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  1. #51
    Stammgast  
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    Standard AW: Händler werden?

    Zitat Zitat von Jabs Beitrag anzeigen
    als (z.B.) IT Programmierer in so etwas einzusteigen, nur weil man sieht, dass das Wohnmobilgeschäft "läuft", halte ich für mutig.
    Was ist da mutig. Ist es als Gipser einfacher umzusatteln ins Womo-Geschäft. Was muß man sein, um das erfolgreich zu gestalten. Muß man Reisemobil richtig schreiben können? Lernt doch mal etwas aus Amerika (Nein, nicht Trump)
    Reicht nicht auch etwas Mut, etwas Startkapital, ein paar günstige Voraussetzungen?
    Wenn man denn Kaufmann ist und schon in einem Womo Laden gearbeitet hat, ist das vielleicht einfacher.
    Aber nicht für jeden, manche können einfach nicht "Selbstständig", das hör ich jeden Tag im Büro, diese Sprüche "Du und dein Tagesatz".
    Dann sage ich, "warte kurz, ich schreibe für dich eine Kündigung und dann machst du das gleiche, ist doch easy und dann bekommst du auch meinen Tagessatz". Keiner, kein einziger hat bisher gekündigt, keiner hat nen A. in der Hose.
    Also ich wünsch Lulu-81 viel Glück, auch wenn ich anfangs - na sagen wir etwas - skeptisch war.

  2. #52
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    Standard AW: Händler werden?

    Hallo zusammen!

    Ich bin seit langem stiller Mitleser.
    Die Frage des Themenerstellers veranlasst mich nun, etwas zu schreiben:
    Vor ziemlich genau zehn Jahren habe ich meine freie Kfz-Werkstatt gegründet.
    Es gab auch einige Bedenkenträger, aber mein Bruder brachte es damals auf den Punkt:
    "Mach es einfach und dann mach es einfach" war seine Ermunterung.

    Wenn eine Selbständigkeit vorliegt, so ist ja der Umgang mit Banken, Ämtern und dem Finanzamz schon bekannt.
    Die größte Hürde sehe ich momentan darin, brauchbares Personal zu finden.
    Gerade im Camping-Bereich, in dem nichts genormt ist, braucht es versierte und breit aufgestellte Spezis,
    die sich mit allem und jedem auskennen. Woher sollen die kommen? Man bekommt ja nichtmals einen Reifenmonteur heutzutage. Und gerade die Kunden, die ein 100000€-Mobil zur Werkstatt bringen, haben schon genaue Vorstellungen, wie damit umzugehen ist. Da kann man nicht jeden Hiwi einstellen.
    Ach ja, apropos Werkstatt: da reicht nicht nur ne Halle, da gehört auch einiges an Ausstattung rein. Von Hebebühne oder Grube über Handwerkzeuge uva. ist das der weitaus größte Batzen.
    Und dann noch Wohnmobile vorfinanzieren, die dann präsentiert werden sollen? Auch da brauchts Verkäufer, die sich mit diesem speziellen Gebiet auskennen, sonst stehen die Dinger da rum und verlieren täglich an Wert...

    Ich bin kein Bedenkenträger oder Beamter, ganz im Gegenteil! Ich mache im Werkstattbereich jeden Mist mit, den die aktuelle Entwicklung von uns erfordert, nur um am Ball zu bleiben.
    Aber nach der Beschreibung und den ersten Ansätzen von Lulu bin ich wirklich skeptisch, ob der Plan aufgeht.

    Das waren meine Gedanken, viele Grüße!

    Ingo

  3. #53
    Stammgast   Avatar von clouliner1
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    Standard AW: Händler werden?

    Zitat Zitat von lulu_81 Beitrag anzeigen
    - wie läuft sowas überhaupt ab? Mein Händler erzählte mir, dass er ein gewisses Kontingent beim Hersteller bestellt und sich auf den Hof stellt und das er die Fahrzeuge erst bezahlt, wenn er das Fahrzeug verkauft hat - stimmt das?
    Hallo,
    das ist schon möglich, die Herstellerverträge können unterschiedlich aussehen. Aber mit Sicherheit wird es eine Abnahmeverpflichtung geben.

    Viele Kunden kaufen ihre neuen Fahrzeuge dort, wo sie das meiste Geld bei Inzahlungnahme für ihren Alten bekommen und hier liegt das Gafahrenpotential was schon vielen Händler, egal ob Womo oder PKW das Genick gebrochen hat.
    Wenn ich z.B. an einem 100.000 Womo 30%, also 30.000 über habe und eine Inzahlungnahme von 45.000 habe, fehlen mir nach 10 solchen Geschäften mit 1.000.000 Umsatz nochmal 150.000. Also auch wenn der Hersteller die Neuwagen finanziert, bist du für die Inzahlungnahme selbst verantwortlich und wenn die zu teuer eingekauft wurden, fressen sie das Geld deiner Gewinne auf und du hast irgendwann den Hof voller alter Hütten und der nächste Zug mit den Neuwagen aus der Abnahmeverpflichtung ist schon unterwegs zu dir.

    Deine Bereiche erstrecken sich also auf Werkstatt, Vermietung, Neuwagenverkauf, Finanzierung, Gebrauchtwagen An-und Verkauf und du musst dich nicht nur in allen Gebieten auskennen, sondern der Beste sein........dann ist die Womobranche eine Gelddruckmaschiene!
    Gruß Thomas

  4. #54
    Kennt sich schon aus  
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    Standard AW: Händler werden?

    Hallo Thomas,
    der Händler bekommt mit Fertigmeldung des Wohnmobiles gleichzeitig die Rechnung vom Hersteller geschickt, die er normalerweise gleich an die finanzierende Bank weiter reicht. Erst wenn das Konto ausgeglichen ist, erfolgt der Transport. Wie sollte es auch anders gehen? Hersteller sind keine Banken und können nicht X-Mio € vorstrecken, vielleicht noch mit offenem Ende?
    Da sollte lulu schon nochmal mit diesem Händler sprechen, ob er vielleicht etwas falsch verstanden hat?
    Gruß Hajo

  5. #55
    Stammgast   Avatar von clouliner1
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    Hallo Hajo,

    da wird es schon unterschiedliche Zahlungsziele geben, eben alles eine vertragliche Vereinbarung. Das offene Ende gibt es bestimmt nicht.
    Gruß Thomas

  6. #56
    Kennt sich schon aus  
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    Standard AW: Händler werden?

    Hallo Thomas,
    ich kenne keinen Hersteller, der eine Vorfinanzierung übernimmt. Das könnte höchstens mal ein neuer Hersteller sein, der so schneller in den Markt kommen will, wie vor Jahren Morelo. Das ist aber Geschichte.
    Gruß Hajo
    Geändert von oldi45 (04.06.2020 um 10:47 Uhr)

  7. #57
    Lernt noch alles kennen  
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    Standard AW: Händler werden?

    Hallo Hajo, vielen Dank für deine Antwort! So habe ich mir das auch vorgestellt, 3-5 verschiedene vermietmodelle und dann evt darauf aufbauen.
    Ich habe auch keinen zeitlichen Druck, wir werden uns alle Optionen anschauen und dann entscheiden ob und wann.

  8. #58
    Stammgast   Avatar von Mark-86
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    Was ist da mutig. Ist es als Gipser einfacher umzusatteln ins Womo-Geschäft. Was muß man sein, um das erfolgreich zu gestalten. Muß man Reisemobil richtig schreiben können?
    Nein, du musst gar nicht lesen und schreiben können.
    Das kann der reichste Mann hier im Viertel auch nicht. Scheint keine Schlüsselquallifikation zu sein. Du musst auch kein guter Handwerker sein, du musst auch kein großes Kapital haben, du musst m.E. nur 2 Sachen können:

    a) Du musst mit Geld umgehen können
    b) Du musst dich und dein Produkt entsprechend verkaufen können.

    Fertig.
    Ob die Wohnmobile alt oder neu sind, das Handwerk gut oder schlecht ist, dass ist alles egal, hauptsache du kriegst es richtig gerechnet und verkauft.

    Ich komme aus ner typischen Beamtenfamilie, über Generationen und habe noch nie in meinem Leben ordentlich sozialversicherungspflichtig beschäftigt gearbeitet.
    Bei mir wusste man damals vor über 1 Jahrzehnt auch, warum man sich nicht selbstständig machen kann. Man braucht Geld, man muss seine Krankenversicherung bezahlen, seine Rentenversicherung, wovon will man leben, und die Steuern, das Finanzamt, den Steuerberater, und vor allem die Steuern, und die Kammergebühren, und... und die Krankenversicherung, und und und und und.

    Ich hab dann nen selbstständigen gefragt, der sagt "ja und? Dann gehst zum Gewerbeamt, holst dir n Gewerbeschein, der kostet 30€ und schon bist du Selbstständig. Also hab ich mir gedacht, ich habe eh nix zu verlieren, bin zum Gewerbeamt gegangen, hab mir nen Gewerbeschein geholt, beim Schlüsseldienst vorbei n Firmenschild für 20€ machen lassen und dass auf meinen Briefkasten geklebt, ich habe mir n Stapel Visitenkarten im Internet bestellt, nen Firmenstempel und nen Rechnungs und Quittungsblock. Um 100€ ärmer war ich selbstständiger Jungunternehmer.

    Krankenversicherung kostet 160€ im Monat (heute natürlich nach über einem Jahrzehnt etwas teurer, aber kein Vermögen), Kammergebühren waren gleich schonmal als Neuunternehmer 3 Jahre Beitrragsfrei, Finanzamt meldete sich natürlich auch (es melden sich alle von alleine) und Steuern musste ich gar keine bezahlen, die zahlt man nur wenn man was verdient hat und Rentenversicherung pfeife ich bis heute drauf...

    Das war Rückblickend die beste Entscheidung meines Lebens. Also wenn du der Typ bist, Selbstständig zu sein, Unternehmertyp, meinst deine Idee verkauft zu bekommen und mit Geld umgehen kannst, dann mache es doch einfach.

  9. #59
    Kennt sich schon aus  
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    Standard AW: Händler werden?

    Zitat Zitat von Mark-86 Beitrag anzeigen
    Du musst auch kein guter Handwerker sein, du musst auch kein großes Kapital haben ...

    Dann gehst zum Gewerbeamt, holst dir n Gewerbeschein, der kostet 30€ und schon bist du Selbstständig. Also hab ich mir gedacht, ich habe eh nix zu verlieren, bin zum Gewerbeamt gegangen, hab mir nen Gewerbeschein geholt, beim Schlüsseldienst vorbei n Firmenschild für 20€ machen lassen und dass auf meinen Briefkasten geklebt, ich habe mir n Stapel Visitenkarten im Internet bestellt, nen Firmenstempel und nen Rechnungs und Quittungsblock. Um 100€ ärmer war ich selbstständiger Jungunternehmer.

    ...und Steuern musste ich gar keine bezahlen, die zahlt man nur wenn man was verdient hat und Rentenversicherung pfeife ich bis heute drauf...
    .
    Absolut vielversprechendes Erfolgsmodell, insbesondere wenn man dann ins Rentenalter kommt.

  10. #60
    Stammgast   Avatar von Chief_U
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    Zitat Zitat von Consigliere Beitrag anzeigen
    Absolut vielversprechendes Erfolgsmodell, insbesondere wenn man dann ins Rentenalter kommt.
    Und? Er kann doch vorsorgen!
    Mit Ende 28 hab ich mich 1994 mit meiner Frau selbstständig gemacht. Mit knappen 50 bin vor gut 5 Jahren ausgestiegen. Seitdem lebe ich die Zeit und bereue keine meiner Entscheidungen! Als Arbeitnehmer wäre mir dies so nicht möglich gewesen. Aber man muss bereit sein, ein Risiko einzugehen. Mit Vollkasko Mentalität kommt man nicht weit.




    Gruß Uwe


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    Viele Grüsse
    Chief_U / Uwe
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