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  1. #11
    Moderator   Avatar von AndiEh
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    Standard AW: Gedankenspiel neue CO2-Vorgaben für 2030

    Na ja, Georg einige Voraussetzungen wurden ja auch genannt.

    * Tägliche Mobilitätsziele sind für alle auch ohne Auto erreichbar und zugänglich, idealerweise in kurzer Distanz zu Fuß oder per Fahrrad.
    * Güter und Dienstleistungen sind je nach Häufigkeit des Bedarfs einfach zu erreichen: täglich zu Fuß, periodisch mit Fahrrad und ÖV, episodisch mit ÖV und „geteiltem“ Auto.
    * Wege in der Stadt sind zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem ÖV sicher, flexibel, komfortabel, zeit- und kostensparend zu bewältigen.
    * Rückgrat ist der ÖV, der auch bei ungeplanten Unterbrechungen (zum Beispiel Betriebsstörungen) durch besseres Störungsmanagement die Menschen ans Ziel bringt.
    * Integrierte Mobilitätsdienstleistungen wie Carsharing, Fahrradverleihsysteme oder Online-Mitfahrvermittlungsdienste ergänzen den ÖV und sind miteinander vernetzt.
    * Personenmobilität ist für alle Bevölkerungsgruppen bezahlbar.
    usw.

    Im Prinzip wird gesagt: Es ändert sich nichts an der Mobilität des Einzelnen, nur die Art und Weise wird geändert.
    In der beschriebenen Konstellation bleibt das Ganze aber ein Utopie und ist in den nächsten (mindestens) 50 Jahren so nicht realisierbar.

    Allerdings bin ich schon der Auffassung, dass wir ganz automatisch ein Umdenken in den nächsten Jahrzehnten bekommen werden. Denn wenn ich jederzeit ein Fahrzeug/Verkehrsmittel zur Verfügung habe, sei klassisch Bus/U-Bahn/Straßenbahn, aber auch autonome Shuttledienste oder autonome Taxis, sowie Carsharing, dann wird sich für viele die Frage stellen. Brauche ich eigentlich noch ein eigenes Auto?

    Die ersten Ansätze sieht man in den Großstädten, wo selbst junge Menschen immer öfters auf ein eigenes Auto verzichtet.
    War zur meiner Jugendzeit einfach nicht denkbar, wenn man es sich leisten konnte.

    Gruß
    Andi
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    Goldene Forenregel: „Vergiss niemals, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt!“
    Jeder versteht mal einen Text falsch: hier mal die sehr wahren Worte von MobiLoewe zu diesem Thema: KLICK

  2. #12
    Kennt sich schon aus   Avatar von martin_binser
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    Standard AW: Gedankenspiel neue CO2-Vorgaben für 2030

    Zitat Zitat von AndiEh Beitrag anzeigen



    ,
    Im Prinzip wird gesagt: Es ändert sich nichts an der Mobilität des Einzelnen, nur die Art und Weise wird geändert.


    In der beschriebenen Konstellation bleibt das Ganze aber ein Utopie und ist in den nächsten (mindestens) 50 Jahren so nicht realisierbar.

    Die ersten Ansätze sieht man in den Großstädten, wo selbst junge Menschen immer öfters auf ein eigenes Auto verzichtet.
    War zur meiner Jugendzeit einfach nicht denkbar, wenn man es sich leisten konnte.

    Gruß
    Nur hat diese grüne neue Welt so ihre Haken. Wenn mir heute der Italiener am Ort nicht taugt, kann ich jederzeit in zwanzig Minuten in die Nachbarstadt fahren.

    Künftig muss (aus den dann wohl schon gesetzlich vorgeschriebenen Veganern) die ich ohne Auto , idealerweise in kurzer Distanz zu Fuß oder per Fahrrad erreiche eine Alternative suchen ? Wenn die auch nicht zusagen, darf ich dann spontan ein CarSharing vorbestellen, muss ich mir das vorher vom Ökologierat absegnen lassen der meinen CO2 Footprint bewertet und dann wenn Stosszeit ist halt noch ein Stündchen warten oder richtig viel löhnen wie man es von Uber kennt.

    Ich würde es als DDR 2.0 grün getüncht bezeichnen.

    Was die verbohrten Ökos auch nie kapieren werden ist, dass der Weg das Ziel sein kann. Das gilt für WoMo, Cabrio oder Motorrad. Da möchte ich keinen selbstfahrenden abgeranzten Twizzy von Uber sondern genau MEIN Fahrzeug.
    Geändert von martin_binser (12.09.2020 um 19:22 Uhr)

  3. #13
    Stammgast  
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    Standard AW: Gedankenspiel neue CO2-Vorgaben für 2030

    Andi,
    denn muß sich aber wieder einiges ändern, so wie es jetzt läuft geht das nicht.
    Jedes Gewerbe und jegliche Produktion vom Wohnen getrennt halten geht dann nicht mehr.
    Bis 1978 konnte ich meine Arbeitsstelle als Metzger zu Fuß erreichen, mein Freund der Bäcker auch und der Autoschlosser, ja eigentlich alle konnten ohne Auto ihren Arbeitsplatz erreichen.
    Dann wurden die Auflagen und das gemecker der umliegenden Bewohner immer mehr und alle zogen mehr oder weniger an die Perifferie. Die kleinen gingen sang und klanglos ein. Die ersten zwei jahre danach konnte ich noch mit dem Fahrrad fahren, dann war auch damit Schluß. 23Km morgens um 1 Uhr oder abends um 12 zurück, das macht man nicht mehr so und zu den Zeiten im ländlichen Raum, da hast du keinen ÖPNV.
    Die die das wollen, sind einfach nur Traumtänzer.
    Geändert von Sparks 2 (12.09.2020 um 19:41 Uhr) Grund: eine Null zu viel
    Wer Fahrverbote und Parkverbote vor seiner Tür fordert, der sollte sich nicht wundern, wenn sein Fahrzeug zu einer Immobilie wird

  4. #14
    Kennt sich schon aus   Avatar von martin_binser
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    Standard AW: Gedankenspiel neue CO2-Vorgaben für 2030

    Zitat Zitat von Sparks 2 Beitrag anzeigen
    Andi,
    denn muß sich aber wieder einiges ändern, so wie es jetzt läuft geht das nicht.
    Jedes Gewerbe und jegliche Produktion vom Wohnen getrennt halten geht dann nicht mehr.
    Bis 1978 konnte ich meine Arbeitsstelle als Metzger zu Fuß erreichen, mein Freund der Bäcker auch und der Autoschlosser, ja eigentlich alle konnten ohne Auto ihren Arbeitsplatz erreichen.
    Dann wurden die Auflagen und das gemecker der umliegenden Bewohner immer mehr und alle zogen mehr oder weniger an die Perifferie. Die kleinen gingen sang und klanglos ein. Die ersten zwei jahre danach konnte ich noch mit dem Fahrrad fahren, dann war auch damit Schluß. 230Km morgens um 1 Uhr oder abends um 12 zurück, das macht man nicht mehr so und zu den Zeiten im ländlichen Raum, da hast du keinen ÖPNV.
    Die die das wollen, sind einfach nur Traumtänzer.
    Wie das zusammen geht würde ich schon gerne wissen:
    UBA schreibt:

    Lärm- und emissionsarmes Gewerbe wird erhalten bzw. rückintegriert. Lautes Gewerbe wird in Wohngebieten und urbanen Mischgebieten so weit wie möglich vermieden und alternativ in Gewerbehöfen angesiedelt.

    Lärmbelastungen von LeqTag*> 50 dB(A) und LeqNacht*> 40 dB(A), die durch technische Geräuschquellen verursacht sind, werden vermieden.

  5. #15
    Stammgast  
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    Standard AW: Gedankenspiel neue CO2-Vorgaben für 2030

    Ich bin auch gespannt wie das gehen soll, aber vllt sind nach Covid erst einmal ander Probleme zu lösen oder ein Forscher findet heraus, das fehlendes CO2 für eine noch schneller Erderwärmung sorgt.
    Bei der normalen Geschwindigkeit und dem Bestandsschutz in Deutschland istbestimmt mein MHD schon lange abgelaufen und ich friste in irgend einem Altenheim meine Tage. Dann ist es mir egal.
    Wer Fahrverbote und Parkverbote vor seiner Tür fordert, der sollte sich nicht wundern, wenn sein Fahrzeug zu einer Immobilie wird

  6. #16
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Gedankenspiel neue CO2-Vorgaben für 2030

    Zitat Zitat von Sparks 2 Beitrag anzeigen
    ... Bei der normalen Geschwindigkeit und dem Bestandsschutz in Deutschland istbestimmt mein MHD schon lange abgelaufen und ich friste in irgend einem Altenheim meine Tage. Dann ist es mir egal.
    Ich schließe mich an... Anderseits, sollte es uns nicht doch interessieren, im Interesse unserer Nachkommen, die werden sich umstellen müssen.

    Gruß Bernd
    www.mobilloewe.de

    Streiten geht schief, wenn der Respekt voreinander fehlt.

    Moderation im promobil Forum und PNs an Moderatoren, sowie das geschriebene Wort.


  7. #17
    Moderator   Avatar von Waldbauer
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    Standard AW: Gedankenspiel neue CO2-Vorgaben für 2030

    Zum Beitrag #10 von Martin_Binser :

    Jetzt wirds kompliziert.....
    Ich bin froh dass ich nicht in einer Stadt leben muß und dass ich schon so alt bin dass ich den totalen Niedergang der Auto- und der restlichen Industrie hoffentlich nicht mehr erleben werde.
    Gruß aus Oberbayern
    Franz

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    Weise ist der Mensch, der nicht den Dingen nachtrauert, die er nicht besitzt, sondern sich der Dinge erfreut, die er hat.
    Epiktet, um 50-138 n.Chr. , griechischer Stoiker und Philosoph

  8. #18
    Stammgast  
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    Standard AW: Gedankenspiel neue CO2-Vorgaben für 2030

    Bernd es sollte uns natürlich nicht egel sein, was mit unserer Erde geschieht, man sollte es aber realistisch sehen. Es wird keinen Schlachthof oder Metzgerei neu in einem Wohngebiet geben, den Tante Emma-Laden wird auch keine Wiederauferstehung heimsuchen. Wo willst du denn dein Essen holen? Einmal in der Woche mit der Schottschen Karre 12 Km zum nächsten Gewerbegegebiet und alles dann mit der Karre zurück nach Hause bringen. ne andere Sache, sollen die armen Würstchen von Erntehelfern wie vor hundert Jahren als Wanderarbeiter durch die Lande ziehen. Als Bankdirektor oder sonstiger Schreibtischtäter hört sich das alles gut an, wer aber mit Arbeitern aller Farben und vieler Nationalitäten zusammengearbeitet hat und weiß wie lebenswichtige Produktionen hier ablaufen, da hab ich keine Hoffnung das so etwas klappen wird. Das ist den meisten Denkern nämlich zu popelich.
    LG
    Manfred
    Geändert von Sparks 2 (12.09.2020 um 20:59 Uhr) Grund: berichtigen von Fehlern
    Wer Fahrverbote und Parkverbote vor seiner Tür fordert, der sollte sich nicht wundern, wenn sein Fahrzeug zu einer Immobilie wird

  9. #19
    Stammgast   Avatar von Alaska
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    Standard AW: Gedankenspiel neue CO2-Vorgaben für 2030

    Zitat Zitat von raidy Beitrag anzeigen
    Gibt es 2030 kaum noch WoMo-Fahrgestelle wegen der neuen Grenzwerte?

    Faustformel: Ein Liter Benzin verursacht 2,3 Kilogramm CO2, ein Liter Diesel 2,6 Kilogramm.
    Ein Auto das 5l/100km Diesel verbraucht, erzeugt also 13kg CO2 für 100km = 130gr/km

    Seit 2020 gilt in der EU für neue Pkw ein Grenzwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer (im Mittel der gesamten Flotte eines Hersteller) . Quelle
    Dies entspricht einem durchschnittlichen Flottenverbrauch von 3,6 Liter Diesel oder 4,1 Liter Benzin auf 100 Kilometer.

    Doch nun ist quasi schon beschlossen, dass diese Werte 2030 um nochmals 50% gegenüber 2020 (bzw.37,5% gegenüber 2021) reduziert werden.
    Der Flottenausstoß darf 2030 also nur noch 59,4gr/100km betragen. Quelle
    Ein Auto dürfte dann also (in Flottensumme) als Diesel nur noch 1,8l/100km und als Benziner nur noch 2,05l/100km verbrauchen.

    Diese Werte sind nach jetzigem Entwicklungsstand absolut unrealistisch und nicht machbar, außer vielleicht für Micro-PKWs.
    Da sie allerdings für die gesamte Flotte eines Herstellers gilt, kann man diese Werte "runter rechnen", wenn man genügend E-Autos verkauft.

    Oder brutaler gesagt: "Je mehr E-Autos sie verkaufen, desto höher darf der Verbrauch der Verbrenner sein"
    Ein Hersteller der nur Verbrennerautos verkauft, kann also quasi gar nicht mehr überleben, weil 2l/100km für normal große PKW gar nicht möglich sind.

    Es ist also zu vermuten, dass die Hersteller:
    1) Möglichst viele E-Autos verkaufen wollen/müssen um den Flottendurchschnitt zu drücken.
    2) Modelle mit höherem Verbrauch aus dem Portfolio genommen werden.

    Klar für unsere WoMos "Leichte Nutzfahrzeuge" gelten etwas höhere Werte. Ein Ducato dürfte 2030 (ohne Flottenanrechnung) nur noch 101,4 g/km haben, was ca. 3.8l/100km wären - technisch unmöglich!

    Da stellt sich mir die Frage: Kann es sein, dass das Interesse der Hersteller schwindet, überhaupt noch Kastenwagen oder WoMo-Fahrgestelle aktiv zu vermarkten, wenn die damit ihren Flottenverbrauch nicht mehr einhalten können?
    Oder noch spekulativer: Wirft Fiat den Ducato aus dem Programm kann sie eher die Flottenwerte fürs CO2 einhalten.
    Was wenn sich der Ducato deshalb einfach nicht mehr rechnet?


    Nur mal so zum Nachdenken.

    Georg

    Nee, der Ducato wird dann bei IVECO gebaut wo er als Nutzfahrzeug eigentlich zu hause ist und dann ist das Problem für FIAT erst mal gelöst.


    Gruß Arno
    Und ist der Berg auch noch so steil,bisserl was geht alleweil

    Bekennender SP und Wackenverweigerer

  10. #20
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard AW: Gedankenspiel neue CO2-Vorgaben für 2030

    Ihr holt zu weit aus und werdet zu Partei-politisch. Auch lässt sich dies nicht einfach mit "grün" begründen, denn den neuen Werten haben alle Länder zugestimmt, also auch die konservativen aus Polen und Ungarn. Meine Bedenken sind die, ob man bei den Flottenwerten 2030 überhaupt noch einen 3,5t mit genügend Zuladung realisieren kann. Denn als Hybrid kommen da locker 150-300kg hinzu.
    Und was macht ein FIAT, wenn er gegen Oktober feststellt dass er seine Flottenwerte nicht einhalten kann, außer er verzögert die Ducato-Auslieferung?
    Georg
    Wer nur einen Hammer hat sieht überall nur Nägel

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