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Globe-Traveller Rookie (2018)

5-Meter-Campingbus mit Heckbad und Stockbetten

Globe Traveller Swift (2017) Foto: Bernd Thissen 9 Bilder

Mit dem Rookie erweitert die polnische Marke ihr Programm auch auf den kleineren Fiat-Transporter, den Talento. In der Fünf-Meter-Karosserie mit Serienhochdach steckt ein neuartiges Ausbaukonzept für zwei oder gar drei Personen.

23.10.2017 Jürgen Bartosch, Sophia Pfisterer 1 Kommentar

Globe-Traveller steht für ungewöhnliche Ausbauideen. Der neue Rookie auf Fiat Talento macht da keine Ausnahme.Der erste Blick in den kompakten Camper offenbart wenig Ungewöhnliches: Rechts steht die Küchenzeile an der Schiebetür, gegenüber die Sitzgruppe, die mit einer schmalen Rückbank für insgesamt drei Personen gedacht ist. Doch Moment: Im Heck führt eine Tür in den kleinen Waschraum mit Toilette und Duschgelegenheit. Und wo soll man schlafen?

Stockbetten im Globe-Traveller Rookie

Globe Traveller Swift (2017) Foto: Bernd Thissen
Die Etagenbetten im Rookie sind groß genug für zwei Erwachsene.

Hier kommen die cleveren Umbauideen für drei Betten ins Spiel. Aus der Sitzbank mit Verlängerungspolster im Heck wird Bett eins (195 x 72 cm). Eine zweite Verlängerung plus ein von der Wand klappbares Teil ergibt Bett zwei (195 x 65cm). Und Nummer drei? Dazu wird das untere Bett höher gesetzt. Klappt man dann Sitztruhenwände und Podestboden zur Seite, kommt eine dritte Matratze als Notbett zum Vorschein – eventuell auch als Hundebett nutzbar.

Die kompakten Maße sollen den Globe-Traveller Rookie zu einem perfekten Alltagsfahrzeug machen. Die Länge von unter fünf Metern macht ihn somit fast wie einen Pkw nutzbar. Mit einer Einschränkung: In Tiefgaragen kommt er aufgrund seiner Höhe von 2,54 Metern eher nicht.

Mit dem Rookie wendet Globe-Traveller sich an Sportlich-Aktive, die spontan wegfahren wollen und nicht immer nur Campingplätze aufsuchen. Der kurze Camper begeht Wege fernab des Mainstreams und kommt auch gut inmitten einer Großstadt oder in kleinen Bergsiedlung unter. Der Bus Fiat-Talento-Basis bewährt sich laut Globe-Traveller auch auf Wald- und Feldstraßen, da er wendiger als seine großen Campingbrüder auf Ducato-Basis ist.

Der Rookie bringt dank des Badezimmers im Heck und der Küchenzeile, die im Stehen genutzt werden kann, eine umfassendere und komfortablere Campingausstattung mit als andere 5-Meter-Busse. An Bord ist alles, was man für einen Campingurlaub benötigt: Eine Dometic Cassettentoilette, eine Truma Combi Dieselheizung, Kühlschrank, Edelstahl-Herd und Zwei-Flamm-Kocher. Die Duschwanne in dem abgetrennten Bad im Heck neben der Schlafgelegenheit ist 49 x 56 Zentimeter groß. Nur kuscheln im Doppelbett ist eben nicht drin.

Daten und Preis

Preis: ab 50.663 Euro
Basis: Fiat Talento, Kastenwagen, Frontantrieb, ab 92 kW/125 PS
Gesamtgewicht: 2980 kg
Länge/Breite/Höhe: 4999/1960/2540 mm
Empfohlene Personenzahl: 2–3
Baureihe: Der Rookie ist der erste Fiat-Talento-Ausbau der Marke. Eine weitere Variante auf dem längeren Radstand ist angedacht. Das Gros der Modelle setzt auf den Fiat Ducato.

Neuester Kommentar

Der Globe-Traveller Rookie stellt eine bemerkenswerte Alternative zum Westfalia Club Joker dar.

Im Rookie ist es zwar recht eng und zunächst wirklich ein merkwürdiges Raumgefühl, aber dieses eine Auto kann dafür etwas ganz Besonderes.

Es gibt in der Tat Anwendungsfälle für Singles und auch Menschen, die bis hin zu beruflichen Gründen alleine unterwegs sind / sein müssen.

Auf 5m gibt es nicht viele Lösungen, darunter aber nahezu keine Lösung, die einem den vollwertigen Ersatz für ein Hotelzimmer bietet.
Es war schon immer faszinierend, was durch wenige Zentimeter Länge oder Breite plötzlich für ein Sprung möglich wird von VW California auf z.B. Westfalia Amundsen 540 D. Das ist der innere Sprung von Bulli Enge auf 'vollwertiges Wohnmobil' glaubt man als Neuling.

Komplex wird es nun, wenn man von den Maßen eines 5,40m Ducato wieder deutlich runter geht und versucht, vollwertige Bereiche eines Wohnmobiles beizubehalten.

Im Rookie ist das auf völlig mutige und fast schon kranke Art und Weise gelungen. Das Auto bietet auf 5m und eher normaler Breite ein Bad, das oft noch nicht mal große Konzepte an Bord haben. Küche für diese Größe perfekt. Die Dinette, angenehm und durchdacht. Die Betten mutig, aber einfach da und es kann losgehen.

Wer vor allem aus Sicht der Singles, Trickser und Gelegenheitsnutzer erster Stunde den Schritt versuchen mag, der hat mit dem Rookie echt eine 1-Personen-Burg in der Tasche. Gerade für Dienstreisende doch mal eine Überlegung, anstelle eines repräsentativen Audi A6 Variant mit Staustress und Hotelsuche einfach auf den gleichteuren Rookie als Langstreckenmotel zusetzen.

Stau - ich setz mich in meine Lounge und entspanne 50cm hinter dem Cockpit.
Toilette - klar, wenn ich mal muss, dann einfach kurz anhalten. Jederzeit und super hygienisch.
Hunger - alles einsatzbereit an Bord.
Durst - keine Frage. Auch Kaffe.
Müde - hau Dich hin, es wird überall gut tun und helfen, fit zu sein.
Kleidungswechsel - zieh Dich um, Schrank fährt mit.
Auf Termin warten - geh in Dein 5m Zimmer und nutze die Zeit effektiver.

Es erfordert in der Tat fast zuviel Mut, die Zögerlichen für solche Zwecke sogleich mit einem Angebot für einen 5,40m Ducato Bomber abzuholen.

Das Bulli Format hat sich eine ordentliche Akzeptanz in der Gesellschaft des Berufsverkehrs und auf allen engeren Parkplätzen samt aller Beweglichkeit erarbeitet.

Der Rookie ist sogar nochmal deutlich kürzer als der Westfalia Club Joker - im Gegensatz dazu jedoch noch ernster und echter mit Wohnmobilfunktionalität versehen, als dies beim Club Joker der Fall wäre.

Aus irgendwelchen Gründen schafft der Club Joker es nicht so leicht, als neue Idee für Singles, junge Paare, Berufsdienstler und viele mehr Berücksichtigung zu finden, was ich unbegründet finde. Klar ist der Joker teuer, aber Qualität hat seinen Preis.

Mit diesem Rookie könnte das alles anders werden. Aber gerade hier wird es eine Frage des Marketings sein, denn (beispielsweise!) einen A6 Kunden holt man nicht eben mal mit links in ein Nutzfahrzeug.

Und bereits schon wieder jammerschade, dass unsere polnischen Freunde zwar geniale Konzepte bauen, aber es noch nicht mal schaffen, das eigene Produkt auf die Webseite zu stellen. Preislisten gibt es ebenso wenig wie die Chance auf einen gut funktionierenden Auftritt in deutsch. Angesichts der angepeilten Absatzmärkte wäre dies aber die erste Pflicht, wenn ich auch was verkaufen will.

Ein direkter Vergleich zwischen Rookie und Club Joker wäre tatsächlich interessant.
Und warum gibt es so einen innovativen Riss nicht von Westfalia?

Diana van Heide 2. November 2017, 09:30 Uhr
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