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  1. #11
    Kennt sich schon aus  
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    Standard AW: GFK Problemmaterial!

    Agent, Deine Risse waren mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit keine Schäden im GFK. Da kannst Du ruhig mit dem Hammer drauf hauen. Es ist ein Verbundwerkstoff, da passiert nichts. Reißen oder abplatzen tut die ultraharte Versiegelung, Gelcoat genannt.

    GFK ist ein toller Werkstoff. Er wird im Bootsbau schon seit 60 Jahren eingesetzt und ist dort ganz anderen Belastungen ausgesetzt. Allerdings werden dort auch ein paar Matten Glasfaser mehr verarbeitet als bei den gewichtsreduzierten Wohnmobilen.
    Im Gegensatz zu Blech ist GFK flexibel und kehrt nach einem Anstoß wieder in seine Ursprungsform zurück. Deswegen sind GFK Hagelschäden auch fremd. Natürlich gibt es auch da Grenzen, aber die können sehr weit entfernt liegen. Vor vielen Jahren habe ich mal versucht, die Motorhaube meines Pkw (auch dort wird schon seit sehr vielen Jahren GFK verwendet - ein bekannter Klassiker ist die Corvette) mit dem Vorschlaghammer mülltonnengerecht zu zerlegen. Es ist mir noch nicht einmal ansatzweise gelungen. Ich musste sogar aufpassen, dass mich der zurück springende Hammer nicht traf. Schlussendlich half nur die Flex.
    Ein weiterer Vorteil ist die einfache Reparatur. Glasfasermatten, ein bisschen Harz, Feinspachtel und Lack. So kann man sogar großflächige Schäden dauerhaft reparieren. Gerade Flächen kann man darüber hinaus mit etwas Bootsbausperrholz unkaputtbar stabilisieren, wenn es mit einlaminiert wird.
    Geändert von Consigliere (20.07.2020 um 20:07 Uhr)
    Saluto
    Thomas-Hagen

  2. #12
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    Standard AW: GFK Problemmaterial!

    Dann verarbeiten die Womo-Hersteller wohl nur ganz billiges GFK.
    Der Anfahrschutz hinten (Stossstange) bei meinem Frankia reagiert da extrem empfindlich, ein kleiner ditsch beim Rückwärtsfahren an einen Stein, ein kaum sichtbarer Schaden mit großer Wirkung.

    Kann nicht einfach ausgeschliffen mit GFK repariert und gespachtelt werden, hält maxiaml 1/2 Jahr und dann kommen die Risse wieder, also nocheinmal - und diesmal Großflächig - alles abgeschliffen und nue aufgebaut und wieder die Risse nach kurzer Zeit.
    Durch den kleinen Ditsch wurde wohl die GFK Struktur großflächig zerstört und das laäßt sich nicht einfach Reparieren, die Risse bic 30cm um die kleine Beschädigung kommen immer wieder durch.

    Hilft wohl nur den kompletten Bereich ausschneiden und ein neues Stück GFK einsetzen oder aufbauen.
    Schöne Grüße
    Volker

  3. #13
    Kennt sich schon aus  
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    Standard AW: GFK Problemmaterial!

    Billiges oder teures GFK gibt es nicht, allenfalls unterschiedliche Materialstärken.
    Löcher oder Spalten werden schräg abgeschliffen und flächig mit den richtig strukturierten (es gibt unterschiedliche, je nach Verwendungszweck) Matten verklebt. Um das Ganze zusätzlich zu stabilisieren, kann man die Reparaturstelle von der Rückseite noch mit zwei Matten unterfüttern. Das reißt nie wieder ..
    garantiert.

    GFK kann jeder reparieren. Anleitungen dazu findest Du im Netz. Es ist wirklich kinderleicht. Ich habe in meinem Leben bisher acht Boote und zwei Pkw aus GFK besessen. Glaub mir, ich weiß von was ich rede. Und gegen einen Gleiter, der bei voller Fahrt in Wellen schlägt sind Parkrempler Peanuts
    Saluto
    Thomas-Hagen

  4. #14
    Stammgast   Avatar von Dieselreiter
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    Standard AW: GFK Problemmaterial!

    Zitat Zitat von Sparks 2 Beitrag anzeigen
    ... und ist eigentlich für Leichtbau nicht das Material der ersten Wahl.
    Im Gegenteil, es ist DAS Material der ersten Wahl! In Flugzeugbau und im Rennsport geht schon lange nichts mehr ohne Epoxyd - aber dann eben auch die Nobelvariante mit Carbon statt Glas.

    Im Modellflug hat auch schon längst GFK und CFK Einzug gehalten. Waren früher nur die etwas formschöneren Rümpfe aus GFK, ist es heute der ganze Flieger. Ich habe hier ein paar Teile, die sind zu 90% aus CFK, der Rest ist Glas und Aramid - mit denen kannst du einem die Rübe einhauen und da bröselt nicht einmal das Gelcoat ab. Das Gebot der Stunde lautet "vollgasfest".

    Wenn bei einem Womo etwas aus GFK zerbröselt, dann war das Teil mies verarbeitet. Allerdings eignet sich das Zeug weniger für Stoßstangen oder ähnliche anditsch-gefährdete Bereich, da sind zähe Kunststoffe eher gefragt. Allerdings kann man die Teile sehr gut reparieren - man muss nur wissen, wie. Von hinten mit Gewebe in der sogenannten "Plätzli Technik" kriegt man ausreichend Körper. Von vorne wird gekittet, gespachtelt und lackiert. Die Technik ist aber nicht wirklich neu, so wurden schon in den 70ern die einschlägigen Rostlauben revitalisiert.
    Liebe Grüße, Peter


  5. #15
    Kennt sich schon aus  
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    Standard AW: GFK Problemmaterial!

    Ich kann auch nur bestätigen was Thomas-Hagen hier geschrieben hat. Glasfaser laminierte GFK-Formen sind extrem stabil und nicht vergleichbar mit einfachen Kunststoffen für Windleitteile, "Anfahrschutz" oder andere Formteile.
    Gruß Hajo

  6. #16
    Kennt sich schon aus   Avatar von fschuen
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    Standard AW: GFK Problemmaterial!

    Das Problem ist doch nicht das GFK, sondern das Bauprinzip eines Vollintegrierten. Wenn man so einen kauft, weil einem das Toasterdesign gefällt oder das Raumgefühl des nicht nutzbaren Raums im Fahrerhaus, dann muss man auch mit den Nachteilen leben: die Karosserie bietet so viel Unfallschutz wie ein Trabant, auch vorne ist das im Prinzip ein Wohnwagen, und jeder Unfallschaden geht gleich über die Seitenwand bis nach hinten. Und da es sich nur um Kleinserienteile handelt, sind sie zwanzigmal so teuer. Das weiss man aber doch vor dem Kauf, oder? Zumindest könnte man es wissen. Was gibt es sonst erst für ein Gejammer, wenn der Steinschlag die Windschutzscheibe trifft?

    Gruss Manfred
    http://www.mobildomizil.de - meine Seiten für Wohnmobilfahrerinnen und -fahrer, vornehmlich solche, die auch gern mal Werkzeug in die Hand nehmen.

  7. #17
    Kennt sich schon aus   Avatar von Ebi2
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    Standard AW: GFK Problemmaterial!

    Ich schwöre auf GFK, die Vorteile sind hinreichend bekannt. Hab mal in Italien ne Mauer erwischt, dann hab ich es halt reparieren lassen. Nur, weil ich mal nicht aufgepasst habe, ist das Material doch nicht schlecht. Ich hatte aber immer ab 5 cm Wandstärke.

  8. #18
    Stammgast   Avatar von Chief_U
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    Standard AW: GFK Problemmaterial!

    Zitat Zitat von Ebi2 Beitrag anzeigen
    Ich schwöre auf GFK, die Vorteile sind hinreichend bekannt. Hab mal in Italien ne Mauer erwischt, dann hab ich es halt reparieren lassen. Nur, weil ich mal nicht aufgepasst habe, ist das Material doch nicht schlecht. Ich hatte aber immer ab 5 cm Wandstärke.
    Die 5cm sind mit Isolierung, oder? Nur GFK wäre doch etwas schwer.



    Gruß Uwe


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    Viele Grüsse
    Chief_U / Uwe
    PhoeniX RSL 7100 auf Mercedes Sprinter 516 CDI, Länge: 7,70m, Höhe: 3,60m, zgG: 5,3to

  9. #19
    Stammgast   Avatar von rumfahrer
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    Standard AW: GFK Problemmaterial!

    ...welches Material an Front und Heck bei ihren Integrierten zum Einsatz kommt
    unsere Motorabdeckung ist aus GfK. Letztes Jahr haben wir auf der Autobahn einen Treffer eines nicht mehr auffindbaren "Gegenstands" abbekommen.

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    Das Neuteil hätte mit Lackierung, Montage (Schriftzug, Dekoaufkleber, Schloss, Haltehaken) knapp 3 tsd. Euronen gekostet. Nach endlos vielen Telefonaten habe ich eine Werkstatt gefunden, die einen Lackierer an der Hand hatten, welcher GfK-Reparaturen macht. Kleiner Spaß am Rande: Der Kollege wusste nicht, wie er mit der Innenseite verfahren sollte. Jetzt habe ich eine allseitig perfekt lackierte Haube- Kostenpünkt 1400.- (+ Scheinwerfer).

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    Gruß
    Steffen
    Geändert von rumfahrer (21.07.2020 um 08:57 Uhr)
    Hymer Exsis-I 564 "final edition" mit BMI 3,5

    Was immer du vorhast, tu es gleich! Es gibt nicht endlos viele Morgen. (Martin Luther)

  10. #20
    Kennt sich schon aus   Avatar von Ebi2
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    Standard AW: GFK Problemmaterial!

    Zitat Zitat von Chief_U Beitrag anzeigen
    Die 5cm sind mit Isolierung, oder? Nur GFK wäre doch etwas schwer.



    Gruß Uwe


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    Klar. Aber die Idee ist gut. Dann wäre die Mauer weg und der Koffer hätte nichts abbekommen.

    Grüße
    Ebi

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