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Internetzugang im Wohnmobil

4 Tipps zum Surfen auf Reisen

Online Unterwegs Foto: Hersteller, Dieter S. Heinz 13 Bilder

Im Urlaub ins Internet gehen kann ohne das heimische WLAN-Netz schnell teuer werden. promobil erklärt, wie man das Mobilfunk-Datenpaket schont und trotzdem auf Tour immer online bleibt.

Urlaubsfotos bei Facebook hochladen, den Kindern eine Whats-App-Nachricht schicken, E-Mails checken: Heutzutage ist die Nutzung des Internets auch im Urlaub kaum noch wegzudenken. Seit dem Siegeszug von Smartphones und Tablets ist der Bedarf an mobiler Datennutzung immer weiter gestiegen und das natürlich nicht nur im Heimatland, sondern auch am Urlaubsort.

Praktisch, wenn man sich dann in ein öffentliches WLAN einloggen kann. Allerdings sind die auf Stell- und Campingplätzen teilweise mangelhaft. Oft ist das Signal zu schwach und deckt nicht den ganzen Platz ab, so dass man nur in der Nähe der Rezeption auf einen zufriedenstellenden Datenstrom zugreifen kann. promobil präsentiert vier Möglichkeiten, um auch auf Wohnmobil-Tour immer am Netz zu bleiben.

1. SIM-Karte austauschen

Sim-Karten Foto: Hersteller, Dieter S. Heinz
Bei einem längeren Aufenthalt in einem fremden Land lohnt es sich, die SIM-Karte zu wechseln

Die SIM-Karte im Ausland zu wechseln kann dann sinnvoll sein, wenn man längere Zeit in einem anderen Land ist. Allerdings hat nicht jedes internetfähige Gerät eine SIM-Karte, so dass diese Option nicht immer praktikabel ist. Für Geräte mit einer USB-Schnittstelle kann man stattdessen auf einen Surfstick zurückgreifen. Im europäischen Vergleich ist Deutschland ein teures Internetpflaster, so dass man im Ausland durchaus ein Schnäppchen machen kann. In Skandinavien wurde der Netzausbau in den 90er Jahren stark gefördert, was sich auch heute noch auf Preise und Abdeckung auswirkt. Auch das Baltikum ist in dieser Hinsicht vorbildlich: In Estland beispielsweise findet man ein fast flächendeckendes, schnell arbeitendes WLAN-Netz. Weltweit einmalig ist, dass Estland den kostenfreien Internetzugang als Grundrecht verankert hat.

Der Wechsel der SIM-Karte ist auch für all jene eine Überlegung wert, die einige Wochen außerhalb Europas sind. Wer beispielsweise vier Wochen in Kanada verbringt, müsste mit seinem deutschen Mobilfunktarif hohe Roaminggebühren in Kauf nehmen. Stattdessen kann man bei Online-Shops wie www.simlystore.com eine SIM-Karte mit einem im Voraus bezahlten Datenvolumen kaufen. Diese Karten sind immer nur begrenzte Zeit nutzbar, im Fall Kanada zum Beispiel ein Jahr lang. Auch für Europa bietet Simlystore Karten an, die teilweise grenzübergreifend in mehreren Ländern gelten. Sie sind dann sinnvoll, wenn der eigene Datentarif zu wenig Spielraum lässt und die zubuchbaren Datenpakete des eigenen Anbieters zu teuer sind.

Internet im Wohnmobil
Das Netz fährt mit - Lösungen im Test

In Ländern mit ausgebauter touristischer Infrastruktur bieten Camping- und Stellplätze oftmals einen WLAN-Zugang für ihre Gäste an. Jedoch kommt dabei nur selten eine stabile Verbindung zustande. Außerdem wird das WLAN-Signal auf manchen Plätzen nur in einem begrenzten Bereich ausgestrahlt, beispielsweise an der Rezeption oder an der Bar. Da greift so mancher doch aufs Roaming seines Telefonanbieters zurück.

2. Roaming in Europa

Roaming-Gebühren werden abgeschafft Foto: Pavel Davidenko/Fotolia
Juli 2017 wurden die Roaming-Gebühren abgeschafft. Eine herkömmliche Internet-Flat ist also auch im EU-Ausland nutzbar.

Im Ausland telefonieren, SMS versenden oder das Internet nutzen war bisher mit teilweise horrenden Roaminggebühren verbunden. Doch dank der EU-Regeln für das „Roaming zu Inlandspreisen“ muss man seit Juli 2017 für die Nutzung des Mobiltelefons auf Reisen außerhalb des Heimatlandes in den anderen EU-Ländern keine zusätzlichen Roamingentgelte mehr bezahlen. Die Regelung gilt auch dann, wenn der Gesprächspartner einen anderen Mobilfunkbetreiber nutzt. Auf Reisen in EU-Ländern bezahlt man für die Nutzung des Smartphones denselben Preis wie zu Hause: Der Betreiber rechnet das beim Roaming anfallende Gesprächs- oder Datenvolumen einfach auf das Gesprächs- und Datenvolumen des inländischen Handytarifs an.

Es gibt allerdings zwei Ausnahmen. Erstens: Die Roamingregelung ist für Personen gedacht, die gelegentlich in ein anderes Land reisen als das, in dem sie ihren Lebensmittelpunkt haben, also nicht für dauerhaften Auslandsaufenthalt. Wer mehr Zeit im Ausland als zu Hause verbringt, dem kann der Mobilfunkbetreiber Roaminggebühren berechnen. Und zweitens: Das Verbot der Roaminggebühren gilt nur in Ländern der EU und Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), auf welche die Roaming-Verordnung ausgeweitet wurde, wie etwa Norwegen. Die Schweiz gehört beispielsweise nicht dazu, so dass man dort als Tourist nach wie vor Roaminggebühren bezahlen muss, sofern der eigene Mobilfunkanbieter keine Sonderregelung anbietet. Diese müssen individuell angefragt werden.

3. Online per Satellit

Internet unterwegs Foto: Adobe Stock
Kein W-LAN weit und breit: Satellitenanlagen sorgen auch an einsamen Orten für Empfang.

Internetfähige Satellitenanlagen sind für all jene von Interesse, die im Urlaub viel surfen. Eine Anlage ist zwar recht teuer – mit mehreren tausend Euro muss man schon rechnen –, bietet aber neben einer stabilen Internetverbindung auch Tarife, die über Landesgrenzen hinweg gültig sind. Man benötigt dazu einen Parabolspiegel, denn eine Flachantenne eignet sich nicht. Die „Schüssel“ sollte für ausreichend guten Empfang einen Durchmesser von 85 Zentimetern haben.

Reisemobilbesitzer müssen die Platzverhältnisse auf dem Reisemobildach im Auge behalten: Wenn der lange Arm der Parabolantenne nicht an der Klimaanlage vorbeikommt, funktioniert die automatische Ausrichtung nicht. Alternativ kann man auf ein Stativ zurückgreifen, das abseits des Fahrzeugs aufgestellt wird. Um guten Empfang zu gewährleisten, wird die Satellitenschüssel in einem Höhenwinkel von 30 Grad ausgerichtet.

Internet unterwegs Sattelit Foto: Oyster
Beim Internetempfang via Satellit kommt es auf die Bauweise an, Flachantennen funktionieren nicht.

Ebenfalls wichtig ist freie Sicht nach Süden, so dass eine ungestörte Kommunikation mit dem Astra-Satelliten möglich ist. Auch aufs Fernsehen muss man während des Internetempfangs nicht verzichten. Hochwertige Sat-Anlagen wie die Oyster 85 Internet von Ten Haaft besitzen einen interaktiven LNB (LNB = Low Noise Block: rauscharmer Signalumsetzer), der den gleichzeitigen Empfang von Internetsignalen und eine eingeschränkte Senderauswahl ermöglicht. Optional können auch zwei LNBs in unterschiedlicher Ausrichtung installiert werden, damit das volle Spektrum an empfangbaren TV-Sendern bereitsteht.

Die internetfähige Oyster-Anlage kostet knapp 3500 Euro. Konkurrent Crystop liegt nur minimal darunter. Auch Teleco führt eine Internet-Sat-Anlage (Preis: ab 3478 Euro) im Programm. Hinzu kommen monatliche Kosten von rund 20 Euro für ein Datenvolumen von vier Gigabyte. Gut zu wissen: Zwischen 24 und 6 Uhr werden die verbrauchten Daten nicht berechnet. Wer unterwegs einen Film herunterladen möchte, kann das getrost nachts machen.

4. Internet via LTE-Router

Internet unterwegs LTE-Router Foto: Hersteller
Mit dem mobilen LTE-Router funktioniert die Internetnutzung auf dem Laptop problemlos.

Vielen Notebooks und Ultrabooks sowie vielen Tablet-PCs fehlt der Einschub für eine SIM-Karte, um sich mobil mit dem Internet zu verbinden. Sie sind in der Regel auf ein WLAN angewiesen. Abhilfe schafft auf Reisen ein mobiler LTE-Router, mit dem man – im Vergleich zu öffentlichen WLANs – flexibler und sicherer surft. Mit Hilfe mobiler Router können sich auch Geräte ohne USB-Buchse oder SIM-Karte mit dem Internet verbinden. Die Router dienen nur als Verteiler für das Internetsignal. Sie sind etwa so groß wie eine Zigarettenschachtel, haben einen SIM-Karteneinschub und ein Display, auf dem Infos angezeigt werden.

Über den Router können sich bis zu 15 Endgeräte mit dem WLAN verbinden, dabei nutzen sie das Datenpaket des Hotspots. Je mehr Geräte in das WLAN eingeloggt sind, umso stärker fällt die Übertragungsgeschwindigkeit ab. Maßgeblich für das Tempo des mobilen Routers ist der unterstützte Mobilfunkstandard. Einen entsprechenden Datentarif vorausgesetzt arbeiten mobile Router am schnellsten, die den LTE-Turbo beherrschen. Ist jedoch kein LTE-Mast in Reichweite, wechseln die Geräte automatisch zum langsameren UMTS-Modus. Das reicht für das Abrufen von Mails aus, kann beim Videostreamen aber zu Rucklern führen.

Internet unterwegs LTE-Router Foto: Hersteller
LTE-Router gibt’s von teuer bis günstig: Der Netgear Aircard 810 kostet ab 150 Euro, den ZTE MF 65+ von 1&1 gibt’s schon ab 30 Euro.

Die Preise für LTE-Router liegen zwischen 30 und 150 Euro. Wer über den Router lediglich ein Internetsignal transportieren möchte, kann ruhigen Gewissens zu einem der günstigeren Modelle greifen. Die hochpreisigen Router bieten zusätzliche Funktionen, welche die Benutzung komfortabler machen sollen. So zeigt etwa der mobile Hotspot Netgear Aircard 810 Informationen zur Datennutzung auf einem Farbdisplay an. Außerdem können SMS-Nachrichten direkt über den Router abgerufen werden.

Den fest im Reisemobil eingebauten LTE-Router „Moving Hotspot“ hat 2015 Eura Mobil zusammen mit der Telekom vorgestellt. Dieser konnte sich auf dem Markt jedoch nicht behaupten, da mobile Router günstig sind und einen ebenso guten Empfang bieten. Nur die mit Eura Mobil verbundene Deutsche Reisemobilvermietung (DRM) rüstet ihre Fahrzeuge weiterhin mit dem Moving Hotspot aus. Die Preise für Datenvolumen fangen dort bei 29 Euro für ein Gigabyte an.

LTE-Router im Überblick

Bezeichnung

Preis

Bestellmöglichkeit

ZTE MF65

39,99 €

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Netgear Aircard 810

229,99 €

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Telekom Speed Box LTE mini II

189,95 €

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TP-Link M7300

79,13 €

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Vodafone R 216

59,90 €

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Huawei E5573

72,59 €

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Alcatel LinkZone MW40V

68,55 €

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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