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Froli: Aus einem Guss

Leichtbau macht’s möglich: Froli baut einen 6,75 Meter langen 3,5-Tonnen-Integrierten.

Halbheiten gibt es für Heinrich Fromme nicht. So war es nur logisch, dass der 71-jährige Chef des Froli-Kunststoffwerkes im ostwestfälischen Liemke nur ein Jahr nach dem Einstieg in die Gilde der Reisemobilhersteller einen Integrierten vorstellt. Wie schon das Erstlingswerk, der Froli-MoHom-Teilintegrierte, ist der schnieke, 6,75 Meter lange Integrierte mit einer Fülle von technischen Raffinessen gespickt.
Allen voran die glatte Hülle: Durch den Einsatz von Verbundfaserstoffen ist sie extrem leicht, dabei aber höchst stabil und wärmedämmend. Stolz verweist Fromme darauf, dass es das Dach auf einen U-Wert von 0,26 bringt – ein Isolationsfaktor, der sogar im Hausbereich sensationell ist. Konsequente Gewichtseinsparung bewies der Kunststoff-Spezialist auch bei der Frontpartie: Gerade mal 34 Kilogramm bringt das Karosserieteil mit den charakteristischen drei Streifen über den schick gestalteten Scheinwerfern auf die Waage. Durch den Einsatz von Karbon soll es in der Serie sogar noch leichter werden. So erklärt sich auch die vermeintliche Quadratur des Kreises: dass das stattliche Mobil noch unter die 3,5-Tonnen-Grenze fällt und dabei eine halbe Tonne Zuladung bieten soll – obwohl unter dem Aufbau ein kräftiger (und schwerer) Mercedes Sprinter 416 mit Zwillingsbereifung brummelt.

Anders als der MoHom besticht der neue Froli-Integrierte durch eine harmonische Linienführung außen wie innen. Weil es am Aufbau mit der GfK-Haut keine Naht zwischen Bugmaske und Wänden gibt, wirkt er wie aus einem Guss. Hochwertiges bestimmt auch den Innenraum, etwa die teuren Haushaltsarmaturen in Bad und Küche. Der konsequente Leichtbau und die Qualitätsphilosophie haben freilich ihren Preis: Die Integrierten kosten mindestens 100 000 Euro. Interessenten haben die Wahl zwischen der Mercedes- und der Iveco-Basis. Zwei Aufbaulängen – 6,75 Meter und 7,25 Meter – sollen auf dem Caravan-Salon präsentiert werden. Klar, dass in dieser Preisklasse Holzdekore, Einbauten und Polster individuell gewählt werden können. Froli meint es ernst als Reisemobilhersteller: Für den Integrierten entstehen etliche Arbeitsplätze, und es wird eigens eine neue Halle gebaut.

Gesucht: Der Name des Objekts

Wie soll der Neue heißen? Noch steht der erste Integrierte von Froli quasi jungfräulich in der Produktionshalle in Liemke – ohne Endlackierung und ohne Namen. Nur das neue Logo der jungen Mobil-Marke prangt schon stolz in einem goldenen Oval auf dem Kühlergrill. Zur Namenssuche sind die promobil-Leser eingeladen: Wenn Sie einen Vorschlag haben, schreiben Sie einfach eine Postkarte unter dem Stichwort „Froli-Name" an die Redaktion promobil, 70162 Stuttgart. Die acht besten Vorschläge werden mit wertvollen Preisen honoriert; Hauptgewinn: ein Bettsystem im Wert von rund 2000 Euro.

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