dazwischen gibt es gängigere Grundrisse, aber auch eine Spezialausführung für Rollstuhlfahrer. Die Grundpreise beziehen sich auf den Citroën als Basisfahrzeug, der Fiat kostet 2.000 Euro Aufpreis. Hier wie dort sind wichtige Fahrerhausextras in einem Paket für 1.750 Euro zusammengefasst.

Besonderheiten: Obwohl die Marke wirtschaftlich mit Pössl verbunden ist, hat sie eine eigene Produktionsstätte in Ungarn. Diese Fertigung erlaubt eine für die Preisklasse enorme Individualität. Clever-Käufer können unter allen Karosseriefarben der Basisfahrzeuge sowie vielen unterschiedlichen Möbeldekoren und Polsterstoffen wählen. Hinzu kommen Sonderausstattungen, die weit über das übliche Maß hinausgehen. Clever liefert etwa zwei Einzelsessel statt einer hinteren Bank und bietet darüber hinaus einen zusätzlich montierbaren Sitz an, was Familien entgegenkommt.

Globecar D-/H-Line

Elba, die kleine Insel, scheint wie gemacht für Campingbusse wie den Globecar. Globecar Campscout Revolution im Dauertest Ein Jahr Dauertest im Campingbus

Varianten: Sucht man einen Globecar unter 40.000 Euro, wählt man am besten den günstigeren Citroën Jumper als Basis. Während die Fiat-Modelle ab 39.699 Euro zu haben sind, gibt es den kurzen Roadscout R mit dem französischen 110-PS-Motor ab 37.999 Euro. Das All-in-One-Paket für 1.699 Euro sollte nicht fehlen. Innerhalb der von uns gesetzten Preisgrenze bekommt man aus dem Hause Globecar außerdem das typische Querbettmodell mit sechs Meter Länge in vier Variationen: gleich dreimal in der günstigeren D-Line und jetzt auch als H-Line Summit 600.

Besonderheiten: 2004 wurde Globecar als Schwestermarke von Pössl ins Leben gerufen. Im Lauf der Jahre haben sich die Modelle bis auf Designunterschiede mehr und mehr angenähert. Wie Pössl deckt Globecar alle gängigen Bedürfnisse in dieser Klasse ab. Eine große Dusche mit einem erweiterbaren Bad ist schon im günstigsten Modell serienmäßig. Es gibt aber auch konventionelle Sanitärräume.

Pössl D-/H-Line

Pössl Summit 600 Plus Pössl Summit 600 Plus im Test Campingbus für 38.990 Euro

Varianten: Pössl ist Erfinder der günstigen Campingbusse mit Bad und bis heute der Marktführer. Zum Durchbruch verhalf der Querbettgrundriss. Aktuell hat Pössl hier immerhin sechs Modelle dieser Art mit einem Grundpreis unter 40.000 Euro zu bieten: Den Einstieg bildet der kurze Roadcamp auf Basis des Citroën Jumper mit 110 PS für 36.599 Euro. Er gehört zur günstigeren D-Line. Inzwischen kommt aber auch ein preiswertes Sechs-Meter-Modell aus der edleren H-Line: der Summit 600 für 37.999 Euro. Hier wie dort ist ein Extra-Paket für 1.699 Euro eigentlich Pflicht.

Besonderheiten: Während die D-Line-Modelle bei Dethleffs gebaut werden, kommen die H-Line-Ausführungen von einem fränkischen Ausbauspezialisten, daher unterscheiden sich Baureihen nicht nur durch Dekore. Ausschließlich optische Unterschiede trennen das Pössl-Angebot dagegen von der Schwestermarke Globecar. Außerdem haben beide Marken eigene Händlernetze. Bei Pössl ist die Auswahl noch ein wenig größer. Alle Querbettmodelle, also auch der kurze Roadcamp, sind mit konventionell geschlossenem Bad oder großer Dusche lieferbar.

Roadcar R

Clever Campen Campingbus-Bestseller Foto: Ingolf Pompe, Archiv
Roadcar R

Varianten: Als die Modelle von Pössl immer besser ausgestattet und deshalb teurer wurden, gründeten die Verantwortlichen einfach eine neue Marke für das Kampfpreissegment: Roadcar. Hier kostet das kurze Modell R 540 ab 32.999 Euro. Es basiert wie alle Roadcar auf dem Fiat mit 115 PS. Auch die beiden anderen Modelle, der R 600 mit Querbett und der R 640 mit Längsbetten, überschreiten das 40.000-Euro-Limit nicht, wobei ein Paket für 1.599 Euro nicht fehlen darf. Gegen Aufpreis lässt sich die Sitzgruppe zum Einzelbett umbauen.

Besonderheiten: Die günstigen Preise entstehen nicht zuletzt durch eine starke Standardisierung. Viel Auswahl gibt es weder bei den Grundrissen, noch bei den Sonderausstattungen. Der anfangs sehr schlicht gestaltete Innenraum wurde Mitte 2017 mit hellen Möbelklappen aufgefrischt. Typisch für alle drei Grundrisse ist der auch von außen gut erreichbare Kühlschrank mit Kompressortechnik. Alle Roadcar werden im sächsischen Capron-Werk gebaut, wo sonst vor allem Carado- und Sunlight- Modelle entstehen.

Roller Team Livingstone

Premiere Roller Team Ganduca 295 Alkoven Roller Team Livingstone 6 Prestige (2017) Campingbus mit Badezimmer

Varianten: Die ganze Livingstone-Baureihe des italienischen Herstellers ist in der Klasse unter 40.000 Euro angesiedelt – und das sichert reiche Auswahl. Hier gibt es alle drei Karosserielängen des Fiat Ducato und Grundrisse, die über übliche Standards hinausgehen. So etwa der neue Livingstone 4. Sein Querbett ist durchgehend 1,44 Meter breit, was längst nicht jeder Sechs- Meter-Bus bieten kann. Hinzu kommt ein großer Kühlschrank. Alle Livingstone basieren auf dem Fiat Ducato. Der kurze K2 ist mit 115-PS-Motor ab 35.160 Euro zu haben. Gegen Aufpreis steht die edlere Prestige-Ausführung zur Wahl.

Besonderheiten: Die große Vielfalt kommt nicht von ungefähr. Roller Team ist wie Chausson und Challenger eine Trigano-Tochter und kann deshalb auf das Konzernangebot zurückgreifen. Technik und Grundrisse sind bei allen drei Marken identisch. Im Längsbettenmodell Duo fällt die durchdachte Aufteilung des Stauraums im Heck auf. Ein doppelter Boden hilft beim Ordnunghalten. Für große Transporte kann nicht nur das Zwischendeck entfernt werden, sondern auch ein Teil der Schränke unter dem Bett, sodass ein breiter Freiraum entsteht.

Sunlight Cliff

Sunlight Campervan Cliff Sondermodell Sunlight Campervan Cliff (2019) Neue Version wird günstiger

Varianten: Zum Modelljahr 2018 hat Sunlight erstmals Campingbusse im Programm. Schwerpunkt bei der Entwicklung war aber wohl nicht größtmögliche Originalität, sondern der Wunsch, die beliebtesten Grundrisse anbieten zu können. Daher beschränkt sich das Angebot auf drei Karosserielängen mit Querbetten im Cliff 540 und 600 sowie Längsbetten im 640. Speziell für Familien ist der 601 gedacht, der eine zweite Liegefläche über dem Querbett mitbringt. Wie der 640 überschreitet er aber knapp die 40 000-Euro-Grenze. Das Einstiegsmodell 540 kostet 38.799 Euro und benötigt auf jeden Fall das Chassis-Paket für 2.249 Euro. Der Fiat Ducato mit mageren 115 PS bildet die Basis für alle Cliff-Modelle

Besonderheiten: Der Paarlauf der Hymer-Töchter Carado und Sunlight setzt sich bei den Campingbussen nahtlos fort. Optische Eigenheiten und das getrennte Händlernetz unterscheiden den Cliff vom Carado Vlow.

Van-Tourer

Intercaravaning Vantourer Cross Edition 600 L Van-Tourer Sondermodell Cross Edition (2017) Cooler Campingbus auf Peugeot Boxer

Varianten: Die noch junge Marke versteht sich nicht unbedingt als Günstiganbieter. Weil aber zwei Grundmodelle für 39.990 Euro in der Preisliste stehen, sind sie in unserer Übersicht dabei. Es handelt sich dabei um den Van Tourer Activ 540 und den Activ 600. Beide bauen zu diesem Preis auf den Peugeot Boxer mit 110-PS-Motor. Durch eine zusätzliche Liegefläche wird der kurze 540 zum Familienmodell – eine Seltenheit in diesem Format. Möglich, aber recht kostspielig ist die Montage eines Aufstelldachs mit Zusatzbett.

Besonderheiten: Der Van-Tourer wird in einem Knaus-Werk in Ungarn gebaut. Daher teilt er sich viele Komponenten mit den Campingbussen von Knaus, die aber nicht für unter 40.000 Euro zu haben sind. Für die Freunde einer großen Dusche sind auch im Van Tourer als Extra halbrunde Badtüren zu haben, die den Sanitärraum erweitern. Durch ihre gediegene Machart setzen sich die Van Tourer von typischen Günstigangeboten ab.

Sun Living V

Sunliving Neuheiten 2018 Sun Living Reisemobil-Neuheiten 2018 Drei günstige Baureihen ab 36.699 Euro

Varianten: Der aktuelle Modelljahreswechsel bedeutet für Sun Living einen großen Schritt. Alle Modelle präsentieren sich optisch stark verjüngt. Das gilt auch für die beiden Campingbusse. Da ist zunächst der V 60 SP als typisches Sechs-Meter-Modell für 36.699 Euro. Während hier 115 PS unter der Fiat-Haube serienmäßig sind, hat der größere V 65 SL mit Längsbetten mindestens 130 PS und kostet 38.999 Euro. In jedem Fall unvermeidliche Aufpreisposten: das Drive-Paket für 2.599 Euro und rund 1.000 Euro Frachtkosten.

Besonderheiten: Die Zweitmarke von Adria will gezielt ein jüngeres und preissensibleres Publikum ansprechen. Das gelingt auch durch neue Ideen: Die Betten des V 65 SL können ebenso als zweite Sitzgruppe genutzt werden. Gegen 299 Euro Aufpreis bekommt man ein Hängemattenbett, das darüber angebracht wird. Sonst ist die Auswahl an Extras auf das Nötigste beschränkt.

Weinsberg Caratour

Clever Campen Campingbus-Bestseller Foto: Ingolf Pompe, Archiv
Weinsberg Caratour

Varianten: Seit vergangenem Jahr bietet Weinsberg die Caratour-Baureihe an und hat damit die Einstiegshürde für Campingbuskäufer noch einmal spürbar abgesenkt. 33.990 Euro beträgt der Grundpreis für das Modell 541 MQ, das mit seinem Querbettgrundriss ebenso wenig überrascht wie die Raumaufteilungen der größeren Varianten 601 MQ und 631 ME. Eher schon die Tatsache, dass alle drei Varianten unter 40.000 Euro bleiben. Allerdings muss man das Fiat-Paket für 2.270 Euro auf jeden Fall hinzurechnen. Der Fiat Ducato mit 115 PS bildet die Basis.

Besonderheiten: Wie alle Campingbusse der Knaus-Tabbert-Gruppe wird auch der Caratour in einem ungarischen Tochterwerk ausgebaut. Er tritt den Beweis an, dass eine preisbedingt einfache Innengestaltung nicht simpel aussehen muss. Käufer dürfen unter drei kräftigen Polsterfarben sowie dem Fiat-Originalbezug wählen. Die übrigen Wahlmöglichkeiten bleiben eingeschränkt, doch bei einigen Extras profitiert der Caratour von der Verwandtschaft mit dem teureren Bruder Carabus. Gegen Mehrpreis bekommt man im Caratour eine seitlich ausziehbare Sitzbank. So ist man auf langen Strecken zu viert komfortabler unterwegs.

Weinsberg Carabus

Der Carabus 601 MQ von Weinsberg nutzt den Platz meist sehr gut aus. Weinsberg Carabus 601 MQ im Test Günstiger Campingbus mit 5,99 Länge

Varianten: Seit dem Erscheinen des Caratour übernimmt der Carabus die Rolle der etablierten Baureihe mit umfangreicherem Modellangebot. Andererseits muss er einen gewissen Abstand zu den Knaus-Campingbussen halten, die schließlich zur gleichen Firmengruppe gehören. Deshalb bleibt der Carabus auch weiterhin ein faires Angebot. Die Kurzversion 541 MQ ist für 38.670 Euro zu haben, und auch der 601 MQ bleibt noch knapp unter der 40.000-Euro-Schwelle. Für das obligatorische Paket und die Basismotorisierung gilt aber das Gleiche wie beim Caratour.

Besonderheiten: Ein aufwendigeres Interieurdesign und eine etwas bessere Serienausstattung setzen den Carabus vom Caratour ab. Hauptargumente für den Carabus sind jedoch die größere Grundrissauswahl – die aber erst mit einem Budget von mehr als 40.000 Euro in Frage kommt – und die individuelleren Ausstattungsmöglichkeiten. Hier kann man zwischen Gas- oder Dieselheizung, Absorber- oder Kompressorkühlschrank wählen. Für die hintere Bank gibt es nicht nur einen Auszug zur Verbreiterung, sondern alternativ auch bequeme Einzelsitze.

Woher kommen günstige Campingbusse?

Wenn es um billige Busse geht, darf der Name Peter Pössl nicht fehlen. Länger als ein Vierteljahrundert ist es her, dass er seinen ersten Kastenwagen ausbaute, um 1996 den ganz großen Coup zu landen. „Schon fast geschenkt“ betitelte promobil damals die Premiere des Pössl Duo Van. Mit Komplettausbau kostete er genau 45.885 Mark – und damit keinen Pfennig mehr als der nackte Transporter. Dabei gelang die Sensation in der Arena der Campingbusse ohne große Akrobatik. Pössl organisierte in Slowenien günstige Peugeot-Kastenwagen und eine Serienfertigung bei Adria.

Pössl Campster Pössl Campster (2019) Besserer Motor, mehr Wohnkomfort

Peter Pössl selbst hat sich inzwischen aus der Branche zurückgezogen, seine Marke stellte aber nicht nur das Preisgefüge auf den Kopf. Sie hat gleichzeitig eine neue Fahrzeugklasse geschaffen: Kastenwagen mit Serienhochdach von Fiat, Citroën oder Peugeot, die mit Sanitärraum und zumeist festem Bett echten Reisemobilkomfort im unauffälligen Transporter mitbringen.

Der Erfolg ließ Wettbewerber nicht lange zögern.Aus einem süditalienischen Werk des französischen Trigano-Konzerns kommen heute Campingbusse nach gleichem Muster für die Marken Chausson, Challenger, und Roller Team. Dort entstehen auch die kostspieligeren Modelle für Karmann Mobil.

Obwohl der Name Dethleffs im Segment der Campingbusse gar nicht auftaucht, gehört das Werk im Allgäu zu den wichtigen Geburtsstätten für ausgebaute Kastenwagen. Hier rollen seit 2004 die Modelle von Pössl und der Schwestermarke Globecar vom Band. Der ursprüngliche Pössl-Produzent Adria vertreibt seine Campingbusse längst unter eigener Flagge und für die Zweitmarke Sun Living. Die Weinsberg-Modelle entstehen im ungarischen Werk der Knaus-Tabbert-Gruppe. Das Markengewimmel mag zunächst verwirren, doch fällt die tatsächliche Auswahl aufgrund der vielen baugleichen Modelle viel übersichtlicher aus.

Kniffliger wird die Frage nach der richtigen Außenlänge. Die meisten Reisemobile verwenden den längsten Radstand – für optimale Platzverhältnisse eine gute Wahl. All jene, die auch einmal in der Stadt parken wollen, suchen aber besser gezielt nach Modellen mit mittlerem Radstand. Nur so kommt der Ducato mit der Fläche üblicher Pkw-Parkplätze zurecht – und gelangt wegen des nicht gar so aus­ufernden Wendekreises auch tatsächlich hinein. Ein wenig Gewicht spart man überdies. Zwar genügt die Gesamtzuladung in fast allen Fällen, doch kann es bei der Belastbarkeit der Vorderachse eng werden. Im Vergleich zur gängigen 3,3-Tonnen-Variante hat die optionale 3,5-Tonnen-Ausführung auch bei den Achslasten mehr Reserven.

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Worauf sollte man beim Kauf achten?

Basisfahrzeug: Fiat Ducato und Citroën Jumper beherrschen die Klasse, selten ist auch einmal ein Peugeot Boxer zu haben. Wichtigster Unterschied: der Motor, der in dieser Klasse 130 PS haben sollte. Fiat setzt auf seinen bewährten 2,3-Liter-Multijet, Citroën und Peugeot auf einen 2,0-Liter-HDi-Motor aus den eigenen Pkw. Vorteil der Franzosen: der günstigere Preis und eine effizientere Abgasreinigung mit Adblue (was keine Auswirkung auf Steuer oder Plakette hat). Der Fiat-Motor wirkt etwas spritziger, außerdem hat die Marke ein dichtes Servicenetz für Wohnmobile.

Neuheiten 2012, das massgeschneiderte Mobil Ratgeber Wohnmobil-Grundrisse Wohnmobile nach Maß

Grundriss: Drei Raumaufteilungen haben sich in dieser Klasse durchgesetzt: ein wendiges 5,40-Meter-Modell mit schmalem Querbett, der Sechs-Meter-Klassiker, ebenfalls meist mit quer eingebautem Bett, und ein 6,40 Meter langes Modell mit zwei Längsbetten im Heck. Andere Einrichtungen sind seltener – meist auch weil mit ihren Vorzügen andere deutliche Nachteile einhergehen. Einige Hersteller bieten Aufstelldächer mit Zusatzbett an, die alle Grundrisse familienfreundlicher machen.

Sitzgruppe: Weil der Platz knapp ist, kommt die Sitzbank im Wohnraum meist etwas kurz. Sie ist zudem oft schmal und hat eine steile Lehne. Wenn hier häufiger Mitreisende Platz nehmen wollen, sollte man unbedingt vorher Probe sitzen. Vor der Fahrt wird der Tisch sicherheitshalber entfernt und sollte einen festen Platz finden.

Küche: Sie befindet sich meist im Einstieg und sollte eine erweiterbare Arbeitsfläche haben. Sehr praktisch ist außerdem ein hochgesetzter Kühlschrank. Häufig trifft man hier auf die gängigen Absorbergeräte, die sehr leise laufen. Bei großer Hitze und unebenen Standflächen spielen Kompressorgeräte ihre Vorteile aus. Hier muss man mit erhöhtem Stromverbrauch und hörbaren Arbeitsgeräuschen rechnen.

Bad: WC, Waschbecken und Dusche sind in dieser Klasse üblich – logischerweise auf engstem Raum. Ein verschiebbares oder klappbares Waschbecken hilft bei der optimalen Raumausnutzung, muss aber stabil sein. Wenn die Dusche an Bord mehr als ein Notbehelf sein soll, dann wählt man besser ein Modell, in dem sich der Waschraum mit variablen Wänden vergrößern lässt.

Schlafkomfort Polsterauflagen für Campervans Mehr Schlafkomfort im Bus

Bett: Die üblichen Grundrisse sehen im Heck feste Schlafgelegenheiten für zwei Personen vor. In den kurzen Modellen wird es kuschelig, die Sechs-Meter-Klasse bietet eine breitere Liegefläche. Am komfortabelsten sind Grundrisse mit Längsbetten. Hier hat man Platz und einen guten Zugang. Ein dritter Schlafplatz entsteht (oft gegen Aufpreis) durch Umbau der Sitzgruppe und ist manchmal nur als Kinder- oder Notbett geeignet. Für vier Personen gibt es Grundrisse mit zweiter Liegefläche über dem Heckquerbett.

Stauraum: Praktisch alle Modelle dieser Klasse gefallen durch ihr Transporttalent. Unter dem Heckbett lässt sich einiges unterbringen. Räumt man Lattenroste und Matratzen zur Seite, passen auch einmal Fahrräder hinein. Wenn Großtransporte die Regel sein sollen, achtet man darauf, dass im Heck möglichst wenig Technik steckt. Klassisch hohe Kleiderschränke sind dagegen selten an Bord zu finden.

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