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  1. #71
    Kennt sich schon aus  
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    Standard AW: Sind Wohnmobile die neuen Hassobjekte des "Spiegels"?

    Hallo Hans,

    "Es gibt 3 Möglichkeiten:
    1. Wir haben eine Lobby (Fachpresse, ADAC etc)
    2. Es wird ein Lobby-Verein gegründet
    3. Wir sandeln in Foren weiter rum oder halten den Rand."

    Zu 3.: Wir werden mit Sicherheit weiter rum sandeln und allerdings nicht den Rand halten. Es nützt nur nichts, solange wir uns das gefallen lassen. Wir haben eigentlich die Macht mit unserem Geld. Wenn wir zu diesen Missständen NEIN sagen und diesen "Schrott" nicht abnehmen, haben die Hersteller auf Dauer keine Chance.
    Zu 1.: Unsere "Lobby" ist finanziell von den Herstellern abhängig. Die wird sich freiwillig keine Probleme einhandeln.
    Zu 2.: Wir können nur als Kunden gemeinsam diese Problematik beim Kauf angehen, indem nur Wohnmobile gekauft werden, die gewichtsseitig passen. Nur dann wird von den Händlern Druck auf die Hersteller ausgeübt. Positive Veränderungen gehen immer nur von unten nach oben. Negative dagegen von oben nach unten!!
    Gruß Hajo

  2. #72
    Kennt sich schon aus   Avatar von der bienenkönig
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    Standard AW: Sind Wohnmobile die neuen Hassobjekte des "Spiegels"?

    Ewiges Thema Gewicht.
    Ich hab nicht alles gelesen nur mal meinen Senf dazu:

    Ich hab aktuell nen Knaus LiveTi MF590 also vergleichsweise klein mit nur 6,50m Länge und eigentlich nur für 2 Personen gedacht (oder eben ne halbe zusätzlich auf der Dinette, wenn man wie wir noch ein kleines Kind hat oder so). Ich habe kein großen Luxus, hab weder TV/Sat, keine Klima, kein Vorzeit mit etc....
    Nur ne Markise, und 2-3 normale Fahrräder drauf, mehr nicht.
    Mein Wohnmobil hatte nen selbstgewogenes Leergewicht (ohne Markise und Radträger) von 2,8t.

    Wenn der Wassertank und Dieseltank voll ist und wir 3 (2x Erw. und 1x 6jähriger) abreisebereit auf der Waage stehen sind wir bei 3,4t.
    Heisst Markise, Fahrräder, Campingzeugs, Lebensmittel, Klamotten, reichlich dabei um auch 1Woche ohne einkaufen zu überleben und Wasser incl der Personen machen 600kg...!
    Und ich bin mit 85kg nicht fett, meine Frau mit 65kg auch nicht, und unser Spross mit 25kg auch nicht. Da gibt´s andere Kaliber als Wohnmobilbesatzung
    Mit dem Frischwassertank könnten wir noch spielen, wobei ich der Meinung bin ich bin froh wenn ich unterwegs auch Wasser habe, und frei stehen kann...mit 20l loszufahren fände ich sinnlos. Aber das zeigt ich komme nur grad so hin. Für mich reicht das.
    Ich habe mir das Wohnmobil auch nicht so ausgesucht, das gabs halt geschenkt, also isses so und ich arrangiere mich damit.
    Wir waren vorher Wohnwagencamper....und sind so aufs Wohnmobil umgestiegen.

    Wenn der Spross 10 oder 12 ist, werden wir uns nen kleinen Wohnwagen kaufen als "Kinderzimmer" hinten dran ans WoMo für ihn...
    das ist sinnvoller für die 5-6Jahre die er dann noch mitfährt als nen größeres Wohnmobil zu kaufen was dann zu zweit wieder zu groß wird.
    da haben wir dann auch noch Reserven.... das passt schon so für uns und ist alles möglich.

    Heisst ich komme hin mit dem kleinen Mobil und 3,5t.
    Ich könnte das Mobil auch auf 3,8t auflasten Achse vorn hat 1,8t und hinten 2,0t aber brauche ich nicht.


    Aber eben aus der eigenen Erfahrung heraus.... das es bei dem kleinen Mobil gerade so reicht....wie soll da ein Mobil was noch 1 Meter länger ist, vielleicht mit Hubbett, Satanlange, Solar, Zusatzbatterien, Hubstützen, Klima, Elektrotechnik. Trittstufe und was es alles so noch gibt....und vielleicht noch 2Personen mehr bei 3,5t bleiben.... Niemals im Leben nicht.....

    Und die Hersteller wissen das. Das ist das schlimme.


    War aber beim Wohnwagen damals nicht anders.
    Ich hatte nen Wohnwagen mit 1500kg. Leergewicht selbstgewogen war mit Markise 1050kg.
    Da war gut Luft.
    Den gleichen Wohnwagen konnte man aber auch abgelastet mit 1200kg bestellen, wenn das Zugfahrzeug oder Führerschein nix anderes hergab.
    Was dann ne Zuladung von 150kg gewesen wären....
    Muss man nicht drüber reden....

    Ich fände es besser wenn die Wohnwagen und Wohnmobile öfter mal gewogen würden.... obwohl in D die Strafen ja eher lächerlich sind....
    da wir 5km von ner Deponie weg wohnen, fahre ich eigentlich fast bei jeder Ausfahrt auf dem Weg Richtung Autobahn auf die Waage.... die 5€ tun mir nicht weh.
    Ich lag nie über 3,5t.

  3. #73
    Stammgast   Avatar von fernweh007
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    Standard AW: Sind Wohnmobile die neuen Hassobjekte des "Spiegels"?



    Grundsätzlich wäre ich auch dafür die Hersteller mehr in die Pflicht zu nehmen

    Deutlich mehr verpflichtende und offensive Aufklärung in den (Web-)Prospekten ... dann können die Verkäufer nicht mehr ganz so viel Mist erzählen
    Es gehört die 5% Fertigungs-Toleranz "verboten" ... die Waagen der Händler gehen genauso genau wie die der Polizei
    In jedem Neu-Kaufvertrag muss verbindlich das fertig konfigurierte Gewicht stehen.
    Vertragsbestandteil jedes Neukaufs sollte eine rechtsverbindliche Wiegekarte bei Auslieferung sein.

    Allerdings gehört auch ein großer Anteil Eigenverantwortung der Kunden dazu ....
    Wenn man z.B. nach fahrbereiter Masse noch 400kg Zuladung "übrig" hat, kommt ein hungerleidendes Paar damit wohl aus .... eine 4-köpfige Familie mit Wohlstandsspeck eher nicht

    Wichtig ist, dass das Gewicht offen, transparent und genau bekannt ist (z.B. ein verpflichtendes Gewichtsprotokoll) .... dann ist jeder seines Glückes Schmied.

    LG
    Dietmar
    Ein Wohnmobil ohne Hecksitzgruppe ist kaputt

  4. #74
    Kennt sich schon aus  
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    Standard AW: Sind Wohnmobile die neuen Hassobjekte des "Spiegels"?

    Zitat Zitat von ManfredK Beitrag anzeigen
    https://www.promobil.de/tipp/ueberla...mobil-strafen/

    Im Ausland teilweise deutlich kritischer als bei uns
    Danke Manfred, interessant. Demnach kann man ein 3,5t bis knapp 4 t überladen (Achslasten mal ausgeblendet) und ist mit EUR 35,- ohne Punkte dabei. Das grössere Problem wird dann sein, das Gewicht auf unter 3,5 t für die Weiterfahrt zu bringen, was durch Wasserablassen, wenn überhaupt voll, nicht möglich ist. Natürlich ist das ein Extrembeispiel und selbstverständlich möchte ich dass nicht gutheißen, geschweige denn so kalkulieren!

    Dennoch halte ich die Hemmschwelle für geringe Überladungen bis sagen wir mal 3,6-3,7 t für recht gering, weshalb das sicher viele in Kauf nehmen, zumal diese Grenze vielleicht wirklich nur bei wenigen Fahrten überschritten wird. Nur deshalb per se aufzulasten nebst dem ganten Drumerumgedöns wird sich mancher klemmen und vorsorgehalber das Maxichassi ordern.
    Bei vielen wird es eben um jene 100-200 kg gehen. Der Busgeldkatalog zumindest wird daran schon mal nicht hindern.

    Ob sich eine Versicherung in diesem Rahmen querstellen kann, weiß ich nicht, glaube ich aber nicht. Im Ausland siehts natürlich anders aus. Aber in D..... naja, ein Kavaliersdelikt halt.

    Es geht aber nicht um die Überladung durch den Nutzer.... es geht darum das ab Werk Fahrzeuge ausgeliefert werden die incl. der werkseitigen Zubehöre nicht mehr zulassungsfähig sind (Sprich 4-Personen Zulassung aber nur z.B. reale 220kg Zuladung)

    Bereits ohne die übliche Ausstattung hätte das Fahrzeug nicht zugelassen werden dürfen.
    Dazu habe ich weiter oben schon eine differenzierende Meinung abgegeben und sehe das individuell anders, weil es mMn nicht nur schwarz oder weiss, sondern viele Schattierungen in Grau gibt. Für mich ist entscheidend wieviel das Auto wiegt und nicht was es wiegen könnte (aber faktisch nie tut).

  5. #75
    Ist öfter hier  
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    Standard AW: Sind Wohnmobile die neuen Hassobjekte des "Spiegels"?

    Zitat Zitat von der bienenkönig Beitrag anzeigen
    Ewiges Thema Gewicht.
    :::
    Ich lag nie über 3,5t.
    Weil mir das ganz Heckmeck ja von meinem Wohnwagen bereits bekannt war, den wir deshalb damals im letzten Moment (Monate nach der eigentlichen Bestellung, aber noch vor der Fertigung) mit einer anderen Achse auf 1,8t aufgelastet haben, habe ich dieses Thema mehrfach und sehr ausführlich mit meinem Dealer besprochen.

    Ich habe mich auf diese ganze Vernebelungskiste mit Fahrbereit und Leergewicht usw. gar nicht erst eingelassen. Wir haben stattdessen das Gewicht des Datenblatts genommen und gemeinsam das echte (rechnerische (!)) Leergewicht ermittelt , also ohne alles, ohne Diesel und Wasser, ohne Zusatz-Einbaumöbel, Markise, Sat-Anlage, elektrische Trittstufe, ohne Radio... alles raus, komplett... also das, was das Womo ohne meine Pakete im Leerzustand wiegen 'müsste'. Wie sich hier die obligatorische Hersteller-Toleranz auswirkt, weiß ich noch nicht... mal abwarten....*hmmm*

    Und darauf haben wir dann den ganzen Bedarf, bis hin zu persönlichen Zeugs aufaddiert: 2 Personen, mit vollen Tanks und 2 Gasflaschen, techn. Zubehör, Außenmöbel, Räder, etc. Das persönliche Zeugs kenne ich vom Wowa, die Anbauten kannte der Händler. Die 3,5 t haben wir nicht erreicht, lediglich unser Hund plus Hundefutter für 2 Monate würde die Marke reissen.... aber mit 12 Jahren ist das Thema bei einem Hovawart wohl eher überschaubar. Das heißt, vorübergehend werden wir beim Wasser wohl etwas aufpassen müssen. Aber die Wiegekarte wirds irgendwann zeigen, was notwendig ist.
    Geändert von Tommylu (22.11.2020 um 12:47 Uhr)
    vg Thomas

  6. #76
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    Standard AW: Sind Wohnmobile die neuen Hassobjekte des "Spiegels"?

    Zitat Zitat von Tommylu Beitrag anzeigen
    Weil mir das ganz Heckmeck ja von meinem Wohnwagen bereits bekannt war, den wir deshalb damals im letzten Moment (Monate nach der eigentlichen Bestellung, aber noch vor der Fertigung) mit einer anderen Achse auf 1,8t aufgelastet haben, habe ich dieses Thema mehrfach und sehr ausführlich mit meinem Dealer besprochen.

    Ich habe mich auf diese ganze Vernebelungskiste mit Fahrbereit und Leergewicht usw. gar nicht erst eingelassen. Wir haben stattdessen das Gewicht des Datenblatts genommen und gemeinsam das echte (rechnerische (!)) Leergewicht ermittelt , also ohne alles, ohne Diesel und Wasser, ohne Zusatz-Einbaumöbel, Markise, Sat-Anlage, elektrische Trittstufe, ohne Radio... alles raus, komplett... also das, was das Womo ohne meine Pakete im Leerzustand wiegen 'müsste'. Wie sich hier die obligatorische Hersteller-Toleranz auswirkt, weiß ich noch nicht... mal abwarten....*hmmm*

    Und darauf haben wir dann den ganzen Bedarf, bis hin zu persönlichen Zeugs aufaddiert: 2 Personen, mit vollen Tanks und 2 Gasflaschen, techn. Zubehör, Außenmöbel, Räder, etc. Das persönliche Zeugs kenne ich vom Wowa, die Anbauten kannte der Händler. Die 3,5 t haben wir nicht erreicht, lediglich unser Hund plus Hundefutter für 2 Monate würde die Marke reissen.... aber mit 12 Jahren ist das Thema bei einem Hovawart wohl eher überschaubar. Das heißt, vorübergehend werden wir beim Wasser wohl etwas aufpassen müssen. Aber die Wiegekarte wirds irgendwann zeigen, was notwendig ist.
    Man kann es sich aber auch schwer machen. Den „Aufwand“ mit allem rauszurechnen brauchtest du doch gar nicht, weil dein/jeder Hersteller die fahrfertige Masse exakt definiert. Dann kannst Du immer noch den Diesel und das Wasser raus-...... und später wieder draufrechnen, so oft du lustig bist und mit Paketen und Optionen genauso umgehen. Deine aufwendigen Rechenwege führen also so oder so zum gleichen Ergebnis.

    Entscheidender ist doch vielmehr ob überhaupt und wenn ja an welchem Punkt man die 5% addiert. Aufs komplette durchoptionierte Auto oder nur auf die Angabe der fahrfertigen Masse?
    Es geht also auch darum ob man z.B. den Maxichassizuschlag, den grösseren Motor, das Wandlergetriebe, die Markise, die AHK, den Radträger, die Satanlage - also alles Großserienprodukte nochmal mit 5% beaufschlagt, was sich dann natürlich empfindlich aufsummiert und mglw, das ZGG erst dann in die Nähe der 3,5 t drückt.

    Wenn man mal unterstellt, dass selbst die Womohersteller mehr oder weniger in Großserie bauen, selbst ganz genau wissen was sie einbauen und was wieviel wiegt und dann die Gewichtsangaben im Prospekt auch noch stimmen, dann schützen sie sich mit der Toleranz letztlich nur gegen äußere Einflüsse. Z.B wenn Fiat oder Mercedes in der laufenden Serie irgendwas gewichtsrelevant ändert. Kommt vermutlich so gut wie nie vor. Eher dann von anderen Zulieferern wie vielleicht Außenhaut und Dach. Mit der zulässigen Toleranz sollte daraus aber kein Problem erwachsen.

    Letzlich kommts auf die persönliche Nutzung an, was das Womo am Ende wiegt. Unter oder über 3,5 t ZGG ist dann egal.
    Geändert von Nikolena (22.11.2020 um 16:25 Uhr)

  7. #77
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    Standard AW: Sind Wohnmobile die neuen Hassobjekte des "Spiegels"?

    Nikolna,
    Frage an Radio Eriwan: Stimmt das vom Hersteller ausgewiesene Gewicht im fahrfertigen Zustand? Im Prinzip ja, aber es kann je nach Model und Jahr davon abweichen. Manchmal +/- 10%.

    nun rechne mal, Hersteller X bekommt ein Fahrgestell. Facelift und mit Ad Blue. das wiegt dann schon mal 50Kg mehr. +/- 10 %, der Hersteller rechnet auch so. Dann kann es sein, wenn du Pech hast und dein Fahrzeug laut Liste fahrfertig 2800,-Kg wiegen sollte + 10 % = 3080 Kg. Alle können sie nichts dafür .

    Da hilft nur wiegen, alles andere ist stochern im Nebel

  8. #78
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    Standard AW: Sind Wohnmobile die neuen Hassobjekte des "Spiegels"?

    Zitat Zitat von oldi45 Beitrag anzeigen
    Hallo Hans,

    "Es gibt 3 Möglichkeiten:
    1. Wir haben eine Lobby (Fachpresse, ADAC etc)
    2. Es wird ein Lobby-Verein gegründet
    3. Wir sandeln in Foren weiter rum oder halten den Rand."

    Zu 3.: Wir werden mit Sicherheit weiter rum sandeln und allerdings nicht den Rand halten. Es nützt nur nichts, solange wir uns das gefallen lassen. Wir haben eigentlich die Macht mit unserem Geld. Wenn wir zu diesen Missständen NEIN sagen und diesen "Schrott" nicht abnehmen, haben die Hersteller auf Dauer keine Chance.
    Zu 1.: Unsere "Lobby" ist finanziell von den Herstellern abhängig. Die wird sich freiwillig keine Probleme einhandeln.
    Zu 2.: Wir können nur als Kunden gemeinsam diese Problematik beim Kauf angehen, indem nur Wohnmobile gekauft werden, die gewichtsseitig passen. Nur dann wird von den Händlern Druck auf die Hersteller ausgeübt. Positive Veränderungen gehen immer nur von unten nach oben. Negative dagegen von oben nach unten!!
    Gruß Hajo
    Deine Motivation verdient Respekt, aber ich glaube du bist mit deiner -durchaus hehren- Meinung am falschen Dampfer.

    Die Fachblätter sind keine Lobby der Hersteller, sondern bestenfalls und im erweiterten Sinne ein Erfüllungsorgan derer Interessen. Ich meine das auch überhaupt nicht despektierlich oder abschätzig. Neutralität und Ehrlichkeit ist mMn größtenteils vorhanden, weshalb der Informationswert auskömmlich ist.
    Akkreditierte InteressenVERTRETUNG ist u.a. der CIVD. Ein umtriebiger Verband als Sprachrohr der Mitglieder. Nach meinen überschlägigen Recherchen jedoch organisieren sich da gerade mal 70 Hersteller samt Zulieferer und sitzt niich nicht einmal in Berlin. Mich würde nicht wundern wenn weder dort noch in Brüssel Repräsentanzvertretungen installiert sind. Es ist halt eine kleine Branche. Ungeprüfte Metadaten in der Anlage.

    Lobbymacht definiert sich u.a. über die Arbeitsplätze und den Anteil am BIP. Mit den vergleichsweise schwachen Branchenfaktoren wird deshalb keine sehr einflußreiche Stellung erreicht werden können. Die Branche kann auch nicht mit einem Leidensdruck argumentieren, gehts ihr doch mehr als ausgesprochen gut.

    Und die Interessen der Endkunden, um die es hier ja im Wesentlichen geht, stehen dabei noch nicht mal im Fokus. Bedeutet, dass es zunächst den Mitgliedern gutgehen muss. Verständlich.

    Hier liegt das Problem deines Wunschdenkens: Die ausnahmslos private Kundschaft wird sich nicht organisieren können um auch nur kleinste Forderungen gegenüber den Herstellern zu erzwingen. Viel zu unterschiedlich sind die Partikularinteressen jedes einzelnen Reisemobilisten, dass da
    irgendwas auch nur formuliert geschweige denn erreicht werden könnte. Es wird nie ein „Gemeinsam“ existieren Deshalb besteht da überhaupt kein Machtfaktor wie du zu prognostizieren wagst.

    Die Hersteller wollen natürlich dennoch zufriedene Kunden um die -früher mehr, heute weniger- so wichtige Wiederkäuferquote hoch zu halten. Ohne due gibts kein nachhaltiges Geschöft, Deshalb kommen sie um eine entsprechende Qualtät und eine adäquate Preis/Leistung nicht herum. Aber das gelingt ihnen ja auch so schon, dank zig Tausender Neukunden und dadurch eindrucksvoller Absatzrekorde. Das wird sich sicher wieder normalisieren, aber auf einem viel höheren Niveau als üblich, weshalb das Ranking um die Marktanteile und die Rentabilität im Vordergrund stehen wird.

    Deshalb hat der Kunde zwar eine riesen Auswahl - muss aber am Ende das nehmen was er kriegt und zufrieden (genug) sein.
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  9. #79
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    Standard AW: Sind Wohnmobile die neuen Hassobjekte des "Spiegels"?

    Zitat Zitat von Sparks 2 Beitrag anzeigen
    Nikolna,
    Frage an Radio Eriwan: Stimmt das vom Hersteller ausgewiesene Gewicht im fahrfertigen Zustand? Im Prinzip ja, aber es kann je nach Model und Jahr davon abweichen. Manchmal +/- 10%.

    nun rechne mal, Hersteller X bekommt ein Fahrgestell. Facelift und mit Ad Blue. das wiegt dann schon mal 50Kg mehr. +/- 10 %, der Hersteller rechnet auch so. Dann kann es sein, wenn du Pech hast und dein Fahrzeug laut Liste fahrfertig 2800,-Kg wiegen sollte + 10 % = 3080 Kg. Alle können sie nichts dafür .

    Da hilft nur wiegen, alles andere ist stochern im Nebel
    Ne ne...so unprofessionell läuft das ja nicht.

    Mit AdBlue und Facelift ausgestattete Fahrgestelle stehen ja nicht wie aus heiterem Himmel auf dem Hof des Womoherstellers. Das wird minimum 1 Jahr, eher noch früher vorher nebst technischer Änderungen wie Schnittstellen etc. angekündigt. Etwaige Gewichtsabweichungen werden deshalb rechtzeitig für das betreffende Modelljahr angepasst.
    Dabei sind 10% im Fahrzeugbau eine Welt und können das Aus für die Eignung mancher Aufbauten sein. Es geht ja nicht nur um Wohnmobile. Ich weiss gar nicht woher du diese Grössenordung hast?
    Die Fahrzeuge werden mit den Generationen üblicherweise auch immer leichter. die Adbluthematik hat diese Regel z.B etwas zurückgeworfen. Mehrgewichte entstehen auch gerne mal aufgrund neuer gesetzlicher Vorgaben, wie Radkeile oder crashsicherheits erhöhende Massnahmen, weshalb das Design stets auf Gewicht getrimmt wird. Wenn Fahrzeughersteller das stiefmütterlich behandeln nehmen die sich ratzfatz aus dem Rennen um wichtige Märkte.

  10. #80
    Stammgast  
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    Standard AW: Sind Wohnmobile die neuen Hassobjekte des "Spiegels"?

    Nikolena,
    ich behaupte auch nicht das es unprofessionel von statten geht, meine Erfahrungen zeigen aber diese Art der Vorgehensweise auf.
    Natürlich weiß man dies alles schon einige Zeit vorher, die Prospekte werden aber auch schon vorher gedruckt. Immer mit dem Hinweis auf die Möglichkeit dem technischen Fortschritt geschuldete Änderungen vornehmen zu können. Modell 2018 geplant, technischer Fortschritt bei Fiat 2019, Also keiner lügt das Prospekt ist im erlaubten Bereich.
    Woher ich weiß, das mit den 10%, ganz klar, ich habe mich damit beschäftigt, welche Grundgewichte die Fahrzeuge mitbringen. Wenn du überhaupt Gewichte von Fahrgestellen bekommst, dann steht dort ein Sternchen und ganz unten/ hinten in der Mittelung, aus technischen Gründen behalten wir uns eine Schwankung von 8/10/12% ( je nach Hersteller) vor.
    Sehr exakte Gewichte habe ich bei MB und Iveco erhalten ( die haben sogar ungefragt deren Aufbaurichtlinien mitgeschickt), Fiat, Opel und Renault waren sehr zögerlich, Nissan hat gar nicht geantwortet.
    Das Fahrzeuge mit den Jahren immer leichter werden halte ich für ein Gerücht. Ich habe leider nur noch das Fahrgestellgewicht so annähernd vom meinen Ducatos in Erinnerung. Der erste, 2,8l hatte so 1680Kg beim Maxifahrgestell incl. 16 Zoll Räder, der zweite 2,3l light, da waren es knappe 1800 Kg und nun auch light 2,3 Kg sollen es jetzt 1860 Kg sein excl. 16Zoll Räder laut Herstellerangaben. Was kann da ein Aufbauhersteller noch an Gewicht einsparen? Wer sich wirklich einmal mit der Materie Leichtbau beschäftigt hat, der weiß wie schwer es ist wirklich ohne großen Preisanstieg oder Qualitätsverlust Gewicht einzusparen und wie schnell man so etwas wieder verspielt. Selbst im PKW-Bereich stimmt die Behauptung, das die Fahrzeuge mit jeder Generation immer leichter werden nicht, Beispiel VW-Golf oder Nissan X-Trail oder... die liste könnte man bis zum ...verlängern.

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