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  1. #1
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    Standard Fendt 680 - der Weg war wieder vergeblich und teuer

    Hallo! Seit einiger Zeit (durch Corona ist es viel schlimmer geworden ) sehne ich mich nach einem Wohnmobil für mich und meine Frau damit wir ein wenig mehr rauskommen und unkompliziert ohne Buchen und Suchen die Nacht unterwegs verbringen können. 2 x bin ich jetzt nach Bayern um mir ein älteres (zum starten und reinkommen in die Materie) kleineres Mobil anzuschauen. Zuletzt in die Nähe von Passau (630 km ein Weg). Der Verkäufer der sein Fahrzeug bei mobile. eingestellt hat und 9800 Euro verlangt preist es als DICHT! an und schreibt: "Alles was man braucht und funktionstüchtig, incl. Geschirr usw". Vor Ort stellte ich dann binnen Minuten fest, dass beide Seiten im Bereich von Sitzgruppe und Küche enorme, teils kaschierte aber gut erkennbare Feuchtigkeitsschäden aufweisen. Auch im Innenraum sieht man am Dach großflächig Feuchteschäden die aufgrund des länger trockenen Wetters derzeit kaum Gerüche verbreiten. Schwer zu sagen, ob beim 28 Jahre alten Mobil die Außendichtungen überhaupt schon mal erneuert/ausgebessert wurden. Alles ausgeblichen und total verwittert! Weder am Telefon noch beim Schriftverkehr hat er auf irgendwas derartiges hingewiesen. Ich bin davon ausgegangen, dass das Mobil überdacht gestanden hat und tatsächlich aufgrund guter Pflege dicht ist und keine oder nur minimale Feuchtigkeitsschäden hat. Der Motor hat zwar nur 32.800 km auf dem Tacho aber offensichtlich stand das WoMo nie überdacht! Als wir den Funktionscheck machten, bemerkte ich, dass sich der Verkäufer gar nicht auf meinen Besuch vorbereitet hat (angeblich war schon jemand aus München da der aufgrund seiner 1,95 m Körperlänge das Fahrzeug aber nicht genommen hat weil das Bett zu kurz ist - wer's glaubt wird wohl seelig denn wenn ich so groß wäre, würde ich mich als erstes nach der Bettlänge telefonisch erkundigen und keine langen Anfahrtswege riskieren) und weder Gasflaschen installiert waren noch sich Wasser im Frischwassertank befand. Als wir dies einfüllten um den Boiler auf Funktion zu prüfen, lief aus dem Boiler Wasser raus was auf einen Frostschaden hindeutet. Also auch nix mit funktionstüchtig!! Vor Ort ärgerte ich mich gar nicht so aber im nachhinein wird mit immer mehr bewusst, dass mich der Mann aufs Kreuz legen wollte denn nach meinem Besuch hat er die Artikelbeschreibung GAR NICHT verändert. Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Habt Ihr auch schon mal weite Strecken auf Euch genommen um dann festzustellen, dass das Fahrzeug ganz anders als beschrieben ist? Wie seht Ihr das rechtlich? Hat man da irgendwelche Handhabe? Bei mir: 2 Tage im Eimer 1300 km gefahren, Hotelübernachtung 90 Euro. Danke für Eure Erfahrungen/Tipps! Leider hat man auf meine Hinweise bzgl. nicht zutreffender Fahrzeugbeschreibung bei mobile bisher nicht reagiert...

  2. #2
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    Standard AW: Fendt 680 - der Weg war wieder vergeblich und teuer

    Hallo und Willkommen,
    das ist sehr ärgerlich, ich bin 150Km einfach gefahren für ein Wohnmobil /Großbaustell, schade das einige Verkäufer die Leute anreisen lassen, das würde ich wohl nicht tun.
    Aber 630 Km sind schon sehr weit!
    Gruß aus Hamm
    Thomas

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  3. #3
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    Standard AW: Fendt 680 - der Weg war wieder vergeblich und teuer

    Wenn die Beschreibung wesentlich vom tatsächlichen Zustand abweicht, so wie bei dir (funktionstüchtig, dicht) und auch beim Telefonat versichert wurde, dass das alles den Tatsachen entspricht, dann steht bei so einer groben Abweichung tatsächlich ein Schadensersatz zu. Ersatzfähig sind Fahrtkosten und Übernachtung und eben alles, was noch direkt mit der Anreise in Verbindung steht. Wenn ihr zwischendurch noch mal schick essen wart, ist das aber euer Privatvergnügen. Ich würde das dem Verkäufer so mitteilen, (gefahrene KM *0,30€, Hotelübernachtung) und ggf. dann die Rechtsschutz einschalten. Da ist einer, der jetzt die Situation ausnutzen und seine Gammelbude für gutes Geld an den Mann bringen will. Das sowas auch gewisse Grenzen hat, sollte man ihm mal aufzeigen.

  4. #4
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    Standard AW: Fendt 680 - der Weg war wieder vergeblich und teuer

    Hallo, danke für die Einschätzung - teile ich komplett da ich aber keinen Rechtschutz habe und ich bzgl. Zusicherungen am Telefon natürlich damit rechnen muss, dass der Herr was ganz anderes sagt (auch wenn allein der Text der Anzeige bei mobile bereits reichen würde...) lasse ich es. Hätte vor Ort Fotos von den Schäden machen müssen aber ob der dann am Ende in der Lage ist, den Schaden wirklich zu zahlen...der ganze Stress...aber ja, sowas sollte man eigentlich nicht auf sich beruhen lassen! DANKE!

  5. #5
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    Standard AW: Fendt 680 - der Weg war wieder vergeblich und teuer

    Bei Deinem Kaufversuch kamen aber auch fast alle Extreme zusammen. Das Alter mit 28 Jahren (Oldie verdächtig) , nur 32.800 km, der Preis unter 10T€ und die Entfernung. Wenn es wirklich so dasteht, wie sicherlich optimistisch beschrieben, hättest Du sicher ein Schnäppchen gemacht. Der Aufwand, um das herauszufinden, war in Deinem Fall einfach zu groß.

    Ich bekomme hier in Hannover öfter von potentiellen Käufern den Auftrag, das Wohnmobil ihrer Begierde hier im Bereich von Hannover (max. 150km), zu besichtigen und zu bewerten. Dabei hat sich manchmal schon im Vorfeld ergeben, dass sie für ihre Nutzung das falsche Wohnmobil rausgesucht haben. Manchmal habe ich sie dann weiter begleitet und wir sind dann zum positiven Abschluss gekommen. Es gibt über D verteilt genug Sachverständige für Wohnmobile, an die man sich wenden könnte.
    Gruß Hajo

  6. #6
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    Standard AW: Fendt 680 - der Weg war wieder vergeblich und teuer

    Hallo Hajo, okay - interessanter Aspekt und guter Tipp. Bin sicherlich noch weit entfernt vom "Fachmann-Sein" aber durch Messebesuche und Literatur/Internet hab ich mir doch einiges an Wissen angeeignet. Das WoMo bei Passau wäre wirklich ein Schnäppchen gewesen (Möbel und unten drunter war auch fast alles in einem guten Zustand), deshalb hab ich den weiten Weg auf mich genommen und gleich eine EVB-Nummer für ein Kurzzeit-Kennzeichen mitgenommen sowie das Geld. Verkäufer ist auf 9000 € (inkl. neuem Zahnriemen) runtergegangen aber aufgrund der Heftigkeit der Mängel konnte ich darauf nicht eingehen. Wer weiß was sich noch alles als nicht funktionierend herausgestellt hätte. Im Nachhinein unverschämt vom Verkäufer war, dass er mir noch mehr oder minder vorgeworfen hat, das Fahrzeug nicht zu nehmen wo er doch nach dem ganzen Prüfen ganze 3 Stunden wertvolle Arbeitszeit "verloren" hat. Hätte er sich vorher die Arbeit gemacht das angebliche kürzlich selbst erst erworbene Fahrzeug ordentlich zu prüfen, wäre das nicht nötig gewesen - ich wäre bei wahrheitsgemäßen Angaben gar nicht angereist. Aber danke, dass mit den Sachverständigen werde ich mir merken!

  7. #7
    Stammgast   Avatar von Sellabah1
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    Standard AW: Fendt 680 - der Weg war wieder vergeblich und teuer

    Also ich würde für ein fast 30 Jahre altes Holzmobil, Fendt hatte damals wie auch viele andere Problem mit Dichtigkeit, wirklich nur so weit fahren, wenn mir bewusst ist es könnte für die Katz sein. Ganz ehrlich sind außer Golf2 auch nicht mehr viele Alltagsautos in gutem Zustand.

    Man kann aber auch vor Ort über ADAC und Konsorten Gutachten beauftragen und spart dann wenigstens die Zeit.

    Die Formulierung von Verkaufsanzeigen im Netz sind so gestrickt, daß der potentielle Kunde neugierig wird. Ob es immer fair ist, sei dahingestellt. Wenn etwas verkauft wird, hat es einen Grund. Ich ducke mich jetzt, schmeißt bitte die die großen, runden Steine....unter 20 Riesen gibt es zu 90% nur Schrott. Kastenwagen nehm ich da mal raus.

    LG
    Sven
    Elektroautofahren ist wie Durchfall.
    Es ist nie ganz sicher, ob man es noch bis nachhause schafft.

  8. #8
    Stammgast   Avatar von Chief_U
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    Standard AW: Fendt 680 - der Weg war wieder vergeblich und teuer

    Das wollte ich eben auch schreiben! Ein funktionierendes und gut erhaltenes Mobil unter 10.000€ wird es momentan nicht geben!


    Gruß Uwe


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    Viele Grüsse
    Chief_U / Uwe
    PhoeniX RSL 7100 auf Mercedes Sprinter 516 CDI, Länge: 7,70m, Höhe: 3,60m, zgG: 5,3to

  9. #9
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    Standard AW: Fendt 680 - der Weg war wieder vergeblich und teuer

    Ich geb zu: die geringe Laufleistung und die Beschreibung DICHT! haben mich glauben lassen (auch in Verbindung mit den Fotos die ich auf Anfrage noch bekommen habe, außerdem klang der Verkäufer am Telefon sympathisch und seriös) dass dem wirklich auch so ist. So verar.... zu werden habe ich nicht erwartet. Warte jetzt bis Januar und schaue dann nach einem Ahorn Alaska TD - scheint mir als Neufahrzeug ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis bei guter Verarbeitung zu sein!

  10. #10
    Moderator   Avatar von AndiEh
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    Standard AW: Fendt 680 - der Weg war wieder vergeblich und teuer

    Ich glaube auch, ein Neufahrzeug ist zur Zeit die bessere Alternative, wenn man eh vor hat, sich in absehbarer Zeit eins zu kaufen.

    Denn selbst wenn das Womoreisen dann doch nicht so den Erwartungen entspricht, kann man es wieder gut abstoßen.

    Wenn du dazu noch bis Januar oder auch ins Frühjahr warten kannst, dann ergeben sich immer mal wieder Schnäppchen. So war es jedenfalls bei mir. Bin dafür zwar dann auch 600km einfach gefahren zum aussuchen ( Händler hatte mehrere gleiche im Angebot), aber das war dann eben ein Neufahrzeug.

    Gruß
    Andi
    Unterwegs mit einem Knaus Sun Ti 700 MEG 2019 4t
    Goldene Forenregel: „Vergiss niemals, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt!“
    Jeder versteht mal einen Text falsch: hier mal die sehr wahren Worte von MobiLoewe zu diesem Thema: KLICK

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