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Nachgefragt beim DCHV

Händlerverband feiert 40. Geburtstag

DCHV Oliver Waidelich Kai Dhonau

Der Händlerverband DCHV feiert seinen 40. Geburtstag. promobil sprach mit Geschäftsführer Oliver Waidelich und Präsident Kai Dhonau über die Ziele, den Wettbeweb und anderes in der Zukunft.


Was sind Ihre Ziele für die nächsten Jahre?

Dhonau: Wir verfolgen eine weitere Professionalisierung des Handels. Dabei müssen wir uns geänderten Rahmenbedingungen stellen. Es gibt heute jederzeit verfügbares Internet, die Sehnsucht nach Erholung mit Abenteuer und gleichzeitig nach Luxus. Um den steigenden Ansprüchen gerecht zu werden, bauen wir unsere Schulungsprogramme weiter aus.

Waidelich: Uns geht es darum, die Service-Qualität zu verbessern, vor allem durch bestmögliche Qualifikation der Händler. Optimaler Service gelingt aber nur zusammen mit den Herstellern, mit denen wir zu diesem Zweck stärker zusammenarbeiten wollen.

Stichwort Internet: Wie reagieren Fachhändler auf den verschärften Wettbewerb?

Dhonau: Wir setzen auf eine stärkere Kunden-Händler-Bindung. Nur der Fachhändler kann viele Produkte zeigen und intensiv beraten.

Waidelich: Der Händler vor Ort kann sich durch guten Service, die Werkstatt und After-Sales-Maßnahmen abheben von einem Wettbewerb, dessen Hauptargument der Preis ist.

Herr Dhonau, Sie haben einmal gesagt: Wer zwei völlig linke Hände hat, sollte kein Wohnmobil fahren. Das hat Ihnen Kritik eingebracht. Wie stehen Sie dazu?

Dhonau: Ich bin selbst Linkshänder (lacht) und ich fühle mich missverstanden. Wer Wohnmobil fährt, der weiß, dass er vom Stromkabel bis zur Abwasser­entsorgung selber anpacken muss. Der Komfort moderner Mobile suggeriert, dass alles von selbst funktioniert. So ist es aber nicht.

Halten Sie es für zumutbar, dass ein Kunde auch selber ein Fahrzeugproblem behebt?

Dhonau: Wenn ich sehe, wie sich die Werkstattkräfte des Fachhandels während der Hochsaison oft von sieben Uhr morgens bis sieben Uhr abends für den Kunden engagieren und am Wochenende Notdienste anbieten, finde ich es in Ordnung, wenn ein Reisemobilbesitzer bei Kleinigkeiten einmal die Ärmel hochkrempelt.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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