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  1. #121
    Stammgast   Avatar von AlterHans
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    Standard AW: Auf dem Landweg 1976 nach Nepal und zurück im VW T2

    Toni,
    Dein Einwand ist berechtigt. Wir waren aber vor 44 Jahren dort und da war vieles informell.
    Eine tracking permit brauchten wir allerdings. Der Annapurnatreck war damals noch kaum von Ausländern begangen. Wir begegneten in den sieben Tagen keinen zehn Touristen.
    Da zieh ich die Geschichte mit den Führern etwas vor. Da siehst Du unsere Erfahrungen.

    Richtung Pokhara und SüdOst gehts zurück wieder mit tollen Ausblicken:



    Ein Runenstein am Wegesrand, leider uns nicht verständlich:



    Fernblick:



    Und immer wieder blühende Rhododendronwälder:



    Unsere beiden Führer etwas ratlos. Wir hatten uns wohl an dieser Stelle verlaufen, hatten es aber noch nicht bemerkt.



    Es wurde rapide kälter. Etwas weiter wurde der Himmel sehr dunkel und es prasselte ein Hagelsturm auf uns nieder.
    Die Führer hockten sich angstvoll unter einen stabilen Baum und riefen ihren Gott Shiva um Hilfe. Sie waren nicht zu bewegen, weiterzugehen. Elisabeth war sehr erkältet mit Halsweh, wir begannen zu frieren und mussten in Bewegung bleiben. Elisabeth bekam Tabletten von uns, die Führer blieben sitzen.
    Zu viert gingen wir nun los talwärts in der Hoffnung Menschen zu finden. Der Weg war kaum sichtbar aber ordentlich begehbar. Schliesslich, nachdem der Hagel aufhörte, trafen wir auf einige Frauen die wir nach dem Weg zur nächsten Siedlung fragten. Sie lachten sehr lange und fröhlich. Schliesslich verstanden sie und winkten einen jungen Mann herbei der uns geschwinden Schrittes talwärts bis zu einem Hauptweg brachte. Ein Trinkgeld zur Belohnung und wir folgten verfroren diesem Weg weiter talwärts (Wegweiser gabs natürlich nirgends, Abzweigungen aber schon).
    Endlich ein Haus in das wir sofort von einer alten Frau hereingebeten wurden ans Herdfeuer. Tee hatte sie schnell für uns bereitet und wir wärmten uns auf.
    Weiter abwärts und wir fanden unser Ziel, ein Dorf mit Touristenunterkunft:



    Dort trafen wir alle wieder zusammen: Träger, Führer und wir. Ein Sherpa war auch da.
    Ich entliess die beiden Führerjungen ab dem nächsten Morgen und bezahlte bis heute. Die Entlassung akzeptierten sie, wollten aber die beiden folgenden Tage noch bezahlt haben. Darauf liess ich mich nicht ein und fragte den Sherpa um Rat. Er meinte, die Entlassung sei rechtens, dass wir die Führer angeheuert hatten war aber falsch. Das stimmte.
    Ehernes Gesetz im Himalaya:
    ein Sherpa verlässt seine Leute auf Tour niemals. Das hatten unsere beiden gebrochen gehabt.

    Weiter gings am nächsten Morgen zu fünft:





    Der Träger kannte sich natürlich auch aus. es war nicht mehr sehr weit bis Pokhara und er blieb in unserer Nähe.

    Angekommen in Pokhara holten wir unser Bussle aus dem Zollhof in dem es sieben Tage sicher gestanden hatte, Entlohnten den Träger und fuhren wieder zum Campingplatz am Phewasee.



    Am nächsten Morgen besuchte uns der Träger dort, bekam noch meinen Mantel geschenkt (der Sommer stand vor der Türe), was ihn sehr freute.
    Die Jungen trafen wir wieder im Lokal: Joganath (der Größere) akzeptierte die Entlassung und bediente uns freundschaftlich. Der kleinere Johnny aus der höheren Kaste blieb tödlich beleidigt.

    Elisabeth wurde wieder gesund , wir anderen waren es geblieben.
    Geändert von AlterHans (08.05.2020 um 18:54 Uhr)

  2. #122
    Stammgast   Avatar von Tonicek
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    Standard Auf dem Landweg 1976 nach Nepal und zurück im VW T2

    Hans, jetzt hab' ich ganz fix mal geschaut, was SHERPA bedeutet - man lernt nie aus:

    Ohne sie würden nur wenige Bergsteiger im asiatischen Himalaya an ihr Ziel gelangen. Die Sherpa sind ein Gebirgsvolk, das in der Nähe des Mount Everest lebt. ... Bei Expeditionen im Himalaya werden sie häufig als Gepäckträger und Führer angeworben.

    Wieder was gelernt . . .

    Aber wie gesagt, dieses Treking ist nichts für mich, hab' zu viel Angst u. bin sicher zu alt dafür. Und dann, wie bei Euch: kalt - regennaß - Weg zufällig gefunden - nö, nix für mich.

    Vielen Dank, Hans.
    Nicht alle Engel haben Flügel - manche haben auch Barthaare. [ wie mein Kätzchen ]

  3. #123
    Stammgast   Avatar von AlterHans
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    Standard AW: Auf dem Landweg 1976 nach Nepal und zurück im VW T2

    Hallo Toni,
    Trekking könnten wir schon seit langer Zeit nicht mehr.
    Umso schöner ist die Rückschau auf das was uns geschenkt ist.

    Nun will ich noch was aus Museen aus Indien und Nepal bringen. Leider ganz ohne Erläuterung.





















    Freundliche Grüße vom AltenHans

  4. #124
    Stammgast   Avatar von AlterHans
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    Standard AW: Auf dem Landweg 1976 nach Nepal und zurück im VW T2















    Gruß vom AltenHans!
    VW T4 syncro.Eigenbau m.Ormocarleerkab. L5,52; B1,99; H2,80, 3 T. Fotos vom T4:
    https://photos.app.goo.gl/K3mR9EUChanYNtxb8

  5. #125
    Moderator   Avatar von MobilLoewe
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    Standard AW: Auf dem Landweg 1976 nach Nepal und zurück im VW T2

    Klasse Hans, vor allen Dingen sind die immerhin 44 Jahre alten Dias auch digital gut ansehbar.

    Gruß Bernd
    Streiten geht schief, wenn der Respekt voreinander fehlt.

    Moderation im promobil Forum und PNs an Moderatoren, sowie das geschriebene Wort.


  6. #126
    Kennt sich schon aus   Avatar von Ebi2
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    Standard AW: Auf dem Landweg 1976 nach Nepal und zurück im VW T2

    Danke, Hans. Du treibst echt Aufwand!

    Grüße
    Ebi

  7. #127
    Stammgast   Avatar von AlterHans
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    Standard AW: Auf dem Landweg 1976 nach Nepal und zurück im VW T2

    Danke für Eure Rückmeldung, Bernd und Eberhard.

    Nun beginnt der Rückweg mit Abstechern nach Rajasthan, Kaschmir, Bamijan und Südwestiran sowie Türkei Südküste und Griechenland Peloponnes und Pilion.


    Die geografische Karte des Rückwegs von Ost nach West:



    Unser Busle: treu, zuverlässig, mit (selbstverschuldeten) Reifenproblemen:



    Die indischen Landstrassen durch Bauernland haben uns wieder:



    Reisanbau wie üblich eingestaut zur Bewässerung:



    Wieder mal reichlich Rinder auf der Strasse:



    In Rajasthan waren auch Dromedare als Zugtiere eingesetzt:
    Weiteres aus Rajasthan bei der Beschreibung der Hinfahrt.





    Ein Pfau rannte über die Strasse, manchmal auch Affen. Aber nichts gefährliches.:



    Dharamsalah, der Flucht- und Wohnort des Dalai Lamas. Touristen hatten uns empfohlen, ihn zu besuchen. Er würde uns bestimmt empfangen. Das hatten wir uns dann doch nicht getraut. Finde ich inzwischen sehr schade.
    Jahre später , in Wangen/Allgäu, kam ich an einem Fotoladen vorbei, dekoriert mit wunderschönen Fotos vom Dalai Lama. Da ich dort Kunde war fragte ich den Inhaber wie er zu diesen Fotos gekommen sei:
    er wurde bei Besuchen des DL in Deutschland regelmässig als offizieller Fotograf geladen und war ihm näher gekommen. Der Fotograf wurde zum glühenden Anhänger von ihm und erzählte begeistert viel über den DL.



    Richtung Kaschmir wurde es gebirgig und landschaftlich wild. Der Strassenverkehr kam fast zum Erliegen.
    Der einzige Zugang nach Kaschmir führte über windige Fachwerkträgerbrücken sowie durch den einspurigen finsteren Salangtunnel in dem ich einen Radwechsel durchführen musste, wie früher schon mal beschrieben.
    Hier eine Siedlung, noch in Jammu:



    Viel Spass beim lesen.
    AlterHans
    Geändert von AlterHans (13.05.2020 um 16:31 Uhr) Grund: Korrektur geografisch

  8. #128
    Stammgast   Avatar von Jabs
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    Standard AW: Auf dem Landweg 1976 nach Nepal und zurück im VW T2

    Hans, die StreichholzKarte ist eine hübsche Idee. So hat man das vor Internet- Zeiten gemacht. Grüsse Jürgen

  9. #129
    Stammgast   Avatar von AlterHans
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    Standard AW: Auf dem Landweg 1976 nach Nepal und zurück im VW T2

    Jürgen, das Foto mit der Streichholzkarte ist auch schon fast 44 Jahre alt.
    Damals hatte ich mich 8 Jahre vorher schon mit Großrechnern an der Uni Karlsruhe halb tot geärgert. Die haben Gleichungen mit meinen biochemischen Versuchsergebnissen einfach nicht lösen können. Nicht mal mit sieben Stunden Rechenzeit (1968 war das). Das hat meine Internet und EDV Begeisterung anhaltend gebremst.

    Das lag allerdings nicht am Rechner sondern an den Gleichungen die mir zur Verfügung gestellt waren.

    Grüsse Hans

  10. #130
    Stammgast   Avatar von AlterHans
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    Standard AW: Auf dem Landweg 1976 nach Nepal und zurück im VW T2

    Aus dem Salangtunnel raus auf die wasserreiche Hochebene (H 1730 müNN) von Srinagar, der Hauptstadt Kaschmirs. Dort leben überwiegend Moslems bei denen sehr gewiefte Händler zu finden sind.



    Hier sind Hausboote zu sehen in denen sich Touristen recht luxuriös verwöhnen lassen können. Uns war das viel zu teuer:



    Unser Bussle stand in einem Garten eines EFH Neubaus etwas ausserhalb der Stadt. Die Besitzer hatten eine Autowerkstatt und boten uns Gastfreundschaft incl. tolles Abendessen - kostenlos.







    Ganz in der Nähe schöne Parkanlagen:






    Für die Kolonialherren (Engländer) war Kaschmir der Erholungsort im heissen indischen Sommer gewesen. Diese Anlage war in der Stadt:



    Vor den äusserst aufdringlichen Händlern mit sehr edlen Geschäften flohen wir vergeblich in einen Kahn und liessen uns durch die Wasserstrassen schippern:



    Vorbei an großen Hausbooten für Einheimische und schönen alten Häusern:

    Gruß vom AltenHans!
    VW T4 syncro.Eigenbau m.Ormocarleerkab. L5,52; B1,99; H2,80, 3 T. Fotos vom T4:
    https://photos.app.goo.gl/K3mR9EUChanYNtxb8

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