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Wohnmobile könnten bald autonom fahren

Hymer testet Level 4 in Kanada

Hymer DuoCar Studie (2018) Foto: Hymer

Die Erwin Hymer Group expandiert in Nordamerika und will dort jetzt auch autonome Wohnmobile auf Level-4-Basis testen. Mittlerweile hat die Group drei Werke in Amerika.

16.10.2017 Lisa Geiger 1 Kommentar

Der Vater macht ein Schläfchen im Queensbett im Heck, die Mutter kocht sich gerade einen Kaffee und die Kinder spielen an der Sitzgruppe eine Runde Karten: Wer fährt das Wohnmobil? In Zukunft soll die Antwort „keiner“ lauten, denn auch Wohnmobile sollen sich in ein paar Jahren autonom fortbewegen können. Schließlich scheint das autonome Fahren gerade bei Wohnmobilen besonders Sinn zu machen. Auf der Autobahn oder im Stau kann man so die Zeit nutzen und schon für Abends vorkochen, Spiele spielen oder eben ein Nickerchen halten.

Erste Tests zu autonomen Wohnmobilen

Die Erwin Hymer Group will diesen Traum Wirklichkeit werden lassen. Bereits das dritte Hymer-Werk wurde im September 2017 in Nordamerika eröffnet. Seit der Gründung der Erwin Hymer Group North America ist die Zahl der Mitarbeiter von 260 auf 560 gestiegen. Gemeinsam mit der Waterloo University nahe Toronto sollen demnächst autonome Fahrzeuge auf Level-4-Basis getestet werden. Beim zweithöchsten Level des autonomen Fahrens fährt das Fahrzeug selbstständig im Straßenverkehr und benötigt keine Aufsicht des Fahrers. Der Unterschied zu Level 5 ist lediglich, dass der Fahrer in bestimmten Situationen aufgefordert werden kann, das Steuer kurzzeitig wieder selbst zu übernehmen.

Komplizierter ist bei autonomen Wohnmobilen allerdings die Sicherheit. Wie können die Insassen bei Unfällen geschützt werden, wenn sie sich frei im Fahrzeug bewegen können? Die Lösung könnten Raum-Airbags oder spezielle Crash-Shelter bieten. „Wir stehen da noch sehr am Anfang“ sagt Martin Brandt, Chef der Erwin Hymer Group.

Hymer ist in den USA Marktführer bei Campingbussen

Roadtrek Campingbus Erwin Hymer Group kauft Roadtrek Hymer expandiert nach Nordamerika

Fakt ist: die Caravaning-Branche boomt. Ein Einbruch ist nicht in Sicht. 2017 wurde in Deutschland ein Verkaufsrekord aufgestellt und so viele Reisemobile und Caravans verkauft, wie noch nie.

Auch im größten Markt für Freizeitfahrzeuge, Nordamerika, wächst der Markt stetig. 2016 wurden insgesamt 430.691 Recreation Vehicles (RVs) verkauft. Mit 32 Prozent Marktanteil ist die Erwin Hymer Group North America Marktführer im Segment der Class B Motorhomes (Campingbusse). Nach dem Kauf der Campingbus-Marke Roadtrek 2016, setzt Hymer in Nordamerika auch auf deutsche Marken. Seit 2016 führte die Group erfolgreich Campingbusse von Hymer, Carado und Sunlight auf dem Markt ein.

Im Geschäftsjahr 2016/17 produzierte die Hymer Group North America 1.900 Fahrzeuge und erzielte einen Umsatz von 150 Millionen Dollar. Auch im Segment der Caravans oder Conventional Travel Trailer will Hymer in Zukunft mitmischen und führt den Eriba Touring in Nordamerika ein.

Neuester Kommentar

In der Überschrift steht: ''Mittlerweile HABT die Group drei Werke in Amerika.'' Frau Geiger. Rechtschreibkorrektur und Kontrolle der Texte vor dem Veröffentlichen ist einfach nicht das, was Sie bereit wären zu tun oder? Und Ihr Team scheint Ihnen auch nicht klar zu machen, dass man ev. doch zu klassischen Qualitäten übergehen sollte. Lächerlich ist nicht der eine Fehler. Lächerlich ist die Ignoranz, mit der schleichende Veränderungen nicht im Team korrigiert werden. Im Gegensatz zu privaten Kommentaren hier, ist das Schreiben von Artikeln Ihr Job. Sie bekommen ein monatliches Gehalt dafür, dass Sie einem in Deutschland öffentlich ausgegebenen Magazin eine fachliche Stimme der Qualität geben sollen. Da ist es tatsächlich nicht ok, wenn Sie Ihre eigenen Regeln mitbringen und auf entsprechende Korrekturen immer und immer wieder verzichten.

Ist das dann auch ok, wenn Moderatoren der Tagesschau sich auch nicht mehr korrekt ausdrücken können?
Oder wenn Präsentationen vor einem großen Publikum auch voller Fehler im PowerPoint sind?

Tausende Menschen lesen die Promobil und müssen es akzeptieren, dass Sie in jedem Artikel irgend welche richtig merkwürdigen Fehler verstecken. Und das nur, weil Sie offenbar zu Stolz sind, eine Rechtschreibkorrektur und anschließende Gegenkontrolle in Anspruch zu nehmen. Offenbar kommen auch immer wieder phonetische Fehler wie ''Londen anstelle London'' hinzu, was auf eine vielleicht besondere Schulform Rückschlüsse erlauben könnte. Das wäre ja alles ok, aber bitte liebes Promobil Team: ändert diesen Kurs.

Der Artikel selbst ist gut gemacht; was allerdings Hymer angeht, fragwürdig.

Ich selbst kann das hintergründlich nur als Marketing Gag einstufen.

Das Testen von Arbeiten des Bereichs Grundlagenforschung (Segment Basisfahrzeugentwicklung) ist alles - nur nicht ansatzweise hoheitliches Thema von Ausbauern.

Sich mit den angeblichen Tests des autonomen Fahrens der Klasse 4 aufwärts zu schmücken, ist das Schmücken mit fremden Federn - steuert die Hymer Gruppe doch genau NULL Technologie dazu bei. NULL!

Man könnte also auch sagen: Wir haben uns mal einen Sprinter Prototypen aufgrund der vertrieblichen Verbindung zu Mercedes Benz besorgt und wollten auch mal ausprobieren, wie das so geht. Für die Ausprobierfahrten ('Ui, Klasse 4 funktioniert ja tatsächlich. Boah.') haben wir dann Hymercar Logos an das Auto geklebt und machen nun auf dicke Hose.

Was soll denn daraus resultieren?

Jetzt Sensation: Bürstner mit eigenen Klasse 4 Tests gesichtet worden. Das Fahrzeug überholte Hymer und besaß eine andere Küchenkombination, in welcher der Pilot während des Überholens die Untertassen spülte.

Hallo?

Was soll denn die Tatsache, derartige Tests genau jetzt SELBST durchführen wollen, für den Ausbau von Hymercars bringen?

Wenn man den Ausbau ernst nimmt, DARF die Fähigkeit zum autonomen Fahren keinen Unterschied ausmachen. Im Gegenzug baut Mercedes Benz denn nun alle Kastenwagen aus und die Hymer Gruppe ist pleite?

Es ist ja ok, wenn die Hymer Gruppe groß genug ist, um auf dem frisch expandierenden Markt der Class B Fahrzeuge rechtzeitig Fuß fassen zu wollen.

Aber vielleicht kümmert man sich in der Hymergruppe zunächst mal um die im Sturzflug befindliche Ausbauqualität?

Hier nämlich mal ein paar Hinweise:

- der Holzrahmen für den Aufstieg in das neue Mercedes Aufstelldach (Hymercar Grand Canyon S) wird mit unverkleideten SPAX Schrauben in den Schaum geschraubt, die Schrauben sind nicht mal richtig versenkt
- die SPAX Schrauben aus der Bodenleiste zwischen Wohnraum und Fahrgastzelle kommen hoch, da sie zu kurz sind und ebenfalls einfach in den Schaum gedreht werden
- die Waschbeckenmechanik im Bad löst sich
- das elektrische Steuerungspaneel fällt immer wieder aus der Wandkulisse
- der Klapptisch funktioniert nicht richtig
- die Bordelektrik ist falsch angeschlossen, und zwar mit umfangreichem Fehler
- die Wasserpumpe baut keinen ausreichenden Druck auf
- und noch vieles mehr

Mag sein, dass derartige Probleme zum Teil einfach dazu gehören mögen.
Aber Hymer nimmt für sich in Anspruch, die teure Lösung unter den Anbietern zu sein. Und für ein mit ca. 100000€ nicht gerade günstiges Modell Grand Canyon S kann man dann doch erwarten, dass SOLCHE Probleme dann nicht als erstes auftauchen, oder? Für das gleiche Geld gibt es ein Schwabenmobil, La Strada, CS etc. und die haben andere Standards.

Noch nie aufgefallen?

Promobil: Prüft Ihr denn sowas auch mal?

Diana van Heide 18. Oktober 2017, 09:24 Uhr
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