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Jetzt offiziell: Knaus-Tabbert-Group hat Insolvenz angemeldet

Die Knaus-Tabbert-Group hat heute wegen drohender Liquiditätsengpässe Insolvenz angemeldet. Das teilte das Unternehmen in einer Pressekonferenz sowie in einer Pressemitteilung mit.

Noch wenige Tage zuvor hatte Geschäftsführer Reinhard Hoßfeld gegenüber promobil ein wesentlich positiveres Bild der Lage gezeichnet.

Seinen Aussagen zufolge waren wichtige Kreditlinien verlängert, die dem Unternehmen den nötigen Spielraum zur Investorensuche verschafft hätten (siehe auch Bericht in der aktuellen November-Ausgabe von promobil). Laut heutiger Pressemitteilung der Knaus-Tabbert-Group sei eine Insolvenz jedoch unvermeidlich gewesen, nachdem die Verhandlungen mit den Gläubigerbanken ergebnislos geblieben seien.

Der Vorstandsvorsitzende Thomas Dickenberger bezeichnete in der heutigen Pressekonferenz die Insolvenz als viel bessere Lösung: „Wir sehen eine Riesenchance, wenn wir jetzt den Ballast abwerfen und durch eine geordnete Insolvenz eine Lösung für das Unternehmen herbeiführen." Nach seinen Angaben haben mehrere Investoren ein Konzept entwickelt auf dessen Basis man „das Unternehmen krisensicher in die Zukunft steuern kann“.

Welche Investoren Interesse zeigen, wollte Thomas Dickenberger auch auf Nachfrage nicht sagen. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Insolvenz wieder Freizeitfahrzeughersteller auf den Plan ruft. Diese hatten nach anfänglichem Interesse nicht zuletzt angesichts des Schuldenbergs von rund 60 Millionen Euro überwiegend das Interesse verloren.

Das Amtgericht Passau hat den Sanierungsexperten Dr. Michael Jaffé zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. „Zunächst geht es darum, sich zügig ein Bild der Sachlage zu verschaffen“, sagte Jaffé. „Gemeinsames Interesse kann es nur sein, den Fortbestand von weitest möglichen Teilen der Gruppe zu erreichen." Nun werde der Insolvenzverwalter mit Management und Betriebsrat eine Bestandsaufnahme machen – erst danach könnten die laufenden Gespräche mit potenziellen Investoren zu einem Ziel führen. Auf die Frage nach personellen Konsequenzen in der Geschäftsführung antwortete Jaffé: „Momentan bin ich froh, Leute zu haben, die nicht gleich den Löffel fallen lassen“.

Im Tagesgeschäft soll sich laut Knaus-Tabbert für die Kunden und Zulieferer nichts ändern, da Produktion und Lieferfähigkeit weiter erhalten blieben. Die Produktion soll laut Knaus-Tabbert plangemäß weiterlaufen. Bereits vor der Insolvenz hatte Knaus jedoch Kurzarbeit für das Stammwerk in Jandelsbrunn bis Ende November geplant. Die insgesamt rund 1600 Mitarbeiter der Knaus-Tabbert-Group fürchten um ihre Arbeitsplätze. Zwar teilt die Knaus-Tabbert-Group mit, dass ein Ziel der Sanierung der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze sei, doch hält man eine „strukturelle Anpassung" aus betriebswirtschaftlicher Sicht für unumgänglich.

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