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Karmann Mobil

8 Tests und Fahrberichte

Nicht mehr gebaute Baureihen

Über Karmann Mobil

Die Wohnmobil-Traditionsmarke Karmann konzentriert sich heute fast vollständig auf Campingbusse. In zwei Baureihen präsentiert sich ein vielseitiges Angebot. 

Die Zeit von Karmann als Automobilhersteller ist längst vorbei, dort ist VW eingezogen. Die Geschichte von Karmann als Wohnmobilmarke geht indessen weiter, allerdings nun als Tochtermarke von Eura Mobil. Seit rund 15 Jahren ist Karmann bei der deutschen Dependance aus dem Trigano-Konzern untergeschlüpft, die im rheinhessischen Sprendlingen beheimatet ist. Von den traditionell engen Verbindungen zu VW ist heute nicht mehr viel geblieben, lediglich eine Alkovenmodell, der Colorado auf VW T5 mit Alko-Rahmen, wird noch in Kleinserie hergestellt. Das ist alles, was heute im Modellprogramm noch an die unvergessenen Karmann-Reisemobile der Siebziger, wie den Gip­sy, den Cheetah, den Distance Wide oder die Autovilla erinnert.

Heute sucht Karmann sein Heil im wachsenden Segment der ausgebauter Kastenwagen. Immerhin besteht auch hier eine gewisse Tradition mit dem fast schon legendären Modell Karuso: einem VW T4 mit langem Radstand und aufwendiger Heckverlängerung aus GfK, die den Sanitärraum barg. Das heutige Campingbusprogramm breitet sich über immerhin drei Baureihen aus. Davis nennt sich die günstiger angesiedelte Linie, die komplett den Fiat-Ducato-Transporter mit Original-Blechhochdach als Ausbaubasis nutzt. Quer- oder längs angeordnete Doppel- oder Einzelbetten finden sich jeweils im Heck der zwischen 5,41 und 6,36 Meter langen Busse. Produziert werden die Davis-Modelle allerdings nicht in Eigenregie, sondern in einem zentralen Campingbus-Werk der Trigano-Gruppe in Italien, aus dem sich auch die Schwestermarken Roller Team, Chausson und Challenger bedienen.

Mit einem anderen Produktionspartner, der französichen Trigano-Marke Font Vendome, arbeitet man bei den weiteren beiden, eng verwandten Baureihen Dexter und Dexter Go! zusammen. Der Dexter setzt auf eine gehobene Austattung und auch eher ungewöhnlichere Modellkonzepte, wie etwa den kompakten Dexter 550 mit GfK-Schlafhochdach sowie Küche und Bad im Heck. Oder der Dexter 595 mit Hubbett über der Sitzgruppe und erstaunlich großem Sanitärraum mit separter Dusche im Heck. Oder der 650er mit großer Rundsitzgruppe hinten und elektrisch absenkbarem Hubbett darüber. Dexter-Komfort zum kleinen Preis wollen schließlich die drei Go!-Modelle bieten. Zwei Querbettgrundrisse, einmal auf Ford Transit, einmal auf Renault Master stehen hier bereit, dazu ein pfiffiges Einzelbettenmodell auf dem Fiat Ducato.