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Bußgeldkatalog fürs Ausland

Verkehrssünden werden jenseits der Grenze teuer

Verkehrsverstöße werden in europäischen Ländern oft mit höheren Strafen als hierzulande geahndet Foto: ADAC

Verkehrsverstöße werden in europäischen Ländern oft mit höheren Strafen als hierzulande geahndet.

30.03.2011

Um hohe Bußgelder zu vermeiden, rät der ADAC Autofahrern, die ins Ausland reisen, sich vorab über die dortigen Verkehrsvorschriften zu informieren. Denn seit 28. Oktober 2010 können nichtbezahlte Bußgelder aus den anderen 26 EU-Ländern auch in Deutschland vollstreckt werden.

Wer Geldbußen im Ausland nicht sofort bezahlt, muss in vielen Ländern mit höheren Strafen rechnen. Besonders drastisch zeigt sich hier Griechenland. Dort kostet etwa ein Überholverstoß nach zehn Tagen bereits 700 Euro (statt 350 Euro bei Sofortzahlung).

Beispiele für die Strafen:
 - Eine Trunkenheitsfahrt in Dänemark kann einen Monatsverdienst kosten, ein Parkverstoß in Spanien bis zu 200 Euro.

- Norwegens Bußgeldkatalog  hat nicht nur für Rotlicht und Überholverstöße mit jeweils 670 Euro die höchsten Strafen der aufgeführten Länder, auch zu schnelles Fahren ist hier am teuersten. In Finnland und Schweden drohen ebenfalls hohe Sanktionen.

- Wer in Italien mit dem Handy am Ohr erwischt wird, den erwartet eine Strafe von mindestens 150 Euro. In den Niederlanden werden 180 Euro fällig. Bei einer Alkoholfahrt mit mehr als 1,5 Promille in Italien wird das Fahrzeug beschlagnahmt und enteignet. In Spanien droht bei über 60 km/h zu schnell oder bei Trunkenheitsfahrten mit mehr als 1,2 Promille eine Haftstrafe von wenigstens drei Monaten.

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