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Horrorszenario Geisterfahrt

Richtiges Verhalten mit dem Reisemobil

Report: Vergleichsfahrt Foto: Ingolf Pompe, Christian Hass, Thiemo Fleck

Ob selbst Falschfahrer oder Augenzeuge einer Geisterfahrt – beides sind Horrorszenarien. 3000 Meldungen gibt es im Radio jährlich. So verhalten Sie sich mit dem Reisemobil dabei richtig.

Wie eine repräsentative forsa-Studie im Auftrag des Online-Versicherers CosmosDirekt jetzt ergab, kam 28 Prozent der deutschen Autofahrer bereits einmal ein Fahrzeug entgegen, das in die falsche Richtung unterwegs war. Mehr als jeder dritte Autofahrer (36 Prozent) hat sich gar selbst schon in der Fahrtrichtung geirrt.

Tipp 1: Falschfahrer melden

Fast alle Radiohörer kennen Durchsagen, nach denen aktuell ein Falschfahrer unterwegs ist. Wegen der hohen Geschwindigkeiten sind Geisterfahrten auf Autobahnen und Schnellstraßen besonders bedrohlich. Für Reisemobilisten auf der Strecke bedeutet diese Nachricht ernsthafte Gefahr. Und nicht immer können sie vom Verkehrsfunk gewarnt werden. Daher: Wer einem Geisterfahrer begegnet, ohne vorher eine Durchsage im Radio gehört zu haben, sollte umgehend die Polizei verständigen, damit andere Verkehrsteilnehmer gewarnt werden können.

Tipp 2: Geschwindigkeit verringern – Abstände vergrößern

Neben einer Warnung gibt der Verkehrsfunk zumeist den Hinweis, sich möglichst weit rechts zu halten und nicht zu überholen. Zudem sollten Reisemobilisten die Geschwindigkeit verringern, die Warnblinkanlage einschalten und den Sicherheitsabstand zum Vordermann vergrößern. Trotz der Gefahr sollten Autofahrer versuchen, Ruhe zu bewahren und konzentriert zu bleiben. Es empfiehlt sich, den nächsten Parkplatz anzusteuern. Da die Streckenabschnitte, auf denen Geisterfahrer gemeldet werden, zumeist klar eingegrenzt sind, dauert es oft nicht lange, bis die Gefahr vorüber ist.

Tipp 3: Keine eigenmächtigen Wendemanöver als Geisterfahrer

Mehr als ein Drittel der deutschen Autofahrer (36 Prozent) gibt an, selbst schon einmal in der falschen Fahrtrichtung unterwegs gewesen zu sein. Die meisten nennen als Ursache dafür mangelnde Ortskenntnisse (66 Prozent). Auch Ablenkung oder Unaufmerksamkeit hat bei vielen dazu geführt, versehentlich die Gegenrichtung einzuschlagen (42 Prozent). Ferner gibt jeder Vierte (25 Prozent) schlechter Sicht oder Dunkelheit die Schuld.

Sobald Autofahrer ihren Fehler bemerken, sollten sie vom Gas gehen, ihre Warnblickanlage einschalten und entgegenkommende Fahrer außerdem mit der Lichthupe warnen. Schäden können Falschfahrer verhindern, indem sie ihren Wagen am Rand zum Stehen bringen. Dort sollten sie sofort aussteigen und die Polizei benachrichtigen. Wichtig ist vor allem, keine eigenmächtigen Wendemanöver ohne Fahrbahnsperrung durchzuführen.

Wer haftet im Schadensfall?

Für entstehende Schäden eines Falschfahrers am Ihrem Reisemobil kommt im Regelfall dessen Kfz-Haftpflichtversicherung auf. Voraussetzung ist allerdings, dass der Geisterfahrer nicht vorsätzlich gehandelt hat.

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