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  1. #1
    Stammgast   Avatar von raidy
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    Standard Gedankenspiel neue CO2-Vorgaben für 2030

    Gibt es 2030 kaum noch WoMo-Fahrgestelle wegen der neuen Grenzwerte?

    Faustformel: Ein Liter Benzin verursacht 2,3 Kilogramm CO2, ein Liter Diesel 2,6 Kilogramm.
    Ein Auto das 5l/100km Diesel verbraucht, erzeugt also 13kg CO2 für 100km = 130gr/km

    Seit 2020 gilt in der EU für neue Pkw ein Grenzwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer (im Mittel der gesamten Flotte eines Hersteller) . Quelle
    Dies entspricht einem durchschnittlichen Flottenverbrauch von 3,6 Liter Diesel oder 4,1 Liter Benzin auf 100 Kilometer.

    Doch nun ist quasi schon beschlossen, dass diese Werte 2030 um nochmals 50% gegenüber 2020 (bzw.37,5% gegenüber 2021) reduziert werden.
    Der Flottenausstoß darf 2030 also nur noch 59,4gr/100km betragen. Quelle
    Ein Auto dürfte dann also (in Flottensumme) als Diesel nur noch 1,8l/100km und als Benziner nur noch 2,05l/100km verbrauchen.

    Diese Werte sind nach jetzigem Entwicklungsstand absolut unrealistisch und nicht machbar, außer vielleicht für Micro-PKWs.
    Da sie allerdings für die gesamte Flotte eines Herstellers gilt, kann man diese Werte "runter rechnen", wenn man genügend E-Autos verkauft.

    Oder brutaler gesagt: "Je mehr E-Autos sie verkaufen, desto höher darf der Verbrauch der Verbrenner sein"
    Ein Hersteller der nur Verbrennerautos verkauft, kann also quasi gar nicht mehr überleben, weil 2l/100km für normal große PKW gar nicht möglich sind.

    Es ist also zu vermuten, dass die Hersteller:
    1) Möglichst viele E-Autos verkaufen wollen/müssen um den Flottendurchschnitt zu drücken.
    2) Modelle mit höherem Verbrauch aus dem Portfolio genommen werden.

    Klar für unsere WoMos "Leichte Nutzfahrzeuge" gelten etwas höhere Werte. Ein Ducato dürfte 2030 (ohne Flottenanrechnung) nur noch 101,4 g/km haben, was ca. 3.8l/100km wären - technisch unmöglich!

    Da stellt sich mir die Frage: Kann es sein, dass das Interesse der Hersteller schwindet, überhaupt noch Kastenwagen oder WoMo-Fahrgestelle aktiv zu vermarkten, wenn die damit ihren Flottenverbrauch nicht mehr einhalten können?
    Oder noch spekulativer: Wirft Fiat den Ducato aus dem Programm kann sie eher die Flottenwerte fürs CO2 einhalten.
    Was wenn sich der Ducato deshalb einfach nicht mehr rechnet?


    Nur mal so zum Nachdenken.

    Georg
    Geändert von raidy (11.09.2020 um 23:09 Uhr)
    Ein guter Bauer hat eine Ernte auf dem Konto, eine in der Scheune und eine auf dem Acker.

  2. #2
    Stammgast   Avatar von Lucky10
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    Standard AW: Gedankenspiel neue CO2-Vorgaben für 2030

    Georg,
    wie sind in Deine Betrachtungen die LKW's und ihre Hersteller einzuordnen?
    Sind zur Erreichung von Flottenzielen neue Megafusionen notwendig oder vorstellbar?

    Gruß Hans

    Gesendet von meinem SM-G960F mit Tapatalk

  3. #3
    Stammgast   Avatar von walter7149
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    Standard AW: Gedankenspiel neue CO2-Vorgaben für 2030

    Hat Fiat nicht so eine Vereinbarung mit Tesla, wo sie jetzt schon die geforderten EU-Flottenwerte einhalten ?

    Einmal selbst sehen, erleben und ausprobieren, ist mehr als 100 Neuigkeiten hören oder lesen.
    Grüße von Walter aus Selbu - Hilsen fra Walter fra Selbu

  4. #4
    Ist öfter hier   Avatar von Rogers
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    Standard AW: Gedankenspiel neue CO2-Vorgaben für 2030

    Ich nenne es mal freiwillig gezwungen.
    Wer am Markt bestehen will, muss als Hersteller über kurz oder lang auf andere Energiequellen setzen. Ob dieses jetzt zu einer E-Flotte führt oder eine Kombi aus E und Wasserstoff, man wird sehen.

    Für den Camper wird es auch um E nicht vorbei gehen und wenn ich da so die Studie zum E-AlPa (E-Home) von Dethleffs sehe, mit dem E-Iveco und dem Solar eine interessante Idee.
    https://www.youtube.com/watch?v=HzoXmuwaE4A

    Zumindest für die, die kurze Strecken fahren, dann wieder einige Zeit stehen und dann wieder weiter, ist es bestimmt eine Alternative zum Verbrenner.
    Wenn die Entwicklung im Bereich Solar und E-Reichweite noch weiter ausgebaut wird, die Produktionskosten weiter gesenkt werden, ist ein E-Wohnmobil nicht mehr soweit entfernt, gerade durch den Ansporn als Hersteller diesen Wandel zu überstehen.

    Wenn ich das Geld hätte und es dieses Fahrzeug schon geben würde, würde ich zuschlagen. denn für mich ist die ganz E Geschichte spannend und ich freue mich dabei zu sein.

    Gruß
    Roger
    Geändert von Rogers (12.09.2020 um 10:24 Uhr)

  5. #5
    Kennt sich schon aus   Avatar von Susanne
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    Standard AW: Gedankenspiel neue CO2-Vorgaben für 2030

    Es werden einfach auch dort pseudo Hybrid Fahrzeuge kommen, da kann man sich doch heutzutage schon den Verbrauch auf dem Papier schönrechnen.

  6. #6
    Stammgast  
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    Standard AW: Gedankenspiel neue CO2-Vorgaben für 2030

    Susanne, sie vergessen aber, das alle neu entwickelten Fahrzeuge ab 2017 (Kann auch etwas früher oder Später gewesen sein) einen SOS knopf haben muß, der den Standort melden kann. Dies geht soweit ich weiß nur über eine Art Mobilfunk. In den Steuergeräten wird heute schon alles Relevante gespeichert. Also wird sich der Gesetzgeber bestimmt von den Herstellern irgendwann die Daten holen, oder es gibt ein Zwangs-Up-Date für diese Fahrzeuge, das sie laufend die Daten melden. Dann kann auch jeder nach seinem CO²-Ausstoß besteuert werden.
    Wer Fahrverbote und Parkverbote vor seiner Tür fordert, der sollte sich nicht wundern, wenn sein Fahrzeug zu einer Immobilie wird

  7. #7
    Stammgast   Avatar von M846
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    Standard AW: Gedankenspiel neue CO2-Vorgaben für 2030

    Das steht schon in einem anderen Thread.
    Die EU bekommt ab nächstes Jahr alle Daten die mit Verbrauch zu tun haben.
    Dann sind die Hybrid dran.
    Gruß Marko

  8. #8
    Kennt sich schon aus   Avatar von Susanne
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    Standard AW: Gedankenspiel neue CO2-Vorgaben für 2030

    Ja klar, der Gesetzgeber wird .....

    Ist der der über Jahrzehnte der Automobilindustrie mit seinen Gesetzen und pseudo Kontrollen das Schummeln quasi in die Wiege gelegt hat.

    Und mal was anderes, statt Susanne könnte da auch Mickymaus oder 12345678 stehen,
    also kein Grund mich in Foren zu siezen.
    Geändert von Susanne (12.09.2020 um 13:27 Uhr)

  9. #9
    Stammgast  
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    Standard AW: Gedankenspiel neue CO2-Vorgaben für 2030

    Ok, habe verstanden, aber wäre bei dem Avatar nicht Yvonne passender
    Wer Fahrverbote und Parkverbote vor seiner Tür fordert, der sollte sich nicht wundern, wenn sein Fahrzeug zu einer Immobilie wird

  10. #10
    Kennt sich schon aus   Avatar von martin_binser
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    Standard AW: Gedankenspiel neue CO2-Vorgaben für 2030

    Wenn es z.B. nach dem Umweltbundesamt geht soll Deutschland ohnehin zu einer vom Joch der privaten Mobilität befreiten Insel der Seeligen entwickelt werden.

    "Das UBA empfiehlt langfristig ein Ziel von etwa 150 Autos pro 1000 Einwohner in Großstädten. Zum Vergleich: In München sind ca. 503 und in Deutschland insgesamt sind im Durchschnitt 575 pro 1000 Einwohner unterwegs."

    "Dann Rückbau der autogerechten Stadt: Die Flächenbelegung für ruhenden motorisierten Individualverkehr am Straßenrand und auf Wohngrundstücken beträgt maximal 1,5 m2 pro Einwohner. "

    Das heißt umgerechnet hundert (heutige) Autos pro 1000 Einwohner. Für 50 Autos die an anderer Stelle zugestanden werden gibt es also keine Stellplätze oder man muss elektrifizierte Spielzeuge wie Citroën AMI oder Renault Twzzy akzeptieren.

    "Im öffentlichen Raum parken nahezu keine privaten Autos mehr; ein konsequentes Parkraummanagement macht Parken in den Städten teurer."


    "Güter und Dienstleistungen sind je nach Häufigkeit des Bedarfs einfach zu erreichen: täglich zu Fuß, periodisch mit Fahrrad und ÖV, episodisch mit ÖV und „geteiltem“ Auto."

    "Der eigene Privat-Pkw spielt eine nachgeordnete Rolle im Stadtverkehr."


    Man könnte es auch öko-sozialistisches Taka-Tuka Land nennen.

    https://www.umweltbundesamt.de/theme...gen-die-vision

    https://www.umweltbundesamt.de/press...iligt-menschen

    Es gibt ein kurzes Statement als Podcast, falls jemandem die Zeit zu schade ist den Bullshit zu lesen.

    Mit anderen Worten von zehn heutigen Autos müssen sieben bis acht auf Nimmerwiedersehen aus dem Straßenbild verschwinden.

    Wieviele Wohnmobile pro 10. 000 Einwohner es in der Öko-Republik dann noch geben darf wird das UBA auf Anfrage sicher gerne ausrechnen. Tippe mal auf 1 - 2 natürlich nur elektrifiziert.

    Schöne, neue, grüne Welt ...
    Geändert von martin_binser (12.09.2020 um 17:48 Uhr)

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