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  1. #41
    Ist öfter hier   Avatar von claros
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    Standard AW: Reisemobile 2021 - Trends und Visionen: Thema des Monats für promobil 11/2020

    Hallo Hajo,

    in meinem Verständniss gibt es zwei unterschiedliche Konzepte für das "mobile Reisen".

    Reisemobile sind primär darauf ausgelegt über einen längeren Zeitraum/Distanz möglichst autark unterwegs zu sein. Das bedingt eine entsprechende Raumaufteilung und Technik (z.B. kein Absorberkühlschrank). Der Aufbau sollte "Ganzjahrestauglich" und vom Fahrerhaus thermisch getrennt sein. Das Fahrgestell robust, kleine Überhänge, hohe Bodenfreiheit und Zuladungsreserve damit man nicht in den Grenzbereich kommt, sowie Heckantrieb.
    Sobald man die Hauptverkehrswege verläßt, merkt man schnell das "Groß" nicht immer von Vorteil ist. In Irland waren manche Seitenstraßen so breit wie unser LB365 (einmal blieben wir an einem querstehenden Ast hängen - dank niedriger Geschwindigkeit ohne Schaden), ebenso in Portugal oder in den Pyrenäen. In Nordamerika gibt es auf einigen Campgrounds/Straßen in den Nationalparks Längenbeschränkungen von 21 feet. Wenn man nicht nur in der Wüste unterwegs sein will, muß man sich damit befassen.
    Unser Fazit nach 10 Jahren: 6,5 m Länge und Alkovenaufbau sind ein sehr guter Kompromiss.

    Wohnmobile haben einen anderen Anspruch, eigentlich sind sie für "Campingplatzaufenthalt" vorgesehen. Mit hohem Aufwand wird "Wohnzimmeratmosphäre" simuliert. Man braucht Stromanschluß, Frisch-/Abwasser- und Toilettentank sind klein, aber dafür gibt es TV, WLAN, Klimaanlage, Hubstützen usw.. Der Nutzwert bei Kälte/schlechtem Wetter ist eingeschränkt. Der Aufbau ist möglichst leicht, das Fahrerhaus Bestandteil des Wohnraums, die Zuladung beschränkt, Überhänge mit Stützräder......

    Vielleicht noch ein paar Worte zu der "Fäkalienentsorgung". In Nordamerika gibt es ja eine "einheitliche Entsorgungsstruktur", Schlauch anschließen und laufen lassen. Trotzdem sind wir über unsere Kassette froh, weil wir zur Not auch in einer Toilette entsorgen können. Es gibt ja Länder ohne geregelte Entsorgungsmöglichkeiten.

    Was versteht eigentlich der Initiator unter einem "Reisemobil"? Die Masse der Fahrzeuge sind für mich eigentlich "Wohnmobile", die sich nur durch Schnick-Schnack-Mode-Trends unterscheiden.
    Mein Wunsch deshalb: Qualität!!!!!! Selbst "Nobelhersteller" liefern nicht immer die Qualität, die sie versprechen.

    Wer weiß, wann und wie lange noch frei gefahren werden kann? Klimakrise, Corona und Politik machen die Zukunft unsicher.
    Grüße
    Walter
    Geändert von claros (21.09.2020 um 12:02 Uhr)

  2. #42
    Stammgast   Avatar von clouliner1
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    Standard AW: Reisemobile 2021 - Trends und Visionen: Thema des Monats für promobil 11/2020

    Zitat Zitat von kdupke Beitrag anzeigen
    +1

    Da braucht es keine Norm - Loch im Boden reicht.
    Genau!

    Leider haben das Ami-System nur 2 deutsche Hersteller übernommen, N&B für die Clou`s und Barnickel für seine Bawemos.
    Selbst ein 250l-Tank mit dem 3"-System ist in Sekunden geleert und geschüttelt werden braucht auch nix!
    Aber was der Bauer nicht kennt........deswegen werden die Deutschen bis auf wenige Ausnahmen wohl in 50 Jahren noch mit den Bongos über den Platz schlendern.

    Die Reifezeit ist ähnlich den Automatikgetrieben.
    Gruß Thomas

  3. #43
    Stammgast  
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    Standard AW: Reisemobile 2021 - Trends und Visionen: Thema des Monats für promobil 11/2020

    Zitat Zitat von claros Beitrag anzeigen
    Hallo Hajo,

    in meinem Verständniss gibt es zwei unterschiedliche Konzepte für das "mobile Reisen".

    Reisemobile sind primär darauf ausgelegt über einen längeren Zeitraum/Distanz möglichst autark unterwegs zu sein. Das bedingt eine entsprechende Raumaufteilung und Technik (z.B. kein Absorberkühlschrank). Der Aufbau sollte "Ganzjahrestauglich" und vom Fahrerhaus thermisch getrennt sein. Das Fahrgestell robust, kleine Überhänge, hohe Bodenfreiheit und Zuladungsreserve damit man nicht in den Grenzbereich kommt, sowie Heckantrieb.
    Sobald man die Hauptverkehrswege verläßt, merkt man schnell das "Groß" nicht immer von Vorteil ist. In Irland waren manche Seitenstraßen so breit wie unser LB365 (einmal blieben wir an einem querstehenden Ast hängen - dank niedriger Geschwindigkeit ohne Schaden), ebenso in Portugal oder in den Pyrenäen. In Nordamerika gibt es auf einigen Campgrounds/Straßen in den Nationalparks Längenbeschränkungen von 21 feet. Wenn man nicht nur in der Wüste unterwegs sein will, muß man sich damit befassen.
    Unser Fazit nach 10 Jahren: 6,5 m Länge und Alkovenaufbau sind ein sehr guter Kompromiss.

    Wohnmobile haben einen anderen Anspruch, eigentlich sind sie für "Campingplatzaufenthalt" vorgesehen. Mit hohem Aufwand wird "Wohnzimmeratmosphäre" simuliert. Man braucht Stromanschluß, Frisch-/Abwasser- und Toilettentank sind klein, aber dafür gibt es TV, WLAN, Klimaanlage, Hubstützen usw.. Der Nutzwert bei Kälte/schlechtem Wetter ist eingeschränkt. Der Aufbau ist möglichst leicht, das Fahrerhaus Bestandteil des Wohnraums, die Zuladung beschränkt, Überhänge mit Stützräder......

    Vielleicht noch ein paar Worte zu der "Fäkalienentsorgung". In Nordamerika gibt es ja eine "einheitliche Entsorgungsstruktur", Schlauch anschließen und laufen lassen. Trotzdem sind wir über unsere Kassette froh, weil wir zur Not auch in einer Toilette entsorgen können. Es gibt ja Länder ohne geregelte Entsorgungsmöglichkeiten.

    Was versteht eigentlich der Initiator unter einem "Reisemobil"? Die Masse der Fahrzeuge sind für mich eigentlich "Wohnmobile", die sich nur durch Schnick-Schnack-Mode-Trends unterscheiden.
    Mein Wunsch deshalb: Qualität!!!!!! Selbst "Nobelhersteller" liefern nicht immer die Qualität, die sie versprechen.

    Wer weiß, wann und wie lange noch frei gefahren werden kann? Klimakrise, Corona und Politik machen die Zukunft unsicher.
    Grüße
    Walter
    Walter da bin ich voll deiner Meinung. Man merkt es eigentlich immer deutlicher, für Reisemobilisten langt ein Platz der einigermassen eben ist und ab und zu eine Entsorgung. Die Wohnmobilisten verlangen Sanitärhäuser, Strom und Satelittenempfang.

    Wenn dein LB365 schon älter ist halte ihn fest, geb ihn nicht weg. So etwas bekommst du nie wieder.
    Wer Fahrverbote und Parkverbote vor seiner Tür fordert, der sollte sich nicht wundern, wenn sein Fahrzeug zu einer Immobilie wird

  4. #44
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    Standard AW: Reisemobile 2021 - Trends und Visionen: Thema des Monats für promobil 11/2020

    Der Unterscheidung nach WM und Reisemobil stimme ich voll und ganz zu. Es geht dabei jedoch nicht so sehr um Fahrzeug und Equipment als viel mehr um die Ansprüche hinsichtlich der Nutzung. Ein in der Nachbarschaft wohnender Morelo-Eigner zum Beispiel bewegt sein Gefährt durch die Bank 25000 km jährlich, während ein Bekannter mit seinem Ford Transit, Heckantrieb und 3300mm Radstand, im letzten Jahr gerade mal auf 12000 km Fahrstrecke gekommen ist. In dieser Saison waren Sanitäranlagen auf Stell- und Campingplätzen für beide nur eingeschränkt zugänglich. Ich denke es geht bei der Fahrzeugwahl um den besten Kompromiss für die jeweiligen individuellen Bedürfnisse. BG Max

  5. #45
    Stammgast   Avatar von fernweh007
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    Standard AW: Reisemobile 2021 - Trends und Visionen: Thema des Monats für promobil 11/2020

    Zitat Zitat von claros Beitrag anzeigen
    .

    Reisemobile sind primär darauf ausgelegt über einen längeren Zeitraum/Distanz möglichst autark unterwegs zu sein. Das bedingt eine entsprechende Raumaufteilung und Technik (z.B. kein Absorberkühlschrank). Der Aufbau sollte "Ganzjahrestauglich" und vom Fahrerhaus thermisch getrennt sein. Das Fahrgestell robust, kleine Überhänge, hohe Bodenfreiheit und Zuladungsreserve damit man nicht in den Grenzbereich kommt, sowie Heckantrieb.
    Sobald man die Hauptverkehrswege verläßt, merkt man schnell das "Groß" nicht immer von Vorteil ist. In Irland waren manche Seitenstraßen so breit wie unser LB365 (einmal blieben wir an einem querstehenden Ast hängen - dank niedriger Geschwindigkeit ohne Schaden), ebenso in Portugal oder in den Pyrenäen. In Nordamerika gibt es auf einigen Campgrounds/Straßen in den Nationalparks Längenbeschränkungen von 21 feet. Wenn man nicht nur in der Wüste unterwegs sein will, muß man sich damit befassen.
    Unser Fazit nach 10 Jahren: 6,5 m Länge und Alkovenaufbau sind ein sehr guter Kompromiss.

    Wohnmobile haben einen anderen Anspruch, eigentlich sind sie für "Campingplatzaufenthalt" vorgesehen. Mit hohem Aufwand wird "Wohnzimmeratmosphäre" simuliert. Man braucht Stromanschluß, Frisch-/Abwasser- und Toilettentank sind klein, aber dafür gibt es TV, WLAN, Klimaanlage, Hubstützen usw.. Der Nutzwert bei Kälte/schlechtem Wetter ist eingeschränkt. Der Aufbau ist möglichst leicht, das Fahrerhaus Bestandteil des Wohnraums, die Zuladung beschränkt, Überhänge mit Stützräder......
    Naja, trotz der Zustimmung trifft es bei unserem Verhalten überhaupt nicht zu ... Ich verstehe solches Schubladendenken gar nicht

    Wir haben die klassische Wohnmobil-Weissware

    mit schon kitschig eleganter Wohnzimmeratmosphäre (unendliche ambientebeleuchtungen und Vitrinen inkl)
    mit Hubstützen (ohne die man doch kaum reisen kann)
    mit WLAN und TV (immerhin über 6 monate im Jahr unser zuhause)
    mit Hecksitzgruppe ... und bequemem Bett mit einem Meter Luft über der Matratze
    mit 200l Frischwasser
    mit Kassette UND Fäkalientank
    mit ganzjähriger Nutzung (ohne jede Einschränkung) und Warmwasserheizung!!
    fast immer ohne Strom
    noch nie eine andere Toilette benutzt
    keine Vorgaben, ob frei, SP, oder CP stehend
    mit 25-30000km pro Jahr halten wir uns für reisende Wohnmobilbesitzer
    etc ....


    Es kommt doch immer drauf an, was jeder aus seiner Situation macht.


    Eine simulierte "Holzfälleratmosphäre" eines bimobils macht einen auch nicht automatisch zu einem "Mountain-man"


    LG
    Dietmar
    Geändert von fernweh007 (22.09.2020 um 16:15 Uhr)
    Ein Wohnmobil ohne Hecksitzgruppe ist kaputt

  6. #46
    Stammgast   Avatar von biauwe.de
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    Standard AW: Reisemobile 2021 - Trends und Visionen: Thema des Monats für promobil 11/2020

    PUNKT 11 fehlt.

    Ersatzteillieferzeiten der Womohersteller!
    Gruß Uwe.

    Eura Mobil Terrestra 710 HB, Solarkraftwerk 850 WP, 442Ah LiFeYPO4 Akku,http://www.unki2010.de/sonoff.htm, fast völlig autark

  7. #47
    Stammgast  
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    Standard AW: Reisemobile 2021 - Trends und Visionen: Thema des Monats für promobil 11/2020

    Jep, die sind einfach grottenschlecht.
    Wer Fahrverbote und Parkverbote vor seiner Tür fordert, der sollte sich nicht wundern, wenn sein Fahrzeug zu einer Immobilie wird

  8. #48
    Stammgast   Avatar von golfinius
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    Standard AW: Reisemobile 2021 - Trends und Visionen: Thema des Monats für promobil 11/2020

    Und für die Vielzahl der neuen WoMo auf dem Markt auch die nötigen SP-Angebote. Hier sehe ich eine Verantwortung auf Seiten der WoMo-Industrie.
    Warum werden mit viel Aufwand SP für Campingaufenthalte, sogar mit Reservierung zur Verfügung gestellt, wenn die WoMo doch autark ausgerüstet werden? Wo ist eine Lobby der Eigner autarker Reisemobile? Der Reisemobilist benötigt keinen Stromanschluss und ein Badehaus, wenn er eine Nacht
    am Platz bleiben will.
    Geändert von golfinius (22.09.2020 um 20:24 Uhr)
    Schöne Grüße aus
    Niedersachsen
    von Hans-Heinrich
    oder unterwegs mit Hymer B DL 678

  9. #49
    Stammgast   Avatar von biauwe.de
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    Standard AW: Reisemobile 2021 - Trends und Visionen: Thema des Monats für promobil 11/2020

    Zitat Zitat von golfinius Beitrag anzeigen
    ....auch die nötigen SP-Angebote. Hier sehe ich eine Verantwortung auf Seiten der WoMo-Industrie.
    Kümmert sich ein PKW-Hersteller um eine Parkplatz für das neue Auto?
    Gruß Uwe.

    Eura Mobil Terrestra 710 HB, Solarkraftwerk 850 WP, 442Ah LiFeYPO4 Akku,http://www.unki2010.de/sonoff.htm, fast völlig autark

  10. #50
    Stammgast   Avatar von golfinius
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    Standard AW: Reisemobile 2021 - Trends und Visionen: Thema des Monats für promobil 11/2020

    Hallo Uwe,
    nein, er kümmert sich nicht und es kommt da auch eine Retourkutsche. Ich fahre ein E-Auto und man kümmert sich absolut zu wenig um die erforderlichen SP für E-Autos
    Man will diese Autos mit Zuschüssen in Massen an den Markt bringen, aber übersieht, wo diese Autos stehen und laden sollen. Nicht jeder hat eine Eigenversorgung wie Georg oder ich selbst.
    Schöne Grüße aus
    Niedersachsen
    von Hans-Heinrich
    oder unterwegs mit Hymer B DL 678

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