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  1. #1
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    Standard Efoy und Lifepo4 richtig dimensionieren

    Hallo liebe Forumsmitglieder
    Ich habe mal eine Frage an alle Ahnungshabenden, wozu ich (noch) nicht gehöre.
    Seit nichtmal drei Wochen sind wir , Anja und Andreas, stolze Besitzer eines Eura Mobil A 600 EB , Bj.2008. Wir haben uns für dieses Modell entschieden weil es uns für den geplanten Einsatz zum Ski und Wintercamping am geeignetsten erscheint.
    Dabei wollen wir weitgehend möglich gerne Autark stehen.
    Eben zu diesem Zweck sind wir aufgrund von Recherche im Netz über die Möglichkeit der erweiterten Batteriekapazität von besagten Lifepo4 Batterien
    und der lautlosen Stromerzeugung mittels Efoy Brennstoffzellen gestoßen.
    Aber da wir noch so keinerlei Erfahrung über den tatsächlichen Stromverbrauch unseres Womo`s haben dachten wir "Hier wird dir Geholfen"
    Was ich euch als Grundlage mit auf den Weg geben kann ist, das der Wagen über eine Alde 3010 Heizung verfügt. Die ja beim Wintercamping wohl den ganzen Tag eingeschaltet bleibt. Das wir in den nächsten Tagen alle Lampen im Fahrzeug auf LED umbauen wollen. Und ausser Handy und Laptop laden wohl höchstens mal eine Kaffeemaschine betreiben werden.
    Ab hier beginnt dann der Moment wo ich Schweißperlen auf der Stirn bekomme. Weil komplett ohne Ahnung und Erfahrung ich mich doch sehr schwer tue eine vernünftige Aussage darüber zu sprechen in wieweit hier nach bzw. umgerüstet werden müsste.
    Einfach die vier alten zusammen ca 400AH Agm raus und eine 200Ah Lifepo4 Arctic! rein. Oder nur ein Efoy in Grösse 80 ? 140 ? 210 ?
    Oder direkt beides?
    Was bringen besagte Ladebooster? Kann man die auch auch nach einem Efoy verbauen und somit dessen Kapazität erhöhen.
    Langt eine 100Ah lifepo in Kombi mit Efoy 80 .... Oder besorgt man sich einfach nur erstmal ein Honda Stromerzeuger?
    Ach ich weiß es einfach nicht.
    Deshalb. Ist hier wer der selbiges Problem auch schon hatte und DIE Lösung gefunden hat.

    Über einfache gute Antworten würde ich mich sehr freuen. Ohne jetzt watt mal Pie durch Volt hoch zehn.

    MfG Andreas

  2. #2
    Kennt sich schon aus  
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    Standard AW: Efoy und Lifepo4 richtig dimensionieren

    Hallo Andreas,

    mal so als Basiswissen:
    Bei LIFePO4-Akkus gibt es zwei Varianten, die mit Y (also LIFeYPO4) und die ohne.
    Die Akkuzellen mit Y sind, was das Ladeverhalten unter 0°C angeht die erste Wahl, denn die können das ab ohne das eine zusätzliche Heizung im Akkugehäuse benötigt wird.
    Beim Entlade sind beide Varianten unter 0°C im Verhalten gleich.

    Als Interessent muss man sich nun die Frage beantworten: Wird es am Einbauort des Akkus im Wohnmobil kälter als 0°C?

    Das nächste interessante Thema bei LiFe(Y)PO4 ist der maximale Strom den der Akku dauerhaft abgeben kann, denn ihr wollt eine Kaffeemaschine (ich setzte mal 1500W an) betreiben. Der Akku muss also bei 12V (idealisiert) 125A liefern. Da kommen aber noch Verluste vom Wechselrichter dazu. Somit sollte man Ansatzweise von 150A ausgehen.
    Nun sind die Akkus entweder mit einem Batteriemanagementsystem (BMS) ausgerüstet oder haben explizit ausgeführte Balancer und programmierbare Schaltrelais für die Überwachung der Über- bzw. Unterspannung. Gerade bei den verwendeten BMS ist oft das Problem, dass sie nur begrenzt einen Entladestrom zulassen. Die explizit aufgebaute Variante kann höhere Ströme liefern.

    Soviel erst Mal ganz grob zu den LIFe(Y)PO4.

    Der Ladebooster hängt zwischen Lichtmaschine/Starterbatterie und Wohnraumakku und fungiert auch als Trennrelais. Seine Aufgabe ist es dem Wohnraumakku während der Fahrt mit einer stabilisierten Ladespannung zu versorgen, egal was von der Lichtmaschine kommt. Dabei gleicht er auch den Spannungsfall über den Stromleitungen aus. Beim Ladestrom ist zu sagen, dass er nur ein optimierter Übertrager ist, er kann keine Energie erzeugen, d.h. er kann keine zu schwache Lichtmaschine ersetzten.
    Was der Booster noch kann ist den Ladestrom zu begrenzen, denn ein leerer Wohnraumakku kann sehr durstig sein, was den Ladezweig sehr stressen kann.

    Ob Du einen Ladebooster benötigst ist von mehreren Parametern abhängig, z.B. Entfernung zwischen Starterbatterie, Trennrelais und Wohnraumakku. Querschnitt der Verbindungsleitungen und den tatsächlich auftretenden Ladeströmen.

    Zum Efoy kann ich nicht ganz soviel sagen. Bei der Auslegung der Größe sollte der Tagesverbrauch von dir im Winter im Vordergrund stehen, denn du willst ja mit dem Efoy nachladen was du verbrauchst.
    Gruß, Holger

    Erste Reise mit Adria TWIN 640 SLX nach Südnorwegen, zweite Reise mit Elnagh Baron 73 entlang der Mosel, zukünftige Reisen mit eigenem Knaus Van TI Platinum Selection 650 MEG

  3. #3
    Stammgast   Avatar von biauwe.de
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    Standard AW: Efoy und Lifepo4 richtig dimensionieren

    Zitat Zitat von hmarburg Beitrag anzeigen
    Die Akkuzellen mit Y sind, was das Ladeverhalten unter 0°C angeht die erste Wahl, denn die können das ab ohne das eine zusätzliche Heizung im Akkugehäuse benötigt wird.
    Und ein Efoy verträgt generell keine 0°C.
    Beides zusammen hält sich dann gegenseitig warm.
    Gruß Uwe.

    Eura Mobil Terrestra 710 HB, Solarkraftwerk 850 WP, 442Ah LiFeYPO4 Akku,http://www.unki2010.de/sonoff.htm, fast völlig autark

  4. #4
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Efoy und Lifepo4 richtig dimensionieren

    Klasse Beitrag Holger!

    Aus meiner Sicht ist eine Efoy aus der Zeit gefallen und schon immer die teuerste Art Strom zu erzeugen. Außerdem muss man stets die Efoy Tankpatronen zu Apothekenpreisen kaufen. Dann lieber eine ausreichend große LifePO4 einbauen.

    Gruß Bernd
    Hymer ML-T 580 4x4 auf www.mobilloewe.de

    Streiten geht schief, wenn der Respekt voreinander fehlt.

    Moderation im promobil Forum und PNs an Moderatoren, sowie das geschriebene Wort.


  5. #5
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    Standard AW: Efoy und Lifepo4 richtig dimensionieren

    Und meine Erfahrungen:
    8 Jahre mit 200Ah AGM und 240Wp Solar, bei ca. 150 Tage/Jahr Nutzung von März - Oktober (bis auf sehr wenige wirklich dunkle Regentage ohne Sonne) kein Landstrom,
    Oktober bis März zu 90% Landstrom - da reichte die Batteriekapazität bei leider nur für max. 3 Tage "Freistehen".

    Unser Verbrauch im Sommer ~15-20 Ah/Tag und im Winter ~30-40 Ah/Tag.
    Dann nach 8 Jahren waren die AGM am Ende - nur noch 70% Kapazität und das war für die Kaffeemaschine über den WR dann nicht genug - die Spannung brach zusammen.

    Also jetzt mit einer 200Ah LiFePo4 ohne (Y) denn meine Zellen können ab -5°C ohne BMS geladen werden und unter -5°C regelt das BMS die Ladung (was es ja sowieso immer macht)
    Wenn wir dann vielecht bald wieder Fahren dürfen, werde ich die LiFePo4 erst einmal nur mit meiner 240Ah Solaranlage testen - ich denke es wird ausreichen.
    Wenn nicht, dann werde ich wohl einen kleinen Ladebooster einbauen, mal Abwarten.

    Zum Honda - geht nach meiner meinung garnicht - auf vielen SP und CP ist ein Jockel verboten und auf den anderen Plätzen gibt es nur Ärger mit den Nachbarn und nur für die paar Mal wo ich vieleicht irgendwo alleine im Wald stehe ist so ein Gerät unnütz.

    Zur Efoy würde ich auch sagen - die Zeit ist verbei.
    Schöne Grüße
    Volker

  6. #6
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    Standard AW: Efoy und Lifepo4 richtig dimensionieren

    Hallo Holger und Uwe
    Vielen Dank für eure schnellen Antworten. Also ein Ladebooster ist schonmal nicht das wie ich dachte. Kann den Strom nicht irgendwie sagen wir mal vermehren.
    Und wegen der Efoy und 0C ja das hab ich schon gelesen aber während der Ausflüge würde diese ja im beheizten Doppelboden stehen und ansonsten soll der Ein-Ausbau
    recht flott gehen bei nicht Betrieb. Die Batterieschächte befinden sich allerdings unter dem Doppelboden. Sind sozusagen aussen angebracht. Deswegen dachte ich da an diese Arctic Variante. mit dem Y muss ich nochmal nachschauen.
    Gruß Andreas
    P.S. Uwe Sorpe und Arnsberg sind nicht weit weg. Kommen aus Neuenrade

  7. #7
    Stammgast   Avatar von biauwe.de
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    Standard AW: Efoy und Lifepo4 richtig dimensionieren

    Zitat Zitat von Strickte Beitrag anzeigen
    P.S. Uwe Sorpe und Arnsberg sind nicht weit weg. Kommen aus Neuenrade
    Andreas, z.Z. sind wir in Schweden für ein paar Monate, aber im Sommer...
    Gruß Uwe.

    Eura Mobil Terrestra 710 HB, Solarkraftwerk 850 WP, 442Ah LiFeYPO4 Akku,http://www.unki2010.de/sonoff.htm, fast völlig autark

  8. #8
    Kennt sich schon aus   Avatar von Susanne
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    Standard AW: Efoy und Lifepo4 richtig dimensionieren

    Bernd,
    ne Efoy ist eigentlich perfekt fürs Womo.
    Man kann sehr viel Ah mit sehr wenig Gewicht mitnehmen.
    Die Zelle 10-12Kg und je 100Ah in Form von Methanol etwa 1kg
    Macht bei 1900Ah rund 30kg, und das würde bei den allermeisten locker ne Skiwoche in Strom verschwenderischer Weise decken.
    Dazu ein LiFePo als Puffer von vielleicht 150Ah

    Aber
    Sie hat drei grundlegende Fehler.
    1. der viel zu teure Geräte Preis
    2. die Haltbarkeit zum gelieferten Strom
    3. die Kosten des Brennstoffs

    Sprich, wenn man in der Lage wäre(ist) regelmäßig Geld zu verbrennen ohne das es einen stört,
    die perfekte Stromquelle.

    Ich kannte einen persönlich, der hatte weil autarker Ski Camper mit Concorde 2x2400pro verbaut,
    also echter möglicher (Lade)Strom rund 14A pro Stunde möglich und gleichzeitig noch genutzte Abwärme im Winter von 400W im Betrieb.

    Da ich nur eine 2400erpro habe und ein armes Würstchen bin,
    wird meine eben nur für den sehr seltenen Notfall eingesetzt.

    Den Brennstoffpreis kann man mindern indem man hochreinen medizinischen Methanol kauft,
    der kostet dann etwa ein Drittel, beim Hersteller.

    Zum TE,
    wenn dann wenigstens die 210er der "Plastik" Efoy, darunter ist es meiner Meinung nach zu wenig Strom.
    Das wichtigste was man bei Deiner Frage Antworten kann, Verbrauch richtig Einschätzen Errechnen, Steh und Fahrt Zeiten richtig Einschätzen, und danach entscheiden wie ich die dafür benötigte Energie mitnehme oder erzeuge.

    Und dann eben auf sein "Zwiebelleder" schauen wie man das umsetzen kann oder will.

    Ps.
    Efoy und 0°C, was meint ihr damit, die ist bis -20°C selbst schützend, was aber natürlich auch Methanol verbraucht und Bh/Lebesnzeit kostet
    Geändert von Susanne (Gestern um 14:30 Uhr)

  9. #9
    Stammgast   Avatar von clouliner1
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    Standard AW: Efoy und Lifepo4 richtig dimensionieren

    Gut ist wenn man alles hätte und Geld keine Rolle spielt. Also Solar, Generator und Efoy. Wegen den genannten Nachteilen wollte ich nie eine Efoy haben, gut finde ich sie trotzdem!
    Ich beherrsche schon den sensiblen Umgang mit Moppel, lasse ihn mir aber auf einem Parkplatz nicht verbieten wenn ich Strom brauche, denn dafür habe ich ihn ja eingepackt.
    Auf einem CP oder Stellplatz mit Stromangebot braucht man kein Moppel zu verbieten, den würde ja eh keiner anmachen wenn es Steckdosen gibt.
    Gruß Thomas

  10. #10
    Kennt sich schon aus   Avatar von Omniro
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    Standard AW: Efoy und Lifepo4 richtig dimensionieren

    Wir haben eine EFOY und sind seit Jahren zufrieden mit der Kombi.
    Der Preis ist nicht günstig, die Technik unschlagbar. Leise und immer dann, wenn weder Ladebooster noch Solar Strom liefern unsere Rettung.
    Wir verbrauchen pro Jahr ca. 3 Kanister Methanol.
    D.h., die EFOY läuft gar nicht so oft, aber wenn wir sie brauchen, war keine andere Möglichkeit gegeben Strom zu generieren.
    Und ja, am Strom wollen oder können wir aus verschiedenen Gründen nicht sparen.

    EFOY hat jetzt eine neue Kombi am Start: Eine Lithium in Verbindung mit einer EFOY. Ich habe die Details nicht im Kopf, aber das Argument ist, mit einer 100er plus EFOY bist du immer perfekt ausgestattet.

    Gruß
    Jürgen

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