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Gasflasche zum selbst tanken

Gas von der Zapfsäule? Das geht europaweit mit der Tankflasche.

Wer viel und weit reist, kennt das Problem: Während in Deutschland graue Gasflaschen fast überall problemlos getauscht werden können, hat man im Ausland oft seine liebe Not, zur Neige gehende Brennstoffvorräte wieder aufzufüllen. Flaschenanschlüsse sind nun mal nicht EU-genormt, weshalb es auch keine wirklich zuverlässige Möglichkeit gibt, den Gasnachschub sicherzustellen.
Besitzer von Reisemobilen mit Gastanks haben es besser: Da es europaweit ein Netz von Autogastankstellen gibt, kann einfach nachgetankt werden. Doch welches Reisemobil hat heute noch einen Gastank?

Die Alternative heißt Tankflasche. Wynen-Gas (Telefon 02162/356699, im Internet www.wynen-gas.de) hat die Kombination aus Gastank und Flasche im Angebot. Dabei handelt es sich um einen Gastank im Elf-Kilo-Flaschen-Format.

Der Umgang mit dem Behälter ist simpel: An einer Autogastankstelle wird der Zapfhahn angedockt - und los geht’s. Zwar gibt es gerade im Ausland oft unterschiedliche Anschlüsse, doch die Tankstellen haben passende Adapter "in 95 Prozent aller Fälle“, so Willi Wynen. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann die gängigsten Adapter selbst kaufen.

Ein Schwimmer in der Flasche schaltet die Gaszufuhr automatisch ab, sobald 80 Prozent gefüllt sind. Dies ist notwendig, weil das Flüssiggas in der Flasche Raum benötigt, um in den gasförmigen Zustand überzugehen. Während herkömmliche Gasflaschen nach Gewicht befüllt werden, misst die Autogaszapfsäule in Litern, der Schwimmer verhindert so eine gefährliche Überfüllung.

Wahlweise gibt es die Tankflasche in zwei Ausführungen: Die einfache Version für 235 Euro muss zum Füllen aus dem Gaskasten gehoben werden, die 278 Euro teure Variante kann dank der seitlichen Befüllungsöffnung im Fahrzeug bleiben. Das ist komfortabler und erspart Diskussionen an Tankstellen, die aus Sicherheitsgründen keine außen stehenden Flaschen befüllen dürfen.

Wie fest eingebaute Gastanks muss die Tankflasche alle zehn Jahre von einer zugelassenen Überwachungsstelle überprüft werden. Die Kosten dafür: rund 80 Euro.

Ein Verzeichnis der Autogastankstellen gibt es bei Wynen oder dem Flüssiggas-Verband DVFG (www.dvfg.de).

In Spanien ist das Befüllen des Tanks allerdings ebenso verboten wie das der herkömmlichen Flaschen. Somit bleibt das beliebte Urlaubsland auch weiterhin ein Notstandsgebiet beim Thema Gasversorgung.

Abgesehen davon jedoch stellt die Tankflasche eine sinnvolle Ergänzung der herkömmlichen Elf-Kilo-Flasche dar. Reisemobilisten, die viel im Ausland unterwegs sind, haben dort, wo herkömmliche Flaschen nicht getauscht oder befüllt werden, einfach eine Sorge weniger.

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